Sportlicher vielleicht, agiler wird schwierig mit breiterer Spur. Das geht in die falsche Richtung.
Wenn ich die Spur verbreitere macht es auf aus meiner Sicht schon Sinn auch bei der Seriendimension für Rad und Reifen zu bleiben. Breitere Reifen und Felgen treiben nur das Gewicht hoch. Klar gewinne ich auch ein wenig Perfomance, aber ganz ehrlich - ein ND mit SPS und MPS4 ist schon ein Fahrzeug das man im Straßenverkehr eher nicht und auf dem Track nur mit viel Übung richtig ausfährt. D.h. im Alltag gewinnt man nichts, verliert aber Handlichkeit und hat die Nachteile des höheren Gewichts.
Auch hier hat Mazda anscheinend einen Kompromiss aus spielerisch/handlich und möglicher Performance gesucht und gefunden.
Hauptproblem anderer ETs ist nach wie vor die Festigkeit. Jeder Millimeter Hebelarm geht quadratisch in den Lastfall ein und sorgt dafür, dass die Radlager und Buchsen deutlich mehr Last sehen, als bei einem Serienfahrzeug.
Nach meiner persönlichen Einschätzung liegt der Sweetspot irgendwo bei ET38-42, wenn ich das Festigkeitsthema einfach mal ignoriere.
Und wenn man mal ehrlich ist, dass ist das schon in erster Linie Optik und nur ganz wenig Funktion, zumal die höheren ETs ja auch die Radgewichte erhöhen, was wieder kontraproduktiv ist.
Insofern ist ET45 niemals das nonplusultra, sondern der Kompromiss, der für Mazda den Zielkonflikt aus Fahrdynamik, Optik und Festigkeit am besten löst.
Die Optik leidet immer, da die EU-Vorschriften zur Radüberdeckung relativ streng sind. In Deutschland lassen die Vorschriften etwas mehr zu, so dass da immer etwas mehr geht.
Und wenn das Rad sozusagen vorschriftsmäßig positioniert ist, dann wird darauf die Festigkeit ausgelegt, so dass die ET gesetzt ist.