Beiträge von Svanniversary

    Das hatte ich befürchtet. Man muss bei Reifen echt aufpassen und ich bin teilweise schon dazu übergegangen die teils horrenden Aufpreise im stationären Handel zu bezahlen, weil man sich da ggf. direkt vor Ort beschweren kann und die in der Regel seriöse Großhändler als Quelle haben.
    Meine letzten MPS4 hatte der Mazdahändler besorgt, mit vier verschiedenen, aber dicht beieinander liegenden DOTs. Da habe ich auch erstmal geschluckt, aber das Fahrverhalten war einwandfrei in Ordnung.

    Sowas, was Ihr an Erfahrungen schreibt finde ich echt krass. Ein namhafter Hersteller und als Laie denkt man doch: ein Reifen eines bestimmten Typs in gleicher Größenspezifikation sollte gleiche Eigenschaften haben. Gut, OEM ggfs. anders als Aftermarket, aber nicht noch Abweichungen beim gleichen Aftermarket-Reifen.

    Ich schreibe es jetzt hier einfach nochmal, meine Erfahrungen, als Reifenentwickler und in direktem Kontakt mit den Vertrieben der Reifenhersteller.


    Wenn ein Reifen gut läuft und gut ist, wie dieser MPS4 hier, dann gibt es z.B. vier OEM Varianten, die alle leicht unterschiedlich abgestimmt sind. Häufig ist da sogar ein Reifen dabei, der z.B. für BMW für den Heckantrieb optimiert wurde und einer von VW für Frontantrieb.
    Für den Aftermarket wird dann entweder eine dieser vier Varianten ausgewählt, die gute Allroundeigenschaften hat, oder eine fünfte Spec. entwickelt.


    Ich hatte mal so einen Fall, auf den ich recht Stolz bin. Damals hatte ich einen Reifen für den Touareg in drei Schleifen mit Pirelli optimiert und der war dann richtig gut. Als wir fertig waren kam dann Pirelli zu mir und hat mir mitgeteilt, dass sie unsere Spec. gerne als Aftermarket Spec. verwenden würden, weil die so gut funktioniert und ob das für uns o.k. wäre. Ich habe natürlich begeistert zugestimmt, weil meine Kunden dann im Aftermarket auch wieder „ihren“ optimierten Reifen bekommen.


    So, jetzt gibt es also vom selben Reifen 5 verschiedene Versionen und eine davon wird für den Aftermarket verwendet.
    Jetzt ist es allerdings so, dass die OEMs recht hohe Qualitätsanforderungen haben, die in der Produktion nicht zuverlässig erfüllt werden können. Also nehmen wir mal an die VW Spec. hat ein kleines Qualitätsproblem und 100 Reifen werden von VW aufgrund der Qualität nicht abgenommen. Was mein Ihr was in der Regel mit den Reifen passiert? RIchtig, wenn sie die Qualitätskriterien für Aftermarket noch erfüllen, dann landen sie genau da.
    Dann sind also neben der Aftermarket Spec. plötzlich noch 100 Reifen nach VW Spec. im Angebot. Da es in der Regel keine Kennzeichnung gibt, sehen alle Reifen identisch aus.
    Wenn ich jetzt Reifen bestelle weiß ich nicht was ich bekomme, Aftermarket, VW, oder was ganz anderes, weil es da auch Ausschuß-Reifen gab.
    Schlimmstenfalls bekomme ich sogar drei Aftermarket und einen VW Reifen.
    Ich denke bei Idefix u.a. war es genauso, dass sie eine OEM Spec. bekommen haben, die gar nicht zum MX-5 passt.
    Und das ist natürlich nichts spezielles von Michelin, sondern bei allen Reifenherstellern so.


    Man kann das ein wenig vermeiden, in dem man nicht unbedingt die billigsten Reifen kauft und auf eine seriöse Herkunft achtet, z.B. im etablierten Reifenhandel (nicht unbedingt die Billigketten). Zusätzlich sollte man darauf achten, dass alle Reifen denselben DOT Code haben und zwar hinsichtlich Buchstabenfolge und Zeitcode.


    Schön ist das alles nicht, aber da der normale Kunde ein eher wenig fahrdynamisches Auto fährt und auch nicht weiß, wie ein bestimmter Reifen fahren sollte, fällt das nicht weiter auf.
    Bei unserem Auto und unserem etwas anderem Anspruch ist das allerdings ein wichtiges Thema.

    Auch ein namhafter Hersteller betreibt Produktpflege und kauft in verschiedenen Produktionsjahren bei unterschiedlichen Lieferanten ein. Bei der Verarbeitung von Naturprodukten gibt es auch immer eine gewisse Streuung, nicht nur bei Kautschuk, auch bei Leder und Stoffen gibt es feine Unterschiede in der Qualität und Beschaffenheit.

