Beiträge von Svanniversary

    Ich finde auch, daß die Navi-SD höchstens nen Fünfziger wert ist...

    Das ist ja leider die falsche Frage. Mir ist vieles weniger Wert, als der Hersteller dafür haben möchte, aber ich muss trotzdem immer den vollen Preis zahlen ;) .
    Besser ist die Frage, welchen Aufwand Mazda hatte, denn der ist auf den Werkspreis umgelegt.

    Deswegen denke ich mal der ND hat hinten sowieso einen etwas härteren Stabi.

    Hat er nach meiner Kenntnis nicht, aber dafür eine komplett andere Kinematik mit mehr Wanklenken. Daher auch die andere Einstellung an der HA für den ND.


    Dieses undefinierte Querweichheit, bei der einem dann das kurvenäußere Hinterrad wegschmiert war am Ende auch der Grund, warum ich mit der Serienabstimmung nicht glücklich geworden bin.
    Ich habe meine Autos gerne quersteif und verbindlich, so dass sie sich sauber stellen und reproduzierbar fahren lassen.
    Das klappt sehr gut mit dem Öhlins, wenn man die richtige Einstellung gefunden hat.


    Ich vermute, dass Du die Stabis im ND nicht vermissen wirst. Du kannst ja ganz entspannt erst einmal nur mit dem Öhlins anfangen.

    Ich würde schon gerne, was die Abstimmung angeht, wieder genau da landen wo ich mit dem NC war.

    Welche Federraten bist Du denn im NC gefahren? Wie geschrieben wäre es ggf. sinnvoller Härte und Balance über die Federn sauber einzustellen und dann bei den Serienstabis zu bleiben.
    Das Öhlins mir 70/40 ist auch an sich schon leicht „hecklastig“, etwas mehr als die Serie und mehr als SPS, so dass das schon in die von Dir beschriebene Richtung geht.

    Hmm, widerspreche dem Fahrwerks-Spezialisten Sven sehr selten, aber seitdem ich die HR Stabis beide mit der Einstellung "weich" fahre
    (in Verbindung mit einem SPS Street) finde ich das weder hölzern noch unbeweglich, den Grenzbereich habe ich auf normalen Strassen
    noch nicht ausprobiert, der Grip ist mit den Federals (205/50 R16) so gut, dass mir die Geschwindigkeiten völlig ausreichen.
    Bin gespannt auf den ersten Trackday...

    Mit den UHPs ist das schon wieder etwas anderes und der persönliche Geschmack spielt ja auch eine Rolle. Aber Du fährst sie ja auch auf weich und verstehst damit in welche Richtung meine Gedanken gehen.
    Ich versuche ja immer, in die Richtung zu beraten, wie man auch ein alltagstaugliches Seriensetup für ein sportliches Auto auslegen würde.


    Mit normalen Sportreifen würde das schon nicht mehr so gut funktionieren und man verliert halt schon Gutmütigkeit, Beweglichkeit des Autos und die Möglichkeit mit ihm zu spielen, es zu stellen. Die gleiche Gründe warum ich auch schon einmal geschrieben hatte, dass ich auch keine UHPs fahren würde.


    Aber wenn einem genau das gefällt, ein sehr straffes Auto und einen die o.g. Punkte nicht stören, dann ist es das richtige.
    Auf dem Track wird das dafür richtig gut funktionieren. Da muss man auch überlegen, wo man seine Schwerpunkte setzt.


    Aber, der Charakter des Autos ist dann auch ein ganz anderer und sehr weit weg vom ursprünglichen Konzept, des leichten, beweglichen Autos. Nur mit SPS, oder Öhlins schärft man es etwas nach und das Konzept bleibt grundsätzlich, auf höherem Niveau erhalten.


    Aber noch einmal, zur Sicherheit. Jeder ist anders und alles hat seine Vor- und Nachteile. Da muss jeder nehmen, was ihm gefällt.

    Harmoniert das Öhlins gut mit den Originalen Stabis? Welche Kombinationen fahrt ihr so?

