Beiträge von Svanniversary

    Nein ich bin den ND noch mit keinem anderen Fahrwerk gefahren. Ich stimme Dir zu das das Öhlins Fahrwerk mit Sicherheit dem ND gut steht. Es kommt Aktuell für mich noch nicht infrage da ich das neue Bilstein Fahrwerk nicht direkt entsorgen möchte. Ich werde erst den MX5 kennen lernen und viele Kilometer mit ihm fahren und dann überlegen welche Änderungen ich vornehmen werde.

    Das kann ich gut nachvollziehen und ich habe das damals genauso gemacht, mit meinem ersten ND. Da bin ich auch über ein halbes Jahr das Serien-Bilstein gefahren. Als ich dann umgebaut habe, habe ich mich schon gefragt, warum ich das nicht eher gemacht habe, obwohl ich im ersten Anlauf nur das nicht ganz optimale KW V3 hatte.


    Aber die Absprungsbasis ist bei mir natürlich eine andere. Ich hatte dann sehr schnell das Gefühl, dass mich das Serienfahrwerk stark limitiert.
    Wenn man damit gut klar kommt, finde ich es eine super Idee, erst einmal damit das Auto in allen Facetten kennen zu lernen und danach dann einen Schritt weiter zu gehen. Ich glaube auf dem Weg, wenn man Fahrkönnen und Fahrdynamik ausbauen möchte, sollte es dann aber auch ein ordentliches Gewindefahrwerk sein.

    Und mit dem besseren Material, geht es auch dem Profi noch besser ;) .
    Die Ruhe und Zeit, die Du dem Serienfahrwerk beim Umsetzen geben musst, ist einfach verloren, während man mit einem Fahrwerk bei dem der Wagen direkt dran hängt einfach zackig um die Kurve fährt.


    Ich nutze das Öhlins auch beim normalen Fahren durchaus aus, und das ohne dass sich dadurch auch nur eine einzige enge, oder brenzlige Situation ergibt.


    Gerade mit dem Bridgestone merkt man das Potential. Während der auf dem Serienfahrwerk so ein wenig unverbindlich und weich wirkt, läuft er mit dem Öhlins zur Bestform auf und ist plötzlich richtig performant.

    Bist Du denn schon einmal ein gutes Gewindefahrwerk im MX-5 gefahren? Das Auto gewinnt tatsächlich deutlich an Performance. Klar kann das nicht jeder ausnutzen, aber auch hier gibt es ein paar Leute, z.T. mit professionellen Hintergrund, die so etwas auch umsetzen können. Wenn das nicht funktioniert, dann gibt es ja Übungsmöglichkeiten, wie z.B. Fahrsicherheitstrainings. Da würde ich nicht zu vorschnell darauf schließen, dass das so utopisch weit weg ist, den MX-5 ambitioniert am Limit zu bewegen. Das ist aus meiner Sicht sogar einer der großen Vorteile des MX-5, dass man ihn auch mal ausfahren kann. Bei anderen Autos aus der Liga eines Caymann GTS o.ä. trifft das eher zu, dass man es unter normalen Bedingungen nicht mehr schafft das Auto auszufahren.


    Unverkäuflich würde ich das Bilstein Fahrwerk nicht nennen. Hier geht immer mal wieder eins weg. Aber es ist auch in vielen Autos schon ab Werk montiert. Und wo es nicht verbaut wurde, muss man sich überlegen, ob man „nur“ das Bilstein nimmt, oder gleich ein Gewindefahrwerk verbaut.
    Das Fahrwerk ist definitiv brauchbar, auch für ambitionierte Fahrweise. Aber ein gutes Gewindefahrwerk fährt sich trotzdem noch einmal ganz anders. Viel direkter, mit weniger wanken und höherer Performance.

    Wie wirken sich unterschiedliche Felgen-Maulweiten bei ansonsten gleich dimensionierten Reifen aus? Hat sowas Auswirkungen auf die üblichen Fahrwerks-Werte/Luftdrücke und muss man da ggf. noch nach justieren?


    Konkret geht es um folgenden Fall:


    Originale Felgengröße 6,5x16 ET45 ggü. 7x16 ET40 in Verbindung mit OEM-Bereifung 195/50 R16 LI84
    Reifendruck: VA 1,95bar / HA 2,05bar bei Reifen kalt, Umgebungstemperatur 20 C°
    Die Kombination ist mWn zwar noch innerhalb der ETRTO-Empfehlung, meistens wird die 7J natürlich mit den 205/50er Reifen gefahren. Mir geht es vor allem um die fahrdynamischen Aspekte, Übertragung der Seitenkräfte, Übergangsverhalten in den Grenzbereich, Latsch, etc.

