Beiträge von Svanniversary

    Trotzdem gibt es etwas richtig zu stellen. Michelin = Sicherheit und Goodyear = Sportlich habe ich nicht geschrieben und gemeint.

    Hast Du geschrieben, aber wohl nicht gemeint. Das ist der normale Nachteil nonverbaler Kommunikation. Man kann nur das interpretieren was geschrieben steht ...


    Und wie geschrieben sollte man immer zwischen subjektiven Vorlieben und objektiven Eigenschaften unterscheiden und schon wird die Diskussion einfacher.


    Der MPS4 ist einfach ein sehr guter Reifen. Das kann man ruhig so stehen lassen, auch wenn einem ein anderer sehr guter Reifen subjektiv besser gefällt.
    Auslöser der Diskussion war am Ende Dein eigener Vergleich und Kommentar zum MPS4. Da muss man dann ggf. auch mit Reaktionen rechnen.

    Diesen Satz verstehe ich persönlich nicht. Auch zu Federn gibt es, wie bei allem, zwei Seiten der Medaille. Und ich nehme nicht nur Nachteile in Kauf.
    Ich kann hier nur für Eibach und mich sprechen.
    Vorteile: Weniger Wankbewegungen, dadurch sichereres Fahrgefühl. Bessere Optik. Kaum Komforteinbußen.

    Hi Detlef,


    ich versuche mal das aufzulösen. Mir ging es ja um den Vergleich zur Serie.
    Vorteile: Etwas weniger Wanken, dadurch subjektiv (!) sichereres Fahrgefühl. Die Federn sind aber viel dichter an der Serie, als an einem guten Komplettfahrwerk. Bessere Optik (natürlich auch subjektiv).
    Nachteile: Objektiv weniger Komfort als Serie (aber auch hier dichter an Serie, als am Komplettfahrwerk), weniger Restfederweg, schlechtere Fahrdynamik.


    Leichte subjektive Vorteile, gegen belegbare objektive Nachteile. Das war mein Punkt. Objektiv ist man mit der Serie besser bedient und der wesentliche Nachteil ist die Optik, gerne ergänzt um das leicht verbesserte Fahrgefühl mit weniger Wanken.


    Ich bin Federlösungen in geliehenen MX-5 jetzt schon öfters auch auf dem Track bzw. beim Training gefahren. Solange man moderat unterwegs ist, fühlt sich das alles gut an. Aber wenn man es forciert angehen lässt und das Auto pusht, dann kommt man immer wieder in fahrdynamische Ecken, wo das Auto nicht mehr so gut funktioniert. Die „Ecken“ gibt es weder bei der Serie, noch bei guten Komplettfahrwerken.


    Daher verstehe ich auch die vielen Aussagen, dass man diese Nachteile im Alltag nicht „erfährt“. Viele kommen da nicht hin, aber es gibt sie dennoch.

    Der MPS4 ist da ein typischer Michelin-Reifen und hat ordentliche Verschleißwerte.
    Er hält definitiv länger als der Bridgestone und steckt auch starke Belastung besser weg. Je nach Fahrprofil würde ich Faktor 1,2-1,5 höhere Fahrleistung für realistisch halten.
    Den Goodyear bin ich selber noch nicht auf Verschleiß gefahren, aber der soll, meine ich, ähnlich oder sogar noch etwas besser sein.


    Beide geben sich da keine Blöße. In Preis-/Leistung gewinnt klar der Goodyear, mit niedrigerem Preis und sehr gutem Verschleiß.
    In Summe der Eigenschaften sehe ich, insbesondere auf dem MX-5, den MPS4 leicht vorne.
    Da muss man sich dann entscheiden, was einem wichtiger ist, aber mit beiden Reifen macht man nichts falsch.


    @Ronotto, sorry, wenn diese Aussage jetzt nicht in Dein Bild passt ;) .

