Beiträge von Svanniversary

    Aus meiner Definition können das gar keine Sportwagen sein, da sie in erster Linie dafür entwickelt wurden, dass Max Mustermann entspannt und komfortabel mit seinem Golf/A3/Focus/etc. zur Arbeit fahren kann. Danach haben die Sportabteilungen im Rahmen der gegebenen Basis und zur Verfügung stehendem Budget daraus das Beste gemacht.

    Da muss ich jetzt formal einen klitzekleinen Widerspruch einlegen. Ein GTI ist beim Golf z.B. fester Plattformbestandteil und die Markenikone. D.h. die Eigenschaften, die ein Golf für den GTI benötigt, wie das entsprechende Fahrwerk, große Räder, hohe Karosseriesteifigkeiten werden von vorne herein berücksichtigt und die Plattform wird explizit auch für die Sportderivate ausgelegt.
    Die Zeiten wo man so etwas nachträglich aufsetzt und ins bestehende Konzept hinein frickelt sind schon sehr lange vorbei.


    Wenn das in Deiner Interpretation dann keine Sportwagen sind, dann ist das so. Ich bin da deutlich weniger irgendwelchen Schubladen verhaftet und jedes Auto das die Nordschleife in unter 8 Minuten schafft, wie z.B. der GTI Clubsport, ist in meiner Definition ein sportliches Auto.
    Die meisten Fahrer von Sportwagen werden wohl auch den MX-5 mit seiner Leistung und seinen (serienmäßigen) Fahreigenschaften nicht als Sportwagen, sondern eher als sportliches Fahrzeug bezeichnen. Aber auch das wäre mir egal, weil ich weiß, was man mit dem richtigen Fahrwerk aus dem Auto machen kann.

    Auch die schmalen Reifen haben ihre Logik, denn bei den Fahrzeugen die auf schmalere Reifen setzen (bspw. Bmw i3 und Renault Scenic) schaue man sich mal an wie riesig diese sind. Mit größer werdenden Rädern benötigt man weniger Breite um die gleiche Aufstandsfläche zu erzielen.

    Das ist nicht der Grund, bzw. das kompensiert das nicht (auch wenn Du natürlich grundsätzlich Recht hast). Schmale Reifen bzw. Reifen mit diesem Höhen-/Breitenverhältnis haben signifikant weniger Rollwiderstand und erhöhen die Reichweite. Darüber hinaus wird die Windangriffsfläche reduziert.

    Ich hatte so etwas ähnliches bei meinem ersten ND. Unten links, bei der OBD-Buchse ist ein Kasten, vermutlich ein Relais, oder so etwas. Der war bei mir sehr lose und hat geklappert.
    Die I-Tafel ist unten nicht verkleidet. Schau mal, ob Du da etwas findest (Achtung - Die Bleche sind extrem scharfkantig - Schnittgefahr).
    Bei mir konnte ich den Kasten mit einem Kabelbinder fixieren und dann war Ruhe.

    Nein, von „deutlich“ würde ich nicht sprechen. Die Bilstein sprechen ja sehr schlecht an und sind eher um unteren Ende des Komforts angesiedelt.
    Das SPS bietet einen sehr ordentlichen Restkomfort, für ein recht straffes Gewindefahrwerk, und ist im Alltag gut zu fahren, wenn einem die Fahrdynamik wichtiger, als der Komnfort ist. Das Oehlins ist einfach an vielen Ecken, insbesondere beim Ansprechverhalten, noch einmal etwas besser.


    Generell wird das Ansprechen, also das holperige, hoppelige Fahrverhalten der Bilstein-Dämpfer mit fast jedem der hier genannten Gewindefahrwerke besser. Man ist dann gerade bei kleinen Unebenheiten ruhiger und weniger stößig unterwegs.
    Die Nachteile der höheren Federraten bei den Gewindefahrwerken merkt man dann insbesondere auf groben Unebenheiten, weil die stärker durchkommen, als mit der Serienabstimmung.


    Wenn man einfach ein sehr gutes Fahrwerk mit einem vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis sucht, würde ich immer zum SPS raten. Man bekommt damit einen ordentlichen Restkomfort mit guter Fahrdynamik.
    Wenn es das Beste sein soll, etwas teurer sein darf, oder der Restkomfort und/oder gleichzeitig die optimale Fahrdynamik eine sehr wichtige Rolle spielen, würde ich das Oehlins nehmen.

