Beiträge von Svanniversary

    Der Dreher war doch das beste Beispiel. 180° auf 20 oder 30m Radius (weiß ich nicht mehr) mit Beschleunigung ohne Ende. Normal absolut unverantwortlich. Und was passiert? Ein Dreher (nennt man glaube ich "Übersteuern"), mehr nicht. Der Golf hätte unter gleicher Bedingung auf der Hälfte der Strecke über die Vorderreifen das Geradeaus gesucht Richtung Wiese/Zaun.
    @Watashi wa Sven desu, es geht nicht um Emotionen, sondern ich respektiere deine Meinung und dein Wissen, aber es gibt hier im Forum auch noch andere User, die ihr Wissen gerne mitteilen würden, aber durch ein "ich weiß es sowieso besser" von dir vom schreiben abgeschreckt werden. Und es soll doch auch ein Forum für alle Interessenten sein und nicht nur für vereinzelte Personen.
    Als Du dir den Nickname "watashi wo Sven desu" zugelegt hast, fand ich den ganz lustig und habe ihn für mich als "was sagt Sven dazu" abgetan, denn gefühlt ist es für mich in 98% der erstellten Themen/Beiträge so.
    Könntest Du dir vorstellen, dass das vielleicht den einen oder anderen bereits etwas nervt?


    Ich möchte aber niemenden zurechtweisen. Das steht mir auch gar nicht zu. Jeder kann es halten wie er möchte. Ist schließlich ein frei zugängliches Forum. Aber meine Meinung wollte ich kurz kund tunt. In diesem Sinne. :)

    "Nur" ein Dreher auf freier Fläche, mehr nicht. Untersteuern wäre schlimmer gewesen? Wenn Du mir jetzt bitte noch erklärst, wie Du das innerhalb der 3m Breite Deiner Fahrspur auf der Landstraße abfängst, wäre ich sehr dankbar ;-). Klar war das provoziert, aber es gibt genug Beispiele, dass man auch im echten Leben in solche Situationen kommen kann und das ist dann alles andere als einfach zu kontrollieren.



    Ansonsten - sorry für OffTopic - aber da es ja an der Stelle auch persönlich wird, nehme ich mir die Freiheit auch auf Deinen Kommentar einzugehen.


    Das "ich weiß es sowieso besser" ist hier völlig Fehl am Platze und dann sehr emotional und anscheinend Deine persönliche Interpretation bzw. Wahrnehmung. Ersetze das einfach mal durch "nach Svens persönlicher Meinung, oder Erfahrung", so wie hier jeder andere auch seine Meinungen und Erfahrungen teilt und Du wirst mir zumindest zugestehen müssen, dass ich das als Teil des Forums genau wie alle anderen auch teilen darf.


    Anstatt mir dann Vorwürfe zu machen und sogar den Mund zu verbieten, würde ich mich über eine sachliche Diskussion freuen. Ich kenne das aus genug anderen Foren. Am liebsten würde man alle rausschmeißen, die nicht konform laufen, um sich dann genüsslich in der eigenen Filterblase auf die Schulter zu klopfen, weil alle sich so schön einig sind. Ich glaube persönlich nicht, dass das der richtige Weg ist und glücklicherweise bekomme ich für meine Beteiligung hier, die mir natürlich auch viel Spass macht, viel positives Feedback, z.T. sogar über PN, und auch in Form von Likes. Das motiviert mich, weil ich das Gefühl habe, dass der eine oder andere von meiner Erfahrung profitiert und wir am Ende alle zusammen Spass am Auto haben und auch die Technik besser verstehen.


    Generell fände ich es persönlich angenehmer nicht des öfteren auf der persönlichen Ebene angegriffen zu werden oder mir sogar vorhalten zu lassen, dass ich "nerve". Aber ich halte das aus und denke mir meinen Teil. Btw. wenn Du niemanden zurecht weisen möchtest, warum tust Du es dann? Ich bin auch tatsächlich der Meinung, dass Dir das nicht zusteht.


    Sollte es anderen Forenteilnehmern ähnlich wie Detlef gehen, dürft Ihr mir selbstverständlich gerne Feedback per PN zukommen lassen ;) . Ich denke öffentlich braucht man so etwas schon gar nicht austragen.


    P.S. Netiquette
    "5.) Diskutiert bitte sachlich."
    "Insbesondere sollten Unhöflichkeit, Doppeldeutigkeit oder gar Beleidigungen nicht die Kommunikation per Text, der die Sinngebung durch nonverbale Signale fehlt, erschweren."