    Ich verstehe schon was du sagst, aber dein Anspruch ist von vornherein so hoch, daß die Standard Low Budget Lösungen automatisch lebensgefährlich sind.
    Nach deinen Aussagen hätte ich meinen BMW mit den Einstellungen auch nicht überleben dürfen und der fuhr super für mich und meinen Zweck. Leben und Leben lassen. [/size]


    Ich verstehe zum wiederholten Male nicht, warum Ihr das so schwarz/weiß seht und das Ganze dann auch noch auf mich projiziert.


    Du bist es, der hier schreibt, dass die Federn super funktionieren, während ich sage, ja, aber es gibt auch Nachteile und versuche das ganze etwas differenzierter darzustellen.
    Also kein Sicherheitsrisiko, aber auch nicht alles optimal ...


    Das hier ist ja fast eine Empfehlung dafür, dass man das natürlich machen kann, wenn man die Budget-Lösung sucht.


    Von gefährlich war nirgendwo die Rede. Es ging nur um „es geht besser und hat Nachteile“.


    „Sicher genug, mit Zulassung“ ist natürlich auch eine 1A Empfehlung. Hast Du mal geschaut, wie viele Unfälle wir hier im Forum mit diesem narrensicheren Auto schon hatten? Einige und fast alle aufgrund von Fahrfehlern, oder unvorhergesehenen Fahrzeugreaktionen. Der Wagen ist im positiven Sinne anspruchsvoll.
    Auf der Basis kann dann jeder selber entscheiden, was ihm die Fahrsicherheit wert ist.


    Wo ich persönlich absolut nicht mitgehe ist, dass man durch das eigene Fahrprofil (Blümchenpflücker) alle Gefahren im Straßenverkehr ausschließen kann und deswegen ist da ja alles nicht so wichtig. Dafür gibt es zu viele Situationen, die einem fremd aufgezwungen werden und die es gefährlich machen. Ich behaupte sogar gerade bei einem routinierten Fahrer, ist die Gefährdung durch andere immer höher, als durch die eigene Fahrweise.


    Am Ende gilt übrigens auch hier, Dein subjektives „ich merke es nicht und alles ist toll“ und mein objektives „aber es gibt Nachteile“ sind zwei verschiedene Kommunikationsebenen, die man nicht 1:1 übereinander legen kann. Auf die Weise können wir noch stundenlang Meinungen austauschen, ohne auf die gleiche Kommunikationsebene zu kommen.

    Seltsam, sobald jemand auch nur in minimalster Form den Michelin Reifen abwertet, ruft das direkt den Sven @Svanniversary auf den Plan!


    Nimm doch bitte mal zur Kenntnis, dass es auch andere TOP-Reifen gibt!

    Natürlich gibt es die. Aber warum muss ich dann den Michelin schlecht machen? Der Reifen ist einer der besten Reifen, den es im Moment am Markt gibt.
    Es gibt eine Menge Alternativen, aber das macht ihn doch nicht schlechter.


    Seltsam, dass viele Leute, denen der Michelin zu teuer ist, dann im nach hinein der Meinung sind, dass er soweiso nicht so das richtige für sie gewesen wäre ;) . Da könnte man auf die Idee kommen, dass der monetäre Aspekt auch eine wichtige Rolle spielt.

    Sehe ich anders @Jack Meoff. Fahrsicherheit hat erstmal nichts mit rumrollen zu tun, da auch der Blümchenpflücker immer mal in Situationen kommen kann, in denen er Reserven braucht.
    Ich persönlich bin der Meinung, dass weniger Fahrsicherheit immer eine schlechte Idee ist, egal wer fährt.


    Federn funktionieren und klar kann man das machen. Aber sie haben Nachteile. So einfach ist das.


    Nur weil jemand das nicht merkt, was sicher bei dem Großteil der Fahrer der Fall ist, ändert es nichts daran, dass diese Nachteile da sind.