    Ausnahmsweise möchte ich das folgende als Doppelpost einstellen, da es viel allgemeine Informationen enthält und auch gut zum Thema Balance und Federauslegung passt:


    Ich bin selber schon die folgenden Fahrwerke ausgiebig gefahren: Oehlins, SPS, KW V3, Serie (Bilstein) und die H&R-Tieferlegung.
    Die Perfomance ergibt sich auch genau in der Reihenfolge, mit dem Oehlins auf der Spitzenposition.


    Das Oehlins (70/40) hat eine Radkontrolle, die weit über dem ist was andere Fahrwerke realisieren und ist gleichzeitig hinsichtlich der Balance optimal für den ND ausgelegt. Durch das DFV-Ventil bietet es dabei einen sehr guten Restkomfort.


    Das SPS hat eine ähnlich optimale Balance mit minimal schlechterer Radkontrolle und deutlich schlechterem Komfort.


    KW V3 (und ST-X) passen von der Balance nicht und sind zu hecklastig ausgelegt. Die Dämpfer sind gut, aber die Radkontrolle kommt bei weitem nicht an das Oehlins heran. Mit einer guten Balance wären die aber hervorragend für ebene Rennstrecken geeignet.


    Serie hat das Problem der hohen Wankraten und damit verzögerter und starker Lastwechsel. Gleichzeitig ist die Auslegung recht komfortorientiert mit wenig Dämpfung, was die Radkontrolle verschlechtert. Ein großer Vorteil ist die Gutmütigkeit und der breite Grenzbereich. Da sind die Gewindefahrwerke deutlich anspruchsvoller mit einem, durch die höheren Federraten, schmaleren Grenzbereich. Wer das Serienfahrwerk schnell fahren kann, hat einen sauberen Fahrstil und eine gute Fahrtechnik.


    Die Tieferlegungsfedern haben alle das Problem, dass das Dämpfungsmaß sich ggü. der Serie verschlechtert, da die Dämpfer übernommen, aber mit härteren Federn kombiniert werden. Dazu kommt noch ein reduzierter Restfederweg, da die Druckanschläge durch die Tieferlegung früher einsetzen. Fahrdynamisch ist das die schlechteste Lösung.


    Das ist mein persönliches Ranking, basierend auf den Erfahrungen, die ich im professionellen Fahrversuch und der Fahrwerksabstimmung gesammelt habe. Das geschriebene gilt im speziellen für die normale Landstraße. Aber auch auf dem Track ergibt sich für mich dasselbe Ranking. Je nach Anforderungsprofil, kann man unter Preis-/Leistungsgesichtpunkten etwas umpriorisieren. Da sehe ich z.B. das SPS Fahrwerk ganz vorne, da das Oehlins doch sehr teuer ist.


    Quelle: ST X Gewinde eingebaut erste Eindrücke

    Lass den Komfort außen vor. Sichtweise: Welches Fahrwerk bietet mehr Bodenkontakt.



    Bei dynamischer Fahrt, Lastwechsel: ja, auf jeden Fall. Da ist das MX-5-Serienfahrwerk um Größenordnungen schlechter und das nervt. Aber so oft habe ICH die Kurvenhatz auf guten, verkehrsarmen Straßen im Alltag leider nicht.

    Ich bin selber schon die folgenden Fahrwerke ausgiebig gefahren: Oehlins, SPS, KW V3, Serie (Bilstein) und die H&R-Tieferlegung.
    Die Perfomance ergibt sich auch genau in der Reihenfolge, mit dem Oehlins auf der Spitzenposition.


    Das Oehlins (70/40) hat eine Radkontrolle, die weit über dem ist was andere Fahrwerke realisieren und ist gleichzeitig hinsichtlich der Balance optimal für den ND ausgelegt. Durch das DFV-Ventil bietet es dabei einen sehr guten Restkomfort.
    Das SPS hat eine ähnlich optimale Balance mit minimal schlechterer Radkontrolle und deutlich schlechterem Komfort.
    KW V3 (uns ST-X) passen von der Balance nicht und sind zu hecklastig ausgelegt. Die Dämpfer sind gut, aber die Radkontrolle kommt bei weitem nicht an das Oehlins heran. Mit einer guten Balance wären die aber hervorragend für ebene Rennstrecken geeignet.
    Serie hat das Problem der hohen Wankraten und damit verzögerter und starker Lastwechsel. Gleichzeitig ist die Auslegung recht komfortorientiert mit wenig Dämpfung, was die Radkontrolle verschlechtert. Ein großer Vorteil ist die Gutmütigkeit und der breite Grenzbereich. Da sind die Gewindefahrwerke deutlich anspruchsvoller mit einem, durch die höheren Federraten, schmaleren Grenzbereich. Wer das Serienfahrwerk schnell fahren kann, hat einen sauberen Fahrstil und eine gute Fahrtechnik.
    Die Tieferlegungsfedern haben alle das Problem, dass das Dämpfungsmaß sich ggü. der Serie verschlechtert, da die Dämpfer übernommen, aber mit härteren Federn kombiniert werden. Dazu kommt noch ein reduzierter Restfederweg, da die Druckanschläge durch die Tieferlegung früher einsetzen. Fahrdynamisch ist das die schlechteste Lösung.


