Beiträge von Svanniversary

    Ich halte mich auch lieber zurück und hoffe auf die Antwort eines Spezialisten ;) .


    Ich habe mal gelernt, dass in absteigender Reihenfolge der Bremsweg von Straße - Reifen - Schlupfregler - Radbremse abhängt und dass die Radbremse den geringsten Einfluss hat. Deswegen überrascht mich das.

    ABS spielte keine Rolle und verhielt sich, wie es sich verhalten soll

    Wie belegst Du denn das? Das ist nach meiner Einschätzung der wichtigste Punkt hier.

    Wenn beide Bremsanlagen ausreichend dimensioniert sind, um dass Rad zum Blockieren zu bringen, dann kann es eigentlich nur am ABS gelegen haben.

    Wo soll der Unterschied Deiner Meinung nach sonst herkommen?


    Wir sind uns ja sicher einig, dass Bremsscheibe und Beläge bei einer blockierten Bremsung keinerlei Rolle spielen? Mit ABS versucht der Regler den Bremsweg so kurz wie möglich zu halten und moduliert den Druck, um wiederum eine Bremsung mit maximaler Verzögerung zu erreichen. Auch dabei sollten Beläge und Scheiben keine Rolle spielen, es sei denn es liegt eine Fehlanpassung vor, die verhindert, dass der Regler optimal arbeitet.


    Aber vielleicht liege ich da auch falsch und der Experte @FlyingV kann das korrigieren und noch besser erklären.


    Die Bremswegmessung selber ist natürlich auch noch ein spannendes Thema.

    Um Bremswege seriös zu vergleichen muss ich die Messungen theoretisch auf identischen Fahrzeugen, mit identischen Reifen unter identischen Randbedingungen machen.

    Habt Ihr die Reifen umgeschraubt, so dass man nur die Fahrzeugunterschiede misst?


    Auf jeden Fall ein spannender Beitrag der zeigt, dass man sich mit ungünstigen Umbauten von Sattel, Scheibe und Belag auch Nachteile einhandeln kann.

    Das hatte ich mal versucht heraus zu bekommen und das deutete alles daraufhin, dass mindestens die Scheiben auch von Brembo sind.

    Bei den Belägen weiß ich es nicht, würde es aber auch annehmen.


    Das Thema Druckpunkt kann ich nachvollziehen, gestehe aber dass ich persönlich mit dem Pedalgefühl der Brembo sehr gut leben kann. Ich habe auch sehr viel auf Serienautos erprobt und bin da nicht so anspruchsvoll.


    Thermisch gab es bei mir bisher, auch bei forcierter Fahrweise, noch nie Probleme mit der Serienbremse. Die ist auf jeden Fall üppiger dimensioniert, als die übliche Großserienbremse.

    Aber je nach Randbedingungen kann ich natürlich jede Bremse thermisch kaputt bekommen und Reserven sind da immer angenehm.


    Stahlflex ist teuer, schwierig zu verlegen und hat damit auch Nachteile in der Fertigung. Das macht kaum einer ab Werk und dann nur bei sehr hochpreisigen Autos.

    Das wird eher nicht gelingen.


    Ich frage mal gezielter, was Ihr als besser bzw. verbesserungsbedürftig anseht:

    - Pedalgefühl

    - Ansprechen

    - Temperaturverhalten/Fading

    - Verschleiß

    - Nassbremsverhalten


    Ist da etwas dabei?


    Die reinen Bremswege verkürzt normalerweise kein Belag und keine andere Scheibe. Die müssen nur funktionieren und dann hängt es vom Schlupfregler und Reifen ab.


    Ich habe bei mir in der Tat noch keine Defizite festgestellt, aufgrund derer ich da eine Änderung anstreben würde. Ich würde wahrscheinlich wieder OEM Teile verwenden.

    Nein, der Preis spielt beim 5W30 wohl bei niemanden eine Rolle. Das Öl ist technisch besser geeignet, da es „dicker“ ist und damit auch höher belastbar.

    Diese dünnen Öle wie 0W20 dienen hauptsächlich weniger Reibung und geringem Verbrauch, sind aber hinsichtlich Verschleiß und Belastbarkeit nicht ganz unumstritten.

    Ganz ehrlich, vergiss doch so einen Unsinn. Natürlich spielt das an der einen oder anderen Stelle eine Rolle, aber glaubst Du wirklich, dass ein Händler (!) Einsicht in die Verhandlungen und Kalkulationen eines Herstellers hat? Hat er nicht und mit so einer Aussage hängt der sich ganz schön weit aus dem Fenster.


    Darüber hinaus gibt es beim Auto eine Menge Themen, die man einfach nur richtig/geschickt machen muss und dann funktionieren sie und kosten auch nicht mehr Geld. So ein Gurtaufroller gehört nmE dazu.


    Ich erlebe das leider immer wieder, sei es am Stammtisch, oder im Internet, dass reflexartig immer wieder dieses „da hat der Hersteller wieder gespart“, oder noch schlimmer „da wurde der Zulieferer wieder erpresst“ kommt und in den wenigsten Fällen hat das seine Begründung. Viel häufiger sind es einfach klassische technische Zielkonflikte, die zu bestimmten Lösungen führen.


    Unbenommen davon gibt es natürlich in der Branche einen hohen Kostendruck, aber die Herausforderung ist es, damit so umzugehen, dass der Kunde am Ende keine Nachteile erlebt, oder es zumindest nicht bemerkt ;) .


    P.S.: Sorry, falls das zu weit geht, aber ich dachte in einem interessierten Forum, wie hier, darf man so etwas mal schreiben.

    Die Praxis passt meist zur Theorie und die sagt:

    - deutlich mehr Masse, also träger an der Lenkung und bei der Beschleunigung

    - höhere ungefederte Masse - weniger Komfort, schlechtere Straßenlage gerade auf Wellen

    - mehr Grip auf ebenen Straßen und beim Bremsen

    - schlechteres Lenkgefühl

    - schlechterer Geradeauslauf und empfindlich auf Spurrillen

    - schlechtere Aerodynamik

    - höhere Belastungen für Fahrwerk und Radlager

    Die ganzen Nachteile von einer breiteren Spur kauft man mit.


    Also kurz, wenn überhaupt bitte nur für den Geschmack und die Optik machen. Fahrdynamisch ist das Auto dafür nicht gemacht und die Nachteile überwiegen klar die Vorteile.