Beiträge von Svanniversary

    Grundsätzlich ist die Auswirkungen von Spur- und Sturzbalance ja bekannt und schon zigmal durchgekaut worden. Kann man aber eigentlich auch "kurz" zusammenfassen in welchen Fahrsituationen Spur und in welchen Sturz mehr Einfluss auf das Fahrverhalten bekommt (Stichwort Einlenkverhalten, statische Kurvenfahrt etc.)? Oder ist die Faustregel von 1' Spur = 5' Sturz tatsächlich immer gültig (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen)?

    Siehe hier: Einfluss von Spur und Sturz auf das Fahrverhalten


    Damit es hier nur bei Werten bleibt, habe ich einen neuen Thread erstellt.

    Passt für mich. Ich finde alternativ das Bild gut, dass die Dämpfer "stecken". Also schwergängig sind und "losbrechen" müssen. Die brauche also eine gewisse Kraft bis sie loslaufen und das führt dann zu den Stößen, die ins Auto eingeleitet werden.

    B12: Meine persönliche Erfahrung. Egal ob langsam oder schneller, die Dämpfer machen genau das, was sie sollen. Kopfsteinpflaster, Gullideckel, kleine Senken etc., absolut problemlos. Wankbewegungen sehr gering. Dadurch empfinde ich es als komfortabeler (hat nichts mit weich zu tun) als Serie.

    Einmal durcheditiert, weil hier Unsinn stand ;) .


    Das B12 fährt andere Dämpfer, die offensichtlich auch besser ansprechen, als die Seriendämpfer? Prinzipiell speichern die etwas härteren Federn mehr Energie. Dadurch sind die Kräfte auf die Dämpfer höher und dadurch wirkt sich die Reibung und etwaiges Losbrechen weniger aus. Klingt paradox, ist aber so ;) .


    In Verbindung mit den Serien-Bilstein ist das ähnlich. Die fahren sich mit härteren Federn auch etwas besser, aber ein Rest Losbrechen und Hoppeln bleibt immer.

    Aber, wer was braucht oder subjektiv für sich gut findet, hat @MaxEmil hier in seinem Beitrag wundervoll beschrieben.

    Das finde ich auch ;) .

    Mit einem Gewindefahrwerk ist der Wagen sicherlich schneller zu bewegen (wenn der Fahrer auch dazu fähig ist), aber realistisch gesehen muß man sich mal vor Augen halten, was eine bessere Rundenzeit von 2-5 sek. im normalen Straßenverkehr ausmachen ;)

    Das sehe ich gar nicht als den wesentlichen Vorteil eines Gewindefahrwerks an, obwohl Performance natürlich Spass macht, wenn man damit umgehen kann.
    Meine Hauptvorteile:
    - das Auto hängt besser an der Lenkung und reagiert schneller und linearer
    - weniger Wanken bzw. das Auto steht insgesamt besser
    - bessere Fahrbarkeit im Sinne von, das Auto macht unmittelbar das, was ich ihm am Lenkrad vorgebe
    - der Aufbau beruhigt sich schneller, egal ob nach Unebenheiten, oder bei Kurvenfahrt
    - bessere Radkontrolle, also mehr Grip und mehr Reserven


    Das alles merkt man schon beim ganz gemütlichen dahin rollen. Das Auto fährt sich für mich direkter und angenehmer. Nur für die Performance hätte ich mein Auto wahrscheinlich gar nicht umgebaut. Aber es macht mir so einfach viel mehr Spass (alles total subjektiv und nur meine persönliche Vorliebe).

    Man muss das alles relativ sehen ;) .


    Einen Teil machen die Federn, fangen wir damit an.
    Das KW V3 hat zu weiche Federn vorne, bzw. zu harte hinten und ist aus der Balance. Die Federraten an sich sind mit 40/37 aber moderat, womit es eines der „weichsten“ Gewindefahrwerke ist.
    H&R Monotube und das Bilstein B14 sind hinsichtlich der Federn nur unwesentlich härter.
    SPS und Oehlins fahren insbesondere an der Vorderachse deutlich härtere Federn, was das Auto sehr gut ausbalanciert. Es sind aber im Vergleich die härtesten Federn.


    Dazu kommen dann noch die Dämpfer, die auch maßgeblich zum Komforteindruck beitragen.
    Bei den Fahrwerken mit Dämpferverstellung kann man dann die Dämpfer relativ weich stellen, was aber natürlich zu lasten der Radkontrolle und Fahrdynamik geht.
    Hier hat das Bilstein-Serienfahrwerk seine größte Schwäche. Die Federraten sind moderat, aber die Dämpfer sprechen schlecht an und dadurch entsteht ein schlechter Komfort.


