Beiträge von Svanniversary


    Aus meiner Sicht eine gute, wenn auch kostspielige Investition. ;)

    Sehe ich auch so, aber - ich habe dieselben Bedenken, hohe Temperaturen im forcierten Betrieb, Frost im Winter und dazu ein sehr hoher Preis.
    Ich muss aber gestehen, dass mich das Thema auch durchaus reizt.


    Vom Preis-/Leistungsverhältnis für weniger Gewicht ist das schon top. Für 10 kg weniger muss man an anderen Stellen deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Und wie @Detlef schreibt, spare ich das Gewicht auch noch an einer idealen Stelle.


    Aber die Praxistauglichkeit, bzw. Haltbarkeit ist so eine Sache ...


    NET vertreibt die Dinger auch und ich bin demnächst da. Ich werde mal fragen, wie deren Erfahrungen sind.

    Statische (oder stationäre) Kreisfahrt

    Sorry, ich muss mal Klugscheißen ;) .


    Der richtige Begriff ist „stationäre“ Kreisfahrt, also ein stationärer, nicht beschleunigter Fahrzustand während der Kreisfahrt.
    Das Fahrmanöver ist eine genormte Beurteilung nach DIN-ISO 4238.
    Aber ansonsten eine sehr schöne Erklärung, Fabian ;) .


    Siehe z.B. hier:
    http://home.htw-berlin.de/~ste…versuch%20Fahrdynamik.pdf


    Die Steuertendenz bei stationärer Kreisfahrt sollte bei jedem Straßenfahrzeug untersteuernd sein und selbst bei vielen Rennfahrzeugen ist sie es. Ich kenne sehr wenige Ausnahmen von Spitzenfahrern, die ihre Fahrzeuge übersteuernd eingestellt haben, wie z.B. Michael Schuhmacher.
    Stationär übersteuernd würde auch bedeuten, dass das Heck sofort anfängt quer zu kommen, wenn ich mich dem Grenzbereich bei schneller Kurvenfahrt nähere. Ich habe noch niemanden gefunden, der mir erklären konnte, wie dann eine saubere Kurvenfahrt möglich ist, wenn ständig das Heck quer steht. Das funktioniert nur, wenn ich so viel Fahrzeuggefühl habe, dass ich es immer rechtzeitig fühle und erahne, dass ich am Grenzbereich bin und das Heck gleich leicht wird. Ein Michael Schuhmacher hat das gespürt, aber für uns hier, mich eingeschlossen, ist das für die Landstraße die falsche Auslegung.
    Ich bin das mal eine zeitlang mit einem ungünstig eingestellten KW V3 gefahren und das war am Ende nicht mehr spaßig, sondern nur noch nervig und anstrengend.
    Man fährt eine schnelle Kurve, muss nachlenken, oder fährt über eine Bodenwelle, das Auto steht quer, wird abgefangen, stabilisiert, neu ausbalanciert, und schon geht das Spiel bei der nächsten Bodenwelle von vorne los.
    Es ist in der Praxis schon anspruchsvoll genug ein nur minimal untersteuerndes, oder sogar neutrales Auto sauber zu bewegen, weil ich das sehr fein ausbalancieren muss.

    Ich weiß nicht, ob Du schon über meinen Hintergrund gestolpert bist. Ich arbeite in der Fahrwerkentwicklung bei einem OEM und bin ausgebildet worden, um solche Beurteilungen zu machen. Dafür reicht mir normalerweise eine kurvige Landstraße aus, wobei ich mehrere Fahrwerke auch auf einem kleinen abgesperrten Rundkurs fahren konnte. Ausflüge in den Grenzbereich gehören mit Einschränkungen dazu, aber mit der entsprechenden Erfahrung, geht das an der geeigneten Stelle ohne viel quietschen und rutschen und man schaut sich nur an, wie das Fahrwerk in gewissen Grenzsituationen reagiert.


    Wie genau ich das beurteile, mit welchen Fahrmanövern, etc. führt hier denke ich zu weit, aber ich habe bestimmte Kriterien, die ich mir immer wieder anschaue, wie z.B. Lenkverhalten, Linearität, Führbarkeit, Ansprechverhalten, Balance, Radkontrolle, Stabilität, etc.


