Beiträge von Svanniversary

    Ich bin bisher noch nicht so viel MPS gefahren, aber nmE sind die schon ab Werk deutlich straffer, als ein Serien-MX-5. Die großen Wankwinkel und das eher lebendige Fahrverhalten sind beim MX-5 typisch für die Werksauslegung und da hilft wirklich nur daran gewöhnen, oder ein anderes Fahrwerk einbauen.

    Zu testen ob eine Verschraubung sehr lose ist, ist das eine, sie dann korrekt anzuziehen das andere. Wenn wir so etwas in der Auslegung bzw. Absicherung/Prüfung anschauen, dann nehmen wir Weiterdrehmomente, oder Lösemomente, je nachdem was man braucht, und das auch mit einem Drehmomentschlüssel.


    Je nach Werkzeug ist es schon sehr schwierig, abzuschätzen in welchem Drehmomentbereich man gerade ist, wenn man von Hand festzieht.


    Grauzone ist für mich der von @Nelle genannte Bereich nicht zugänglicher Verschraubungen. Da bleibt einem dann nichts anderes übrig, die zugänglichen Schrauben mit mittlerem Drehmoment anzuziehen, diese dann von Hand nachzuziehen und dann mit diesem Handgefühl die nicht zugänglichen Schrauben fest zu ziehen. Schön ist etwas anderes...


    Hier habe ich eine gute Unterlage zu dem Thema gefunden: http://www.ibes-electronic.de/…ngsunterlagen_Neutral.pdf


    Wenn die Schraube vorher schon fest war, kann das Aufbringen eines zusätzlichen Winkels schon reichen die Schraube in die Streckgrenze zu ziehen.

    Der MX-5 hat im Gegensatz zum Mazda 3 vorne Doppelquerlenker und keine McPherson-Federbeine. Da ist IMHO eine Domstrebe nicht so wichtig.

    Würde ich so nicht unterschreiben. Auch beim Doppelquerlenker geht der Lastpfad in Richtung Dom und alle Arten von Fahrwerksaufhängungen sind sensitiv ggü. Karosserie-Torsion. Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema beim MX nicht so häufig diskutiert wird, weil viele Autos die Strebe schon ab Werk verbaut haben. Allein daran sieht man ja schon, dass auch Mazda die Strebe für sinnvoll hält.


    Ich wiederhole mich nur ungern, aber das Thema wanken kommt primär aus der Feder-/Dämpferabstimmung. Da kann ich noch so viel versteifen, aber ich werde nur wenige Prozent Verbesserung erreichen. Das ist so beim MX-5 und das war auch so beim MPS. Es wäre ja fatal, wenn die Karosserie so viel Torsionswinkel macht, dass sich der Wankwinkel bei Versteifung signifikant reduziert.
    Was ich nicht anzweifele ist, dass sich ein versteifter MPS viel direkter und straffer anfühlt. Das liegt aber nicht am reduzierten Wankwinkel, sondern daran, dass sich die Radaufhängung vernünftig abstützen und damit besser arbeiten kann.


    Aber um noch einmal explizit die Frage von @Penta zu beantworten - ja, Du wirst um eine Fahrwerksmodifikation nicht herum kommen, wenn Du die realen Wankwinkel reduzieren möchtest.


    Ob das wirklich das ist, was Du willst, oder ob Du eigentlich etwas ganz anderes meinst, solltest Du noch einmal überlegen. Wie oben geschrieben hat die Strebe auch beim MPS die Wankwinkel, wenn überhaupt, nur minimal reduziert. Sie wird aber die Steifigkeit erhöht und die Karosserietorsion reduziert haben. Den gleichen Effekt erreicht man beim MX-5 natürlich auch mit entsprechenden Versteifungsmaßnahmen. Vielleicht ist es das was Du suchst und Du verwendest nur die falsche technische Beschreibung.

    Danke für die Einschätzung @geraldberlin63. Als Maschinenbauer stolpere ich aber zwangsläufig darüber, dass Du in Verschraubungen trennst, bei denen zu viel Drehmoment egal ist und andere für die das nicht gilt.


