Beiträge von Svanniversary

    Jeder wie er mag, gerne auch mit dem Serienfahrwerk. Vielleicht kann man das gar nicht oft genug schreiben.


    Auf der anderen Seite gibt es aber auch breite Zustimmung, dass der Wagen mit einem geeigneten Fahrwerk einfach noch viel mehr Fahrspaß macht.
    Da er ja von vielen genau deshalb gekauft wird, kann man sich da zumindest einmal Gedanken zu machen.


    Und wenn man schon (viel) Geld für ein Fahrwerk ausgeben möchte, hilft es doch enorm, wenn man die Vor- und Nachteile der verschiedenen Angebote kennt.

    Von einem guten Fahrwerk profitiere ich jeden Tag, egal ob ich gemütlich die Präzision und den Komfort genieße, oder ob ich sportlich das Ansprechen und die stabile Reaktion nutze.
    Von einer sauberen Abstimmung, mit breitem Grenzbereich und guter Balance profitiere ich ggf. beim Ausweichmanöver, oder wenn etwas anderes unvorhergesehenes passiert.


    Um das alles allerdings gezielt zu beurteilen und zu erfahren brauche ich viel Erfahrung und ggf. eine abgesperrte Strecke. Das mindert aber nicht die alltäglichen Vorteile.

    Es kommt darauf an, was man möchte.


    Grip im trockenen, mit eher schmalem Grenzbereich und Schwächen bei Nässe, oder ein ausgewogenes Fahrverhalten mit mittlerem Grip und gutmütigem Fahrverhalten.


    Für den Alltag ziehe ich persönlich letzteres vor, weil es dass Auto beweglicher hält und ich damit mehr machen kann. Die Grenzen sind dann sprichwörtlich erfahrbar und (für mich) auch beherrschbar, was mir mehr Spaß macht, als einfach nur schnell zu sein.
    Davon abgesehen wird man auch einen MPS4 im Alltag kaum ans Limit bringen und ist auch damit sehr fix unterwegs. Gleichzeitig hat man Reserven und einen Reifen, der unter allen Umständen, auch bei Nässe, top funktioniert.

    Ein weiter Satz ist für mich enttäuschend: „Nicht mehr das Absatzvolumen, sondern die Qualität des Ertrags stehe bei den Unternehmenszielen an erster Stelle“.



    Wird hier wohl nur eine „liquidere“ Käuferschicht ins Visier genommen - von der wird es in Zukunft auch nicht mehr geben m. M.

    Nein, so ist das nicht gemeint, sonst würde man sicher nicht Autos wie den id.3 auf den Markt bringen, die die Elektroautos auch für breitere Käuferschichten erschwinglich machen.
    Die Aussage ist, dass jedes verkaufte Auto auch Ertrag bringen muss, im Gegensatz zu vielen verkauften Autos mit sehr wenig Ertrag. Betriebswirtschaftlich sehr sinnvoll und einfach eine Abkehr von „immer mehr“.

    aber die Reifen (Michelin PS4) sind nach 20 Minuten in einem Stint deutlich in die Knie gegangen

    Bist Du Dir sicher, dass Du den Reifen nicht überfahren hast? Normalerweise ist der durchaus auch auf schwereren Autos sehr gut für ambitionierte Fahrweise geeignet. Ich habe mit dem Reifen auf dem schwereren GTI auch nach mehreren Runden Nordschleife keine Probleme gehabt.


    @Joe B, die Federraten des ST-X/KW V3 limitieren das Auto, deutlich. Finde ich super, das viele Versuche gezeigt haben, dass beim MX-5 die Federrate vorne höher, als hinten sein sollte, was ja beim ST-X nicht signifikant der Fall ist. Ein Blick auf die Übersetzungsverhältnisse vorne und hinten hätte aber auch gereicht.
    Durch eine geeignete Fahrwerkseinstellung kann man das durchaus hinsichtlich der Balance wieder in Ordnung bringen, aber man kommt dann an Grenzen, entweder bei der Performance, oder dem Reifenverschleiß.


    Verrätst Du uns Deine Fahrwerkseinstellung?

    Hmm, in der Abstimmung sprechen wir in erster Linie über gute Quersteifigkeit bzw. Querweichheit und lineares, oder nichtlineares Ansprechen.


    Der Michelin hat eine gute Quersteifigkeit und spricht sehr linear an. Die höheren Querschnitte sind eher querweich und reagieren phasenversetzt mit Zeitverzug, auch gerne zweiphasig genannt, entsprechend nichtlinear.
    Das hat auch mit dem Schräglaufwinkelbedarf zu tun, also damit wie viel Schräglauf im Reifen zum Aufbringen einer bestimmten Seitenkraft notwendig ist. Auch da hat der Michelin, positiv, einen geringen Schräglaufwinkelbedarf.