Beiträge von Svanniversary

    Ja, schaue ich mir dann gerne mal an.


    Wenn es von Anfang an war, tippe ich wirklich eher auf die Dämpfer an sich.


    Mal ganz lautmalerisch machen Buchsen eher toka tok, toka, während Dämpfer eher bump, bump machen ;) .


    Gutes Indiz:

    - Stetiges leichtes Klappern auf Unebenheiten: Buchen, oder Verschraubung

    - Poltergeräusche bei großen Unebenheiten: Dämpfer


    Lenkungen, Differentiale, etc. können tatsächlich mitunter auch Klappergeräusche machen, gerade mit härteren Fahrwerken.

    Hat es denn schon immer gepoltert, oder hat sich das mit der Zeit entwickelt?


    Die häufigste Ursache für Poltergeräusche im Fahrwerk sind die Dämpfer selber. Das sind im wesentlichen hydraulische Effekte, z.B. Kavitation, die solche Geräusche verursachen.

    Es gehört viel KnowHow und auch Versuchsarbeit dazu solche Geräusche zu vermeiden.

    Je sportlicher ich einen Dämpfer abstimme, umso höher werden die Drücke und Durchflussgeschwindigkeiten und umso eher und mehr poltert der Dämpfer.


    Das B14 ist nicht verstellbar, oder?


    Wenn Dein Fahrwerk auffälliger ist, dann macht es auf jeden Fall Sinn als erstes die Buchsen und ggf. die Verschraubungen durchzuschauen. Gibt es bestimmte Auffälligkeiten vorne/hinten, oder links/rechts? Es ist eher unwahrscheinlich, dass alle Buchsen gleichzeitig verschlissen sind.


    Wenn die Buchsen alle in Ordnung sind, dann kann es durchaus auch aus den Dämpfern kommen. Unterschiede sind dann in Fertigungstoleranzen und Chargen begründet, so dass ein Fahrwerk leise sein kann, während das andere poltert. Die erste Fahrwerke von SPS hatten da auch immer mal wieder ein Thema, dass einige auffällig waren.

    Der MPS4 ist schon ein waschechter Sportreifen, was er auch in verschiedenen objektiven Tests immer wieder belegt hat. Michelin hat nur noch zwei weitere Reifen im Angebot, die noch einen drauflegen, aber auch eher für schwerere und noch sportlichere Fahrzeuge gedacht sind.

    Der Standardreifen von Michelin ist der Primacy.

    Ich kann das H&R leider nur auf Basis der Papierlage bewerten. Die Federraten sind geringer, aber für das Fahrzeuggewicht gut gewählt.


    D.h. prinzipiell sollte das H&R ein recht ausgewogener Kompromiss mit gutem Restkomfort sein, während das SPS mit härteren Federraten mehr in die sportliche Ecke geht, ohne dabei zu umkomfortabel zu sein.

    D.h. auch dass das Fahrzeug mit dem SPS noch weniger wankt, besser an der Lenkung hängt und sich insgesamt sportlicher anfühlt. Das kommt wohl den meisten MX-5 Fahrern, mir auch, entgegen, so dass es hier mittlerweile, auch aufgrund des guten Preis-/Leistungsverhältnisses, sehr beliebt ist.


    Das ist also eher Geschmacksache und mit keinem der beiden Fahrwerke machst Du etwas falsch. Auf dem Niveau sind das auch eher Feinheiten, als große Unterschiede.

    Okay, belassen wir es dabei. Du willst es ja nicht weiter vertiefen und ich bleibe bei meiner Meinung anhand meiner selber gesammelten Erfahrungen. Damit kannst du ja auch leben✌?

    Gerne. Was sollen wir da auch in der Theorie weiter vertiefen? Ich biete mich gerne an, das bei passender Gelegenheit mal praktisch zu zeigen, was ich für Nachteile sehe.


    Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen und wenn man zufrieden ist, ist es doch gut.


    Der eine oder andere der noch vor dem Kauf steht, kann sich dann entscheiden, was er mit den Infos macht und ob er lieber eine andere Wahl trifft.


    Detlef , ist doch gar nicht so schwierig, Prio. Optik, oder Fahrdynamik und eine fahrdynamische Einstufung in geht so, gut, oder besser. Da kann sich dann jeder überlegen, was ihm wichtig ist.


    Ich wiederhole mich jetzt:

    Ich finde jeden klasse, der schreibt, dass er sich für Tieferlegungsfedern entschieden hat, weil ihm die Optik wichtig ist, es günstig sein sollte und es ihm nicht so um Fahrdynamik geht. Der hat dann für sich bestimmt die richtige Wahl getroffen.