    Das ist mein persönliches Ranking, basierend auf den Erfahrungen, die ich im professionellen Fahrversuch und der Fahrwerksabstimmung gesammelt habe. Das geschriebene gilt im speziellen für die normale Landstraße, aber auch auf dem Track ergibt sich für mich dasselbe Ranking. Je nach Anforderungsprofil, kann man unter Preis-/Leistungsgesichtpunkten etwas umpriorisieren. Da sehe ich z.B. das SPS Fahrwerk ganz vorne, da das Oehlins doch sehr teuer ist.

    Ja ich hab bißchen auf den Putz gehauen, glaube aber dass das Mittelklasse STX tatsächlich merkbar von der Abstimmung der hochpreisigen KWs profitiert hat. Da wurde für den ND viel investiert bei Variante 3 oder es gibt ja sogar für den ND das Competition/Clubsport von KW für die Rennstrecke.

    Leider nein. Die Federsteifigkeitsauslegung von ST-X/KW ist sogar sehr speziell und leider nicht gut passend zum Auto. Die Dämpfer sind gut keine Frage.
    Aber das führt zu weit und ist hier auch schon mehrfach ausgeführt worden.
    Nähere Infos findest Du z.B. hier: Datensammlung Fahrwerksfedern

    Welche Fahrwerkeinstellung fährst Du, bzw. ist die Hinterachsstabilität in Ordnung, oder ist er hinten sehr "leicht"? Was heißt "geiles Heck"? Falls das sehr lebendig und instabil heißt, dann ist das genau das Symptom der Federauslegung, die das Auto sehr agil macht. Fühlt sich vielleicht spaßig an, ist aber eher nicht lustig, wenn bei 100 km/h, oder auch gerne 160 km/h auf der Autobahn das Heck kommt und das ESC ständig regelt.
    Schau Dir das mal mit ein paar Tagen Distanz an und poste vielleicht mal Deine Einstellwerte. Ggf. kann man da Du die richtige Fahrwerkseinstellung noch deutlich mehr rausholen.


    Ausgehend von ungefähr gleichen Fahrwerkseinstellungen im Stand hat man mit dem Serienfahrwerk mehr dynamischen Sturz (Richtung negativ außen und Richtung positiv innen), weil mehr Federweg. Dem gegenüber steht der niedrigere Schwerpunkt bei Tieferlegung.
    Wenn man im Stand wesentlich mehr ("zu viel") negativen Sturz einstellt und dann den Reifen unsymmetrisch abfährt, so steht zwar noch die Felge schräg, aber der Reifen "sieht" den Sturz nicht mehr. -> Reifen regelmäßig durchroutieren, bzw. in Abhängigkeit von Fahrprofil einstellen, usw usf...

    Theoretisch sind Deine Gedanken nicht ganz falsch. Mit der entsprechenden Tieferlegung und dem richtigen Fahrwerk ist das aber auch hinsichtlich des statischen Sturzes noch super machbar, ohne dass sich das besonders negativ auswirkt. Da überwiegen klar die (fahrdynamischen) Vorteile.


    INSGESAMT schneller auf den Straßen durch anderes Fahrwerk? Könnte ich bei mir nicht so klar sagen, obwohl ich die Schaukelei auch nicht mag. Mehr Grip aber sicher nicht. Die 17er Räder kann man auch mit etwas weniger Luftdruck fahren.

    Na sicher generierst Du durch ein geeignetes Fahrwerk mehr Performance und auch mehr Grip. Es muss dann nur etwas Gutes sein. Die Geometrie ist das eine, aber noch wichtiger bei dynamischer Fahrt auf normalen (schlechten) Landstraßen ist die Radkontrolle und damit die Radlastschwankungen. Da kommt es auf das Zusammenspiel von Federung und Dämpfung an und das Serienfahrwerk mit einer eher komfortablen Auslegung hat da deutliche Nachteile gegenüber einem fahrdynamisch optimiertem Fahrwerk, wie dem SPS, oder Oehlins.