    Das tut es auf jeden Fall. Ich kenne sogar niemanden, der andere Stabis in Verbindung mit dem Öhlins fährt.
    Ich würde es auch nicht empfehlen. Der Wankwinkel ist wirklich schon deutlich geringer beim Öhlins und man fängt sich einen Haufen Nachteile ein, wenn man Gewindefahrwerk und steifere Stabis fährt, ganz besonders sehr schlechte Traktion, aber auch Wankkopieren, ein sehr schmaler Grenzbereich und ein unheimlich unbewegliches Auto.
    Wenn es denn unbedingt noch steifer sein soll, dann würde ich gleich härtere Federn nehmen, oder nur Stabis. Beides zusammen verändert den Charakter des ND in Richtung steif, hölzern unbeweglich und ist nach meinem Dafürhalten maximal etwas für den Track. Auf der Landstraße nimmt es dem Auto zu viel von seinem leichten, spielerischen Charakter.
    Dazu ist das Preis-/Leistungsverhältnis für Stabis recht schlecht, zumindest wenn man es nicht selber macht. Die Einbaukosten an der Vorderachse sind recht hoch, weil meistens das Lenkgetriebe gelöst wird. Das Geld kann man dann auch gleich für ein richtig gutes Gewindefahrwerk zur Seite legen.

    Wenn ich mich soweit richtig belesen habe kann ich die Achseinstellung vom NC 1:1 übernehmen bis auf die Vorspur an der Hinterachse, die beim ND etwas ausgeprägter sein sollte.
    Ist das korrekt?

    Ich kenne mich mit dem NC jetzt nicht so gut aus, aber der Hauptunterschied ist die andere Kinematik an der Hinterachse. Genau, die Achse funktioniert anders, als beim NC und fühlt sich mit um die 12‘ Vorspur am besten an.
    Werte für den ND findest Du, wenn Du dem Link in meiner Signatur folgst.

    Praktisch entscheiden dann eher die tatsächlich eingeleiteten Kräfte (im echten Straßenverkehr ist der Anteil der stationären Kreisfahrt eher gering :) ) ob das Auto untersteuert oder übersteuert.

    Danke ;) , dann brauche ich diesmal nicht ...


    Praktisch heißt das vor allen Dingen, dass das Auto keine eindeutige Steuertendenz hat, weil das Verhalten auch vom Reibwert, der Fahrbahn, der Beladung, der Fahrtechnik usw. abhängt. Er wird also mal übersteuern, mal untersteuern und ganz, ganz selten vielleicht auch mal neutral reagieren.
    Ich bin gar nicht in der Lage ein Auto an sich neutral abzustimmen, es sei denn für genau eine Strecke und ganz bestimmte Randbedingungen, z.B. bei einem Rennen.


    Praktisch ist ein übersteuerndes Auto im Alltag am Grenzbereich gar nicht vernünftig fahrbar und untersteuern der deutlich sicherere und beherrschbarere Zustand, so dass es Stand der Technik ist, Autos definiert untersteuernd abzustimmen.
    Je nach Erfahrung, Fahrtechnik und Vorlieben kann man sich dann ggf. darüber unterhalten, wie weit man so ein Auto dann in Richtung Neutralität schieben möchte, dass heißt wie wenig untersteuernd man ein Auto machen möchte. Es wird aber in der Praxis immer darauf hinaus laufen, dass das Auto von der Grundtendenz untersteuernd eingestellt wird.


    Wichtig - dabei geht es immer um quasistatisch untersteuernd, also bei stationärer Kreisfahrt.
    Auch ein untersteuerndes Auto übersteuert, wenn
    - man einen Lastwechsel einleitet,
    - zu viel Traktion, also Gas anliegt,
    - man es aufschaukelt, z.B. durch schnelle Lenkmanöver,
    - usw.


    Warum will niemand in der Praxis ein übersteuerndes Auto?
    Man stelle sich die folgende Situation vor: Ich fahre auf der Landstraße eine sehr schnelle Kurve, dicht am Grenzbereich.
    Nun gebe ich noch ein bisschen Gas, oder korrigiere die Lenkung, oder fahre über eine gröbere Bodenwelle und das Auto wird das mache, was seine Grundtendenz ist, übersteuern. Das Heck bricht aus, das Auto kommt blitzartig quer.
    Ich fange es also ab, taste mich erneut an den Grenzbereich heran und dann - geht das Spiel von vorne los.
    Das heißt mit einem übersteuerndem Auto ist es dem normalen Fahrer gar nicht möglich, eine saubere Kurvenlinie zu fahren, weil ständig das Heck rutscht.

    Ich zweifle jedoch immer noch an, dass ein normaler Servicemitarbeiter hiervon schon öfter welche getauscht hat.

    Ich weiß nur, dass eine zeitlang bei verschiedenen Mazdas bei meinem Händler viele Airbags getauscht wurden und dass sich da eine gewisse Routine eingestellt hatte.
    Egal wann ich da war, es war immer etwas in Sachen Airbags zu tun.
    Technisch mit dem MX-5 verglichen habe ich das nicht und eine weitere Statistik habe ich auch nicht geführt.
    Mindestens der Mazda 2 war auch massiv betroffen.