Beiträge von Svanniversary

    Hi Volker,


    es löst einfach Widerspruch aus, wenn ein Auto mit viel Massentragheit und langem Radstand als zickig beschrieben wird und ein Auto mit gleichem Antriebskonzept, kurzem Radstand und sehr geringer Gierträgheit als das Muster an Gutmütigkeit.


    Es sagt keiner, dass der MX-5 unfahrbar, oder gefährlich ist. Aber etwas anspruchsvoller als ein Golf, oder BMW ist er dennoch. Mag an mir liegen, aber Deine Beiträge hören sich für mich so an, als wenn Du mit dem MX-5 fahrdynamisch noch nicht viel gemacht hast und ihn daher nur von einer, der gutmütigen, Seite erlebt hast. Hast Du schon einmal ein Training mit dem MX gemacht? Wenn nicht finde ich die Aussage, dass er gutmütig ist und ein Training nicht so wichtig, schon schwierig.


    Nimm mal einfach den Maßstab, wer den MX-5 ohne ESC auf einem nassen Handlingkurs sicher bewegen kann. Das ist mal nicht einfach, wie ich aus eigener Erfahrung schreiben kann. Jetzt zieht das ESC natürlich eine Sicherheitsebene ein, aber die ist recht leger und außerdem sollte es aus meiner Sicht auch nicht der Anspruch sein, dass man schlecht fährt und einen das ESC dann irgendwie rettet. Also sind wir zurück beim ersten Punkt, dass es schön wäre, ein Auto auch ohne ESC-Eingriff sicher zu fahren und dann sind wir schnell wieder beim Training.


    Mal so am Rande, aus fahrzeugtechnischer Sicht bräuchten wir diese Diskussion nicht zu führen. Der MX-5 hat aufgrund des geringeren Radstandes und der geringen Gierträgheit fahrzeugtechnische Eigenschaften, die sich z.B. klar von einem Golf, oder BMW unterscheiden (was unter anderem der Grund ist, dass er sich anders anfühlt und anders fährt, als "normale" Autos, was uns ja allen viel Spass macht). Man kann dann sogar rechnerisch nachweisen, dass das Auto bei bestimmten Fahrmanövern mit größer Gierbeschleunigung ausbricht und höhere Gierwinkel erreicht. Auf gut deutsch heißt das, wenn er übersteuert, dann tut er das schnell und heftig. Das entspricht nicht gerade der Definition von gutmütig und leicht handhabbar.
    Im Nass- oder Schneehandling merkt man das daran, dass man das Auto sehr früh und schnell einfangen muss und auch nur relativ geringe Driftwinkel halten kann. Wenn eine gewisse Gierbeschleunigung bzw. ein gewisser Gierwinkel überschritten ist, ist es extrem schwer bis unmöglich das Auto wieder einzufangen. Ein Golf R mit Allrad und deutlich mehr Leistung ist dagegen ein sehr einfach zu fahrendes Auto.


    Das sind jetzt meine Erfahrungen und Argumente und ich freue mich über jedes Gegen-Argument, dass man diskutieren kann.

    Immerhin weiß ich jetzt, warum der Netiquette-Thread aktuell wieder bepostet wird. Meinungen, die nicht dem Mainstream entsprechen, scheinen hier nicht unbedingt gern gesehen. :rolleyes:

    Ganz ehrlich, das löst langsam ein großes Unbehagen bei mir aus. Ich schreibe hier genauso meine Erfahrungen und Meinungen wie alle anderen. Viele hier haben zu diesem Thema eine ähnliche Einschätzung wie ich.
    Manchmal könnte es auch einfach sein, dass der Mainstream dichter an der Wahrheit ist, als die eigene Meinung. Wenn nicht, dann immer her mit Beispielen und guten Argumenten. Ein reines "glaube ich nicht" oder "sehe ich anders", ist da etwas dünn. In welchen Situationen bist Du zu einer anderen Einschätzung gekommen? Welche Grenzerfahrungen hast Du mit dem Auto gemacht? Wie viele Trainings?
    Ich kann doch nicht erwarten, dass ich eine abweichende Meinung vertrete, diese nicht ausreichend begründen kann und mir dann alle zustimmen. Sich dann auch noch darüber aufzuregen, dass andere eine abweichende Meinung haben, finde ich etwas vermessen.