    Man spart hier Geld ggü. dem aufwendigeren Komplettfahrwerk und bekommt dafür eine technisch schlechtere Lösung. Es spricht doch nichts dagegen sich das vor Augen zu halten und dann eine bewusste Entscheidung zu treffen.


    Leider müssen wir ja alle die meisten Entscheidungen unter der Berücksichtigung monetärer/wirtschaftlicher Belange treffen. Das schreibst du ja selber:

    Aber für Optik und bisschen rum Rollen, ist es einfach leicht drüber. Ist ja auch nicht ganz billig.

    Ich gebe also weniger Geld aus und bekomme dafür auch nicht die optimale Lösung. So weit so gut. Also warum dann im nachhinein so tun, als wenn ich jetzt das non-plus-ultra im Auto hätte? Das wirkt wie der Versuch sich die wirtschaftliche Entscheidung im nach hinein schön zu reden.


    Ach so, meine persönliche Empfehlung dazu? Arschbacken zusammen kneifen, mit der Optik leben und lieber kein Geld ausgeben - einfach Serie mit gescheiter Fahrwerkeinstellung weiter fahren.
    Oder sich der Nachteile bewusst sein, und nur für die Optik die Nachteile in Kauf nehmen.

    Im Winter fährt der Großteil der Autofahrer in D zu ~95% auf trockener oder nasser Fahrbahn. Auf Schnee/Eis wirklich nur sehr selten. Wäre unter diesen Bedingungen ein GJR dem WR nicht überlegen?

    Es kommt darauf an ...


    Welche Temperaturen, welche Restfeuchte (gerade im Winter sind die Straßen nie ganz trocken), usw.


    Je tiefer die Temperaturen sind, umso mehr kann der Winterreifen seine Vorteile ausspielen, auch und insbesondere beim Bremsweg. Das ist auch hier im Wesentlichen eine Frage des richtigen Temperaturfensters und da hat jeder Reifen, Sommer, Winter, GJR sein spezielles Fenster, in dem er sich wohlfühlt.
    Die meisten Ganzjahresreifen bauen unter -5° bis -10° schon deutlich ab und sind dann bei -20° gar nicht mehr zu gebrauchen. Ein Winterreifen funktioniert in der Regel bis -20° erstklassig und bis -30° ordentlich. Für noch tiefere Temperaturen gibt es dann in Skandinavien spezielle Reifen, die das auch noch können.


    Ein anderer Punkt, der für den sogenannten Normalfahrer eine wichtige Rolle spielt, ist der Unterschied, zwischen Trocken, Nass und Glätte.
    Trocken und Nass sind die Unterschiede meist überschaubar, auch wenn wir auch hier schon über mehrer Meter Bremsweg reden. Auf Glätte kann der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Reifen aber schnell den doppelten Bremsweg bedeuten.
    D.h. ein guter Winterreifen gibt dem Fahrer die Reserven genau da, wo sie am wichtigsten sind, auf Glätte. Die Frage wie oft es glatt ist, kann eine Rolle spielen, aber eigentlich nur, wenn ich das Auto stehen lassen kann. Ansonsten ist eine einzige Glättefahrt ggf. schon zu viel, wenn der Reifen nicht mitspielt.

    Und diese Diskussion können wir auch an dieser Stelle wieder über drei Seiten führen und wir werden uns nicht einig werden.


    Ganz einfach weil die eine Seite auf objektive Nachteile hinweist, während die andere Seite Ihr subjektives „für mich ist alles toll“ dagegen hält.


    Beides hat seine Berechtigung, aber in der Form ist die Diskussion sinnlos.

    Eigentlich (für mich) ganz einfach. Man kann sich alles schön reden, oder man beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen und trifft dann eine bewusste Entscheidung.


    Die würde aber bei mir nicht lauten „alles schick, passt schon“, sondern „hat diese Vor- und jene Nachteile“ und ich mache es dennoch, weil ich die Vor- und Nachteile kenne.


    Sicher auch eine Philosophie-Frage.