    Aus technischer Sicht gibt es sowohl zu wenig, als auch zu viel Drehmoment. Beim Ersteren kann sich die Verschraubung lösen, beim letzteren können Schäden an der Verschraubung, oder den verschraubten Bauteilen entstehen. Das richtige Drehmoment ist das vorgeschriebene, dass beide Fälle vermeidet.
    Ich kann das nicht zur Nachahmung empfehlen. Die Gefahr, dass man massive Verschraubungen abreißt, oder Teile beschädigt, ist sicher gering, aber dafür ist fest sehr häufig nicht fest. Drehmomente von z.T. Über 100 Nm bringt man mit dem Ringschlüssel nicht mal eben auf.
    Und im Gegensatz dazu hat man die 25 Nm, die für die Domstreben vorgeschrieben sind, schnell überschritten.


    Ich denke wer am Auto schrauben will, sollte auch noch genug Zeit und Geld investieren, um einen Drehmomentschlüssel und die richtigen Anzugsmomente zu besorgen. Alles andere ist Pfusch...

    Genau so sieht es aus. Wobei ein KW V3 im Angebot mit Stabi schon günstiger ist als ein Öhlins (sofern man den alten Stabi einfach rausflext ;) ). Nur bin ich derzeit wohl der Einzige, der das V3 mit Stabi fährt und mein Fahreindruck muss ja nicht jedem gefallen.


    Kleine Ausnahme: Wer viel Gefühl im Popo hat, aber trotzdem nicht schneller als zügig fährt (also zB auf Pässetouren), für den mag das V3 mit Serienstabi eine sehr gute Wahl sein.

    @J_a_n, stell Dein Licht nicht unter den Scheffel. Klar geht es auch immer um Vorliegen und Geschmack, aber KW V3/ST-X sind in der Werksauslegung einfach komplett aus der Balance.


    Ich habe mich damit 2 Jahre rumgequält und das funktioniert wirklich nur dann einigermaßen, wenn ich das Auto mittels Fahrwerkeinstellung stark vertrimme und mir eine sehr schwache Vorderachse baue. Ich kann da mittlerweile nichts Sinnvolles, oder Gutes mehr daran finden.


    Vielleicht fällt mir doch ein einziges Argument ein - wenn Komfort ganz wichtig ist, bekommt man mit dem V3 eine Tieferlegung mit eher moderaten Federraten und kann das Fahrwerk über die Dämpferverstellung recht komfortabel einstellen. Das funktioniert dann immer noch etwas besser, als eine Tieferlegung nur über die Federn, ist aber fahrdynamisch dennoch ein großer Kompromiss.

    Ihr meint das Sps für 1199?
    Das Öhlins Road and Track nochmal 200 Euro teurer als das Kw V3.
    Witzigerweise Fahrwerk und Feder einzeln, kosten zusammen 2200 Euro und lieferbar.
    Als komplett Paket 2400 und nicht lieferbar.

    2070 € + 4 x 63 € macht 2322 €. Der Preis ist pro Feder. Ist damit aber immer noch günstiger, als das Komplettpaket. Ich empfehle dann aber, vorne die 70er Federrate zu nehmen und dann muss man sowieso alles einzeln kaufen.


    Mir ging es um den Vergleich KW V3 und Stabis, oder gleich das Oehlins Fahrwerk zu nehmen. Da liegt die Oehlins Variante in den Kosten ähnlich und der Einbauaufwand ist geringer, da dieser beim Vorderachs-Stabi recht hoch ist.


    Mit dem SPS hat man sogar eine deutlich preisgünstigere Alternative, die im Komfort etwas schlechter ist, aber fahrdynamisch auch gut funktioniert.


    Das V3 solo ohne Stabis würde ich nicht noch einmal nehmen, weil die Balance sehr schlecht ist, mit einer zu weichen Vorderachsfeder (s.o.).