    Ich wundere mich nur darüber, wenn jemand die billigste Optik-Lösung wählt und dann den Standpunkt vertritt, er hätte jetzt auch die optimale Fahrdynamik.

    Man kann das doch auch differenzieren und dann kann jeder entscheiden was er möchte und was ihm wichtig ist.

    „Alles egal“ und „passt schon“ geht natürlich auch, aber ich treffe da lieber etwas gezieltere Entscheidungen und versuche nur denen zu helfen, die das auch möchten. Dass jemand ggf. anspruchslos ist, oder die Unterschiede nicht bemerkt, ändert ja nichts daran, dass es dennoch Unterschiede gibt.

    Sorry, wenn sich das jetzt hart anhört, aber 20 Jahre normale Fahrerfahrung qualifizieren in der Hinsicht zu überhaupt nichts.


    Es geht Dir nicht um den Grenzbereich? O.k., dann haben wir aneinander vorbei geredet. Mit geht es nämlich nur um Fahrsicherheit, Fahrdynamik und das Verhalten im Grenzbereich. Da trennt sich die Spreu vom Weizen und da wird es sicherheitsrelevant. Ich beurteile das in der Regel nur auf abgesperrter Strecken, von dem einen oder anderen Erlebnis im normalen Straßenverkehr mal abgesehen.

    Ich gebe mal ein Beispiel dazu, aus dem o.g. Training. Mit den H&R Federn kam es reproduzierbar in einer schnellen Wechselkurve mit Bodenwelle bei ca. 80 km/h zu einem schlagartigen Ausbrechen des Hecks. Das konnte ich gezielt anfahren und kein anderes Fahrwerk hat an dieser Stelle dieses Problem gehabt.


    Also dann von meiner Seite vollständige Zustimmung. Beim normalem Fahren unterhalb des Grenzbereichs, ohne Relevanz für die Fahrsicherheit, kann sich je nach Vorliebe jedes der genannten Fahrwerke subjektiv gut anfühlen.


    Das nützt einem aber nichts, wenn man das Fahrwerk in einer kritischen Situation wirklich mal ausreizen muss. Nur darum ging es mir.

    Davon abgesehen bevorzuge ich persönlich auch im stabilen, unterkritischen Bereich ein gut abgestimmtes Fahrwerk, da ich da für mich auch Unterschiede heraus fahre. Ich kann aber nachvollziehen, dass man das ohne die entsprechende Erfahrung nicht unbedingt bemerkt, wie sich ja an Deiner Einschätzung von ST-X und Tieferlegungsfedern bestätigt. Das wirft übrigen für mich ein komisches Licht auf die Aussage „alltagsbedingungen wie auch anfängliche Grenzbedingungen ohne Zweifel zu beurteilen“. Warum bemerkst Du so etwas nicht, wenn Du das so zweifelsfrei beurteilen kannst?


    Aber ich möchte das auch gar nicht weiter vertiefen und es geht mir nicht darum Recht zu haben, oder irgendwen zu überzeugen.

    Ich habe meine Eindrücke und Erfahrungen geteilt, meinen Hintergrund erläutert und warum ich glaube, dazu gute, und auch objektive Beiträge liefern zu können. Und ich bin nicht einmal der Einzige, der das so sieht, sondern es gibt noch ein paar andere „Spinner“ neben mir, alles sehr erfahrene Fahrer, die das genauso sehen.

    Wenn jemand das nicht glaubt, oder es anders möchte, dann kann ich da auch sehr gut mit leben.

    Da hängt auch viel von der Fahrwerkeinstellung ab. Ich würde z.B. ohne weiteres bestätigen, dass sich der Wagen mit Tieferlegungsfedern und gut eingestelltem Fahrwerk besser fährt, als einer mit schlecht eingestelltem Serienfahrwerk.


    Beim Training hatten wir ein Auto mit H&R dabei, der recht gut eingestellt war. Die Keilform mit Eibach ist auch erstmal ohne Belang. Das kann ich ggf. mit den Fahrwerkeinstellungen ausgleichen.


    Wieviel Beurteilungskompetenz traust Du Dir denn zu? Wieviele Trainings hast du gemacht und wie oft hast Du Dein Auto hinsichtlich der Fahrdynamik gezielt auf einer geeigneten, abgesperrten Strecke beurteilt?

