Beiträge von Svanniversary

    Vielleicht ist das die Antwort @Detlef. Du bist so etwas seit 20 Jahren gewohnt.
    Der eine oder andere kommt vom kreuzbraven Hatchback und dann ist die eine oder andere Fahrzeugreaktion schon sehr ungewohnt.

    Der MX5 mit Helferlein an (dafür sind sie da) ist narrensicher. Auch bei Nässe mit entsprechender Anpassung der Geschwindigkeiten.

    Du schreibst es ja selber „mit Helferlein“ und „angepasst“.
    Weder kann man voraus setzen, dass einen die Helferlein in jeder Situation retten, noch fahren alle angepasst.
    Es ist und bleibt schon ein wenig anspruchsvoll. Ansonsten dürfte es mit ESC und ABS keine Unfälle mehr geben, aber dem ist bei Weitem nicht so.
    Das ESC im MX ist stark geschwindigkeitsabhängig appliziert. Bei höherem Tempo narrensicher, aber im unteren Geschwindigkeitsbereich schon mit sehr langer Leine.
    Es gibt sie hier im Forum in ausreichender Zahl, die Unfälle die zeigen, dass das Auto eben doch nicht für jeden und in jeder Situation so einfach zu beherrschen ist.

    Wurde die Lenkung verändert?

    Sie hat auf jeden Fall seit dem RF und dann 2019 für den ST eine neue, etwas straffere Abstimmung bekommen.


    Das mit der Reibung würde eher unter Qualitätssicherung, oder Fertigungsoptimierung laufen.


    Die in meinem G160 war nicht so doll. Ab Werk sehr reibig, nach einigen tausend km dann einigermaßen i.O.
    Die Neue im G184 ist jetzt schon deutlich besser.

    Nachdem ich meine 2019er Annie jetzt schon ein bisschen länger bewege, bin ich extrem positiv überrascht, wie viel besser die Lenkung ggü. meinem G160 ist.


    Die neue Lenkungskennlinie finde ich eher subtil besser. Es ist etwas straffer und ich finde auch die Linearität besser. Sehr gut gemacht, aber eher im Bereich Feintuning.


    Was mich aber überrascht hat ist, dass die Hardware offensichtlich deutlich besser ist.
    Ich hatte an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen, dass nahezu alle DualPinion Lenkungen ein Problem mit hoher Reibung haben. Das führt auf der einen Seite dazu, dass das Lenkrad nicht bis ganz in die Nulllage zurück läuft, sonder mit ein paar Grad Restwinkel stecken bleibt und auf der anderen Seite fährt man schnell mal leichte Zickzack-Linien, weil die Lenkung steckt und erst ab einem etwas höheren Lenkwinkel losläuft. Das führt dann zu einem minimal zu großem Lenkeinschlag, den man dann sofort wieder zurück nehmen muss. Das Ganze fühlt sich ein bisschen wie ein schlechter Geradeauslauf an.


    Die aktuelle Lenkung in meiner G184 Annie ist richtig gut. Beim G160, MJ 2017, ist die Lenkung auch mit mehr als 30 tkm nie bis in die Mitte zurück gelaufen, sondern bei 5-10° stehen geblieben. Den Rest musste man dann manuell nachlenken.
    Die Lenkung der Annie läuft jetzt schon, nach nur wenigen hundert km, in die Mitte zurück, so dass man fast keinen Restwinkel mehr wahrnimmt. Richtig gut und das merkt man auch im Lenkgefühl, dass sehr feinfühlig und sensibel ist. Das Auto spricht auf kleinste Lenkwinkel an und man muss nur wenig korrigieren.


    Habe ich da einfach Glück gehabt und eine Lenkung mit wenig Reibung erwischt, oder hat Mazda da nachgebessert? Was habt Ihr für ein Gefühl mit den 2019er Modellen? Läuft die Lenkung bei 80 km/h bis in die Nulllage, oder bleibt sie vorher stehen?

    @Watashi wa Sven desu


    Danke für die ausführliche Antwort! Was genau meintest du mit deinem ersten Satz:


    Dass es easy ist oder eben nicht ?( ? Das war mir gar nicht bewusst, dass der Wagen auch etwas untersteuernd sein kann, man liest ja fast nur das andere Extrem. Ich liebe neue Herausforderungen aber Angst sollte da eben auf keinen Fall mitschwingen. Insgesamt hast du mir sehr geholfen doch in diese Richtung beim MX5 zu gehen! Danke hierfür