    Vielleicht zusammengefasst - die Gewindefahrwerke haben in der Regel sehr gute Dämpfer, die gut ansprechen und dafür härtere Federn. Die Serie fährt weiche Federn, hat aber in der Bilstein-Variante sehr unkomfortable Dämpfer.


    Ob man das eine oder andere vorzieht ist sehr subjektiv. Das fühlt sich nämlich auch sehr unterschiedlich an.
    Die Federhärte merke ich eher bei groben Unebenheiten, in Form von starken einzelnen Stößen im Auto. Das schlechte Ansprechen der Dämpfer merke ich dagegen immer in Form einer Unruhe im Auto und eines insgesamt „hoppeligen“ Fahrverhalten.
    Viele bevorzugen subjektiv gute Dämpfer und stören sich nicht so stark an harten Federn. Daher kommt die Aussage, dass die meisten Gewindefahrwerke komfortabler als die Serie mit Bilstein wahrgenommen werden.


    Wenn ich jetzt das Optimum an Komfort herausholen möchte, benötige ich ein Fahrwerk mit moderaten Federraten und guten Dämpfern. Dazu passen, die von mir genannten Fahrwerke mit denen Du mich oben zitiert hast.


    SPS und Oehlins sind da eher am oberen Ende, also schon etwas schlechter im Komfort. Man kann das durch die Dämpferverstellung etwas kompensieren, aber dann verliert man viel von der hervorragenden Fahrdynamik.
    Hier gilt eher die Aussage, das sie für die gebotene Fahrdynamik immer noch einen sehr guten Restkomfort bieten. Absolut gesehen, haben sie aber schon Nachteile durch die härteren Federn.


    Puh, hoffe das ist einigermaßen verständlich...

    Passt. Ich sehe bei der Variante nur ein Problem, bei den mangelnden Reserven, wenn einem die Federwege ausgehen, oder man sehr ambitioniert unterwegs ist.


    Allerdings - gilt alles was Du geschrieben hast in der Form auch für das Serienfahrwerk, mit noch etwas mehr Gutmütigkeit. Man zahlt einen kleinen Preis dafür, dass man es etwas tiefer mit etwas weniger wanken haben möchte.


    Vielleicht einmal ergänzend - einige hier sind schon sehr ambitioniert unterwegs und versuchen natürlich auch ein Optimum aus ihrem Auto heraus zu holen. Mit einer geeigneten Fahrwerkseinstellung stelle ich Dir auch ein SPS, oder Oehlins so hin, dass es ein Muster an Gutmütigkeit wird, mit sehr breitem Grenzbereich. Aber so viel Selbstreflektion wie bei Dir, die ich total klasse finde, ist leider selten und daher wird diese Variante auch selten diskutiert.

    Carbon Felgen gibt es nicht nur im Motorsport.
    Im Aktuellen Renault Megane Trophy R gibt es Carbon Felgen gegen Aufpreis.

    Ausnahmen bestätigen die Regel und der Trophy R ist - ein Homologationsfahrzeug für den Rennsport. So schließt sich der Kreis.
    Das hat es immer mal wieder gegeben. Aber aus guten Gründen hat sich das bisher in normalen Straßenfahrzeugen nicht durchgesetzt. Selbst bei Supersportwagen ist das nicht üblich und das sagt denke ich viel aus.

    Bezüglich Gewicht:Moderne Cabrios mit 4 Sitzen sind sowieso schwer(1.9-2t vollgetankt), 50kg mehr oder weniger spielen keine grosse Rolle.
    Wichtig ist diesen Fahrzeugen ein drehmomentstarker Antrieb und ein gut abgestimmtes Fahrwerk,mit ausreichend breiten Reifen, dann lässt sich sowas auch auf einer kurvigen Landstrasse gut bewegen.

    Würde ich so tatsächlich nicht unterschreiben. Das sind nämlich im Automobilbau eher mal 50 kg hier und 50 kg da. Entweder ich mache konsequenten Leichtbau und käme dann bei 1.600-1.700 kg raus, oder es ist egal und dann sind es eben 2 to. Das ist aber ein Unterschied den man richtig merkt.
    Und prinzipiell wird sich so etwas immer anders fahren, als ein leichteres Auto, egal wie breit die Reifen und wie gut das Fahrwerk ist. Schnell sind die Dinger auch, aber leichtfüßig und handlich definitiv nicht (jeder MX-5 Fahrer müsste das nachvollziehen können).
    Es ist wie beim MX-5, am Ende zählt jedes Gramm weniger.

    Die Nachteile sind klar, oder? Der kleinste Bordsteinrempler und eine neue Felge ist fällig. Ist nicht das einfachst Material. So etwas hat es bisher nur in den Rennsport geschafft.