Beiträge von Svanniversary

    Passt schon Sven. Wir sind ja von dir verwöhnt und wissen dass du nicht nur oberflächlich antwortest. :thumbsup: Aber 30-50 % sind schon krass. Ich hätte den Bereich eher bei 50-70 % angesiedelt.

    Passt vielleicht auch. Ich habe echt auf der Zahl rumgekaut und fand das schwierig zu quantifizieren.


    Mit gutmütigen Reifen lande ich wahrscheinlich eher bei 50-70 %, mit ambitioniertem Reifen eher darunter. Mit dem MPS4 z.B. geht schon richtig viel und da muss man ohne ESC schon aufpassen, dass man den Wagen nicht verliert (auf der Rennstrecke beim Training gefahren).
    Mit dem KW V3 und Bridgestone (im Trockenen) hätte ich den Wagen selber fast einmal mal ohne ESC weggeschmissen. Das war aber noch ganz am Anfang, als die Fahrwerkseinstellung noch nicht zum Auto gepasst hat.
    Dagegen ist er mit dem Serienfahrwerk wirklich lammfromm und man hat viel Zeit zu reagieren.

    Jep. Die berechneten Federwerte sind zwar alle noch vom G160, aber da der G131 und der G184 nahezu die gleiche Achslastverteilung haben passt das auch. Aufgrund des niedrigeren Gewichtes wird es dann im G131 rechnerisch etwas straffer. Das ist aber minimal und geht im Rauschen unter.

    @SchlesiM :thumbsup: , schön geschrieben. Ja, da ist wirklich was dran.


    Es bleibt natürlich der Punkt, dass sich ein gutes Fahrwerk auch beim normalen Fahren besser anfühlen kann, wenn man es denn so mag. Dann verstehe ich schon, dass man das machen möchte, finde es aber super, wenn auch gleichzeitig das Training gebucht wird, damit man weiß worauf man sich einlässt.


    Aber definitiv eine Sache, die den besonderen Reiz des MX-5 ausmacht - man kann ihn auf normaler Straße ausfahren und seinen Spass haben. Mit all meiner Erfahrung habe ich da auch diverse Fahrzeuge, insbesondere aus dem Hause Porsche, die ich im normalen Verkehr nicht mehr "ausnutzen" kann bzw. will. Das ist dann schon schade, wenn man nur so durch die Gegend rollt und alles geht, völlig unspektakulär. Da bleibt für mich viel Fahrspass auf der Strecke.

    Das ist schwierig. Üblicherweise reden wir da über Reaktionszeiten. Ein weiches Fahrwerk reagiert auch weich und zeitverzögert auf den Input des Fahrers. Ein straffes Fahrwerk mit viel Dämpfung reagiert deutlich schneller. Entsprechend kommt auch der Grenzbereich und ggf. ein Ausbrechen des Fahrzeugs schneller und unvermittelter.
    Dadurch das der Reifen mit dem Serienfahrwerk weniger Grip aufbaut liegt der Grenzbereich tiefer, was ihn in der Regel immer breiter macht. D.h. das Auto rutscht früh, aber weich im Gegensatz zu spät und unvermittelt.


    Einen weiteren Aspekt finde ich noch wichtig. Mit einem recht weichen Serienfahrwerk fühlt sich der Grenzbereich dann auch eher undefiniert an und ist nicht so sauber heraus zu fahren. Mit einem guten Gewindefahrwerk merkt man als geübter Fahrer eher, wenn man sich dem Grenzbereich nährt und kann das Auto besser führen. Für den ungeübten Fahrer besteht aber immer die Gefahr, dass er das Auto dennoch schnell überfährt und sich auf der falschen Seite des Grenzbereichs wiederfindet.


    Dazu kommt noch, dass in der Regel das Geschwindigkeitsniveau mit dem besseren Fahrwerk steigt und sich plötzlich alles bei höheren Geschwindigkeiten abspielt. Die gleiche Kurve wird dann mit 10-20 km/h mehr durchfahren mit den entsprechenden Konsequenzen, wenn man sich verschätzt hat.
    Wenn man das natürlich nicht ausnutzt, ist man genau so schnell wie vorher, hat aber deutlich größere Reserven.


    Letzter Aspekt ist der Reifen. Für mich immer der wichtigste Faktor. Mit einem Reifen der einen Mördergrip hat, überfordere ich das Serienfahrwerk und schiebe den Grenzbereich des guten Fahrwerks, bei schlechterer Beherrschbarkeit, weit nach oben.
    Auf der anderen Seite kann ich auch das giftigste Fahrwerk durch einen guten, gutmütigen Reifen immer etwas entschärfen.
    Das ist z.B. auch der Grund warum ich persönlich keine UHPs fahre. Ich nehme lieber ein sehr gutes Fahrwerk mit einem guten Sportreifen und bekomme dann ein Setup, das auch sehr schnell ist, aber dabei gutmütig und absolut beherrschbar, mit dem ich auch Grenzen ausloten kann, ohne dass ich Gefahr laufe, Probleme zu bekommen.


    Wenn ich einfach mal versuche eine Zahl zu schießen, dann würde ich in Hinsicht Grenzbereich die Gewindefahrwerke, je nach Reifen, im Bereich 30-50 % zur Serie einordnen. Das soll heißen von der Gutmütigkeit und den Reserven der Serie bleiben ca. 30-50 % über.
    Dafür steigt aber natürlich die Performance und der Grip. D.h. das Auto hat mehr Reserven und ich komme auch später in den Grenzbereich. Das ist dann ja auch ein Sicherheitsvorteil, weil z.B. beim Ausweichmanöver mehr geht.


