Beiträge von Svanniversary

    (...) mit mehr Glück als Verstand und Können die Karre wieder mit 3 Schlenkerern einzufangen.


    (...) erFAHRen, was ich mit dem Auto NICHT machen darf. (Und auch viel, was geht)


    Das Auto ist genauso safe oder gefährlich wie alle anderen, man muss sich halt auf das jeweilige Fahrzeug einlassen und das tun, was zu einem vernünftigen und trotzdem spaßigen Fahrerlebnis führt, sprich seinen Grips benutzen :thumbsup: und ein bisschen üben.

    Ich schätze mal, dass ist jetzt mein persönliches Problem, weil ich immer viel Wert auf Terminologie und differenzierte Aussagen lege, aber da hake ich wieder ein.


    Solche Aussagen kommen immer wieder "wie alle anderen". Wie ein Golf, wie ein Polo, wie ein BMW Kombi? Ist vielleicht gemeint, "wie bei jedem anderen Auto muss man sich darauf einstellen, kann sich an das Auto gewöhnen und seine Fahrweise entsprechend anpassen"?
    Ich persönlich hoffe ja nicht, dass Dein MX-5 wie alle anderen Autos fährt. Meiner fuhr ganz anders, als andere Autos und zwar sowohl im sicheren, wie auch im kritischen Bereich. Genau deswegen habe ich ihn gekauft.


    Real und auch theoretisch gibt es diverse Eigenschaften, die Fahrdynamik und Fahrsicherheit beschreiben, wie zum Beispiel die Giergeschwindigkeit, Wankrate, Achslastverteilung usw. Die sind sogar unterschiedlich, wenn ich mir einen Golf Diesel und einen Golf GTI anschaue. Warum also sollte unser schönes Auto genauso sein, oder fahren, wie andere Auto? Es fährt anders und das ist auch gut so, mit dem einen oder anderen Vor- aber auch Nachteil.


    Klar kann ich genauso durch die Gegen rollen, wie mit einem VW-Bus, aber spätestens in der Kurve, beim Lastwechsel, beim dynamischen Spurwechsel, usw. verhält sich der MX-5 anders als das typische "normale" Auto. Es wäre ja auch wirklich komisch, wenn ein Sportwagen die gleiche Fahrstabilität, Fahrsicherheit, aber auch Trägheit und Stumpfheit, wie der große Familienkombi hätte.

    Vielleicht liegt’s ja am Fahrzeug selbst ?

    Ggf. höchstens an zu scharfer Achseinstellung. Der Fahrstil spielt natürlich eine sehr große Rolle. Wenn ich den Reifen überfahre, z.B. weil ich über die Vorderachse in die Kurve rutsche, oder am Kurvenausgang Wheelspin provoziere, heize ich ihn problemlos um 10-20° mehr auf. Das kann dann schon zu viel sein, während es bei sauberer Fahrweise vielleicht funktioniert.


    Ich habe damals auch extrem viel in Spanien erprobt, z.T. auch bei sehr hohen Temperaturen und in der Regel auch nie Probleme mit normalen Sportreifen gehabt.

    Nicht nahezu - jedes, ohne Ausnahme, zumindest solange wir über reguläre straßenzugelassene Fahrzeuge reden. Und, Überraschung - die meisten Rennwagen auch. Man strebt das Ideal des neutralen Setups an und da das in der Regel nicht sauber unter allen Randbedingungen erreicht wird, nimmt man dann das leichte Untersteuern. Ausnahmen, z.B. im Rally-Sport gibt es natürlich.


    Heißt, übersteuern wird der MX bei normaler, stabiler Fahrt im normalen Straßenverkehr nicht und der Heckantrieb hat auch keinen nennenswerten Anteil an der Agilität. Die kommt ganz einfach aus dem Fahrzeugkonzept, also Achslastverteilung, Schwerpunktlage etc. und ist wiederum für das etwas anspruchsvollere Fahrverhalten verantwortlich. Und so schließt sich der Kreis zum Topic dieses Threads ...

    Aus Italien:


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    Recht problemlos ist man mit den alten Autos unterwegs (ich habe noch ein Auto aus der Zeit). Die waren alle brutal untersteuernd, hatten wenig Leistung, lange Radstände und viel Masseträgheit.
    Die Reifen hatten wenig Grip und waren entsprechend gutmütig.


    Mit dem MX-5 erreiche ich deutlich höhere Querbeschleunigungen und Kurvengeschwindigkeiten und er hat dadurch auch einen schmaleren Grenzbereich.


    Ohne ESC ist der Wagen definitiv anspruchsvoller, als die Autos von damals.


    Vieles lässt sich erklären und verstehen, wenn man die Pauschalierungen heraus nimmt und das Ganze differenziert betrachtet.

    Mir fallen dazu die Klassiker ein, die mit jedem Auto passieren können - nasse und glatte Straße, Nässe- und Eisflecken, Blätter, etc. Der Unterschied ist, dass der Hothatch dann vorne einmal kurz rutscht und ruckt und das war es, während beim MX im ungünstigen Fall das Heck fast schlagartig kommt und einem dann der Platz ausgeht.
    Auch das kann einem bei jedem Auto, speziell bei Hecktrieblern passieren, aber, ich wiederhole mich, die Reaktionen im MX-5 sind im Vergleich dazu schneller und heftiger. Es lohnt sich also schon mehr, als bei anderen Autos, sich das mal in einem Training anzuschauen und sich darauf vorzubereiten.