Beiträge von Svanniversary


    So bin ich also auf 2 alternativen gestoßen die in Foren als go to vorgeschlagen werden. Einerseits das SPS K-Tech und andererseits das ST X Gewindefahrwerk. Nun habe ich von beiden nicht schlechtes gelesen und bin im Moment ein wenig hin und her gerissen und wollte deswegen einmal fragen ob hier jemand ist der schon mit beiden Erfahrungen gesammelt hat oder ob jemand eines sehr empfehlen kann, wobei der preisliche unterschied zwischen den beiden keine Rolle Spielt.

    Sorry, jetzt kommt der Forenklassiker - einfach mal die Suche bemühen. Hier gibt es seitenweise Erfahrungsberichte zu beiden Fahrwerken und einen klaren Konsenz, dass für den MX-5 das SPS die deutlich bessere Wahl ist.
    Leider hat KW/ST beim KW V3 und ST-X eine sehr spezielle Federbalance ausgewählt, die dazu führt, dass die Hinterachse sehr lose und das Auto nicht ausbalanciert ist. Die Federraten vom SPS passen dagegen perfekt zum MX-5. Darüber hinaus bietet SPS die hochwertigeren Dämpfer inklusive Verstellung.

    Man muss generell damit rechnen, dass die eine oder andere Fahrwerksbuchse mit Gewindefahrwerk schneller verschleißt. Das sollte dann aber erst nach Ablauf der Garantie passieren.
    Ich mache mir da auch keine großen Sorgen und das, was am Fahrwerk verschleißen könnte, ist finanziell ggf. verschmerzbar.

    So gesehen sind sportliche Fronttriebler häufig anfällig für Lastwechselreaktionen. Aber nicht speziell weil die Vorderräder angetrieben werden, sondern aufgrund der Gewichtsverteilung.

    Das ist meines Erachtens auch der Fall. Beim Fronttriebler hat man auf der Hinterachse ja eh nur ca. 35% des Gewichts. Wenn man dann vom Gas geht, dann wandert plötzlich noch mehr Gewicht nach vorne, wodurch die Hinterräder noch weniger Haftung haben. Das in Kombination mit dem Latswechsel kann halt übel enden.

    S.o., das Thema Gewichtsverteilung hatte ich auch schon angeführt. Das hat aber nichts mit der Antriebsart an sich zu tun. Es gab auch schon sehr frontlastige Fahrzeuge mit Hinterradantrieb und die verhalten sich genauso.
    Oder ging es Dir um etwas anderes?
    Eine Gewichtsverteilung von 65/35 findest Du höchstens mal beim richtig schweren Dieselmotor. Ansonsten liegen gute Fronttriebler eher im Bereich von 55-60% vorne (nicht zu verwechseln mit der Bremskraftverteilung bei belasteter Vorder- und entlasteter Hinterachse, die eher im von Dir genannten Bereich liegt).

    Ein weiteres Problem ist, dass man ein ausbrechendes Heck beim Fronttriebler gar nicht mehr einfangen kann - das schaffen höchstens richtige Profis. Wenn das Heck beim Hinterradantriebler wegrutscht hat man da noch mehr Chancen das wieder einzufangen.

    Warum? Es gibt agile Fronttriebler und es gibt sehr stabile Fronttriebler. Das hängt auch hier primär mit der Gewichtsverteilung und der Achsgeometrie zusammen. Die meisten Fronttriebler sind deutlich gutmütiger, als ein MX-5 mit Frontmittelmotor, oder ein Caymann mit Heckmittelmotor.
    Ich kann das jedenfall aus der Praxis überhaupt nicht so pauschal bestätigen. Insbesondere Fronttriebler wie ein Passat, oder T6 mit langem Radstand sind absolut gutmütig und auch (relativ) einfach wieder zu fangen und selbst mit einem recht agilen Golf GTI auf trockener, oder nasser Straße ist das leichter, als beim MX-5. Dadurch dass die Hinterachse dabei frei von Antriebseinflüssen ist stabilisiert sie sich sehr gut wieder. Und die Gierträgheit an sich hat gar nichts mit der Antriebsart zu tun, sondern nur mit der Gewichtsverteilung.

    Das ist schon sehr viel. Ich wüsste gar nicht, wie die Werkstatt darauf reagieren soll. Das sind nicht nur die Federn, sondern auch Rohbautoleranzen. Die werden Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit erklären, dass es Stand der Technik ist. Oder sie wechseln die Federn und in 2.000 km steht das Auto wieder genauso wie heute.
    Bisher war die beste Strategie damit leben, oder ein Gewindefahrwerk einbauen.

    5-10 mm sind (leider normal). 10 mm habe ich selber erlebt, bei meinem ersten ND. Der Stand vorne 10 mm höher als hinten und hinten rechts 10 mm höher, als hinten links. Vorne links zu rechts waren es nur 3 mm Differenz. Aus Gesprächen mit anderen Fahrern hatte ich damals das Gefühl, dass viele Autos solche hohen Abweichungen hatten. Die neueren scheinen mir eine Spur besser zu stehen.

    Hm, ich dachte der Fakt, dass die Hinterachse nicht angetrieben sei würde Liftoff overseer begünstigen.

    Ich habe noch ein bisschen gegrübelt. So ein bisschen recht hast Du schon, aber weniger wegen der reinen Antriebsart, sondern einfach konzeptionell.
    Der Frontantrieb hat viel Gewicht vorne, wenig Gewicht hinten, ist eher untersteuernd und hat deswegen in der sportlichen Auslegung eher eine agile Hinterachse.
    Hinten leicht + agile Hinterachse = ausgeprägte Lastwechselreaktion.


    So gesehen sind sportliche Fronttriebler häufig anfällig für Lastwechselreaktionen. Aber nicht speziell weil die Vorderräder angetrieben werden, sondern aufgrund der Gewichtsverteilung.
    Dennoch ist nmE der Hinterradantrieb kritischer, weil ich durch Traktion, oder Schleppmoment immer Gefahr laufe, dass die Hinterachse abreißt und ich deshalb grundsätzlich vorsichtig am Gas sein. Im Prinzip genau das was @Oggy oben beschreibt.