    Ich würde jedenfalls niemanden vom Gewindefahrwerk abraten, weil es im Grenzbereich anspruchsvoller zu fahren ist. Mit eingeschaltetem ESC sollte das dennoch niemanden in Verlegenheit bringen und ich gewinne Fahrdynamik, Fahrspass und zusätzlich Reserven, insbesondere wenn man ähnlich wie vorher unterwegs ist und nicht alle Potentiale ausreizt.
    Es ist aber sicher hilfreich, wenn man sich der Tatsache bewusst ist, dass das Auto an der Grenze etwas schwieriger fahrbar wird.


    Wenn man allerdings den Anspruch hat sich den MX-5 fahrdynamisch zu erschließen, die eigene Fahrtechnik zu verbessern und das Auto auch bis an die Grenzen zu beherrschen, dann ist es vielleicht nicht verkehrt, erst einmal mit dem Serienfahrwerk zu starten. Das trainiert eine saubere Linie und verzeiht eher, wenn man sich doch verschätzt, oder es übertreibt (und wie oft geschrieben übt man das am Besten bei einem Fahrsicherheitstraining).
    Wenn man so arbeitet, kommt man wahrscheinlich selber irgendwann an den Punkt, dass das Serienfahrwerk einem nicht mehr reicht und man mehr will.


    Ich habe das damals auch genauso gemacht. Leichte Sportwagen mit Hinterradantrieb war ich bis vor 3 Jahren auch nur sehr selten gefahren, also habe ich mich erstmal ein halbes Jahr mit dem Serienfahrwerk an den Wagen gewöhnt. Danach wollte ich dann mehr, weil ich gemerkt habe, dass der Wagen mich limitiert hat und bin zum Gewindefahrwerk gewechselt. Jetzt mit dem Oehlins habe ich das Gefühl, dass mein MX und ich uns auf einem Niveau bewegen und ich gut mit ihm klar komme, ohne das er zu anspruchsvoll, oder zu einfach ist. So soll es sein ;) .


    P.S.: Sorry für den vielen Text. Ich war nicht so sicher wie ich die Frage am Besten beantworten kann.


    Mazda macht in meinen Augen was die Fahrerablenkung angeht vieles richtig. Der Monitor zeigt die wichtigsten Sachen an und wird nahezu blind durch Dreh-Drücksteller bedient.
    Außer den Untermenüs gibt's fast keine Ebenen, durch die man sich klicken muss. Die Musiksteuerung ist am Lenkrad.

    Das empfinde ich (gefühlt) anders. Wenn ich im Mazda etwas während der Fahrt verstelle, oder Musik suche, habe ich immer das Gefühl, dass ich mich durch viele Ebenen und Menüs klickern muss, was auch für entsprechende Ablenkung sorgt, weil mir das nur mit Blick auf den Monitor gelingt.
    Mein Golf hat die erwähnten Touchnachteile, aber ich komme mit wenigen Klicks dahin wo ich hin will. Der Monitor ist dafür sehr groß und scharf und die Schaltflächen sind ebenfalls groß und gut zu erreichen.


    Mir persönlich gefällt auch die Kombi gut, unterschiedliche Bedienungen anzubieten, Touch und Drücksteller, damit man dann je nach Situation die passende Bedienung verwenden kann.


    Studien kenne ich dazu auch einige, aber man muss sich natürlich darüber im klaren sein, dass es am Ende nicht nur um die optimale Bedienbarkeit geht, was sicher auch etwas schade ist. Der monetäre Aspekt ist einer, aber sicher nicht der wichtigste, zumindest wie ich die Diskussionen hier bei uns im Haus betrachte.
    Es geht auch immer um Bedienphilosphien und insbesondere um Designaspekte und die Interieurgestaltung an sich. Da ergibt sich dann schnell der Zielkonflikt zwischen einem großen 3D-Bedienteil und einer Handyablage, oder der oben schon genannten Position des Schalthebels und anderer Bedienelemente.

    Wo schaust Du hin, wenn Du mit dem Drehrädchen das Menü bedienst? Bestimmt auch nicht auf die Straße, oder ;) ?


    Hat beides so seine Vor- und Nachteile. Ein Menü im Stand schnell durchzukonfigurieren finde ich z.B. per Touch deutlich komfortabler. Einzelne Handlungen während der Fahrt vielleicht mit Dreh/Drück. Wobei ich lieber zweimal touche, als mich durch 4 Dreh/Drück-Ebenen durchzuarbeiten.


    Was will ich sagen? Ich denke nicht, dass es da das alleinige, überlegene Bedienkonzept gibt.

    Der Ice Zero ist ein nordeuropäischer Winterreifen, umgangssprachlich auch gerne als Eisreifen bezeichnet.


    Den würde ich absolut nicht hier fahren wollen. Die Mischung und Blöcke sind extrem weich und das ganze Temperaturfenster ist nach unten verschoben. Bereits leicht über null Grad sind solche Reifen nur noch am Schmieren und Rutschen.


    Wir haben so etwas mal benutzt, um im trockenen und warmen driften und Fahrzeugbeherrschung zu üben, nachdem die Reifen nach einer Erprobung über waren. Fährt sich dann trocken so, als wäre man auf Nässe oder gutem Schnee unterwegs.