    Mit dem Reifen hat das erst einmal nicht so viel zu tun. Der ist zwar definitiv die wichtigste Komponente im Fahrwerk, aber er kann auch nur so gut arbeiten, wie das Fahrwerk vorgibt. D.h. die Fahrwerkscharakteristik kann ich normalerweise mit jedem ordentlichen Reifen heraus fahren.
    Ich bevorzuge persönlich gute Sportreifen und fahre keine UHPs, oder Semis. Die machen mir das Auto zu steif und mir fehlt das spielerische. Mit einem guten Sportreifen halte ich das Auto beweglich und habe einen guten Übergangsbereich, also einen breiteren Grenzbereich. D.h. ich kann das Auto auch mal ein bisschen anstellen, oder die Vorder- oder Hinterachse mal anrutschen lassen. Der UHP hat einfach viel Grip und damit fahre ich dann zwar schnell aber eher statisch durch die Kurve. Am Grenzbereich wird der üblicherweise zickiger mit härteren Reaktionen und schmalerem Grenzbereich.
    Für die Fahrwerksbeurteilung ist entsprechend ein normaler Sportreifen auch besser geeignet, weil ich die Reaktionen des Fahrwerks viel feinfühliger rückgemeldet bekomme. Ein UHP überdeckt da viel und macht die Beurteilung eher schwieriger.


    Die Performance eines gut eingestellten Öhlins, oder SPS, ist selbst mit dem vielgescholtenen Bridgestone S001, oder erst recht eines besseren Reifens, im trockenen so gut, dass man das Auto auf der Landstraße gar nicht mehr, oder zumindest nur ganz selten an die Grenzen bringt.


    Die Vorteile eines guten Fahrwerks bemerke ich definitiv bei jeder Fahrt und dafür muss ich überhaupt nicht in die Nähe des Grenzbereichs kommen. Das Fahrzeug lenkt besser an, hängt direkter an der Lenkung, die Wankwinkel sind geringer, die Fahrzeugreaktionen direkter und linearer und es geht einfach mehr, ohne dass es brenzlig wird.
    Da profitiert man definitiv bei jeder Fahrt.
    Das ist auch immer wieder das Ergebnis, wenn jemand der Serie fährt, dass erste Mal den ND mit einem guten Fahrwerk bewegt. Der Unterschied fällt sofort auf und es entsteht ein breites Grinsen im Gesicht ;) .
    Zeiten sind nett für die Objektivierung, aber zumindest mir geht es da am Ende nicht darum irgendwelche 10tel Sekunden zu finden. Das ergibt sich gewissermaßen automatisch als netter Nebeneffekt.
    Der Hauptvorteil ist das bessere Fahrgefühl im Alltag und wenn ich so etwas beurteile dann ist mein Hauptfokus, ob das Fahrwerk „alles richtig macht“. D.h. ob sich keine Nichtlinearitäten, oder Ecken und Kanten ergeben, in denen das Fahrwerk nicht vernünftig funktioniert.
    Das sind dann so Themen wie, wird der Lenkwinkel linear aufgebaut, lässt sich das Fahrzeug gut führen, reichen die Federwege, sind Übergänge weich, ist der Grenzbereich fühlbar und breit genug, etc.


    Wenn man den ND wirklich sportlich haben will, dann macht eine Verdoppelung der Federraten, wie bei SPS und Öhlins schon Sinn. Im Gegensatz zum Seriensportfahrwerk mit den Bilstein-Dämpfern hält sich der Komfortverlust dennoch in Grenzen.
    Die Serien-Bilstein-Dämpfer sprechen sehr schlecht an, so das Stöße stark ins Auto geleitet werden. Das Auto „hoppelt“ gewissermaßen.
    Die Dämpfer des SPS- und erst recht des Öhlins-Fahrwerks sprechen viel geschmeidiger an und nehmen Stöße nicht so stark auf. Es bleiben zwar die härteren Federn aber unter dem Strich hat man immer noch einen guten Komfort.
    So ein ND mit Öhlins fährt sich dann vom Komfort gar nich so viel anders, als ein serienmäßiger Golf GTI, oder R, oder andere serienmäßige Sportmodelle anderer OEMs.


    Disclaimer: Ich sehe mich definitiv nicht als Raser und respektiere die Straßenverkehrsordnung und insbesondere muss jede Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vermieden werden. Viele Eindrücke konnte ich auf einem abgesperrten Rundkurs erfahren. Auf der Landstraße spielt sich das im Rahmen der Geschwindigkeitsbeschränkungen ab und das üblicherweise ohne, dass die eigene Fahrspur verlassen wird.

    Die Einzelheiten würden mich aber dann doch mal Interessieren. Warum das KW nichts war. Ist es ehre zu Driften ausgelegt? Warum wird beim Öhlins den 100/70 angeboten? Die müssen sich doch dabei was gedacht haben.

    Die Infos findest Du u.a. hier - Datensammlung Fahrwerksfedern - und in den Threads zu KW V3 und Öhlins.


    In Kurzform - es geht um die Balance, die analog zur Serienbalance mit Federn mit 70/40 N/mm vorne/hinten nahezu ideal ist.
    Mit guter Balance ist gemeint, dass das Auto möglichst neutral fährt und nicht aufgrund der Auslegung schon stark unter- oder übersteuert.
    Das V3 hat eine sehr ungünstige, übersteuernde Balance. Damit das Auto ausbalanciert ist, muss man die Fahrwerkseinstellung stark vertrimmen. Das fährt sich nicht so schön und kostet unnötig Performance. Das hat auch nichts mit driften zu tun, weil man damit ohne Gegenmaßnahmen überhaupt keine schnelleren Kurven, am Grenzbereich, fahren kann, ohne dass das Auto quer kommt.
    Die Öhlins Auslegung mit 100/70 ist eher trackoptimiert und hat für die normale Landstraße auch Nachteile. Es ist eher untersteuernd, wenn man die Fahrwerkeinstellung nicht entsprechend korrigiert.