    Das kommt stark auf den Hersteller an. Ich habe mir immer mal wieder Serienreifen liefern lassen und habe die mit auf Erprobung genommen. Im großen und ganzen waren die Eigenschaften und die Qualität der Reifen immer in Ordnung, zumindest bei den Premiumherstellern.
    Das Problem der unterschiedlichen Specs. überwiegt da nach meiner Erfahrung.


    Wenn man mit einer Reifenentwicklung anfängt, dann startet man in der Regel mit einer vorhandenen Spec. Da waren z.T. Reifen dabei, die auf meinem Auto echt gruselig fuhren. Nach zwei, drei Schleifen haben die dann gut funktioniert, aber dann hatten sie auch komplett andere Eigenschaften, als die Spec. mit der wir gestartet sind.


    P.S., edit: Ich habe nichts genaues gefunden, habe aber das Gefühl das Michelin OEM Reifen mit DT1 und G1 kennzeichnet. Das lese ich aus der Bemerkung „kann abweichende Dimensionen haben“ heraus, denn hier heißt das abweichend zur normalen (Aftermarket) Spec. Das würde heißen, dass man bewusst den Typ ganz ohne Kennzeichnung kaufen sollte.


    Mein letzter MPS4 hat super funktioniert und das war ein 205/45 R17 88W ohne Kennzeichnung.

    Also ich halte die IL Domstrebe vorne für besser

    Das sehe ich ganz genauso, aber die ist natürlich auch deutlich teurer. Die Gravity wird sich irgendwo zwischen der Serienstrebe und der von I.L. einordnen, ich würde aber vermuten dichter an der I.L., als an der Serie, für weniger Geld.

    Für die?
    https://rover.ebay.com/rover/1…ad%3Ag%3AEo0AAOSwJUdencaU


    Für mich sieht die ordentlich aus. Da sie keine Scharniere hat, wie die Originale, ist das auf jeden Fall ein Vorteil, so dass sie auf jeden Fall eine bessere Wirkung haben wird.
    Man weiß natürlich nicht, wie passgenau sie ist. Das müsste man dann ausprobieren.


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    Hast du gesehen, dass die Teller Langlöcher haben. Hat die Il nicht oder?

    Doch hat sie auch, in dem Sinne dass die Löcher auch groß genug für einen (gewissen) zusätzlichen Toleranzausgleich sind.


    Aber für den RF brauche ich ja hinten keine?

    Korrekt.

    Nachteil ist im Normalfall, dass ohne dieses Bewertungskriterium „Asche“ weitere Aditive verwendet werden könnten, die einen besseren Motor- und Korrosionsschutz, etc. haben

    Das scheint ja zum Glück, belegt durch die Ölanalysen vom REP, in der Praxis kein Problem zu sein. Also kann man die wahrscheinlich in der Praxis als gleichwertig ansehen!?

    Der Aschegehalt ist doch lediglich für Fahrzeuge mit Partikelfilter interessant, da hier der Ascheeintrag als Verbrennungsrückstand über die Zeit das effektive Filtervolumen verringert.

    Ja, das wusste ich. Aber hat das ansonsten irgendwelche Vor-, oder Nachteile mit mehr oder weniger Asche? Für unseren Wagen ohne OPF sehe ich das erstmal auch nicht als Nachteil an, wenn er weniger Asche ausspuckt, aber wofür ist die Asche da drin und welche Nachteile gibt es ggf.?

    Das nachstehende Infoblatt von Michelin dürfte evtl. Käufer der Marke interessieren bzw. hilfreich beim Kauf sein.

    Jetzt fühle ich mich wieder wie der Prophet, der im eigenen Land nicht gehört wird.


    Ich hatte schon mehrmals erklärt, dass es den identischen Reifen in der Regel in mehreren Ausführungen als OEM Variante gibt und dass man im Aftermarket sehr aufpassen muss, dass die Reifen die richtige Spec. haben und alle aus einer Charge kommen (was man an den genannten Kennzeichnungen sieht und/oder daran, dass sie eine identische DOT haben).
    Wo kamen Deine Reifen her? Da scheinst Du tatsächlich eine OEM Variante erwischt zu haben, die nicht gut zum MX passt und darüber hinaus wahrscheinlich noch solche, die die Qualitätskriterien für OEM nicht erfüllt haben und dann Aftermarket weiter verkauft wurden.

    Ja, ich weiß. Ich hatte aber als erstes die sehr guten Erfahrungen mit dem REP gesehen und mich dann dafür entschieden.
    Der niedrigere Aschegehalt ist doch wahrscheinlich kein Nachteil, oder doch?


    Was wäre denn Dein Tipp, lieber RSP, oder REP für den G184? Für mich ist es jetzt zwar zu spät, weil hier schon 5 l REP stehen, aber dennoch interessant.