Beiträge von Svanniversary

    Da bin ich bei Dir. Trocken und mit der richtigen Temperatur funktioniert der gut. Aber kalt und bei Nässe baut er überproportional ab und hat seine Nachteile.
    Ich würde ihn auch nicht als unfahrbar einschätzen, aber eben mit Schwächen im Vergleich zu anderen Reifen, die viel ausgewogener sind, wie ein MPS4.


    O.k., da war also ein Edit bei Dir. Dann greife ich das auch noch auf:

    Warum, frage ich mich, besohlt Mazda schon seit 5 Jahren den Miata mit einem Reifen, der - nach der von Dir aufgerufenen Mehrheitsmeinung - bei Nässe derart Scheiße ist?

    Ändert das irgendetwas an der Einschätzung der Mehrheit und den Eigenschaften des Reifens? Gründe kann es da viele geben, z.B. dass man bei der Erprobung nicht alle Eckdaten, wie Nässe und Kälte abgefahren hat, oder ganz einfach ein günstiger Preis und langfristige Lieferverträge.
    Schlimmstenfalls hat Mazda den Reifen gar nicht abgestimmt und kauft ihn einfach von der Stange. Da gibt es inzwischen einige OEMs, die das so machen. Das würde dazu passen, dass die große Variante mit heißer Nadel hinterher geschoben wurde und wenig Zeit war.
    Das fällt für mich unter die gleiche Kategorie wie die Frage, warum man ein sehr aufwendiges Fahrwerk einbaut und es dann nicht ab Werk vernünftig einstellt. Meistens sind das kommerzielle Gründe, die dahinter stecken.

    Ich frage mich ob ein gutes Gewindefahrwerk plus im moment tendiere ich wohl zum MPS4 das besser gemacht hätten. Oder eine anständige Fahrwerkseinstellung vornehmen lassen ?

    Der Reifen ist das schwächste Glied und der wird auch den größten Anteil gehabt haben. Ein gutes Fahrwerk und eine gute Einstellung hätten den Effekt eventuell gemildert, aber nicht zwangsläufig vermieden.
    Da das ESC sicher an war, hast du sicher gut reagiert und das ESC hat auch geholfen. Dann muss das nicht gleich schief gehen. Als leicht zu beherrschen sehe ich den MX-5 deswegen aber nicht unbedingt an. Aber solange das ESC an ist, hilft es sehr, wenn man richtig reagiert und dann kann man viel retten. Ohne ESC, also das Fahrzeug an sich, kann schon sehr spannend sein. Da muss man dann schon sehr geübt sein, um jede Situation zu meistern.

    Du bist seinerzeit mit dem KW v3 nicht zurecht gekommen, andere schon. Genauso ist´s mit den Reifen. Und sicherlich glänzt Du mit einem überlegenem Fahrkönnen, das mich eher zum Fahrschüler degradiert. Daran habe ich auf Grund Deiner 7.700 Beiträge keinen Zweifel.

    Nein, falsche Vokabel. Ich bin super mit dem V3 klar gekommen. Aber das V3 hat objektiv einige Nachteile, die stark limitieren und die ich bei meinem neuen Fahrzeug gerne vermeiden wollte.
    Mit dem Bridgestone komme ich auch sehr gut klar, was immer noch nichts an seinen Schwächen ändert und an der Tatsache, dass andere Reifen das deutlich besser können.


    Inwiefern einen 7.700 Beiträge zu irgendetwas qualifizieren sollen ist mit nicht klar, aber ich vermute stark, dass das eine Spitze sein sollte? Ich vermute aber, dass mich 20 Jahre Fahrwerkentwicklung, davon 4 Jahre Reifenabstimmung, durchaus ein wenig dafür qualifiziert haben, einen Reifen zu beurteilen.


    Wenn Du Dich selbst als mittelmäßigen Fahrer einschätzt, wundert es mich um so mehr, woher Du die Einschätzung nimmst, dass der Bridgestone ein problemloser und guter Reifen ist. Neben mir sind ja noch ein paar andere erfahrene Kollegen hier im Forum, die meine Einschätzung zum Bridgestone teilen. Rein statistisch bin ich da auf der Seite der Mehrheit ;) .

    Da ich "Überraschungen" nicht mag, habe ich Extremsituationen, und wie man darauf reagiert, unter sicheren Verkehrsbedingungen für mich simuliert.

    Mag ja sein, dass Du so einen überlegenen Fahrstil beherrscht, dass Du niemals in die Verlegenheit kommst, die unsicheren Seiten dieses Reifens zu entdecken. Erstaunen würde mich das schon, gerade wenn Du sagst, dass Du Extremsituationen ausgetestet hast. War da auch Nässe bei niedrigen Temperaturen dabei?


