Beiträge von Svanniversary

    Ja, ich meine das eine 20-30 Minuten höhere Sturzdifferenz, vorne weniger, hinten mehr (in Verbindung mit 24‘ Gesamtspur an der Hinterachse), das Auto deutlich definierter und stabiler machen. Das ist immerhin ca. doppelt so viel Sturzdifferenz, wie Du aktuell fährst.
    Danach kommt das Feintuning, in dem man z.B. vorne den Sturz noch etwas weiter reduziert, oder hinten die Spur/den Sturz erhöht.
    Ggf. könnt man die Spur hinten auch gleich auf 13‘-14‘ hochziehen, was das Heck noch stabiler macht und einseitigem Reifenverschleiß entgegen wirkt.


    Mit den neuen Werten ist das Auto schon sehr neutral, mit leichter Untersteuertendenz und einem deutlich stabileren Heck. Das habe ich selber bei meinem ersten ND mit einem KW V3 durch mehrmaliges Einstellen ermittelt.

    Jetzt meine Frage.... hat jemand dies mal bei KW erfolgreich reklamiert ? Weil das Fahrwerk habe ich noch kein Jahr....., und wie ich hier lese, ist es für unsere Schätzchen doch einfach falsch ausgelegt.

    Da gibt es aus meiner Sicht leider nichts zu reklamieren. Du fährst lediglich eine ungeeignete Fahrwerkseinstellung für das Fahrwerk.


    Wenn man die Werksvorgaben einstellt, oder die Werte aus meiner Signatur, dann bekommt man auch mit KW V3 und ST-X ein zuverlässiges und nicht übersteuerndes Fahrverhalten.
    Eine gewisse Tendenz zum versetzen, bzw. richtiger formuliert zu großen Radlastschwankungen mit Seitenführungsverlust, ist leider etwas, dass ich mir mit jedem härteren Fahrwerk einfange. Das ist dann unterschiedlich stark ausgeprägt, auch abhängig von der Qualität der Dämpfer, aber immer vorhanden.


    Ich kann da keinen Sachmangel erkennen. Präzise formuliert sind diese Fahrwerke hinsichtlich ihrer Balance und Performance nicht optimal für MX-5/124 ausgelegt. Wenn man aber Performance rausnimmt und das Fahrwerk recht defensiv einstellt, dann kann man damit auch gut fahren und bekommt ein fahrsicheres und zuverlässiges Fahrzeug.

    Nach Messungen und Hochrechnungen von Foristen ist der ungleichmäßige Verschleiss bei 2° Sturz nicht so tragisch. Das alleine sollte kein Grund für eine Neueinstellung sein.

    Sehe ich auch so, zumal es da ja noch ein paar Zusammenhänge gibt.


    Wenn Du jetzt nur hinten den Sturz runternimmst, wird die Hinterachse lose und das Auto wird deutlich agiler.
    Um das zu vermeiden müsste man dann vorne auch den Sturz herunter nehmen, was die Vorderachse schnell etwas weich werden lässt.


    Was man vielleicht mal versuchen könnte ist, den Sturz hinten auf ca. 1°45‘ zurück zu nehmen und dafür dann 24-26‘ Spur einzustellen. Im Summe könnte es passen, dass Du in der Balance ähnlich heraus kommst, wie heute.


    Spricht ansonsten etwas dagegen so weiter zu fahren und den Verschleiß einfach erstmal zu beobachten? Ich würde dann so alle 2 tkm mal die Tiefe aller Profilrillen messen und schauen, ob es sehr einseitig abläuft, oder ob es sich einigermaßen ausgeht.

    Mit der Differenzierung bin ich voll bei Dir ;) .


    Mit der Federhärte ist das immer so ein Sache. Auch da volle Zustimmung, das härter überhaupt nicht immer besser bedeutet. Die dazugehörigen Dämpfer spielen aber auch eine große Rolle.
    Das Problem bei weich und tief ist einfach, dass ich da wenig Reserven habe und schnell in den Druckanschlägen lande, was fahrdynamisch immer Nachteile hat.

    Daher würde ich die Federn+Stabi-Kombination auf Grund des sehr geringen Preises als uneingeschränkt empfehlenswert bezeichnen. Ein Gewindefahrwerk wird meiner Meinung nach nur interessant wenn einen die Mehrkosten das "wert" sind, oder man auf affige Tieferlegungen stehen sollte :whistling:

    So ganz uneingeschränkt kann ich da nicht zustimmen.
    Sicher alles eine Frage der persönlichen Ansprüche, aber für mich ist die genannte Feder+Stabi Lösung eher ein Kompromiss, den ich aufgrund des Preises eingehen könnte. Uneingeschränkt empfehlenswert wäre er für mich nur, wenn er auch uneingeschränkt gut funktionieren würde. Da bist Du ja auch der Meinung, dass das nicht der Fall ist:

    Die Kombination fuhr sich im Grunde sehr gut, jedoch schon etwas Hecklastig. Meine Frau empfand die Kombi als "gefährlich", ich würde sie als Fahraktiv bezeichnen :D aber mal Butter bei die Fische, das Heck war schon eher etwas lockerer mit der Kombi und man musste schon etwas arbeiten zum schnell fahren. Ich fand es meist gut, aber würde es keinesfalls als "sicher" bezeichnen.


    (...)


    Rückwirkend betrachtet war ich mit der Kombi Bilstein+Eibach+Stabis nahezu genau so schnell unterwegs wie jetzt mit dem SPS-Street, nur dass das SPS-Fahrwerk mir glaube noch ein Quäntchen mehr Speed UND Sicherheit gibt.

    Das Preis-/Leistungsverhältnis für Stabis ist auch nur so lange gut, wie man alles selber machen kann. Da viel Arbeitszeit anfällt, wird das sehr teuer, wenn man es in der Werkstatt machen lässt, so dass ein gutes Gewindefahrwerk nicht unbedingt viel teurer sein muss.

    Ich habe stets Performance im Blick, keine affigen Tieferlegungen oder dergleichen.

    Eben. Und dann ist eine aufeinander abgestimmte Kombination aus Federn, Dämpfern und Stabis die optimale Lösung und deutlich besser, als sich unterschiedliche Kombinationen, die alle für sich schon ein Kompromiss sind, zusammen zu stecken.
    So ein Gewindefahrwerk bietet genau das.


    Das Thema Tieferlegung ist sowieso Stammtisch und wird von der Hersteller-Fraktion bedient, für die Fahrdynamik gerade nicht im Fokus steht.
    Gerade die guten Fahrwerke, wie z.B. Öhlins, bieten wenig Tieferlegung und lassen sich sogar fast auf Serienstandhöhe einstellen.


    Umso weniger verstehe ich es, warum Du gerade Tieferlegungsfedern, die ein sehr ungünstiges Verhältnis aus weicher Federrate und großer Tieferlegung bieten, hier empfiehlst, wenn es Dir nur um Performance geht.
    Da könnte man schon viel sinniger über die Kombination Serienfahrwerk + Stabis diskutieren, denn die ist wirklich nicht so schlecht.

    Es geht einzig und allein darum auch diesen Thread zuzulabern und vollzumuellen!!

    Stimmt, Ihr beiden. Das tut Ihr gerade erfolgreich ;) .
    Kann man nicht einfach einmal respektieren, dass für andere Leute andere Sachen wichtig sind und nicht alles nur den eigenen Maßstäben folgt?
    Wenn es einen nicht interessiert und man nichts zu sagen hat - dann sollte man das einfach auch tun.