Kenne ich, aber es gibt schlimmeres
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Mir ist es immer ein Trost, dass ich an interessanten Themen und Produkten arbeiten darf und hin und wieder das eine andere Auto bzw. sogar hin und wieder den einen oder anderen Prototypen fahren darf.
Was will man mehr ...
Beiträge von Svanniversary
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Ich hätte gerade Zeit.

Du, ich, ein Prüfgelände und eine Woche Zeit. Wir hätten einen Riesenspass ...
Den Zeiten trauere ich heute noch nach, in denen ich mich wochenlang im Auto austoben konnte.
Aber ein ehemaliger Chef hatte das damals so auf den Punkt gebracht:
„Sie müssen sich jetzt überlegen, ob sie weiter im Kreis fahren, oder sich weiterentwickeln wollen“. Habe ich am Ende auch nicht bereut
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Normalerweise soll die niedrigste zugelassene Höhe eingetragen werden, nicht zwangsläufig die aktuelle Einstellung. So steht es zumindest in divesen Teilegutachten. Ob sich da jeder Prüfer dran hält ... keine Ahnung. Das muss also kein Widerspruch sein.
Bei einer Kontrolle beschwert sich normalerweise auch niemand, wenn das Auto höher steht als eingetragen. Das passiert nur, wenn das umgekehrte der Fall ist
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Das hätte ich nicht für möglich gehalten (und ich kann immer noch nicht glauben, dass man Querweichheit durch laterale Härte ausgleichen kann).
Das glaube ich auch nicht, dass es das war. Vermutlich hat der höhere Grip einfach zu viel Dynamik ins Auto gebracht, gepaart mit mehr Wanken und schlechterem, nichtlinearen Ansprechen.
Die steiferen Dämpfer stützen besser und und der Reifen kann direkt Grip aufbauen und diesen mit weniger Verzögerung umsetzen.Wenn Querweichheit wirklich das Problem gewesen wäre, dann hätte mehr Dämpfung das verschlechtert. Mit einem steiferen Setup prägt sich das umso mehr aus und man überfährt den Reifen auch schneller.
Das ist alles gar nicht so leicht heraus zu fahren und zu trennen. Nicht umsonst bilden wir unsere Leute über Monate aus, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wo die Ursachen für ein bestimmtes Fahrverhalten liegen.
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Sehr teuer, aber das Dual XGPS160 funktioniert klasse.
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Das ist alles absolut in Ordnung. Die leichten Abweichungen brauchen Dich nicht zu kümmern.
Das mit dem Lenkrad ist wirklich nur eine kleine optische Beeinträchtigung. Funktional ist das völlig egal. Ich persönlich bin da auch nicht so empfindlich und gewöhne mich schnell an ein minimales schief stehen.
Wenn Dich das nicht weiter stört einfach so lassen.Deine Eindrücke passen gut
, so soll es sein. Viel Spaß mit der neuen Einstellung. -
Ich habe heute unseren Oldie bewegt und anschließend wie üblich mit dem Ech2o-Detailer von den Insekten befreit.
Und wie er mich da so anglänzt habe ich mal die Haube gesäubert und das Reload ausprobiert.Verwendet habe ich die original 0,5 Liter-Flasche von CarPro mit Sprüher und ein ganz leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch.
Reload dünn aufgesprüht und einfach etwas verteilt und dann abgewischt. Kurz antrocknen lassen und dann mit der anderen Seite des Tuchs auspoliert.
Ging super einfach mit einem erstklassigen Ergebnis. Hoher Glanzgrad und keinerlei Schlieren.
Habe dann mal aus dem ausgewaschenen Tuch etwas Wasser auf die Haube tropfen lassen und das ist nur so losgeflitzt, so gering war die Oberflächenspannung.Zur Standzeit kann ich natürlich noch nichts sagen, aber der erste Eindruck ist top. So etwas habe ich gesucht, dass sich ähnlich einfach wie ein Detailer auftragen lässt und dann dafür sorgt, dass der Lack etwas geschützt ist und vor allen Dingen, dass sich Dreck und Insekten nicht festsetzen, sondern einfach entfernt werden können.
Auf dem Oldie ist dieselbe Versiegelung, wie auf dem MX-5. Das verträgt sich offensichtlich super mit dem Reload - passt und wird nach der nächsten Wäsche auch beim MX-5 probiert
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So werde ich das auch machen. Die Felgen sind aktuell versiegelt und ich werde das mit dem Reload regelmäßig auffrischen.
Ich habe mir jetzt noch einen Drucksprüher bestellt, den ich dann mit demineralisierten Wasser befüllen werde.
Dann kann man alles schön mit Ech2O einsprügen, putzen und hinterher mit dem Drucksprüher nochmal ohne Kalkflecken abspülen. Ich denke das tut es. -
Denn diese sind FREIWILLIG. Anstatt rumzumosern, dass man also "nur" 60% Kulanz gewährt bekommt sollte man lieber anfangen zu denken "Klasse, der Hersteller beteiligt sich an meinem Problem freiwillig noch zu 60%, wesentlich weniger kosten für mich"Obwohl ich als OEM-Entwickler betroffen bin, sehe ich das noch etwas differenzierter.
