Beiträge von Svanniversary

    Ach komm, echt jetzt? Du hast Recht - und ich habe meine Ruhe.


    Alles eine Frage der Perspektive - Serie, ohne Zubehör, mit Zubehör, legal, illegal, sch..egal.
    Auch dieses Thema hat wie jedes andere eine subjektive Perspektive und niemand von uns kann die „ganze Wahrheit“ für sich proklamieren ;) .

    Keilform und die vorne härteren Dämpfer verstärken das Untersteuern. Das passt dazu, dass Du das mit weniger Sturzdifferenz ausgeglichen hast.


    Ich berate tatsächlich immer sehr konservativ, da es im Normalfall auch dem Normalfahrer, oder nicht so trainierten Fahrern nicht so willkommen ist, wenn die Hinterachse so lose ist, dass man sie überhaupt überfahren kann. Im Sinne einer normalen Auslegung ist das schon „too much“.
    Etwas konservativer wird das Auto sehr viel vorhersehbarer und damit (für viele) auch leichter und schneller fahrbar.


    Wenn man genau weiß was man tut, kann man das selbstverständlich anders machen (mache ich selber ja auch so). Nur als generelle Empfehlung halte ich das nicht für sinnvoll.
    Da bleibe ich bei 20-30‘ Sturzdifferenz, da nur damit das Auto bei allen Geschwindigkeiten ein eindeutiges (minimal untersteuertendes) Eigenlenkverhalten hat.
    Die meisten Fahrer sind damit sehr gut bedient.

    Hallo,
    ich habe gestern - bei meinem 2. Drifttraining Basic - erst wieder mitbekommen, wie schwer es ist ins übersteuern zu kommen, da er ständig über die Vorderachse schob. Daher sollte endweder der Reifenluftdruck oder die Werte vom Fahrwerk geändert werden.

    Das war dann sicher bei moderatem Tempo auf nasser Fahrbahn? Ganz anderes Thema.


    Schau Dir mal Videos vom doppelten Spurwechsel auf trockener Straße an und Du wirst sehen, wie schnell kreuzbrave Autos mit dem Heck ausbrechen können.
    Das ist das Hauptproblem. Was sich bei geringer Geschwindigkeit nach toller Fahrdynamik und mitspielendem Heck anfühlt, macht das Auto bei hohem Tempo unruhig und schwer beherrschbar.

    Herzlich Willkommen!


    Gibt es alte Protokolle, damit man mal schauen kann, wo das Auto aktuell steht? Wenn der Wagen nach Mazda Werksvorschrift eingestellt wurde, gibt das eigentlich eher ein sehr defensives und eher stark untersteuerndes Fahrverhalten.


    Einstellwerte findest Du in meiner Signatur. Die haben sich für den ND bewährt und viele hier im Forum sind damit sehr zufrieden.


    Unabhängig von einer guten Einstellung, die man unbedingt machen sollte, ist die Fahrtechnik und Linienwahl für so einen leichten Hecktriebler vollkommen anders, als bei einem Fronttriebler. Die Fahrtechnik spielt also auch eine sehr große Rolle.

    Genau das hatte ich auch im Hinterkopf. Es ist erstmal völlig normal, dass ein ausbalanciertes Auto ins Untersteuern kommt, wenn ich beschleunige, da dadurch ein Gewichtstransfer von vorne nach hinten stattfindet. Das muss ich normalerweise durch balanced Throttle und gefühlvolles Gasgeben ausgleichen, damit das Auto neutral bleibt.
    Wenn ich das Fahrwerk so einstelle, dass dieser Effekt ausbleibt, muss ich es leicht ins statische Übersteuern stellen, was heißt, dass ich bei konstanter Kurvenfahrt ein leichtes Heck bekomme, was auch nicht so schön ist.
    Außerdem hole ich mir damit zusätzlich noch eine starke Lastwechselempfindlichkeit ins Auto.

    Was ist denn so Besonderes an Deiner Konfiguration? Ich kann das aktuell nur vom Serienzustand ableiten, alles Serie, nur anderes Fahrwerk.


    Felgen, Reifen, ET, Spurplatten haben im Normalfall keinen Einfluss auf die Balance, da sie das Auto vorne und hinten gleichmäßig vertrimmen.
    Reifen sind eine kleine Ausnahme, da es tatsächlich Exemplare gibt, die auch die Balance beeinflussen. Das ist aber die totale Ausnahme und nicht die Regel.


    Viel größeren Einfluss hat die eigene Fahrtechnik und die Linienwahl.


    Was Du schreibst, eine leichte Untersteuertendenz, sollte ja auch der Normalfall sein und meine Empfehlungen gehen auch immer klar in diese Richtung. Es gibt nur sehr, sehr wenige Fahrer, die sich damit Wohlfühlen, wenn das Heck bei höherem Tempo lose wird, oder sehr agil ist.


    Dazu kommt, dass man dann sehr schnell durch größere Schwimmwinkel ins ESC fährt (Übersteuereingriff), was die Linie kaputt macht. Mein Setup geht aktuell mit 20' Sturzdifferenz schon in die Richtung, dass man extrem sauber fahren muss, oder Übersteuereingriffe bekommt. Aber wie geschrieben ist das Öhlins da noch etwas agiler, als das SPS. Beim SPS kann ich ein paar Grad weniger Sturzdifferenz fahren. 20-30' Sturzdifferenz sind aber ein sehr gesundes Maß, wenn man ein definiertes Auto haben möchte, dass prinzipiell gutmütig ist und bei dem das Heck schön stabil ist.

    ab der Mitte eine Untersteuertendenz hatte, die mir nicht gefiel.

    Das hört sich für mich tatsächlich eher nach einem Problem der Fahrtechnik und Linienwahl an. Aber auch das kann man natürlich ggf. mit einer geeigneten Fahrwerkseinstellung kompensieren.


    Das ist denke ich der Kern. Am Ende muss ich mir eine Einstellung aussuchen und danach auch meinen Fahrstil an das Auto anpassen. Die Vorlieben gehen da durchaus auseinander, aber 99 % der Fahrer sind mit einem minimal untersteuerndem Auto optimal bedient.
    Das Problem ist einfach, dass ich mit weniger Untersteuern auch die Hinterachsstabilität verschlechtere. D.h. je schneller ich fahre, je dynamischer ich fahre, umso eher wird das Heck agil und entwickelt ein Eigenleben, was der ND bei höherem Tempo sofort mit einem ESC-Übersteuereingriff quittiert. Das mag ganz spaßig rüberkommen, ist aber für eine saubere Linie und die Fahrsicherheit definitiv nicht optimal.


    P.S.: Ganz wichtig, @beetyii, welche Variante des SPS mit welchen Federsteifigkeiten fährst Du?