Irgendwo hatten wir eine ähnliche Rechnung mal für den ND und da war weniger Luft. So ganz verstehen tue ich die Aussagen von oben auch nicht, da mir nicht klar ist, wie eine 75 mm lange Zusatzfeder bei den Federwegen nicht im Eingriff sein soll.
Wenn ich die Zahlen, die da genannt werden, addiere komme ich auf ca. 100 mm Federweg trotz 30 mm Tieferlegung, also 130 mm Federweg für die Serie, ohne Tieferlegung und so viel Druckfederweg hat der MX-5 definitiv nicht.
Ich habe das mal versucht für den ND auszurechnen. Ich sage bewusst versucht, weil mir nicht alle erforderlichen Daten vorliegen, so dass ich das abschätzen musste.
Da komme ich auf knapp 100 mm Druckfederweg beim Serienauto. D.h. bei 30 mm Tieferlegung und ca. 70 mm Zusatzfeder stehe ich leer genau in der Zusatzfeder.
Als Beleg aus der Praxis, folgende Überlegung - die H&R und Eibach Tieferlegungsfedern haben sehr ähnliche Federraten wie die Serie. Sie sind nur minimal härter, in einem Bereich, der subjektiv selbst von erfahrenen Beurteilern nicht mehr sicher bestimmbar ist.
Dennoch wird das Fahrwerk immer als härter und wanksteifer beschrieben, was es nach meiner Erfahrung auch ist.
Einzige logische Erklärung ist, dass das Auto beim normalen Wanken und Federn bereits die Zusatzfeder mit nutzt, was dann zu höheren Gesamtfedersteifigkeiten schlechterem Komfort und besserer Wankabstützung führt. Wie oben geschrieben passt das auch zu den mir bekannten Daten zum Thema Restfederweg.
Um das noch einmal aufzugreifen, liegt genau da die Stärke eines guten Gewindefahrwerks. Das wird nämlich extra für die Tieferlegung neu ausgelegt und hat dann andere Restfederwege und eigene Zusatzfedern, so dass es im normalen Betrieb nur in der Feder arbeiten kann und die Zusatzfeder erst später in den Eingriff kommt.
Warum schadet so eine Zusatzfeder im normalen Betrieb? Sie erhöht die Federsteifigkeit und damit die Radlastschwankungen, und das auch noch progressiv. Das heißt kleine Federwege, z.B. beim Überfahren von Unebenheiten (die berühmte schlechte Landstraße) führen zu großen Radlastschwankungen und damit zu großen Schräglaufänderungen, was schlimmstenfalls dazu führt, dass mir das Auto auf diesen Unebenheiten in der Kurve wegrutscht, oder zumindest sehr unruhig wird.
Wofür sind dann die Zusatzfedern überhaupt da? Bei ganz groben Unebenheiten für die ich den gesamten Restfederweg brauche, also beim Durchschlagen, erhöhen sie die Federrate stark, so dass dieses Durchschlagen besser abgebremst und die Kräfte reduziert worden, so dass die Stöße weicher abgefangen werden und es vor allen Dingen nicht zu Materialschäden kommt. Üblicherweise ist die Auslegung aber so, dass sie im normalen Betrieb nicht im Einsatz sein sollen.