Beiträge von Svanniversary

    Auf der NOS kann man mit der entsprechenden Fahrtechnik sehr gut mit einem Sportreifen klar kommen, ohne zum Verkehrshindernis zu werden.
    Da bin ich schon zwei Tage mit dem R, oder GTI auf demselben Reifen gefahren und anschließend noch auf Achse nach Hause. Das sind dann so ca. 80-100 Runden.


    Ich habe es als Anfänger aber auch schon geschafft, mir nach drei Runden den Reifen eckig zu fahren ;) .


    Wenn man beim Reifen einen Toyo R888R nimmt, hat man einen Reifen, der erstmal immer gut funktioniert, also bei Temperatur und Luftdruck gutmütig ist. Ein MP4S ist schnell kaputt, wenn man ihn zu heiß fährt (oder täusche ich mich da?).

    Da ist schon was dran, aber am Ende ist das ein Henne/Ei Problem. Lernt man erst mit dem Sportreifen Auto fahren und macht ihn dabei kaputt, oder nimmt man den robusten Reifen und lernt weniger dabei?
    Ich bin der festen Überzeugung, dass man mit weniger Grip das Auto und sein Verhalten besser kennenlernt und mehr mitnimmt. Vieles kann man sogar nur so lernen. Ich habe z.B. das Feingefühl für das Auto und die Balance nach meiner Überzeugung in erster Linie auf dem Eissee und beim Nass-Handling gelernt.
    Ich war aber natürlich auch in der super komfortablen Situation, dass das Material immer von der Firma gestellt wurde und es z.T. sogar zum Auftrag gehörte die Reifen bis ins Detail zu testen, häufig soweit bis sie am Ende kaputt waren. Da muss man als Privatfahrer natürlich etwas anders an die Sache heran gehen.


    So schnell bekommt man einen MPS4 aber auch nicht kaputt, wenn man sich von unten herantastet, was man ja immer tun sollte. Mit der Brechstange kann das aber auch ganz schnell gehen.
    Insofern wäre mein Vorschlag immer noch mit einem Sportreifen, oder einem der eher verzeihenden UHPs einzusteigen, aber dabei durchaus eher in die untere Schublade zu greifen und Reifen zu nehmen, die vielleicht nicht die super Performance haben, aber dafür auch gut bezahlbar sind. Dann steckt man das besser weg, wenn die ersten Sätze etwas mehr leiden. Der Federal ist für mich da ein echt guter Kandidat.


    P.S.: Ganz tolle Diskussion hier, die echt Spass macht ;) .

    Ja, volle Zustimmung. Als weiteren Kandidaten für einen guten Kompromiss würde ich auch noch den Federal (595?) nennen.


    Beide sind aber dennoch schon eine Spur „snappy“ und nehmen dem Auto Beweglichkeit. Da kommt man leider nicht drum herum.


    Auch das als Zustimmung und nicht im Widerspruch zu Deiner Aussage ;) .

    Wieso nicht gleich ein KW Clubsportfahrwerk ?
    Hat damit jemand im ND schon Erfahrungen gesammelt.


    Schon eine sehr extreme Lösung - hohe Kosten, Balance nur minimal besser, als beim V3, mit Dämpfertechnik, die der Laie hinsichtlich Verstellbarkeit nicht ausreizen kann.
    Halte ich für den beschriebenen Anwendungsfall für stark übertrieben und bietet dazu von allen bisher genannten Varianten das schlechteste Preis-/Leistungsverhältnis.


    Von den MPS4 rate ich auf dem Track ab den habe ich aktuell drauf, davor war es der R888R der hat definitiv viel besseren GRIP.
    Die Bremspunkte konnte man mit dem Toyo deutlich später setzen als mit dem MPS4.


    Das ist genau der gegenteilige Ansatz von dem was ich oben beschrieben habe.


    Gripniveau mittels Material optimieren, um damit dann auch möglichst schnell zu sein. Das ist der „GT-Ansatz“. Das Material machts und man selber traut sich schlimmstenfalls nicht mehr an die Grenzen.