Es gibt einfach immer mal wieder Fälle, da läuft bei der Entwicklung etwas schief. Bezogen auf den MX-5 ist das offensichtlich der Fall beim Verdeck, bei frühen Getrieben und auch bei den rostenden Fensterleisten.
Da gehört es für mich tatsächlich zum guten Stil, dass der Hersteller auch die Verantwortung dafür übernimmt und auch nach der Garantiezeit für die Mängel gerade steht.
Auch wenn das bei meiner Firma vielleicht nach außen manchmal anders aussieht, haben wir da explizit Prozesse für, die bewerten ob der Fehler bei uns liegt und dann werden bewusst Kulanzprogramme aufgelegt, die den Händlern bekannt gemacht werden, damit die Fehler auch im Feld abgestellt werden können, ohne dass der Kunde die vollen Kosten trägt.
Die gleiche Erwartungshaltung habe ich persönlich auch bei anderen OEMs. Wenn in der Entwicklung, oder Erprobung etwas schief gelaufen ist, sollte man dem Kunden helfen.Wobei ich Dir aber voll zustimme, ist der Anteil der Kulanzleistung. Jedes Auto und jedes Teil unterliegt der Alterung und wenn dann etwas nach 3, 4, oder fünf Jahren getauscht wird, kann ich als Kunde nicht unbedingt erwarten, dass ich das zu 100 % ersetzt bekomme. Da muss ich mich dann schon anteilig an der bisherigen Nutzung beteiligen.
Wenn man mal das Dach als Beispiel nimmt, das sagen wir mal 10 Jahre hält (nur exemplarisch), dann ist es schon ein sehr fairer Deal, wenn ich mich bei einem Tausch nach 5 Jahren mit 30-40 % an den Kosten beteilige, denn die halbe Nutzungsdauer habe ich ja von dem Teil auch gehabt.
Da gibt es in der Tat immer komische Erwartungshaltungen, dass auch nach mehr als 5 Jahren noch die vollen Kosten übernommen werden und das halte ich auch nicht für gerechtfertigt. -
Sag mal Sven statt das Fahrwerk härter zu stellen um weniger wanken/rollen/seitenneigung (oder wie auch immer man es nennen kann) zu haben, könnte man doch auch härtere Stabis nutzen oder ? SPS hat zum Beispiel welche von Cuso im Angebot.
Wenn man sich dazu mal die Grundlagen anschaut, muss man erstmal verstehen wie die einzelnen Teile zusammen arbeiten.
Nehmen wir einfach mal eine relativ gute Straße mit wenig Unebenheiten.
Die Federn tragen den Aufbau und wirken immer, egal ob ich geradeaus fahre, oder um die Kurve.
Die Stabis haben bei Geradeausfahrt keinen (wenig) Effekt, wirken aber bei Kurvenfahrt, indem sie die Wankrate reduzieren.
Die Stoßdämpfer beruhigen das Rad und verlangsamen die Fahrzeugreaktion, z.B. beim Einlenken und Wanken. Ihre Wirkung ist geschwindigkeitsabhängig, das heißt wenig Effekt bei langsamen Karosseriebewegungen, viel bei schnellen.
D.h. Federn und Stabis haben bei Kurvenfahrt einen sehr ähnlichen Effekt, die Stoßdämpfer wirken komplett anders.Wanken ist erstmal nichts schlechtes. Ich lenke, das Auto wankt und dabei wird die Querbeschleunigung aufgebaut und zwar je langsamer, umso mehr das Auto wankt.
D.h. eine hohe Wankrate sorgt für eine langsame Fahrzeugreaktion, gutes Feedback und einen breiten Grenzbereich.
Ein sehr steifes Auto mit starken Stabis und/oder hohen Federraten hat den gegenteiligen Effekt. Das Fahrzeug steht und horizontiert gut, Lenkreaktionen werden unmittelbar in den Reifen geleitet und die Fahrzeugreaktion erfolgt sehr schnell und der Grenzbereich wird schmal.Stabis sind ursprünglich mal erfunden worden, um den Federungskomfort bei Geradeausfahrt (über die Federn) und das Wanken (Federn + Stabis) zu entkoppeln.
Das funktioniert umso besser je höher der Schwerpunkt ist und umso härter der Stabi ist.
Ich kann aber exakt die gleiche niedrige Wankrate erzeugen, in dem ich steifere Federn fahre, was das Auto auch bei Geradeausfahrt besser anbindet.
Zusätzlich haben insbesondere Stabis den Nachteil, dass sie die Traktion, insbesondere in Kurven, verschlechtern und die Vorteile einer Einzelradaufhängung mindern, da ich damit wieder das linke und das rechte Rad koppele und einseitige Anregungen auch immer auf das andere Rad wirken.
