Glückwunsch, @Ulli. Dann kannst Du Dein Auto ja auch gleich richtig nutzen. Nur wenn man so einen PlugIn laden kann, macht er für mich richtig Spass, mit Power, wenn man sie braucht und richtig guten Verbräuchen.
Beiträge von Svanniversary
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Guten Morgen,
das die Öhlins Fahrwerke hier sehr nach dran sind, gebe ich dir absolut recht. Die KW Fahrwerke finde ich tendenziell auf der Hinterachse zu ruppig / straff. Auf der Vorderachse finde ich die Fahrwerke gar nicht so falsch.
Ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht. Mit viel Dämpfung bocken die und mit zu wenig fangen sie an zu pumpen.
Sehr schwierig da das Optimum zu finden, zumal man dann bei jeder neuen Strecke von vorne anfängt.Bei Öhlins war ich auch mit Matthias in Kontakt. Sehr kompetenter und netter Kollege.
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Ja, definitiv. Sehe ich genauso.
Aber - zweites Minus für KW, leider tun sie sich auch schwer geeignete Unterlagen für die Einzelabnahme zur Verfügung zu stellen und dann wird es hier in D schon etwas schwieriger.
Und preislich ist das Öhlins vom V3 nicht so weit weg, daher bleibe ich für Neuanschaffungen bei meiner klaren Empfehlung
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Von einem Insider kenne ich auch die Aussage, dass KW inzwischen eher über Masse geht und der individuelle Support schon deutlich besser war. Andere Hersteller sind da noch kleiner und deutlich flexibler und hilfsbereiter.Wenn aber schon jemand ein V3 fährt, dann würde ich mir einen kompetenten Tuner suchen und das definitiv versuchen. Vorher sollte man aber noch klären, ob die Dämpferpatrone für die 60er Rate noch geeignet ist. Das sind immerhin 50 % mehr und das wird aus meiner Sicht eng.
Außerdem bin ich inzwischen zu der Erkenntnis gelangt, dass 60/40 zwar rechnerisch ideal ist, aber da die Vorderachse durch die Elastokinematik brutal stabil ist, verträgt die auch gut noch etwas höhere Raten wie 70, oder 80. 60 im V3 wäre aber natürlich schon deutlich besser als 40.Ich hatte das damals mit Öhlins geklärt und dort die Aussage bekommen, dass der Dämpfer für Raten von 70 bis 100 N/mm geeignet ist. Unter 70 hätte keine Freigabe mehr bekommen.
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Alles richtig.
Meine eigene Erfahrung im Stadtverkehr sagt, dass es immer richtig eng wird, wenn man das mal verpennt und dann finde ich den Tipp „voll auf die Bremse“ immer noch am wertvollsten.
Der Normalfahrer ist doch leider schon mit der Vollbremsung überfordert. Wenn der dann noch dosieren, ggf. lösen und ausweichen soll, ohne vorher das Umfeld im Blick gehabt zu haben, dann sehe ich schwarz.
Wenn man das lange professionell gemacht hat, bekommt man einen anderen Blickwinkel und andere Reflexe. Das kenne ich auch und da wundert man sich hinterher manchmal, was der Autopilot da alles rettet, weil einem bestimmte Abläufe in Fleisch und Blut übergegangen sind.Genau diese Auffahr-Situationen entstehen ja, weil man nicht vorausschauend fährt und der Abstand auch nicht passt.
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Fast. 4 Liter und eine 1 Liter Ersatzflasche, aus der man vier- bis fünfmal auffällt. Es sind so ungefähr 4,2 bis 4,3 Liter.
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Hi @Jan#SPS,
absolute Zustimmung. Ich fahre 70/40 mit ca. 30 mm Tieferlegung.
Die 100/50 sind da nicht so weit weg und sicher in Sachen Track etwas vielseitiger, weil sie dann auf den eher ebenen Strecken besser funktionieren.
Bei mir lag der Fokus auf Landstraße mit gelegentlichem Trackeinsatz und da am ehesten NOS. Da sehe ich 70/40, ähnlich wie in Eurem Street, als sehr guten Kompromiss an.@Proqd, mir ging es nicht darum, ob der Herr irgendetwas verkaufen möchte, sondern wie die Erfahrungen mit dem MX-5 und dem KW V3 aussehen. KW V3 ist nicht gleich KW V3, weil die Auslegung je nach Auto unterschiedlich ist. Beim MX-5 haben sie aus meiner (professionellen) Sicht leider daneben gegriffen.
Ich bin da persönlich sehr offen, da ich mit dem ND neu in das Thema MX-5 eingestiegen bin und mit dem wiederum neu in das Thema Fahrwerkstuning (auch wenn ich mich beruflich schon über 20 Jahre mit Fahrwerken beschäftige).
Ich bin das KW V3 selber fast zwei Jahre gefahren, war damit sehr unglücklich und habe es bis zuletzt nicht optimal zum funktionieren gebraucht (auch nicht mit professionellem Hintergrund und verstellbarer Zug- und Druckstufe).
Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, verschiedene andere Fahrwerk, wie z.B. ST-X, SPS Street, BC Racing, Öhlins und diverse Tieferlegungsfedern selber im MX-5 zu fahren. Parallel habe ich das Fahrwerk mal durchgerechnet und konnte mich mit einem Renningenieur von Öhlins austauschen und sehr gute Gespräche mit NE-Tuning führen, die auch sehr kompetent sind.So bin ich persönlich zum Öhlins gekommen und habe das noch keine Minute bereut. Also keine Angst, ich will hier ganz sicher nicht meine Lieblingsmarke promoten, sondern ich hoffe dem einen oder anderen den Leidensweg zu ersparen, den ich selber hinter mir habe.
