@Sven sieht keinen Sinn in Stabis wenn es um Komfort geht, Jan befürwortet sie sogar. Der Konflikt scheint mir noch nicht aufgelöst.
Das hatten wir sogar explizit im Öhlins-Kontext auch schon diskutiert:
Öhlins Road & Track, Einstellung und Diskussionen
Ich bin persönlich gerade für Alltag und Landstraße überhaupt kein Freund davon ein straffes Gewindefahrwerk UND Stabis zu verbauen, sondern würde dann nur das eine oder das andere machen.
Es ist auf jeden Fall so, dass Stabis den Komfort zusätzlich zum Gewindefahrwerk noch weiter verschlechtern (insbesondere durch Wankkopieren) und zwar den Wankwinkel reduzieren, aber die Performance kaum verbessern und andere Nachteile haben. Sie helfen in erster Linie dem subjektiven Fahrgefühl, durch weniger Wanken zu Lasten eines sehr schmalen Grenzbereichs und einer deutlich schlechteren Fahrzeugbeherrschbarkeit.
Daher würde ich für den normalen Einsatz ganz klar der Variante „nur Fahrwerk“ den Vorzug geben.
Wenn ich dann gezielt die Performance für den Track optimieren möchte, wäre der konsequente nächste Schritt bei einen leichten Auto mit niedrigem Schwerpunkt die Federraten zu erhöhen, was aber natürlich weniger Komfort bedeutet.
Da greift dann der Vorschlag von Jan für den Track (!!!) Fahrwerk und Stabis zu verbauen, was den Komfort etwas weniger verschlechtert, aber auch nicht die optimale Performance bietet. Es ist also ein Kompromiss, den ich persönlich für nicht so prickelnd halte. Konsequent wäre es das über geeignete Federn zu lösen, was größere Performance-Vorteile und weniger Nachteile hat, außer dem etwas schlechteren Komfort.
Und, auch wenn ich mich wiederhole, Wanken bedeutet einen breiteren Grenzbereich, mehr Feedback, spielerisches Handling und mehr Möglichkeiten, für den Profi mit dem Auto zu arbeiten. Bei Wankraten auf dem Niveau eines SPS, oder Öhlins würde ich nicht bei den Stabis weiter machen, sondern ein Training nach dem anderen buchen, bis ich diese Variante erst einmal perfekt beherrsche. Und wenn man es dann gewöhnt ist, mit dem Auto so zu arbeiten, wie es ist, wird der Wunsch etwas zu ändern mit großer Wahrscheinlichkeit auch immer kleiner, weil ich merke, dass auf der einen Seite die Performance damit schon fantastisch ist, während das Auto auf der anderen Seite spielerisch, gutmütig und beherrschbar bleibt.
Mir persönlich macht es mehr Spass ein 90 % Auto perfekt zu beherrschen, ohne mich, oder das Auto zu überfordern, als mit einem 110 % Auto langweilig im Kreis zu fahren, weil ich mich nicht mehr an die Grenzen heran trauen kann bzw. diese unter normalen Umständen gar nicht mehr erreicht werden.
Das ist z.B. einer der Gründe warum ich persönlich auch keine UHPs, oder Semis fahre.