@Watashi wa Sven desu
Danke für die ausführliche Antwort! Was genau meintest du mit deinem ersten Satz:
Dass es easy ist oder eben nicht
? Das war mir gar nicht bewusst, dass der Wagen auch etwas untersteuernd sein kann, man liest ja fast nur das andere Extrem. Ich liebe neue Herausforderungen aber Angst sollte da eben auf keinen Fall mitschwingen. Insgesamt hast du mir sehr geholfen doch in diese Richtung beim MX5 zu gehen! Danke hierfür
Der Wagen ist, wie jedes andere Serienfahrzeug auch, bei konstanter Kreisfahrt untersteuernd und sehr leicht beherrschbar.
Das Problem beim MX-5 in Verbindung mit dem Heckantrieb ist, dass es gewisse Fahrmanöver gibt, wie zu viel Gas, zu schnell vom Gas, zu schnell in die Kurve gelenkt, die in Verbindung mit dem kurzen Radstand ein sehr agiles Heck ergeben, dass dann sehr schnell ausbricht. Das meinte ich mit "er ist nicht (unter allen Bedingungen) super easy und beherrschbar".
Das muss einem aber keine Angst machen, sondern man sollte das wissen, einkalkulieren und eben ein Training machen, um das Auto kennen zu lernen.
Normalerweise kommt man ja auch nur sehr selten, oder nie in so eine Situation, aber wie die Beispiele hier im Forum auch zeigen, gibt es immer Ausnahmen und man kann nicht alles einkalkulieren.
Ich vermute persönlich stark, dass all die, die immer noch der Meinung sind, dass der MX-5 - unter allen Bedingungen - sehr einfach beherrschbar und fahrsicher ist, selber solche Manöver noch nie gefahren sind und bisher auch Glück hatten, dass sie noch nie in so eine unerwartete Situation gekommen sind.
Zum Glück hilft dabei auch das ESC sehr gut, in dem es dabei unterstützt, das solche Situationen nicht schief gehen.
Das alles kann einem letztendlich mit jedem Auto passieren, egal ob super gutmütig, Front- oder Hinterradantrieb. Der MX-5 ist eben nur etwas agiler und auch etwas schwieriger beherrschbar, als das durchschnittliche Auto, weil er einen sehr kurzen Radstand, wenig Massenträgheit und Hinterradantrieb hat.
Wenn man ein paar Trainings gemacht hat, ein versierter Autofahrer ist und die richtigen Reaktionen geübt hat, sollte einen ein ND mit eingeschaltetem ESC normalerweise vor keine Probleme stellen. Ausnahmen bestätigen die Regel, die so blöd sind, dass der normale Fahrer und manchmal auch der Profi gar nicht schnell genug und richtig reagieren kann, so dass es doch schief geht. Aber wie geschrieben, kann einem das im Prinzip mit jedem Auto passieren.
Also mit dem "gewissen Punkt". Bei sehr ungünstigen Verhältnissen oder reichen dafür schon Fehler des Fahrers?Hoffentlich nerve ich dich jetzt nicht zu sehr mit meinen Fragen; heißt das dann aber auch, dass bei Frontrieblern mit Sperrdifferenzial die Front Seitenführungskräfte verliert und ausbricht?
Dafür reicht auch ein Fahrfehler. Das ist der Klassiker, mit Heckantrieb zu früh, oder zu viel Gas zu geben. Ohne Sperr-Diff. dreht dann das kurveninnere Rad durch, mit verliert die ganze Achse Grip und das Heck kommt. Im trockenen kann man das im zweiten Gang mühelos und im dritten Gang auch noch provozieren, muss dafür aber schon sehr ungeschickt mit dem Gas operieren. Im Nassen passiert das eher schon einmal aus Versehen und ungewollt, so dass man da etwas mehr aufpassen und sensibler fahren muss. Normalerweise bekommt man dafür aber mit der Zeit ein ganz gutes Gefühl, oder geht es etwas ruhiger an.
Beim Fronttriebler ist es genauso. Wenn ich da mit Sperr-Diff. zu viel Gas gebe, drehen beide Vorderräder durch und die Seitenführung reißt ab. Das ist aber viel besser beherrschbar, weil das Fahrzeug durch die durchdrehenden Räder immer noch in die Richtung gezogen wird, in die die Lenkung zeigt und man das Auto durch einfaches wegnehmen des Gases stabilisieren kann. Beim Heckantrieb kommt dann das Heck und man muss sehr schnell mit dem genau passenden Winkel gegenlenken, da sich das Auto ansonsten aufschaukelt, oder ich den Dreher nicht abfange.