Beiträge von Svanniversary

    Deshalb möchte ich nur ganz kurz zumindest einen potenziellen Vorteil von Zubehör-Stabis ansprechen: Man kann sie in der Regel - im Gegensatz zu Federn - mit geringem Aufwand in der Härte verstellen.

    Was massive Auswirkungen auf die Balance hat, so dass es für vorne/hinten nur wenige, sinnvolle Kombinationen gibt. D.h. auch, dass ich danach mit einem gewissen Eigenlenkverhalten leben muss, oder jedesmal versuchen muss, das mit einer Anpassung der Fahrwerkseinstellung zu kompensieren.


    Wenn ich nur Stabis verbaue, habe ich tatsächlich den Vorteil, dass ich mir eine Wankrate aussuchen kann, in dem ich sie verstelle. Zusätzlich kann ich ein wenig mit der Balance spielen, wobei viele Einstellungen in wenig, viel und noch mehr Untersteuern resultieren ;) .
    In Verbindung mit einem Fahrwerk wird das schnell zu hart, so dass sinnvoll meist nur die weichste Einstellung bleibt, die @JayGee auch fährt.


    Im Rennsport verstehe ich so etwas, insbesondere wenn ich die Möglichkeit habe, Gewicht im Auto zu verschieben.
    Im Straßenverkehr fühlt sich das für mich ein wenig nach Befriedigung des Spieltriebs an. Eine Fahrwerksabstimmung berücksichtigt Reifen, Federn, Dämpfer und Stabis. Je mehr ich aus einer Hand bekomme, desto ausgewogener kann das Ergebnis sein, wie beim Öhlins-, oder SPS-Fahrwerk, oder der Serie.
    Wenn ich nur einzelne Teile tausche wird es häufig unharmonisch. Das ist das alte Thema, gut abgestimmtes Komplettfahrwerk gegen Einzeltausch von Komponenten z.B. Tieferlegungsfedern.

    @Sven sieht keinen Sinn in Stabis wenn es um Komfort geht, Jan befürwortet sie sogar. Der Konflikt scheint mir noch nicht aufgelöst.

    Das hatten wir sogar explizit im Öhlins-Kontext auch schon diskutiert:
    Öhlins Road & Track, Einstellung und Diskussionen


    Ich bin persönlich gerade für Alltag und Landstraße überhaupt kein Freund davon ein straffes Gewindefahrwerk UND Stabis zu verbauen, sondern würde dann nur das eine oder das andere machen.
    Es ist auf jeden Fall so, dass Stabis den Komfort zusätzlich zum Gewindefahrwerk noch weiter verschlechtern (insbesondere durch Wankkopieren) und zwar den Wankwinkel reduzieren, aber die Performance kaum verbessern und andere Nachteile haben. Sie helfen in erster Linie dem subjektiven Fahrgefühl, durch weniger Wanken zu Lasten eines sehr schmalen Grenzbereichs und einer deutlich schlechteren Fahrzeugbeherrschbarkeit.


    Daher würde ich für den normalen Einsatz ganz klar der Variante „nur Fahrwerk“ den Vorzug geben.
    Wenn ich dann gezielt die Performance für den Track optimieren möchte, wäre der konsequente nächste Schritt bei einen leichten Auto mit niedrigem Schwerpunkt die Federraten zu erhöhen, was aber natürlich weniger Komfort bedeutet.
    Da greift dann der Vorschlag von Jan für den Track (!!!) Fahrwerk und Stabis zu verbauen, was den Komfort etwas weniger verschlechtert, aber auch nicht die optimale Performance bietet. Es ist also ein Kompromiss, den ich persönlich für nicht so prickelnd halte. Konsequent wäre es das über geeignete Federn zu lösen, was größere Performance-Vorteile und weniger Nachteile hat, außer dem etwas schlechteren Komfort.


    Und, auch wenn ich mich wiederhole, Wanken bedeutet einen breiteren Grenzbereich, mehr Feedback, spielerisches Handling und mehr Möglichkeiten, für den Profi mit dem Auto zu arbeiten. Bei Wankraten auf dem Niveau eines SPS, oder Öhlins würde ich nicht bei den Stabis weiter machen, sondern ein Training nach dem anderen buchen, bis ich diese Variante erst einmal perfekt beherrsche. Und wenn man es dann gewöhnt ist, mit dem Auto so zu arbeiten, wie es ist, wird der Wunsch etwas zu ändern mit großer Wahrscheinlichkeit auch immer kleiner, weil ich merke, dass auf der einen Seite die Performance damit schon fantastisch ist, während das Auto auf der anderen Seite spielerisch, gutmütig und beherrschbar bleibt.


    Mir persönlich macht es mehr Spass ein 90 % Auto perfekt zu beherrschen, ohne mich, oder das Auto zu überfordern, als mit einem 110 % Auto langweilig im Kreis zu fahren, weil ich mich nicht mehr an die Grenzen heran trauen kann bzw. diese unter normalen Umständen gar nicht mehr erreicht werden.
    Das ist z.B. einer der Gründe warum ich persönlich auch keine UHPs, oder Semis fahre.