    Kannst Du sicher trennen, was an Dir, dem Fahrwerk und was an der Straße liegt, wenn das Auto in den Grenzbereich kommt? Fährst Du überhaupt regelmäßig im Grenzbereich, im Straßenverkehr? Ich hoffe nicht ...


    Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene Fahrwerke bei zwei Trainings auf abgesperrtem Gelände und u.a. auch eins auf der Nordschleife zu beurteilen und kenne drei Fahrwerke (Serie Bilstein, KW V3 und Öhlins) von meinen eigenen zwei NDs. Und ich habe eine professionelle Ausbildung, um genau solche Beurteilungen vorzunehmen.

    Insofern habe ich meine persönliche Einschätzung zu den verschiedenen Varianten und lasse mich da auch nicht so schnell von etwas anderem überzeugen ;) .

    Dass das ST X grundsätzlich nicht das beste (...) Fahrwerk für den Spider/MX-5 ist, kann ich so nicht beurteilt, da es bisher das einzige Gewinde ist, dass ich in dem Wagen fahren konnte. Ich kann mir aber eigentlich auch nicht vorstellen, dass ein Unternehmen wie KW (zu denen ST ja gehört und die nahezu selbe Federrate vom ST X wird ja im KW Fahrwerk benutzt) so dermaßen daneben liegt und ein Fahrwerk entwickelt, was ausgerechnet für den Spider/MX-5 komplett daneben liegt. Man sagte mir, dass sie selber z. B. einen Spider zu Testzwecken besitzen.

    Klingt komisch, ist aber so. Ich bin selber das KW V3 im eigenen Auto gefahren und habe mich gewundert, warum ich das nicht ausbalanciert bekomme. Dann habe ich das nachgerechnet und die Erklärung gefunden - die Federratenauslegung passt nicht zum Auto und ist anders, als es Mazda in der Serie und alle anderen Gewindefahrwerkhersteller machen.

    Ich habe keine Ahnung warum KW das so gemacht hat, aber die einzige freundliche Erklärung, die mit einfällt ist, dass sie sich nicht in ausreichender Tiefe mit dem Auto beschäftigt haben.

    Jetzt fahre ich das Öhlins-Fahrwerk und das passt hinsichtlich der Auslegung viel besser.


    Dass sich das dennoch anders anfühlt, als normale Autos, die man so kennt, und dass man damit auch Spass haben kann, ist ja unbenommen. Ich sage einfach nur, dass es besser geht und das man das mit der entsprechenden Erfahrung auch beim Fahren merkt.

    Das ist die gleiche Aussage, wie mit den Federn.

    Ich habe vor zwei Jahren ein Fahrtraining organisiert, bei dem wir alles dabei hatten, von der Serie, über Tieferlegungsfedern bis zum Gewindefahrwerk. Das war ein Kurventraining mit einer Strecke, die sehr dicht an einer ganz normalen Landstraße ist. Das Fahrwerk mit den Tieferlegungsfedern hat mit Abstand am schlechtesten funktioniert und immer wieder für überraschendes Über- und Untersteuern an verschiedenen Stellen gesorgt.

    Das fährt man als eher untrainierter Normalfahrer nicht unbedingt im Alltag heraus, aber das ändert nichts daran, dass es nicht so gut funktioniert und einen im Alltag ggf. zum ungünstigen Zeitpunkt unangenehm überraschen kann.


    Das sind alles Fakten, die hier im Forum schon sehr lange bekannt sind. Das ganze soll auch gar keine (Ab-) Wertung sein, sondern einfach nur dabei helfen, dass jeder sich das heraus suchen kann was er möchte, z.B. eine günstige Lösung für die Optik, mit fahrdynamischen Nachteilen, oder ein richtig gutes Fahrwerk, dass auch Fahrdynamik kann, aber dann auch teurer ist.


    Fahren kann man das alles. Das gilt aber auch für die Serie und die ist vielen ja in verschiedener Hinsicht, Optik, Wanken, Fahrdynamik, auch nicht gut genug.

    Dabei ist die Serie hinsichtlich Komfort, Fahrdynamik und Gutmütigkeit im Prinzip die beste Lösung, gerade für eher unerfahrene Fahrer.


    Ich bekomme doch auch kein Geld dafür, dass ich hier irgendetwas empfehle und ich will auch keinen Ärgern, oder etwas mies machen. Ich versuche da lediglich, aus meiner 20jährigen professionellen Erfahrung heraus eine Einschätzung zu geben.