Beiträge von Svanniversary

    Was genau soll das Getriebe bei 30 NM mehr sagen ?

    Knirsch, oder auch nicht knirsch. Wie weit willst du das mit so einer pauschalen Aussage treiben? Das sind 15 % mehr und das ist schon eine Menge, insbesondere bei einem Getriebe, dass für seine Festigkeitsprobleme bekannt ist.
    Man kann solche Sachen heute sehr gut simulieren und auslegen und wenn man wie Mazda das letzte Quentchen Gewicht holen will, dann wird eher mit wenig Reserve ausgelegt. Wir reden ja auch nicht über einen Turbomotor, der im Drehmoment sowieso mächtig streut, sondern über einen Sauger, der sich im Serienzustand sehr gut einschätzen lässt.


    Egal was man macht, ob man den Motor tuned, das Fahrwerk umbaut, oder irgendwelche Anbauteile verwendet. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass man damit den Serienzustand verlässt und ggf. dadurch etwas schneller verschleißt, oder früher kaputt geht.


    Wenn man das Risiko nicht bereit ist zu tragen, sollte man einfach die Finger davon lassen. Wenn das Risiko für mich o.k. ist, dann kann ich es auch ganz entspannt machen und bin bereit mit den Konsequenzen zu leben, wenn es dann doch nicht so gut hält, wie irgendjemand im Forum einfach mal so behauptet hat.

    Das freut mich auch sehr @Detlef. Dann haben ja Theorie und Praxis zusammen gepasst.


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass der höhere Sturz vorne auch Unruhe in die Lenkung gebracht hat und für niedrigere Lenkkräfte gesorgt hat, weil die Räder über den Sturz z.T. mitlenken. Das merke ich bei meinem sehr hohen Sturz von 1°40‘ aktuell auch deutlich.
    Ich kann aber aus Erfahrung auch bestätigen, dass die höheren Spurwerte an beiden Achsen, wie von @BJ323F geschrieben, einen deutlichen Einfluss haben. Man muss gewissermaßen gegen die Spurkräfte anlenken, die das Auto führen. Das ist auch genau der Effekt, der den Geradeauslauf jetzt stabilisiert. Sehr schön, passt.


    Der Einfluss des Nachlaufs ist beim ND auch gar nicht so furchtbar hoch. Zwischen 6°und 7° nehme ich auch keine so deutlichen Unterschiede war, wenn nur der Nachlauf verändert wird.
    Das hatte ich zufällig auch schon einmal bei einem meiner Einstellversuche.
    Ich denke das sollte man beim ND nicht überbewerten.

    Ich finde auch, daß die Navi-SD höchstens nen Fünfziger wert ist...

    Das ist ja leider die falsche Frage. Mir ist vieles weniger Wert, als der Hersteller dafür haben möchte, aber ich muss trotzdem immer den vollen Preis zahlen ;) .
    Besser ist die Frage, welchen Aufwand Mazda hatte, denn der ist auf den Werkspreis umgelegt.

    Deswegen denke ich mal der ND hat hinten sowieso einen etwas härteren Stabi.

    Hat er nach meiner Kenntnis nicht, aber dafür eine komplett andere Kinematik mit mehr Wanklenken. Daher auch die andere Einstellung an der HA für den ND.


    Dieses undefinierte Querweichheit, bei der einem dann das kurvenäußere Hinterrad wegschmiert war am Ende auch der Grund, warum ich mit der Serienabstimmung nicht glücklich geworden bin.
    Ich habe meine Autos gerne quersteif und verbindlich, so dass sie sich sauber stellen und reproduzierbar fahren lassen.
    Das klappt sehr gut mit dem Öhlins, wenn man die richtige Einstellung gefunden hat.


    Ich vermute, dass Du die Stabis im ND nicht vermissen wirst. Du kannst ja ganz entspannt erst einmal nur mit dem Öhlins anfangen.

    Ich würde schon gerne, was die Abstimmung angeht, wieder genau da landen wo ich mit dem NC war.

    Welche Federraten bist Du denn im NC gefahren? Wie geschrieben wäre es ggf. sinnvoller Härte und Balance über die Federn sauber einzustellen und dann bei den Serienstabis zu bleiben.
    Das Öhlins mir 70/40 ist auch an sich schon leicht „hecklastig“, etwas mehr als die Serie und mehr als SPS, so dass das schon in die von Dir beschriebene Richtung geht.