    Durchaus legitim und natürlich kann man das machen. Ist aber ein ganz anderer Hintergedanke, den ich jemanden der Fahrtechnik trainieren möchte und eher am Anfang steht, absolut nicht empfehlen würde.


    Der MPS4 ist absolut geeignet für den Trackeinsatz, auf dem MX-5 und auch auf deutlich schwereren Autos. Aber man muss dann auch sehr sauber fahren, darf den Reifen nicht überfahren und muss an seiner Fahrtechnik arbeiten.
    Oder ich nehme einen Reifen wie den Toyo und kann es krachen lassen und ohne große Mühe eine Schippe drauf legen.


    Wie geschrieben, beides legitim und man muss sich nur überlegen, ob das Material für einen gewinnen soll, oder ob man selber gewinnen will.


    Und bitte nicht falsch verstehen - für den erfahrenen Fahrer, oder Profi ist der UHP, oder Semi ggf. das Mittel der Wahl, um noch eine Schippe drauf zu legen und sich zu steigern, aber für den Einstieger, oder den, der einfach ein bewegliches Auto möchte, mit dem er spielen kann, rate ich persönlich davon ab.


    Wenn es dann darum geht beim Time Attack Preise zu holen, wird man wohl um einen Semi, oder UHP nicht herum kommen, aber den würde ich mir dann tatsächlich als zusätzlichen Satz hinlegen, während ich NOS und Bilster Berg auf Sportreifen fahren würde.

    Hört sich für mich so an, als wäre ein SPS Street der perfekte Einstieg für Dich. Ein Performance wäre eine Alternative, aber gerade das würde ich für NOS und Bilster Berg eher nicht nehmen. Das Street ist da vielseitiger und deckt gerade solche Strecken gut ab und ist gleichzeitig auch für alle anderen Strecken ein guter Einstieg.
    Da Du ja selber von Einstieg und lernen sprichst, wäre das Street auch eher etwas verzeihender und gut geeignet.
    Alternativ würde ich ein Öhlins 100/40 vorschlagen. Das ist ein guter Kompromiss für die NOS und kann dann auf anderen Strecken etwas mehr. Das Öhlins ist im Einstieg etwas teurer, hat aber die deutlich besseren Dämpfer und kann ggf. revidiert werden. Das spart gerade bei vielen Trackdays am Ende auch Geld, denn während Du das SPS dann ersetzen musst, lässt Du das Öhlins einfach für kleines Geld revidieren.
    Ansonsten wäre das Öhlins 70/40 ähnlich dem SPS Street optimal für NOS und Bilster Berg und ein guter Kompromiss für alle anderen Strecken und hätte auch den Vorteil der Revidierbarkeit.
    Die Öhlins Dämpferpatrone deckt vorne 70 und 100 N/mm ab, so dass man sogar später die Federrate anpassen könnte (also dann im Bereich 70-100, mit den Zwischenschritten 80 und 90).
    Ich bin das Street selber schon auf der Nordschleife und bei einem Kurventrainig gefahren und das Öhlins inzwischen 5.000 km auf verschiedensten Landstraßen und beide funktionieren hervorragend. Üblicherweise limitiert da sehr lange der Fahrer, bevor es dieses Fahrwerk tut.


    Versteif Dich nicht zu sehr auf die Einstellbarkeit des Fahrwerks. So viel macht man da üblicherweise nicht, außer mal ein bisschen weicher, oder härter zu drehen. Das wichtigste ist, das Auto in Balance zu bringen und das mache ich über die Federwahl und die Fahrwerksgeometrie. Mit den Dämpfern kann ich dann lediglich ein bisschen Feintuning für meine Vorlieben betreiben, aber wenn es fahrdynamisch korrekt bzw. optimal sein soll, dann gibt es da gar nicht viel zu verstellen, ohne dass man irgendeine Ecke verschlechtert (siehe auch oben die Diskussion mit Jan).


