Beiträge von Svanniversary

    Ja, das ist der wesentlich Unterschied, dass andere Ventilsystem beim Öhlins.


    Die Dämpfer sprechen sensibler an und führen das Rad besser, was dann auch fahrdynamisch und hinsichtlich des Komforts besser ist. Durch die DFV Technologie werden insbesondere grobe Stöße auch feinfühliger verarbeitet, verursachen dadurch weniger Radlastschwankungen und das verbessert die Fahrdynamik.


    NmE ist das alles auch erfahrbar, wenn man in der Hinsicht ein wenig sensibel ist, also nichts was nur Fachleute, oder Spezialisten bemerken. Das ist dann auch durchaus für die normale Fahrt im Alltag relevant.


    Wenn man technisch noch tiefer einsteigt, dann ist auch die Dämpferverstellung im Öhlins hervorragend gelöst, weil sie die Zug- und Druckstufe gleichzeitig im richtigen Verhältnis verändert und nur sehr wenig Einfluss auf die Highspeed-Dämpfung hat. Das ist genauso umgesetzt, wie es aus meiner Sicht vernünftig ist.

    Ich weiß leider nicht, wie das im SPS gelöst ist, aber ich vermute, dass dort die klassische Lösung über Bypass verbaut ist, während ich weiß, dass das im Öhlins sehr aufwendig gelöst wurde.


    Nach wie vor ist das SPS ein heißer Tipp hinsichtlich Funktion und Preis-/Leistungsverhältnis. Das Öhlins ist einfach an einigen Stellen noch etwas ausgefeilter und besser, aber das hat dann auch seinen Preis.


    P.S.: Mit einer geeigneten Werkstatt bekommt man auch die 70/40 Variante eingetragen, die ich mit Fokus Alltag und Landstraße klar empfehlen würde. Gelegentliche Trackdays kann man damit natürlich auch problemlos fahren.

    Paddel , Federraten, bitteschön: Datensammlung Fahrwerksfedern


    harkpabst , ja, dann B16 mit Verstellung, danke. NmE kommt man als Laie mit getrennter Zug-/Druckverstellung schnell durcheinander. Das ist dann wirklich eher was für Profis und war mir im Prinzip auch schon zu viel, für die normale Landstraße, beim KW V3. Eine gute Einfachverstellung reicht nmE für 99% der Anwendungsfälle hin. Das Problem ist das gut, weil es da je nach Umsetzung leider auch schlechte Lösungen gibt, die nur Zug-, oder nur Druck verstellen, oder auch die Highspeed-Dämpfung ändern. Alles eher nicht sinnvoll.

    GHOST

    Behauptet ist gut. Das kann man so pauschal sowieso nicht stehen lassen, weil KW auch in jedem Auto andere Federraten fährt.

    Meine eigene Erfahrung war eine andere. Richtig eingestellt ist es deutlich straffer als die Serie mit Bilstein, obwohl es etwas besser anspricht. Wenn man es aufdreht kommt man fast auf ähnlichen Komfort, aber dann ist es unterdämpft und fährt nicht mehr ordentlich.


    KW, H&R und Bilstein fahren bei ihren Gewindefahrwerken nur moderat steifere Federn. Das sind also die komfortableren Varianten der generell unkomfortableren Sportfahrwerke.


    Der MX-5 hat ja in Serie, selbst mit Bilstein nicht wirklich ein hartes, unkomfortables Fahrwerk. Insofern verschlechtert sich der Komfort mit jeder der Varianten, es sei denn ich drehe die Dämpfung auf und lebe damit, dass es dann entsprechend schlecht fährt.

    Das ist am Ende dasselbe, wie mit den Seriendämpfern. Kann man machen, ist komfortabler, fährt aber nicht gut.

    Einen Tod muss man hier sterben, tief, komfortabel und gut schließt die Physik leider aus.

    Der Rest ist persönliche Leidensfähigkeit, sowohl hinsichtlich schlechterem Komfort, als auch hinsichtlich schlechterer Fahrdynamik. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass mein Öhlins noch ausreichend komfortabel ist, aber meine Mitfahrer sind da häufig anderer Meinung ;) .

    Ich persönliche finde es ein bisschen schade, wenn man ein Auto wie den MX-5 für die Optik hinbiegt und in Kauf nimmt, dass er sein tolles fahrdynamisches Potential nicht mehr ausspielen kann. Aber die Geschmäcker sind da zum Glück verschieden und man kann natürlich andere Prioritäten setzen.


    Unter dem Strich, wenn es fahrdynamisch eingermaßen funktionieren und einen ordentlichen Restkomfort bieten soll dann sehe ich nur:

    - Tieferlegungsfedern mit Bilstein, egal ob Eibach, oder H&R

    - H&R Monotube, oder Bilstein B14 B16 mit moderater Dämpfereinstellung (edit nach Hinweis von harkpabst )


    NmE sind das die besten Optionen, die ich habe. Die fahrdynamischen Einbußen sind bei den Tieferlegungsfedern größer und man lebt auch weiterhin mit der Stößigkeit der Bilstein Dämpfer.

    Monotube und B14 sind richtig gut und bieten einen ordentlichen Kompromiss.


    geraldberlin63

    Die Einschätzung kann ich nachvollziehen. Das persönliche Komfortempfinden kann aber unterschiedlich sein.

    Es gibt Fahrer, die sind eher auf Stößigkeit empfindlich (Bilstein-Dämpfer) und es gibt Fahrer die sind auf Schwingungskomfort und große Unebenheiten empfindlich (kommt besonders bei harten Federn durch).