    Für den 195/50 R16 empfiehlt die ETRTO die folgenden Maulweiten - 5,5, 6,0, 6,5, 7,0. D.h. erstmal sind beide von Dir genannten Maulweiten voll im grünen Bereich und können gefahren werden. Optimal wären die beiden mittleren Dimensionen 6,0 und 6,5.
    D.h. Du wirst ggf. schon minimal an Performance verlieren, aber das ist nahezu vernachlässigbar. Ein Reifen der zu stark gespannt ist, kann nicht mehr so gut arbeiten, d.h. Latsch und Seitenwand sind dann zu starr. Physikalische Effekte wären ggf. ein direkteres Anlenken und etwas direkteres Fahrverhalten gepaart mit einem niedrigeren, aber schmaleren Grenzbereich.
    Aber wie geschrieben sind die 7,0 für den genannten Reifen noch voll in Ordnung und man kann das problemlos fahren.

    Ob so eine leichte Abweichung, knapp neben den empfohlenen Werten der ETRTO (7,5 wäre noch zulässig) noch funktioniert, oder nicht hängt stark vom Reifen ab. Du wirst auf jeden Fall schon eher deutlich die oben genannten Effekte haben, mit Performance-Verlust und eher schmalem Grenzbereich.
    Wenn man den Reifen zu stark spannt, kommt irgendwann auch noch die Gefahr dazu, dass er aus dem Felgenbett gezogen wird und abspringt, insbesondere wenn der Reifen sehr viel Grip hat wie ein UHP. Das Risiko schätze ich bei Deiner Kombi als relativ gering ein, aber nennen wollte ich es dennoch.
    Optisch sieht das für mich auch noch o.k. aus, aber um das wirklich zu beurteilen, müsste man das Auto mal fahren.


    Die Engstelle zur Bremse kann man natürlich mit einer angepassten ET und einer 7,0er, oder 7,5er Felge eleganter lösen. Dafür braucht man nicht zwingend die 8 Zoll.


    Das Einknicken der Hinterachse ist jetzt auch etwas schwierig zu analysieren. Ist das eventuell einfach nur eine normale Lastwechselreaktion, oder passiert da mehr? Ich würde da erst einmal eine etwas steifere Fahrwerkseinstellung für die Hinterachse ausprobieren und die Einstellung der Dämpfer hat ggf. auch Einfluss.

    Habe ich jetzt einen 195/50-16 auf einer 6,5" Felge um bei @Chipmonk77s Beispiel zu bleiben, bin ich vermutlich nahe am Optimum was Komfort und Haftung angeht, packe ich gleichen Reifen auf eine 7-7,5" Felge habe ich gleichen Effekt wie oben beschrieben nur stark abgeschwächt da ich ja immer noch eine sehr hohe Flanke habe die zumindest noch gut arbeiten kann.

    Ja, genau richtig. Daher ist für den 50er Querschnitt auch ein großer Breitenbereich von 5,5 bis 7,0 Zoll zulässig. Je niedriger das Querschnittsverhältnis, umso schmaler ist der zulässige Bereich. Bei einem 40er Querschnitt ist dann nur noch 6,5 bis 7,0 Zoll zulässig und bei einem 30er Querschnitt ist dann z.T. nur noch eine einzige Maulweite zulässig.
    Daraus kann man auch ableiten, dass es umso weniger nachteilig ist, wenn die Maulweite nicht optimal passt, je höher das Querschnittsverhältnis ist, weil der Reifen, wie von @MaxEmil beschrieben, mit der hohen Flanke immer noch ganz gut arbeiten kann.

    Das ist eine gute Entscheidung ;) .


    Ich weiß, dass einige die bei mir mitgefahren sind hinterher sehr unruhig geworden sind und inzwischen z.T. auch Öhlins fahren.

    15 tkm und haben die Dämpfer was mit der Standhöhe zutun?? Hat doch im Stand keinen Einfluss.

    Die Dämpfer haben nur über den Gasdruck Einfluss. Das kann aber auch ein paar mm ausmachen.
    Hier werden es aber eher die Federn gewesen sein. Je nach Qualität können die sich recht stark setzen.