    Hast Du auch schon einmal darüber nachgedacht, wie Du neben dem Fahrzeugmaterial das andere wichtige Material, den Fahrer, also Dich, "tunest" ;) ? Da gibt es tolle Möglichkeiten mit Gruppentrainings angefangen, bis hin zu Einzelcoachings. Am Ende bringt das nmE mehr, als das beste Material - mehr Spass, mehr Erfahrung und auch mehr Speed. Ich habe die meisten Strecken auf Serienautos kennen gelernt, da ich aus dem Automobil-Testing komme. Das sind also nicht allzu leistungsstarke, eher gutmütige und auch mal langweilige Gefährte gewesen. Aber man lernt damit super und wenn man dann mit einem Serien-GTI deutlich leistungsstärkere Autos auf der NOS nerven kann, dann weiß man, dass die Fahrtechnik schon einmal nicht so schlecht ist.
    Was ich sagen will - versteif Dich nicht zu sehr auf das Material, denn viel wichtiger ist, dass Du Dich weiter entwickelst und dafür ist nicht unbedingt das schnellste und performanteste Auto wichtig, sondern eins das auch mal einen Fehler verzeiht und mit dem Du wachsen kannst.
    Genau dafür sehe ich auch einen MX-5 mit SPS Street, oder Öhlins 70/40 als ideal an.


    Einen Schritt weiter gedacht, gebe ich schon einmal den Typ, die Finger von UHPs und Semis zu lassen, sondern mit einem sehr guten Sportreifen, wie dem viel genannten MPS4, anzufangen. Klar ist man damit etwas langsamer, aber man kann viel besser mit dem Auto arbeiten und lernt viel mehr über die Fahrzeugreaktionen und die Fahrtechnik. Und auch hier ist am Ende der gute Fahrer mit dem Sportreifen in der Regel schneller, als der mittelmäßige mit dem Semi.
    Ich fahre bis heute nur Sportreifen, weil es mit nicht darum geht das letzte Zehntel in der Zeit heraus zu holen, sondern darum das Auto perfekt zu beherrschen, in jeder Situation so zu stellen, wie ich es gerade möchte und mit dem Auto zu arbeiten, es beweglich und agil zu halten. Mir macht das deutlich mehr Spass und das ist eben auch Fahrtechnik in Perfektion, im Gegensatz dazu, einfach nur schnell durch die Kurven zu rollern, weil Reifen und Fahrwerk alles wegfangen. Das ist genauso wie der GT Vergleich von Dir. Der Semi ist der GT, der Sportreifen der MX-5 ;) .

    Hat eigentlich mal jemand an Mischbereifung gedacht? Hab mir mal überlegt die 205 an VA zu lassen und 225 auf die HA. Andererseits befürchte ich das er dann über die Vorderräder schiebt aber so rein für die Optik würde mich das interessieren. Hat das vielleicht schon einer drauf?

    Wie @BJ323F schreibt ist das aus fahrdynamischen Gründen beim MX-5 Unsinn. Mischbereifung kommt technisch da zum Einsatz, wo das Auto über die Achsen nicht ausbalanciert werden kann, wie z.B. beim Smart fourtwo, Audi RS3, oder bei diversen (Super-) Sportwagen.
    Bei einem perfekt ausbalancierten Auto wie dem MX-5 bringe ich das Auto mit Mischbereifung außer Balance, wie korrekt festgestellt in Richtung steife Hinterachse und schwache Vorderachse, also Untersteuern.


    Wenn man das partout für die Optik machen will, dann könnte man auf die Idee kommen, die Vorderachse über die Geometrie sehr steif einzustellen und die Hinterachse sehr schwach, so dass man das Auto wieder (einigermaßen) in Balance bringt. Das wird nur klappen, wenn man die Hinterachse dann sehr weich macht und das wird ein eher schwammiges und indifferentes Verhalten bewirken. Klappen tut das auch nur, wenn man viel Performance aus dem Auto nimmt. Man bekommt also einen reinen Blender, der nach viel aussieht und wenig kann.


    Um die erforderlichen Geometriewerte an der Vorderachse überhaupt zu erreichen, sollte das Auto mindestens 20-30 mm tiefergelegt sein und man kann sich auf exorbitanten Verschleiß der Vorderreifen einstellen.


    Also, klingt doch toll, oder? Wann geht es los ;) ?