    Der Wagen ist, wie jedes andere Serienfahrzeug auch, bei konstanter Kreisfahrt untersteuernd und sehr leicht beherrschbar.
    Das Problem beim MX-5 in Verbindung mit dem Heckantrieb ist, dass es gewisse Fahrmanöver gibt, wie zu viel Gas, zu schnell vom Gas, zu schnell in die Kurve gelenkt, die in Verbindung mit dem kurzen Radstand ein sehr agiles Heck ergeben, dass dann sehr schnell ausbricht. Das meinte ich mit "er ist nicht (unter allen Bedingungen) super easy und beherrschbar".
    Das muss einem aber keine Angst machen, sondern man sollte das wissen, einkalkulieren und eben ein Training machen, um das Auto kennen zu lernen.
    Normalerweise kommt man ja auch nur sehr selten, oder nie in so eine Situation, aber wie die Beispiele hier im Forum auch zeigen, gibt es immer Ausnahmen und man kann nicht alles einkalkulieren.
    Ich vermute persönlich stark, dass all die, die immer noch der Meinung sind, dass der MX-5 - unter allen Bedingungen - sehr einfach beherrschbar und fahrsicher ist, selber solche Manöver noch nie gefahren sind und bisher auch Glück hatten, dass sie noch nie in so eine unerwartete Situation gekommen sind.
    Zum Glück hilft dabei auch das ESC sehr gut, in dem es dabei unterstützt, das solche Situationen nicht schief gehen.


    Das alles kann einem letztendlich mit jedem Auto passieren, egal ob super gutmütig, Front- oder Hinterradantrieb. Der MX-5 ist eben nur etwas agiler und auch etwas schwieriger beherrschbar, als das durchschnittliche Auto, weil er einen sehr kurzen Radstand, wenig Massenträgheit und Hinterradantrieb hat.


    Wenn man ein paar Trainings gemacht hat, ein versierter Autofahrer ist und die richtigen Reaktionen geübt hat, sollte einen ein ND mit eingeschaltetem ESC normalerweise vor keine Probleme stellen. Ausnahmen bestätigen die Regel, die so blöd sind, dass der normale Fahrer und manchmal auch der Profi gar nicht schnell genug und richtig reagieren kann, so dass es doch schief geht. Aber wie geschrieben, kann einem das im Prinzip mit jedem Auto passieren.


    Also mit dem "gewissen Punkt". Bei sehr ungünstigen Verhältnissen oder reichen dafür schon Fehler des Fahrers?Hoffentlich nerve ich dich jetzt nicht zu sehr mit meinen Fragen; heißt das dann aber auch, dass bei Frontrieblern mit Sperrdifferenzial die Front Seitenführungskräfte verliert und ausbricht?

    Dafür reicht auch ein Fahrfehler. Das ist der Klassiker, mit Heckantrieb zu früh, oder zu viel Gas zu geben. Ohne Sperr-Diff. dreht dann das kurveninnere Rad durch, mit verliert die ganze Achse Grip und das Heck kommt. Im trockenen kann man das im zweiten Gang mühelos und im dritten Gang auch noch provozieren, muss dafür aber schon sehr ungeschickt mit dem Gas operieren. Im Nassen passiert das eher schon einmal aus Versehen und ungewollt, so dass man da etwas mehr aufpassen und sensibler fahren muss. Normalerweise bekommt man dafür aber mit der Zeit ein ganz gutes Gefühl, oder geht es etwas ruhiger an.


    Beim Fronttriebler ist es genauso. Wenn ich da mit Sperr-Diff. zu viel Gas gebe, drehen beide Vorderräder durch und die Seitenführung reißt ab. Das ist aber viel besser beherrschbar, weil das Fahrzeug durch die durchdrehenden Räder immer noch in die Richtung gezogen wird, in die die Lenkung zeigt und man das Auto durch einfaches wegnehmen des Gases stabilisieren kann. Beim Heckantrieb kommt dann das Heck und man muss sehr schnell mit dem genau passenden Winkel gegenlenken, da sich das Auto ansonsten aufschaukelt, oder ich den Dreher nicht abfange.

    Das ist aber eher untypisch. Normalerweise ist das Schleppmoment an den Hinterrädern das größere Problem, das den Hinterradantrieb kritischer macht.


    Aber es gibt natürlich durchaus auch Fronttriebler, die so ihre fahrdynamischen Schwächen haben bzw. fahrdynamisch auf Agilität getrimmt werden, was sie dann für so etwas empfindlich macht.


    Aber man braucht doch vor LiftOff Oversteer keine Angst zu haben ;) . Da muss man doch nur seinen rechten Fuß im Griff haben ;) . Fahrdynamisch ist das für mich eine der wichtigsten Eigenschaften, um ein Auto in der Kurve zu stellen und zu kontrollieren - der provozierte und kontrollierte Lastwechsel.

    Da ist es wieder. Ne, ist es nicht - super easy und beherrschbar. Zum Glück, denn das unterscheidet das Auto vom 60 PS Kleinwagen.


    Aber auch mit Sicherheit nichts, weswegen man Angst haben, oder keinen MX-5 kaufen sollte. Das Auto hat ABS und ESP und ist in der Serienabstimmung, egal mit welchem Fahrwerk auch recht untersteuernd und fahrsicher. Es ist aber dennoch anspruchsvoller, als die übliche Familienkutsche.


    Wenn man sich genau das eingesteht und am besten auch noch an seinem Fahrkönnen arbeitet und das eine oder andere Training absolviert, dann ist man auch mit dem MX-5 sehr gut unterwegs.