Noch einmal kurz als Fazit - für 99 % der Anwendungen, auch Track, reicht nach meiner Erfahrung als klarer Preis-/Leistungssieger ein SPS Street aus. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass ich auch auf der Landstraße sehr gut aufgestellt bin.
Wenn etwas mehr Mittel zur Verfügung stehen, bekommt man mit dem Öhlins eine ähnliche Auslegung mit höherwertigeren Dämpfern in einer sehr leichten Alu-Ausführung mit sehr gutem Oberflächenschutz.Für die Anwendungsfälle, dass man dann noch mehr will, fehlt mir zwar die persönliche Erfahrung, aber man kann das auf dem Papier durchaus sehr gut herleiten.
Das SPS Perfomance ist dann mehr trackorientiert und für die Landstraße im Alltag schon ein wenig tough. Definitiv auch geeignet für Bilster Berg und NOS, aber eben eher schon auf der nicht unbedingt vorteilhaften härteren Seite. Wie bekannt halte ich die getrennte Zug-/Druckstufeneinstellung eher für Spielerei, wenn man nicht genau weiß was man tut und sehr viel Erfahrung hat.
Parallel kann man auch das Öhlins entsprechend aufrüsten und mit einer 100/40er, 100/50er Federauslegung fahren.
Das KW V3 kann ich aus den beschriebenen Gründen gar nicht empfehlen und das KW Performance halte ich in dem Kontext für überpreist bzw. too much.Bei all den Überlegungen sollte man gerade bei forciertem Trackeinsatz immer im Hinterkopf behalten, dass die Öhlinsfahrwerke revidierbar sind, so dass ich damit auf lange Sicht ggf. sogar günstiger fahren kann, wenn das Fahrwerk sehr hart belastet wird.
Ich weiß, dass Du Deine Entscheidung wohl schon getroffen hast, aber ich wollte diese Zusammenfassung auch noch einmal für die Mitleser aufschreiben.
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Was mir hier bisher fehlt ist der Begriff "Ausweichen". Voll auf der Bremse zu stehen und abzuwarten ob es reicht ist zu wenig. ABS hat doch primär die Aufgabe das Fahrzeug bei einer Vollbremsung lenkbar zu machen.
Nein, primär hat es die Aufgabe die Spurführung zu ermöglichen und ein Ausbrechen zu verhindern. Eingeschränkt (!) bleibt die Lenkfähigkeit dabei auch erhalten.
Eine Vollbremsung im unübersichtlichen Stadtverkehr aus 50 km/h dauert ca. 1,5 s. Da bleibt keine Zeit das Umfeld zu scannen und dann auch noch auszuweichen. Da hat der Threadersteller aus meiner Sicht alles richtig gemacht, mit der Vollbremsung.
Anders könnte man auch formulieren, wenn noch Zeit zum Ausweichen ist, dann war es auch nicht eng. Das sind eher die, auch von Dir genannten Fälle, auf der Landstraße oder Autobahn, wo man dann tatsächlich mehr Bremsweg und entsprechend Zeit hat sich eine Ausweichmöglichkeit zu suchen. Aus 160 km/h sind das dann z.B. ca. 5 lange Sekunden, die ich Zeit habe.
Empfohlen wird das in der Regel nicht, nicht einmal im Fahrsicherheitstraining. Die Gefahr, dass man nicht genug Zeit hat das Umfeld zu prüfen und dabei gleich noch ein paar andere Autos abräumt ist viel zu hoch. Dagegen ist ein stumpfer Einschlag mit wenig Differenzgeschwindigkeit nach einer Vollbremsung der deutlich harmlosere Unfall.Lenken während der Vollbremsung will gemäß kammschen Kreis auch gut überlegt sein. Wenn ich die Vorderachse mit Seitenführung belaste, verlängert das automatisch den Bremsweg. Gleichzeitig kann ich auch nur sehr eingeschränkt Lenkkräfte übertragen, wenn gleichzeitig voll gebremst wird.
Besser ist es voll zu bremsen, die Bremse dann zum Ausweichen zu lösen, auszuweichen und dann wieder voll zu bremsen. Aber das ist erst recht für Fortgeschrittene. -
Hört sich gut an
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Das hat inzwischen eine erstaunliche Reife. Das Pedalgefühl geht vielleicht noch etwas besser, aber vom Blending bekommst Du nichts mehr mit.
Die Kollegen die das entwickelt haben sind in der gleichen Abteilung wie ich. Da habe ich viel mitbekommen
.Sehe ich das richtig, dass Du in dem großen Unternehmen arbeitest, das mit „B“ anfängt
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Bzgl. 70/40 auf der Nordschleife, kann ich keine guten Erfahrungen teilen, da wir hierbei immer wieder das Problem haben, das die Fahrwerke durchfedern. Hier würde ich etwas straffer fahren.
Gerne teile ich hier meine Meinungen mit den anderen.
Gruß jan
Danke @Jan#SPS, sehr interessante Informationen.
Das Thema Federweg auf der NOS bekommt man nach meiner Erfahrung mit der richtigen Dämpfereinstellung bei einem Fahrwerk, das nicht zu tief steht, in den Griff.
Das hängt aber auch stark von Fahrtechnik, -erfahrung und auch Linienwahl ab.Wir kommen da selbst mit verhältnismäßig weichen Serienfahrwerken klar und haben sogar die Erfahrung gemacht, dass weiche Dämpfer tendenziell besser funktionieren.
Aber dafür brauche ich auch genug Bodenfreiheit.
Hier ist das weichere Fahrwerk häufig das schnellere, wenn ich keine andersartigen Probleme, wie Aufsetzer bekomme.