Beiträge von Svanniversary

    Finde ich ehrlich nicht schön, die Übersicht.


    Gerade bei den Dämpfern muss man immer zwischen der dynamischen Phase (Einlenken, Auslenken) und der quasistatischen Phase (konstante Kreisfahrt) unterscheiden. Was beim einen Betriebszustand zu untersteuern führt, kann beim anderen zu übersteuern führen.
    Dazu muss man das defintiv immer im Kontext mit Federn und Stabis sehen.


    Die Hersteller verkaufen das immer gerne, dass ja jeder Laie dank der Drehregler sich einfach sein Fahrwerk einstellen kann, aber so simpel ist das leider nicht.


    Bei einer guten Abstimmung muss ich die folgenden Parameter unter einen Hut bringen:
    - Steuertendenz dynamisch
    - Steuertendenz quasistatisch
    - Hubverhalten
    - Nickverhalten
    - Wankverhalten
    - Lenkverhalten
    - Restfederwege in Zug- und Druck


    Alles ist dabei voneinander abhängig. Beim verstellbaren Gewindefahrwerk habe ich dafür insbesondere die drei Freiheitsgrade, Dämpfereinstellung, Fahrwerkeinstellung und Reifenfülldruck.


    Ich bin da leider schon ziemlich schrecklich verstellte Fahrwerke gefahren und kann nur davon abraten aufs Geratewohl an den Rädchen zu drehen.


    Wer da wirklich tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich mal wieder das sehr gute Buch vom Kollegen Wofgang Weber, Fahrdynamik in Perfektion.


    Bei Interesse können wir hierzu ggf. mal einen separaten Thread aufmachen, um das zu vertiefen.

    Ich glaube hier passt es einigermaßen...


    Hat zufällig jemand die Teilenummer der Clips für die Kofferaumverkleidung?


    Ich ziehe die hin und wieder mal, um meine Dämpfer einzustellen und schaffe es leider immer wieder, das Loch nicht sauber zu treffen und mir die Clipse so zu verbiegen, dass ich sie z.T. nicht mehr richtig montiert bekomme, weil ein Beinchen absteht.


    Jetzt würde ich mir gerne einfach mal 10 hinlegen, damit ich Ersatz da habe.

    So wird das wohl sein ...

    So, oder so ähnlich, weil es ggf. fertigungstechnische Gründe sind. Ansonsten müsste man die Rohre mit Durchmesserwechsel fertigen (z.B. floating tube), oder hinterher noch einen Arbeitsschritt mehr spendieren.


    Meist ist das ein Baukastensystem mit verschiedenen Rohrdurchmessern, die dann auf die benötigten Längen zugeschnitten werden.


    Verlassen kann mich eventuell nur auf das, was als "Verkauf und Versand durch Amazon" läuft.

    Nein, dass ist ein völliger Trugschluß. Insbesondere heise (c‘t) hat da schon mehrfach darüber berichtet.


    Die Waren werden in den Lagern gepoolt, d.h. die Ware von Amazon liegt neben der Ware der Drittanbieter.
    Nehmen wir mal einen USB-Stick. Amazon hat 3 auf Lager und dann liegen noch 10 von Drittanbietern bereit, alles gleicher Typ und gleiche Bezeichnung. Physikalisch liegen dann dreizehn Sticks im selben Fach und werden entnommen, egal ob die Bestellung von Amazon, oder vom Drittanbieter kommt. Ob der Drittabieter, die direkt vom Hersteller gekauft hat, oder aus dubiosen Quellen von irgendwo, spielt da keine Rolle.


    Ich achte bei Amazon immer sehr genau darauf von welchem Händler die Ware kommt. Das Öl was ich zuletzt über Amazon bestellt habe, kam auf Rechnung und Versand vom Nora Ersatzteilzentrum in Wolfsburg. Das gibt mir ein gewisses Vertrauen, dass es keine Fälschung ist.

    Bei Fahrwerken mit Fußpunktverstellung, kann man die Vorspannung theoretisch bei jeder beliebigen Tieferlegung genau gleich einstellen, indem man sowohl am Fußpunkt als auch an der Feder verstellt. Aber warum sollte man das tun? Die Feder ist ja eben "linear", die wird durch eine Vorspannung nicht "weicher" oder "härter", wie man es manchmal hört. Sonst ist sie nicht linear.

    Richtig, aber Du veränderst den Einsprungpunkt in die Feder und dessen Härte. Das kann auf Curbs und anderen Unebenheiten deutlichen, überwiegend negativen Einfluss haben.
    Aber es gibt immer wieder Witzbolde, die glauben, sich mit mehr Vorspannung mehr Federweg (in Druckrichtung) erkaufen zu können, ohne die negativen Effekte zu kennen. Wenn man meint den Weg gehen zu müssen, passt entweder die Dämpfereinstellung nicht, oder es ist generell das falsche Fahrwerk.
    Ohne Hilfsfeder spanne ich ja wirklich nur vor, damit die Feder nicht klappert, oder heraus springt. Beim Öhlins sind das 2, bzw. 5 mm.


    Da gibt es z.B. einen im miata.net der fortwährend darauf schimpft, dass sein Öhlins zu wenig Federweg hat und er immer unkomfortabel in die Druckanschläge fährt.
    Meine Vermutung dazu - Schlechte Straße, also Dämpfer ganz auf weich für viel Komfort und sich dann wundern, dass es durchschlägt.


    Bei unserem geregelten DCC können wir bei besserer Fahrdynamik weichere Federn fahren, weil wir hohe Radgeschwindigkeiten einfach mit viel mehr Dämpfung geregelt abbremsen können. Ach ja, geregelte Dämpfung im MX-5, das wäre was.

    Damit würde doch aber die Progressivität verloren gehen, was auf Block ist kann nicht mehr oder weniger Energie aufnehmen als der Federbereich der Luft zum arbeiten hat, übernimmt also nur noch die Aufgabe einer Vorspannfeder und wirkt beim Negativfederweg!?

    Jep, zumindest in weiten Teilen. Aber ich bin sowieso kein großer Freund von progressiven Federn.

    Das sieht nach progressiven Federn aus und die Standhöhe sollte normalerweise keinen Einfluss darauf haben, es sei denn es wurde zu stark vorgespannt.
    Verwundert mich auch, wie das aussieht.


    Es könnte sein, dass die progressive Feder gleich im Sinne einer Hilfsfeder mit genutzt wird.