    Lege ich mal einen Golf und einen MX5 zu Grunde, rutsche ich mit dem Golf über die Vorderräder bei gleicher Belastung eher aus der Bahn, als mit dem MX5 über die Hinterräder.
    Selbst wenn beide gleichzeitig ausbrechen würden, Golf untersteuernd und MX5 übersteuernd, ist es „leichter“ ein übersteuerndes Fahrzeug einzufangen als ein untersteuerndes, da beim untersteuern nicht immer das Gehirn mit macht um die Lenkung aufzumachen.
    Aber ist auch egal.
    Für mich fährt der MX5 wie ein ganz normales Fahrzeug im Sinne der Fahrsicherheit und macht zudem einen Riesenspaß.

    Führen wir jetzt ernsthaft die Diskussion, dass sich der MX-5 "wie jedes normale Fahrzeug" fährt. Gerade nicht, oder? Deswegen ist er beliebt und für viele ist es der Hauptgrund einen MX-5 zu fahren, weil er sich nicht wie jedes normale Fahrzeug fährt. Das gilt im Alltag, aber leider umgekehrt auch in Grenzsituationen.
    Das ist ja ansonsten so, als wenn ich sage "alle Straßenfahrzeuge sind fahrdynamisch ähnlich und haben alle die gleiche Fahrsicherheit". Das wäre jammerschade und ist zum Glück auch nicht so. Mit gesteigerter Handlichkeit und Agilität gehen auch schnellere und heftigere Reaktionen einher, die den Fahrer anders fordern können.


    Untersteuern tun zum Glück beide, der Golf und der MX-5. Ich kenne keinen Großserienhersteller, der ein übersteuerndes Fahrzeug auf den Normalfahrer loslassen würde. Das wiederum liegt daran, dass nach Stand der Technik das untersteuernde Fahrzeug als das mit höherer Fahrsicherheit angesehen wird. Da brauche ich nämlich nur vom Gas gehen und ein wenig die Lenkung aufmachen, damit es sich stabilisiert, im Gegensatz zum übersteuernden, bei dem ich mit der richtigen Schnelligkeit und Geschwindigkeit einen bestimmten (Gegen-)Lenkwinkel treffen muss. Wenn Du das perfekt drauf hast ist das ja super, aber das ist nichts, was Du von jedem Fahrer erwarten kannst. Wie war das eigentlich bei unserem Fahrsicherheitstraining mit dem Dreher ;) ? Alles absolut easy, oder ... Das wäre Dir so mit dem Golf nicht passiert.
    Zum Glück wird das durch das ESC wesentlich entschärft, aber auch das rettet nicht jede Situation.


    Ich bin jetzt aber auch ruhig. Langsam aber sicher lassen wir die sachliche Ebene immer weiter hinter uns und gegen Emotionen lässt sich schlecht argumentieren (was ich nicht nur auf @Detlef, sondern auch auf die Folgeposts beziehe).

    Und ich, mit 30 Jahren Fahrerfahrung, davon 20 in der Fahrwerkentwicklung, fürchte, dass Du schneller in unangenehme Situationen kommst, als Du Dir aktuell vorstellen kannst.
    Das gilt aber prinzipiell für jedes Auto.
    Man kann den MX-5 einfach und sicher fahren, aber er ist definitiv nicht in jeder Situation einfach und sicher zu fahren.
    Ich vermute auch stark, dass wir unter „zügig“ unterschiedliche Dinge verstehen und das ist auch gut so.


    Ich werfe immer mal wieder gerne Situationen wie ein Ausweichmanöver bei 160 km/h, oder überraschende Glätte an einer ungünstigen Stelle in den Ring. So etwas kann auch schon einmal erfahrene und geübte Fahrer überfordern und ein anspruchsvolleres Auto macht es nicht einfacher.

    Verstehe den Kommentar von @Detlef jetzt auch nicht. Wie viele Abflüge hatten wir alleine hier im Forum 3, oder 4? Den MX-5 mit "normalen" Autos, wie Kompakten, oder Kombis in einen Top zu werfen, passt definitiv nicht. Ich schmeiße mal wieder den Riemen auf die Orgel - kurzer Radstand, geringe Gierträgheit, Heckantrieb, eher leger abgestimmtes ESC ...


    Klar werde ich das im normalen Alltag bei angepasster Fahrweise und etwas Glück nicht erleben, aber das ändert doch nichts an den Fahreigenschaften des Autos. Niemand kann ausschließen, dass er nicht doch einmal in eine Situation kommt, häufig durch Fehler anderer, wo mal etwas mehr Dynamik ins Auto kommt.


    Sicher nichts vor dem Angst haben muss, aber durchaus etwas, bei dem es sich lohnt, sich damit beim einen oder anderen Training auseinander zu setzen.