    - die Vorderachse ist zu weich und zwar nicht im Sinne von "wankweich" wie es Sven beschreibt, sondern die Feder ist zu weich eingestellt,die Balance mit 12 / 16 passt imho noch nicht, ich denke ich werde auf 14/18 gehen.

    Das passt für mich alles ins Bild ;) .


    Was genau meinst Du in dem Kontext mit weich? Ich verstehe hier weich im Sinne von zu wenig Dämpfung?
    Das würde ich verstehen. Das ist normal, dass für man für optimale Performance auf einem ebenen Track die Dämpferverstellung diverse Stufen steifer stellen kann.


    Öhlins empfiehlt für die Straße Werte > 10 (aufgedreht) und für den Track Werte deutlich < 10 in Richtung 6.
    Da kommt man dann schnell hin, dass meine eine Straßen- und eine Trackeinstellung für die Dämpfer hat und das jeweils fix verstellt.

    Wenn ich da auch noch einmal nachfragen darf...


    Was heißt denn in dem Kontext

    Hier kann es aber dazu kommen, das die Vorderachse etwas weich ist,

    Vorderachse zu weich im Sinne der Balance kann ich nicht nachvollziehen, weil das Auto mit den Federraten sehr gut ausbalanciert ist.
    Weich auf der Bremse, beim Trackeinsatz, würde ich verstehen, da helfen aber Stabis nicht.
    Weich, im Sinne von wankweich, wäre ein Thema für härtere Stabis, aber damit greife ich dann auch wieder in die Balance ein und verschlechtere mir insbesondere die Traktion, was für den Track ein großer Nachteil ist. Dazu hole ich mir andere Probleme, wie Wankkopieren, sowie Unbeweglichkeit und einen schmalen Grenzbereich ins Auto, die im Alltag auch nicht so angenehm sind.
    Wanken in dem Restmaß, wie es ein SPS, oder Öhlins, noch hat, sehe ich auch nicht wirklich als Nachteil für die Performance, zumindest für den normalen spaßigen Trackeinsatz, wenn es nicht um das allerletzte Hundertstel geht. Für den normalen Fahrer verbessert das sogar die Beherrschbarkeit und Vorhersehbarkeit des Autos, mit einem gutmütigeren Grenzbereich und der versierte Fahrer kann sowieso damit arbeiten. Das Wanken ist da eher ein subjektives Problem und da hilft wie immer üben, üben, üben.


    Was ist denn hier gemeint?


    Das klingt für mich alles eher nach dem Versuch einen Zielkonflikt dadurch zu lösen, dass ich mir einen anderen Zielkonflikt ins Auto hole.


    Für normalen Einsatz im Straßenverkehr und auf der Landstraße sind die Federraten super und ergeben ein harmonisches und ausbalanciertes Auto.
    Für den Trackeinsatz würde ich eher über härtere Federn gehen.
    Absolute Alltagstauglichkeit und optimale Trackperformance bekomme ich mit keiner Variante unter einen Hut. Da muss ich mich schon entscheiden, wo der Schwerpunkt liegt und was mir wichtig ist.

    @Svanniversary eben. Für die Optik. Deswegen kann ich mir nicht vorstellen das gerade die Mittel die für die Optik sind, die braunen Flecken auslösen.

    Ist aber dennoch so. Erst einmal machen die den Reifen schön schwarz. Später unter Temperatur und anderen Umwelteinflüssen können sie zu Verfärbungen führen.
    Die Mittel sind ja in der Regel für kurzfristiges Show and Shine ausgelegt und nicht dafür, dass ein Reifen lange anders aus sieht.

    Also ich kann mir nicht vorstellen das Mittel die gerade für die Reifen Pflege sein sollen das auslösen.

    Aus Sicht eines ehemaligen Reifenentwicklers - Reifen brauchen keine Pflege, es sei denn es geht um Optik und BlingBling. Daher sind viele dieser Mittel leider auch kontraproduktiv, weil sie den Reifen eben nicht pflegen, sondern nur die Optik aufhübschen.

    Ähem - ja. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es ein Unterschied sein dürfte, ob der gesamte Reifen wegen eines Mittelchens braun geworden ist oder ob es eben an Schulter / Flanke (ggfs auch partiell, so wie bei @Sagittarius) auftritt.

    Das meinte ich ja. Auch wenn es am Pflegemittel liegt, muss sich nicht der ganze Reifen verfärben, sondern ggf. nur der beanspruchte Bereich in der Schulter.
    Es kann also auch bei partiellen Verfärbungen am Pflegemittel liegen.

    Ich denke, es ist schon ein Unterschied, ob der gesamte Reifen durch Pflegemittel oder so verfärbt oder nur die Schulter oder Schulter und ein Teil der Flanke.

    So einfach ist es nicht. Das passiert da wo der Reifen am meisten walkt und das ist nicht gleichmäßig, so dass ich auch dabei partielle Verfärbungen bekomme.


    Ich „pflege“ Reifen übrigens bewusst nicht und hatte beim MX bisher keinerlei Verfärbungen.


    Wer hat denn hier seinen Reifen behandelt und wer nicht?