    Hmm, widerspreche dem Fahrwerks-Spezialisten Sven sehr selten, aber seitdem ich die HR Stabis beide mit der Einstellung "weich" fahre
    (in Verbindung mit einem SPS Street) finde ich das weder hölzern noch unbeweglich, den Grenzbereich habe ich auf normalen Strassen
    noch nicht ausprobiert, der Grip ist mit den Federals (205/50 R16) so gut, dass mir die Geschwindigkeiten völlig ausreichen.
    Bin gespannt auf den ersten Trackday...

    Mit den UHPs ist das schon wieder etwas anderes und der persönliche Geschmack spielt ja auch eine Rolle. Aber Du fährst sie ja auch auf weich und verstehst damit in welche Richtung meine Gedanken gehen.
    Ich versuche ja immer, in die Richtung zu beraten, wie man auch ein alltagstaugliches Seriensetup für ein sportliches Auto auslegen würde.


    Mit normalen Sportreifen würde das schon nicht mehr so gut funktionieren und man verliert halt schon Gutmütigkeit, Beweglichkeit des Autos und die Möglichkeit mit ihm zu spielen, es zu stellen. Die gleiche Gründe warum ich auch schon einmal geschrieben hatte, dass ich auch keine UHPs fahren würde.


    Aber wenn einem genau das gefällt, ein sehr straffes Auto und einen die o.g. Punkte nicht stören, dann ist es das richtige.
    Auf dem Track wird das dafür richtig gut funktionieren. Da muss man auch überlegen, wo man seine Schwerpunkte setzt.


    Aber, der Charakter des Autos ist dann auch ein ganz anderer und sehr weit weg vom ursprünglichen Konzept, des leichten, beweglichen Autos. Nur mit SPS, oder Öhlins schärft man es etwas nach und das Konzept bleibt grundsätzlich, auf höherem Niveau erhalten.


    Aber noch einmal, zur Sicherheit. Jeder ist anders und alles hat seine Vor- und Nachteile. Da muss jeder nehmen, was ihm gefällt.

    Harmoniert das Öhlins gut mit den Originalen Stabis? Welche Kombinationen fahrt ihr so?

    Das tut es auf jeden Fall. Ich kenne sogar niemanden, der andere Stabis in Verbindung mit dem Öhlins fährt.
    Ich würde es auch nicht empfehlen. Der Wankwinkel ist wirklich schon deutlich geringer beim Öhlins und man fängt sich einen Haufen Nachteile ein, wenn man Gewindefahrwerk und steifere Stabis fährt, ganz besonders sehr schlechte Traktion, aber auch Wankkopieren, ein sehr schmaler Grenzbereich und ein unheimlich unbewegliches Auto.
    Wenn es denn unbedingt noch steifer sein soll, dann würde ich gleich härtere Federn nehmen, oder nur Stabis. Beides zusammen verändert den Charakter des ND in Richtung steif, hölzern unbeweglich und ist nach meinem Dafürhalten maximal etwas für den Track. Auf der Landstraße nimmt es dem Auto zu viel von seinem leichten, spielerischen Charakter.
    Dazu ist das Preis-/Leistungsverhältnis für Stabis recht schlecht, zumindest wenn man es nicht selber macht. Die Einbaukosten an der Vorderachse sind recht hoch, weil meistens das Lenkgetriebe gelöst wird. Das Geld kann man dann auch gleich für ein richtig gutes Gewindefahrwerk zur Seite legen.

    Wenn ich mich soweit richtig belesen habe kann ich die Achseinstellung vom NC 1:1 übernehmen bis auf die Vorspur an der Hinterachse, die beim ND etwas ausgeprägter sein sollte.
    Ist das korrekt?

    Ich kenne mich mit dem NC jetzt nicht so gut aus, aber der Hauptunterschied ist die andere Kinematik an der Hinterachse. Genau, die Achse funktioniert anders, als beim NC und fühlt sich mit um die 12‘ Vorspur am besten an.
    Werte für den ND findest Du, wenn Du dem Link in meiner Signatur folgst.