Wenn ich steifere Federn fahre, vermeide ich diese negativen Effekte.Für unser Auto, mit niedrigem Schwerpunkt, heißt das, dass ich die Steifigkeiten idealerweise über die Federn einstelle, es sei denn Geradeausfahrtkomfort ist mir ganz wichtig. Dann wären steifere Stabis der richtige Weg, um die Wankrate zu reduzieren.
Was noch dazu kommt ist, dass der Stabi-Umbau an der Vorderachse sehr aufwendig ist, so dass das sehr teuer wird, wenn ich das in der Werkstatt machen lasse. So teuer, dass ich für das gleiche Geld, was ich für Stabis und Einbau benötige, auch fast ein gutes Gewindefahrwerk einbauen kann.
D.h. also für den ND lohnt es sich normalerweise technisch und monetär, gleich in Richtung eines Gewindefahrwerks zu gehen.
Wenn ich das Serienfahrwerk nur mit steiferen Stabis ausrüste, bleiben die weichen Federn im Auto und die Fahrdynamik wird trotz weniger Wankrate nicht wesentlich besser.In diesem Thread geht es um die Dämpfereinstellungen und das ist noch einmal ein anders Thema. Mit den Dämpfern kann ich einstellen, wie schnell das Fahrzeug auf die Lenkung reagiert, habe aber keinen Einfluss darauf, wie groß der maximale Wankwinkel ist. Der hängt nämlich nur von den Federn und Stabis ab, da der Dämpfer zwar geschwindigkeitsabhängige Kräfte erzeugt, aber nicht trägt. D.h. die Aufbaubewegung wird verlangsamt, aber der Aufbau schwingt unabhängig vom Dämpfer bis zum maximalen Wankwinkel durch.
Der Effekt auf das Lenkgefühl und die Fahrzeugreaktion durch die Dämpfer ist dennoch sehr groß, so dass man Änderungen an den Einstellungen deutlich im Lenkansprechen merkt.
Ich brauche also eine ausreichende Wanksteifigkeit, erzeugt durch Federn und Stabi für einen geringen Wankwinkel und steife Dämpfer, damit das Auto nicht zu schnell anwankt und durchschwingt. Sind die Dämpfer zu steif, kann das aber auch zu sehr schnellen und heftigen Fahrzeugreaktionen führen und den Grenzbereich schmal machen, weil das Auto dann kurzzeitig sozusagen auf den Dämpfern steht. Da ist Gefühl und Feinschliff bei der Dämpfereinstellung gefragt.Ich persönlich würde immer nur steife Federn (ca. 80/40 +/-), oder steife Stabis fahren. Wenn ich beides kombiniere erzeuge ich ein insgesamt sehr steifes Auto, dass dann einen sehr schmalen Grenzbereich hat und auch etwas unbeweglich wird.
Weniger wanken fühlt sich verbindlicher an und ich kann das Auto in Kurven schneller umsetzen, aber zu wenig wanken macht das Auto in seinen Reaktionen sehr schnell und ggf. auch giftig.
Mit Wankwinkel umzugehen ist im wesentlichen einfach Übung und Erfahrung. Man lernt dabei sehr gut ein Auto zu führen und seine Lenkbewegungen so anzupassen, dass man das Auto sauber stellt und sich an seine Reaktionen anpasst. Aber es fühlt sich natürlich auch unsportlich an und ist ggf. ungewohnt.
Insofern macht man mit dem MX-5 erstmal nichts falsch, wenn man sich an das Serienfahrwerk gewöhnt, damit Trainings macht und seinen Fahrstil schult. Man muss dann mit mehr Gefühl arbeiten, das Auto ist aber sehr gutmütig und der Grenzbereich breit.
Wenn man dann ein steiferes Fahrwerk montiert, werden die Fahrzeugreaktionen schneller und der Grenzbereich schmaler. Das fühlt sich erst einmal verbindlicher und besser beherrschbar an, aber wenn es an die Grenzen geht, ist genau das Gegenteil der Fall. Das sollte man sich ggf. immer vor Augen halten.Für diejenigen mit einstellbarem Gewindefahrwerk hätte ich da auch eine Idee für ein kleines Experiment.
Fahrt Eure gewohnten Strecken und verändert dann nach und nach Eure Dämpfereinstellung:
- vorne zwei Clicks härter
- hinten zwei Clicks weicher
Das ganze mehrmals, bis Ihr einen eindeutigen Effekt feststellt. Schaut Euch die Fahrzeugreaktion an, wenn Ihr langsam und weich einlenkt und wenn Ihr härter einlenkt.
Dabei merkt man sehr gut, welchen Einfluss die Dämpfer auf das Fahrverhalten haben und bekommt ein Gefühl für ihre Wirkungsweise.
Aber bitte immer vorsichtig von unten herantasten, eine möglichst ruhige und freie Strecke suchen und immer nur wenige Clicks verstellen.
Ich bin auf Eure Bericht gespannt
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