    Wie geschrieben, in den genannten Threads ist das sehr ausführlich diskutiert worden.

    Ich würde nicht das ganze Verdeck damit einsprühen, quasi als Imprägnierung.
    Meine damit das ich damit Vogelkot entferne, also punktuell.
    Ansonsten unseren Ernst @Kugelfisch fragen der ist doch ein alter Hase was Verdecke und deren Pflege angeht.

    Punktuell ist ja viel kritischer. Daher frage ich ;) . Wenn da was bleibt, hat man einen Fleck.
    Welcher Detailer ist das bei Dir?

    Top für den Lack, geht auch auf dem Verdeck!

    Das frage ich mich schon seit einiger Zeit, ob das geht, zumal natürlich auch immer mal wieder Detailerwölkchen auf das Verdeck kommen.


    Du meinst das ist dafür geeignet? Alle? Es gibt ja auch welche ala Wash&Wax, mit Waxanteilen. Das wäre wohl nicht so gut für das Verdeck.

    Ja, stimmt. Das ist eben der große Vorteil eines guten Gewindefahrwerks. Da kann der Hersteller eine neue Federwegauslegung machen, so dass er alles rausholt was geht. Im Gegensatz dazu ist jeder mm, den eine Tieferlegungsfeder das Auto tiefer stellt, ein mm weniger Einfederweg.
    Negativfederweg war beim KW in der höchsten Stellung aber auch kein Thema. Da geht schon ein bisschen mehr, aber normalerweise hat das bisschen mehr im Alltag keine Relevanz.


    Man muss sich ja auch vor Augen halten, dass unsere Federn ca. 2 x so steif sind, wie die Serienfedern. D.h. bei gleichen Kräften auch nur halbe Einfederung. Alleine darüber habe ich mehr Reserve als das Serienfahrzeug.

    War auch einer der Gründe weshalb ich damals das Ö gewählt habe, weil die Härte des Fahrwerks unabhängig von der Fahrzeughöhe ist.

    Die Sache hat tatsächlich einen kleinen Haken. Die Begrenzung ist ja am Ende immer der Radraum, d.h. das Rad darf beim durchfedern nicht in die Radhausschale einschlagen.
    Ich muss den Federweg also immer so begrenzen, dass das nicht passieren kann. D.h. dann leider auch, dass ich Fahrwerke mit Fusspunktverstellung, wie das Öhlins, für die tiefstmögliche Einstellung auslegen muss, was geringere Federwege ergibt. Wenn ich das Auto höherdrehe gewinne ich im Gegensatz zu Fahrwerken ohne Fußpunktverstellung, mit Hilfsfeder, dann auch keinen Federweg hinzu.


    Öhlins hat das aber vernünftig gelöst und lässt auch nur einen schmalen Verstellbereich zu, obwohl der Federweg tatsächlich geringer ist, als bei der Serie, oder z.B. bei einem KW V3 in höchster Einstellung.
    Bei Fahrwerken mit Fußpunktverstellung und großem Verstellbereich sollte man da sehr misstrauisch werden. Die haben dann in der Regel zu wenig Federweg.

    Fahre die Serienreifen (Bridgestone Potenza).Das Schleifen hatte ich beim Rausfahren aus der Garage (Rechtseinschlag). (enau an der Innenschale (minimal)).Konnte aber keine Abnutzungserscheinungen feststellten.. Trotz der schlechten Werte meiner AVM (siehe Anhang), fährt das Auto zwar träge,aber soweit stabil. Auch der Geradeauslauf etc. ist tadellos. Lediglich war er vor der TL (schon mit Spurplatten) agiler und etwas bissiger (mit der Serieneinstellung).

    Der sollte auch stabil fahren, wenn hinten fast 1° mehr Sturz eingestellt ist, als vorne.
    Der Nachlauf ist recht hoch, das passt zum Schleifen.

    @Svanniversary der Spider müsste, soweit ich das in Erinnerung habe, auf der Vorderachse etwa 50kg schwerer sein als der MX-5. Macht es da Sinn das Verhätlnis zwischen Vorder- und Hinterachse anzupassen?

    Wahrscheinlich schon. Der wird dann ggf. vorne ein, zwei Clicks härter brauchen, damit der Vorderwagen ausreichend bedämpft ist.
    Wie oben geschrieben, einfach darauf achten, ob das Auto auf Unebenheiten stark nickt, oder ob er schön ruhig und parallel schwingt.