    @photogenetic, dass Du Dir solche Gedanken machst, finde ich persönlich super. Lass Dich aber bloß nicht davon abschrecken. Mit der richtigen Einstellung, d.h. durchaus auch mit ein bisschen Vorsicht, dem einen oder anderem Training und ggf. einem besseren Reifen, wirst Du bestimmt keine Probleme mit dem Auto bekommen.
    Und selbst wenn, jedes Auto kann gefährlich werden, wenn man unglückliche Umstände hat. Der Fronttriebler fliegt genauso ab, wenn man im Winter ungünstig eine vereiste Stelle trifft.


    Sich damit aktiv auseinandersetzen, die eigenen Grenzen kennen lernen und daran arbeiten, ist ideal, für Fahrsicherheit und genauso für Fahrspaß.


    Zu Deinen Fragen:
    1. Ich denke die Preisentwicklung wird ähnlich, wie beim G160. Da findest Du inzwischen genug Werte für Baujahre ab 2016.
    2. Die Sportsline lohnt sich ggf. aufgrund des etwas strafferen Fahrverhaltens, weil es mehr Spaß macht. Hinsichtlich der Fahrsicherheit sehe ich da keinen signifikanten Vorteil. Falls Du sowieso etwas am Fahrwerk machen möchtest, ist die Variante egal.
    3. Das fahren im abgesperrten Gelände ist immer die beste Übung, also das Fahrsicherheitstraining. Später, wenn schon eine Basis gelegt ist, kann man an geeigneter Stelle bei Schnee und Nässe auch noch ein wenig alleine üben. Der Rest kommt mit weiteren Trainings und der täglichen Fahrpraxis.

    Martin, @Martin_C32


    jeder möge seinen Spaß haben - solange er nur sich und keine Anderen gefährdet und keinen groben Unfug treibt. Ich habe schon so viele Leute bei uns dabei beobachtet, wie sie zum Teil Prototypen für mehrere 100 T€ versenkt haben, einfach weil sie es konnten und so gute Autofahrer waren, dass ich es durchaus für mich beanspruche, mal die Hand zu heben und darauf hinzuweisen, dass die Nordschleife ihre Tücken hat und man manchmal ein wenig Erfahrung und Weitblick braucht, um zu erkennen, wie gefährlich das eigentlich ist, was man da so treibt.


    Wenn Du glaubst, dass das irgendetwas mit einem Markennamen zu tun hat und ich bei identischen Aktionen mit Konzernprodukten Lobeshymnen anstimme, dann hast Du leider weder mich, noch irgendeinen meiner bisherigen Posts richtig verstanden.


    Ja, ich gestehe, ich bin mir nicht zu schade, auch mal Klartext zu reden, auch wenn wir eigentlich alle nur Spaß haben wollen. Aber nur durch ehrliche Worte und ein bisschen Kritik setzen Denkprozesse ein und entwickelt man sich weiter. Finde ich besser als "hey, geil, perfekte Runde, entwickele Dich bloß nicht weiter, besser kann es gar nicht werden".
    Ich finde es doch toll, wenn jemand Spaß hat und glücklich ist. Aber er darf doch trotzdem ein ehrliches Feedback bekommen, wenn er damit vor 4.699 Leute tritt.
    Ich persönlich finde so eine gesunde Kritik- und Streitkultur deutlich angenehmer, als ein wir haben uns alle lieb und dürfen auch nur positives schreiben. Aber das kann natürlich jeder anders sehen. Ich respektiere das, genauso wie ich erwarte, dass hier jede andere Meinung auch erlaubt und respektiert wird. Man ist hier nun einmal nicht allein und auch nicht im Wohlfühlverein. Ich erlebe das auch ständig, das eine lässt einen dann vielleicht nachdenken und über anderem muss man einfach mal darüber stehen ;) .


    P.S.: In meiner gar nicht so kurzen Karriere in der professionellen Fahrzeugentwicklung, habe ich leider von leichten Unfällen bis zu Todesfällen auf der Nordschleife alles erlebt. Das waren alles Profis, die richtig gut fahren konnten. Was meinst Du, was dann so bei den Amateuren los ist? Du siehst es jeden Tag in den Touristenfahrten, die nur ganz selten an einem einzelnen Tag ohne Sperrung aufgrund eines schweren Unfalls statt finden. Das hat leider seinen Grund ...

    Hallo Ulli,


    da kann ich noch gar nicht viel zu sagen. Bisher war er weder richtig warm, noch habe ich über 4.000 1/min. gedreht (noch am Einfahren). Unter 4.000 1/min. finde ich ihn bisher klanglich ähnlich, aber insgesamt etwas zurück haltender. Ich habe nicht mehr so in Erinnerung, wie es am Anfang mit dem Bastuck war. Das könnte auch einfach am Einfahrzustand liegen.
    Ich habe dann das Problem, dass ich den Zustand Bastuck mit 37.000 km und Sound Enhancer gegen G184 neu, ohne Sound Enhancer vergleiche. Gegen den G160 mit 37 tkm ist der neue Wagen in dem Zustand erstmal deutlich leiser.


    Mir gefällt es aber super. Der Sound ist sehr sauber, ohne Dröhnen, Rasseln und Klappern, im unteren Drehzahlbereich dezent, je höher man dreht, umso präsenter wird er.