Beiträge von Svanniversary

    Porsche ist der einzige mir bekannte Hersteller, der keine Ackermann-Geometrie fährt (was nicht heißt, dass es nicht doch bei anderen Sportwagen eingesetzt wird). Richtig ist, dass die Ackermann-Geometrie dafür sorgt, dass die Räder ohne zu springen auf der richtigen Bahn gleichmäßig abrollen und daher hat sich das auch in so gut wie allen Straßenfahrzeugen durchgesetzt.
    Das ist nach meiner Kenntnis auch im MX-5 so und ich hatte bisher noch keinen Anlass das anzuzweifeln.
    Da die Geometriewerte im normale Rahmen sind, kann ich mir das als Ursache eher nicht vorstellen (es sei denn die Buchsen sind nicht mehr in Ordnung, s.o.).


    Für ein eher sportliches Setup, ohne Rücksicht auf Reifenverschleiss, finde ich Deine Sturzwerte o.k. Die Sturzdifferenz könnte man noch optimieren, wenn das Auto im Moment zu stark unter- oder übersteuern sollte.
    Spur vorne 10‘ gesamt und hinten 20‘-30‘ gesamt, ebenfalls je nach Steuertendenz, sind immer gute Richtwerte.
    Nachlauf um die 7° +/- je nach Einstellbarkeit, möglichst symmetrisch (wie alle Werte).

    Hm ne halte ich für eher unwahrscheinlich. Klingt anders und man fühlt es auch im Fahrwerk.

    Zu den verstellten Werten würde es ggf. passen, wenn eine Verschraubung springt, oder nicht ausreichend fest ist.
    Ist es nach der Einstellung immer noch da?
    Ansonsten fällt mir außer richtig üblen Verspannungen in den Buchsen, oder defekten Buchsen nicht viel dazu ein.

    Ich war mir recht sicher, dass du neulich irgendwo geschrieben hattest, dass man sogar in den Werten einen Unterschied mit und ohne Fahrer sieht.

    Das ist definitiv so. Mit einer Einfederung verändern sich über die Kinematik alle Geometriewerte. Das soll auch genau so sein und wird extra in der Konstruktion so ausgelegt.
    Die Vorgaben gelten aber explizit für den Lastfall ohne Fahrer, mit vollem Tank.
    D.h. mit Fahrer brauchst Du andere Vorgabewerte, die wir nicht kennen.
    Wenn Du z.B. mit Fahrer 2° Sturz an der HA einstellst, fährst Du bezogen auf die Referenzeinstellung mit der richtigen Beladung deutlich weniger als 2°.

    Dann wird im wesentlichen das Verhältnis der Drehzahlen und das Schwingverhalten der einzelnen Reifen ausgewertet.

    @Detlef, das ist genau der von mir oben genannte Punkt. Da wird unter anderem mit einer Frequenzanalyse und Auswertung der Schwingungen gearbeitet, die am Raddrehzahlsensor gemessen werden.


    Das wäre etwas, was eine Fehlerquelle darstellen kann, wenn Reifen und Applikation nicht zusammen passen.
    Das Schwingverhalten des Reifens ändert sich dann auch mit fortschreitendem Verschleiß, so dass er ggf. mit der Zeit rausläuft und die Fehlwarnungen häufiger werden.

    Kann es sein, dass Dein Vorderreifen einfach im Radhaus schleift? Das würde solche Geräusche erklären.
    Das kann natürlich erst jetzt, mit verstellter Geometrie, auftreten und war vorher vielleicht gerade noch i.O.


    Die Einstellung mit Fahrer halte ich bei einem weich abgestimmten Straßenfahrzeug nach wie vor für unnötig bis unsinnig. Du hast ja nicht einmal sinnvolle Vorgaben für diesen Lastfall.


    Die symmetrisch erhöhten Beträge für den Sturz hinten würden sich durch Setzen genau so ergeben. Kann also gut sein, dass das die Ursache ist.
    Betragsmäßig ist das schon sehr hoch jetzt. Fahrdynamisch sicher hilfreich nur für den Verschleiß und die Traktion nicht gut.


    Der Reifen hat auf die Geometrieeinstellung keinen signifikanten Einfluss. Ist also egal mit welchem Reifen Du einstellen lässt.

    @Svanniversary hätte der Effekt dann nicht schon die letzten beiden Winter auftreten müssen?
    Morgen hole ich den Wagen kiel und checke die ABS Ringe, dabei werden die Räder von vorne nach hinten gewechselt, mal sehen, was das bringt.

    Ja und Nein. Hätte auch früher schon auftreten können, kann aber auch am jetzigen, abgefahreneren Zustand liegen.


    An die Sensorik glaube ich persönlich eher nicht. Die wird über das ESC, als Sicherheitssystem, überwacht und plausibilisiert.

    Das passive System muss mit möglichst vielen Reifen erprobt und appliziert werden, um eine möglichst breite Datenbasis zu erzeugen.
    Dann wird im wesentlichen das Verhältnis der Drehzahlen und das Schwingverhalten der einzelnen Reifen ausgewertet.


    Eine große Schwäche des Systems ist es, dass es immer wieder im Aftermarket Reifen gibt, die nicht in der Erprobung waren und sich anders verhalten. Da kann es dann zu Inkompatibilitäten und Fehlwarnungen kommen.
    Ich könnte mir leider vorstellen, dass das hier der Fall ist.


    Bei all den Problemen mit dem aktiven System - wenn es vernünftig funktioniert ist es die deutlich zuverlässigere Variante.

    Weicht vorne schon recht deutlich von der ursprünglichen Einstellung ab.
    Nach Sichtprüfung alles i.O., oder war irgendetwas zu sehen?


    Die starke Asymmetrie deutet schon darauf hin, dass bei dem Stoss etwas passiert ist (wenn die vorherige Einstellung gut und wirklich symmetrisch war).


    Typische Opferteile sind normalerweise die Spurstangen und dann die Querlenker.