    Das ist also so ungefähr das Thema permanente Stöße und Unruhe im Auto vs. Einzelereignisse kommen sehr hart durch und die Karrosserie ist sehr stark angebunden und folgt der Straße (wenig entkoppelt, bei entsprechend hart gefederten und gedämpften Fahrwerken folgt der Aufbau direkt der Straße).

    Ich persönlich bin auch robust hinsichtlich Schwingungskomfort und mag keine Stößigkeit. Daher empfinde ich das Öhlins aufgrund des sehr guten Ansprechens auch als ordentlich (rest-) komfortabel. Wer aber sensibel auf Schwingungskomfort reagiert, wird damit auch nicht glücklich werden.

    Da muss man auch mal schauen, was einen selber am Meisten stört, da das wirklich typabhängig ist.

    @Hans_Wurst - Diese Kombination hatte mein Fahrzeug bei Auslieferung. Nur waren es nicht die EIbach-, sondern die H&R-Federn.


    Diese Kombination ist mMn überhaupt nicht zu empfehlen. Als nach ca. 12.000 km das Gewindefahrwerk nachgerüstet wurde, hatten die Standard-Dämpfer schon deutliche Ermüdungserscheinungen.

    Gut, ich versuch's dann mal - in meinem Fall Seriendämpfer mit den Mazda/Eibach-Federn.

    Tja, was soll der Fragende damit anfangen ;) ? Der erhöhte Verschleiß der Dämpfer und mangelnde Radkontrolle/Unterdämpfung sind leider Tatsachen.

    Das würde ich lassen. Ist dann schon unterdämpft und führt zu Rad prellen und wirklich grenzwerten Fahrverhalten. Du kommst dann auch schneller in die Druckanschläge, was für Komfort und Fahrdynamik nicht gut ist.

    Die Bilstein-Dämpfer sind definitiv die bessere Wahl.

    So weit waren wir auf der letzten Seite auch schon einmal ;) .

    Ist da vorne Freigang der Verstellung zur bearbeiteteten Strebe (kann ich auf dem Bild nicht so richtig erkennen)? Die Verstellung sitzt im Dämpfer und bewegt sich mit dem mit. Die braucht deutlich Platz in alle Richtungen und ein Kontakt kann den Dämpfer beschädigen.

    Na dann, Racing orange . Du hast dann auch sicher übersehen, dass ich den Reifen ausdrücklich nicht für Serie empfehle. Also nicht schlimm, dass das nichts mit Serie zu tun hat ;) .

    Aber ich verstehe Deinen Einwand schon. So etwas ist immer schwer nachzuvollziehen, wenn einem der entsprechende Background fehlt.

    Was natürlich stimmt - eine Subjektivbeurteilung (auch Popometer des Testers genannt), ist nicht objektiv, aber man versucht, sie mit Erfahrung und Ausbildung hinsichtlich definierter Kriterien und Maßstäbe so weit wie möglich zu objektivieren.


    Ist doch alles gut, wenn Du mit dem Beitrag nichts anfangen kannst, ignoriere ihn doch bitte einfach.

    Fahrdynamisch wäre es wenn das Umgekehrte gewesen: Härtere Einstellung, damit es auch mit dem steiferen Reifen harmoniert. Reifen ist direkt und gibt Impuls ins Auto => Auto muss steif sein, um den Impuls geeignet aufzunehmen und umzusetzen.

    Ansonsten wankt und schwankt die weich gedämpfte Karosserie auf dem harten Reifen und alles wird schwammig und indirekt.


    Hat bei mir aber noch gut gepasst und ist sehr harmonisch. Mit 12/13 fahre ich aber auch schon eine recht steife Einstellung.

    Man merkt aber jetzt tatsächlich mehr Bewegung und Wanken im Auto, als vorher, weil alles viel direkter ist.


    Zum Ausgleichen des Komforts wäre natürlich weicher richtig gewesen, dann hätte aber Dämpfung und steifer Reifen nicht mehr zusammen gepasst. Also - wenn ich komfortabel fahren will, sollte ich keine steifen Reifen fahren, weil ich dann auch ruhig weicher in der Dämpfung fahren kann ;) .

    Ganz so einfach ist es ja auch nicht.


    Bei gegebenem Dämpfer bietet das Fahrwerk mit der weicheren Feder natürlich mehr Komfort. Die Schwingzahl der Karosserie hängt ebenfalls von der Feder ab und ist sogar das Auslegungskriterium für Komfort.

    Im Prinzip legt man die Feder für Komfort und Fahrdynamik aus und dann wird der Dämpfer passend dazu abgestimmt.


    Das beinhaltet natürlich dennoch, dass sich ein Fahrwerk mit harter Feder und wenig Dämpfung komfortabler anfühlen kann, als ein weiches mit harter Dämpfung. Wenn es fahrdynamisch/sicherheitstechnisch sinnvoll sein soll, sind dem aber enge Grenzen gesteckt.


    Wenn ich weniger Federweg habe, muss die Federrate automatisch hochgehen, weil sonst der Federweg im Betrieb nicht ausreicht. Daraus kann man schon prinzipiell ableiten, dass Tieferlegungen immer weniger komfortabel sein müssen, als komfortable Auslegungen mit viel Federweg.


    Ich sehe jedenfalls auch keine einfache Lösung. Wenn es tiefer sein soll, dann hat man verschiedene Fahrwerke mit weniger Komfort zur Auswahl. Den besten Komfort bietet wie genannt die Version Serie ohne Bilstein.

    Fahrdynamik und Radkontrolle sind beim Öhlins dank DFV auch noch einmal besser. Das sind nicht unbedingt Welten, ist aber durchaus spürbar.

    Preis-/Leistung ist beim SPS wirklich überragend. Es ist wie immer, man kommt schnell auf 70-80 % und danach wird es sehr teuer, wenn man es noch besser möchte.