    Aber unabhängig davon, auch wenn ich mich wiederhole, dass macht den Bridgestone nicht besser und andere Reifen nicht schlechter - es gibt einfach Reifen, die das deutlich besser können.

    Oder war ich doch einfach zu schnell unterwegs ?

    Offensichtlich war das der Fall. Zu schnell, mit unpassender Fahrtechnik, nämlich einem Lastwechsel an der Stelle, wo man ihn gerade nicht brauchen kann.


    Zu Deiner Entschuldigung, genau das ist die Schwachstelle des Bridgestone. Außerhalb des richtigen Temperaturfensters reduziert sich der Reibwert stark, so dass der Reifen unvermittelt die Haftung verlieren kann. Erschwerend kommt hinzu, dass der Reifen dann auch keinen vernünftigen Übergangsbereich hat, sondern nahezu schlagartig rutscht.
    Temperaturfenster heißt hier zu kalt, einfach weil es sehr kalt ist, oder kalt, weil der Reifen durch Nässe stark abkühlt.

    Bitte nicht schon wieder. Der Reifen wird nicht besser dadurch, dass Du entweder noch nicht in einer entsprechenden Situation warst, Glück hattest, oder ausreichend defensiv gefahren bist. Wir hatten genug Fälle mit unangenehmen Überraschungen, die das Gegenteil beweisen.


    Oder anders - schön wenn Du zufrieden bist. Es bleibt aber Fakt, dass es Reifen gibt, die das deutlich besser können. Ich persönlich ziehe das vor - Reifen mit besserer Performance und mehr Sicherheitsreserven.


    P.S.: Über die Suche könntest Du feststellen, dass es zu diesem Thema sogar eigene Threads gibt und dass das mehrere Male ausgiebig diskutiert wurde (auch in diesem Thread). Insbesondere das "was mache ich falsch" taucht lustiger Weise immer wieder auf.

    Für mich ist es noch einfacher, wenn ich bis zur Deckelkante messe und dann einen halben Deckel addiere, bzw. subtrahiere, je nachdem ob ich unten, oder oben messe.

    Zudem zähle ich die NOS nicht zu den klassischen ebenen Tracks, welche ja oben auch ausschließlich genannt wurden.

    Das stimmt, die ist dichter an einer typischen Landstraße, weswegen ich sie immer gerne als Referenz dafür verwende (dienstlich und privat), was mir hier schon den einen oder anderen Rüffel eingebracht hat, dass es nicht immer nur um Rennstrecke geht. Ein nicht auflösbares Paradoxon ;) .


    P.S.: @JayGee, bitte gib uns ggf. ein Zeichen, wenn Dir unsere Diskussionen und Beiträge in Deinem Thread zu weit gehen.

    Zugleich sind die Federraten des SPS Street zwar fahrbar auf dem Track, eigentlich jedoch zu weich dafür.
    (...)Am Ende ist natürlich jedes Setup ein Kompromiss, ein Ergebnis des Geschmacks und Empfindens und Dein Ansatz, es als Projekt zu sehen, finde ich klasse.

    Das mit dem Track würde ich gar nicht so pauschal sehen. Auf der einen Seite gibt es da Ausnahmen mit eher unebenen Tracks (Nordschleife), die mit weichen Setups sogar besser funktionieren und auf der anderen Seite spielen auch die vorhandenen Vorlieben und was man erreichen will eine große Rolle.
    Ich bin ja selber viel mit normalen Serienfahrwerken auf Rennstrecken unterwegs und das macht mir einen Riesenspass. Man verliert sicher die eine oder andere Sekunde, aber man lernt sehr viel über Fahrtechnik und kann das auch gut mit in den Alltag nehmen, weil es eben dasselbe Setup ist, dass man im Alltag fährt und das auch auf der Landstraße super funktioniert.
    Häufig läuft das auf die Frage hinaus, ob ich einfach nur kompromisslos schnell sein will, oder ob die Rundenzeit nicht Prio. 1 hat und dafür Fahrtechnik und Fahrspass im Fokus stehen. Für letzteres würde ich immer ein etwas weicheres, vielleicht verzeihenderes Setup empfehlen. Mit dem kann man mit dem Auto spielen und sehr viele Dinge ausprobieren und lernen, die mit dem steifen Setup mit UHPs nicht mehr funktionieren.


    Den zweiten Satz bestätige ich auch komplett ;) .