    Ich freue mich über jede Diskussion und abweichende Meinung. Der Austausch macht Spaß und häufig lernt man dadurch etwas dazu. Das setzt aber eine gewisse Diskussionsbereitschaft und Argumentation auf beiden Seiten voraus.

    ... wie viel es doch gebracht hat ...

    Egal wie lange ich das beruflich mache und auch nach über 20 Trainings nehme ich nach jedem weiteren Training oder Fahrevent immer noch ein bisschen was mit, finde neue Fahrfehler und kann mich (hoffentlich) etwas verbessern.


    Ich weiß nicht, ob das bei einem Walter Röhrl o.a. irgendwann aufhört, glaube ich aber auch nicht. Wir Normalsterblichen werden wahrscheinlich ein Leben lang keine perfekten Autofahrer und können nur daran arbeiten, dem Ideal nach und nach näher zu kommen.
    Ich habe in der Firma immer noch so viele Leute, die viel besser als ich fahren und mehr Gefühl für das Auto haben. Das ist eine stetige Motivation ...

    Ich bin ja der altertümlichen Meinung, dass sich ein Fahrsicherheitstraining immer lohnt, egal ob Polo oder Golf und erst Recht im MX-5.
    Kann man ein Auto (zu) gut beherrschen, gerade wenn man Freude am Auto fahren hat?


    Man kann natürlich fast jedes Hobby als Autodidakt, oder sogar ohne jegliches Wissen betreiben, aber mehr Spaß macht es doch, wenn man auch etwas davon versteht ;) .

    Volle Zustimmung @Nelle.


    Es gibt schwierigere Autos und es gibt viele Autos, die im kritischen Bereich einfacher zu handhaben sind. Ich gehe in der Regel davon aus, dass die meisten Teilnehmer eher von den „normalen“ Autos kommen. Wer noch anspruchsvollere Autos gewohnt ist, kann sich seinen Teil denken ;) .


    Anspruchsvoll ist ja eh immer relativ. Die Sportwagenabstimmer von Porsche fanden z.B. den ausgeladenen Crafter im Handling auch anspruchsvoll ;) .


    Der Wagen macht Spass, kann eine Menge und es wird umso anspruchsvoller, je anspruchsvoller ich ihn auch bewege. Und dann kommen wir zum Kern der Sache zurück. Wenn ich ihn anspruchsvoll bewegen möchte (oder generell meine Sicherheit im Umgang mit dem Auto erhöhen möchte), dann ist es absolut sinnvoll sich im Rahmen von Trainings mit dem Auto vertraut zu machen.
    Ihr erinnert Euch, das war der Ausgangspunkt dieser Diskussion. Schon spannend, wie man vom Weg abkommen kann.


    P.S.: @Nelle, @Harkpabst, da fühle ich mich verstanden, danke ;) !

