Beiträge von Svanniversary

    Ja, defintiv und tut mir sehr leid, dass Du in so eine Situation gekommen bist. So, oder so ist das sehr unprofessionell, unkulant und wenig kundenfreundlich.


    Reg Dich nicht allzu sehr auf, versuch das ruhig zu klären und kehr diesem Autohaus dann für immer den Rücken. Das ist es nicht Wert, dass Du Deine Nerven damit beanspruchst.


    Ich habe zum Glück bisher mit meinem Autohaus nur das Gegenteil erlebt, von „könnte auch bei uns passiert sein“ bis beim letzten Mal, bei dem der TÜV meinen Oldie angeschrammt hat und man sofort offen auf mich zugekommen ist und sich professionell um die Reparatur gekümmert hat.

    Auch beim Komfort gibt es ein kleines Update. Ich fahre zur Zeit relativ häufig mir bekannte Strecken und habe das Gefühl, dass sich die Initialhärte, die mir zugegebenermaßen anfangs ein paar Graue Haare beschert hat, sich stark gegeben hat. Wirklich schlechte Straßen kommen natürlich immer noch durch, aber es fühlt sich so an, dass die Dämpfer noch geschmeidiger ansprechen und damit die Spitzen mittlerweile mehr "abfeilen".

    Das ist schon typisch. Ich erlebe das bei unseren Neuwagen auch immer wieder. Auch so ein Dämpfer muss sich erst einlaufen und wird dann geschmeidiger. Also ein tatsächlicher, objektiv vorhandener Einlaufeffekt und nicht nur Einbildung ;) .
    Den Rest kann man dann nach ein paar hundert bis tausend km mit der Dämpfereinstellung feintunen.

    Nein, kann ich nicht. Geschätzt im Bereich 5-10 % mehr, subjektiv deutlich spürbar.
    Was natürlich auch stark zunimmt ist die Verlässlichkeit in der Kurve. Man kann das Auto viel besser führen und stellen und dadurch auch schneller und präziser fahren.


    Vielleicht mal zur Einordnung - gefühlt erreiche ich dank Öhlins mit dem Bridgestone Reifen eine ähnliche, oder sogar leicht bessere Performance, wie mit dem Michelin und dem Serienfahrwerk.

    ist das wirklich so, das mit dem Öhlins deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich sind auf gleicher Strecke, als z.B. mit dem Mazda Bilsteinfahrwerk?

    Hallo @Ulli,


    ja, das ist wirklich so. Das liegt nach meiner Einschätzung an mehreren Punkten:
    - beide Achsen gewinnen durch das Fahrwerk Quersteifigkeit, insbesondere die Hinterachse
    - die Radkontrolle ist besser, damit sind die Radlastschwankungen geringer und der Reifen kann besser arbeiten, d.h. es gibt keine Sprünge in der Querkraft und im Schräglaufwinkel und der Wagen fährt definierter auf höherem Niveau
    - zusätzlicher Punkt ist sicher auch einfach, dass viele Ihr Fahrzeug mit Tieferlegung etwas schärfer einstellen lassen, es geht mehr Sturz als bei der Serie, was auch für mehr Performance sorgt


    Der Hauptpunkt den ich sehe ist Radkontrolle und Radführung. Übertrieben gesagt schwingt und springt das Rad beim normalen Fahrwerk mehr, was zu Radlastschwankungen und damit auch schwankender Querkraft führt, während das Öhlins es schafft das Rad lange mit konstanter Kraft auf der Straße zu halten. Das bringt sehr viel und zeichnet ein gutes Fahrwerk aus.


    Wie immer hat das seinen Preis, in der Form dass der Grenzbereich auch höher liegt und etwas schmaler wird. Das Auto ist aber insgesamt (mit ESC) immer noch gutmütig, fahrsicher und beherrschbar.

    Das Pro-Kit wird wahrscheinlich weiter eintauchen als das Komplettfahrwerk mit steiferer Feder und darauf abgestimmtem Dämpfer in gleicher Fahrsituation.

    Das vermute ich auch, was aber dennoch bedeutet, dass auch ein anderes Fahrwerk die gleichen Probleme bekommen kann, wenn die Unebenheit größer ist, bzw. der Federweg ausgeschöpft wird.
    Da sollte man immer den Radraum in Gänze, also auch in den Endanschlägen betrachten und nicht irgendwelche singulären Fahrsituationen, bei denen nur ein Teil des Radraums ausgenutzt wird. Sonst kracht es plötzlich, wenn das Fahrwerk doch mal durchschlägt.
    Ich halte es bei der Tieferlegung auf jeden Fall für sinnvoll, sich eher an Werten >7° für die Nachspur zu orientieren.


    Zur Vollständigkeit - die eingestellte Geometrie, insbesondere der Sturz, und die Auslegung der verschiedenen Fahrwerke (Einsatzpunkt und Blocklänge Druckanschlag, Länge Dämpfergehäuse, Lage Endanschlag) spielen natürlich auch eine Rolle.

    Kleine Anmerkung am Rande - bei der Komfortdiskussion muss man immer im Hinterkopf haben, dass sie zwangsläufig sehr subjektiv ist.
    Die Wahrnehmung ist da sehr persönlich, eben subjektiv, geprägt und es gibt sehr unterschiedliche Empfindlichkeiten.
    Während einige Fahrer eher sensibel gegenüber Stössigkeit und kurzen Anregungen reagieren, gibt es andere, die eher grobe Stösse und Anregungen stören. Da kann man trefflich aneinander vorbei diskutieren, weil jeder etwas anderes im Hinterkopf hat.