    Ich wiederhole dazu noch einmal meine Erfahrungen. Ich bin den MX-5 mit und ohne ESC auf dem Eissee gefahren, so wie vorher auch viele andere Autos, vom Golf mit und ohne Allrad, wie auch einigen Porsche, BMWs, Mercedes, usw. Der MX-5 war dabei definitiv eins der anspruchsvolleren Autos. So anspruchsvoll z.B., dass ein Kollege der auch ordentlich fährt, nach einigen Runden keine Lust mehr hatte, weil ihm das zu viel "Eiertanz" war.

    Der MX hat einen Frontmittelmotor, einen sehr kurzen Radstand und auch eine sehr geringe Gierträgheit. Der ist also dichter am Mittelmotor-Konzept, als am klassischen Standardantrieb.


    Mir kommt ein Cayman, oder Boxster noch agiler und giftiger vor, aber der MX-5 geht durchaus in eine ähnliche Richtung,


    Den Gegenschlag kannst Du Dir aber prinzipiell mit jedem Auto einfangen. Der zeigt m Wesentlichen, dass der Lenkwinkel beim Gegenlenken zu groß war, bzw. die Lenkung zu spät wieder aufgemacht wurde. Da muss man beim MX-5 ähnlich wie beim Mittelmotorfahrzeug sehr fix sein.

    @Torben, mehr Rollsteifigkeit bekommst Du entweder durch härtere Aufbaufedern und/oder härtere Stabilisatoren. Ab einem gewissen Grad der Fahrwerkshärte sollte ich auch über Versteifungen, wie Domstreben etc. nachdenken, da die Torsionssteifigkeit der Karosserie umso wichtiger wird, je höher die Rollsteifigkeit ist.


    Aber - wo ist denn jetzt genau das Problem? Jedes Auto hat eine endliche Rollsteifigkeit und das ist auch gut so. Die sorgt nämlich dafür, dass das Auto sauber und linear Seitenführung aufbaut, weich reagiert und einen vernünftigen Grenzbereich hat.


    Ich wundere mich ja generell schon darüber, dass viele Fahrer so große Aversionen gegen das Wankverhalten des Serienfahrwerks haben, aber wenn selbst ein V3 noch als zu wankweich für ein normales Straßenfahrzeug empfunden wird, dann verstehe ich das nicht mehr.
    Auf dem Track fährt der MX-5 Cupracer Federraten, die noch einmal um den Faktor 2,5 höher sind, als beim V3. Auch der wankt noch, aber schon deutlich weniger. Das ist aber eine Abstimmung, die fast keinen Restkomfort mehr bietet und mit der man auf einer normalen (schlechten) Landstraße auch nicht mehr glücklich wird.
    Irgendwann mache ich das Auto so hart und steif, dass es zwar nicht mehr wankt, aber auch nicht mehr vernünftig auf der normalen Straße fahrbar ist.


    Beim V3 kann man, wie @J_a_n vorgemacht hat, tatsächlich darüber nachdenken vorne noch einen härteren Stabi zu ergänzen. Das reduziert das Wanken und verbessert die Balance.
    Aber auch damit bleibt die Rollsteifigkeit endlich und das Auto wird immer noch ein wenig wanken (was auch gut so ist, s.o.).


    Ich würde aber dennoch mal darüber nachdenken, was denn jetzt genau stört.
    Aus eigener Erfahrung mit dem V3 kann ich sagen, dass das Fahrwerk bis auf die schlechte Balance fahrdynamisch sehr gut funktioniert und die Steifigkeiten und die damit einhergehenden Eigenfrequenzen und Rollsteifigkeiten sich im normalen Rahmen dessen bewegen, wie man ein sportliches Straßenfahrzeug abstimmt.
    Wir reden also ggf. eher über ein subjektives Problem, oder nicht angepasste Fahrtechnik, denn das Fahrwerk an sich funktioniert sehr gut.

    Kann eine Domstrebe, indem sie die Steifigkeit erhöht und somit die Nebenfederrate durch Torsion der Karosserie eliminiert (oder zumindest positiv beeinflusst) grundsätzlich das Wankverhalten verändern? Ja oder nein?

    Ja, sicher. Das tut sie theoretisch, praktisch und messbar. Aber in einem Bereich der geschätzt einen einstelligen Prozentanteil an der gesamten Rollrate hat.
    Man merkt diesen Effekt subjektiv schon recht deutlich, dadurch dass die Lenkung direkter anspricht und das Fahrwerk sauberer arbeitet, aber die tatsächliche Reduzierung des Wankwinkels ist minimal.