    Der Dreher war doch das beste Beispiel. 180° auf 20 oder 30m Radius (weiß ich nicht mehr) mit Beschleunigung ohne Ende. Normal absolut unverantwortlich. Und was passiert? Ein Dreher (nennt man glaube ich "Übersteuern"), mehr nicht. Der Golf hätte unter gleicher Bedingung auf der Hälfte der Strecke über die Vorderreifen das Geradeaus gesucht Richtung Wiese/Zaun.
    @Watashi wa Sven desu, es geht nicht um Emotionen, sondern ich respektiere deine Meinung und dein Wissen, aber es gibt hier im Forum auch noch andere User, die ihr Wissen gerne mitteilen würden, aber durch ein "ich weiß es sowieso besser" von dir vom schreiben abgeschreckt werden. Und es soll doch auch ein Forum für alle Interessenten sein und nicht nur für vereinzelte Personen.
    Als Du dir den Nickname "watashi wo Sven desu" zugelegt hast, fand ich den ganz lustig und habe ihn für mich als "was sagt Sven dazu" abgetan, denn gefühlt ist es für mich in 98% der erstellten Themen/Beiträge so.
    Könntest Du dir vorstellen, dass das vielleicht den einen oder anderen bereits etwas nervt?


    Ich möchte aber niemenden zurechtweisen. Das steht mir auch gar nicht zu. Jeder kann es halten wie er möchte. Ist schließlich ein frei zugängliches Forum. Aber meine Meinung wollte ich kurz kund tunt. In diesem Sinne. :)

    "Nur" ein Dreher auf freier Fläche, mehr nicht. Untersteuern wäre schlimmer gewesen? Wenn Du mir jetzt bitte noch erklärst, wie Du das innerhalb der 3m Breite Deiner Fahrspur auf der Landstraße abfängst, wäre ich sehr dankbar ;-). Klar war das provoziert, aber es gibt genug Beispiele, dass man auch im echten Leben in solche Situationen kommen kann und das ist dann alles andere als einfach zu kontrollieren.



    Ansonsten - sorry für OffTopic - aber da es ja an der Stelle auch persönlich wird, nehme ich mir die Freiheit auch auf Deinen Kommentar einzugehen.


    Das "ich weiß es sowieso besser" ist hier völlig Fehl am Platze und dann sehr emotional und anscheinend Deine persönliche Interpretation bzw. Wahrnehmung. Ersetze das einfach mal durch "nach Svens persönlicher Meinung, oder Erfahrung", so wie hier jeder andere auch seine Meinungen und Erfahrungen teilt und Du wirst mir zumindest zugestehen müssen, dass ich das als Teil des Forums genau wie alle anderen auch teilen darf.


    Anstatt mir dann Vorwürfe zu machen und sogar den Mund zu verbieten, würde ich mich über eine sachliche Diskussion freuen. Ich kenne das aus genug anderen Foren. Am liebsten würde man alle rausschmeißen, die nicht konform laufen, um sich dann genüsslich in der eigenen Filterblase auf die Schulter zu klopfen, weil alle sich so schön einig sind. Ich glaube persönlich nicht, dass das der richtige Weg ist und glücklicherweise bekomme ich für meine Beteiligung hier, die mir natürlich auch viel Spass macht, viel positives Feedback, z.T. sogar über PN, und auch in Form von Likes. Das motiviert mich, weil ich das Gefühl habe, dass der eine oder andere von meiner Erfahrung profitiert und wir am Ende alle zusammen Spass am Auto haben und auch die Technik besser verstehen.


    Generell fände ich es persönlich angenehmer nicht des öfteren auf der persönlichen Ebene angegriffen zu werden oder mir sogar vorhalten zu lassen, dass ich "nerve". Aber ich halte das aus und denke mir meinen Teil. Btw. wenn Du niemanden zurecht weisen möchtest, warum tust Du es dann? Ich bin auch tatsächlich der Meinung, dass Dir das nicht zusteht.


    Sollte es anderen Forenteilnehmern ähnlich wie Detlef gehen, dürft Ihr mir selbstverständlich gerne Feedback per PN zukommen lassen ;) . Ich denke öffentlich braucht man so etwas schon gar nicht austragen.


    P.S. Netiquette
    "5.) Diskutiert bitte sachlich."
    "Insbesondere sollten Unhöflichkeit, Doppeldeutigkeit oder gar Beleidigungen nicht die Kommunikation per Text, der die Sinngebung durch nonverbale Signale fehlt, erschweren."