Beiträge von Svanniversary

    Das kann man so pauschal leider nicht sagen, wie Mazda Lenkrad und Lenksäule auslegt und wann es zu viel ist.


    Es gibt in der Auslegung grundsätzlich solche Vorhalte und Lastfälle, bei denen angenommen wird, dass sich der Fahrer am Lenkrad abstützt.


    Ich würde aber dennoch nicht ausschließen, dass man es schafft, irgendwann den Lenkradkranz zu verbiegen, wenn man sich immer wieder mit hohem Gewicht daran abstützt.


    Wie wirken sich eigentlich härtere Federn VA auf das Bremsen bei einem unharmonischen Bremsverhältnis vorne zu hinten aus?

    Die Achslastverteilung ändert sich dadurch nur minimal. Der Einfluß hält sich also in Grenzen. Die Dosierbarkeit und das Bremsgefühl werden natürlich in der Regel besser, weil das Auto besser steht und nicht so stark nickt.

    Mich stört dieses Wegknicken der HA in scharf gefahrenen Kurven. Ob es Sinn macht, die härteren Stabis bei Normalhöhe nachzurüsten?
    Die Nachrüstung sollte man ja selbst hinbekommen, denke ich. Danach noch mal das Fahrwerk einstellen bzw. die Werte kontrollieren? ich habe ja die Taxidriverwerte für Werkszustand...

    Wie ist denn das Fahrwerk aktuell eingestellt? Ich bin in letzter Zeit einige Autos mit Bilstein-Fahrwerk gefahren, die alle gut eingestellt waren. Da gab es aus meiner Sicht, außer den großen Wankwinkeln und viel Karossiebewegung, nichts zu meckern. Die Autos hatten alle einen sehr sauberen Grenzbereich mit sehr stabiler Hinterachse. Es ist bei dem Fahrwerk einfach unheimlich wichtig, dass Spur und Sturz hinten passen. Aus meiner Sicht kann man da ruhig an die 1°30‘ Sturz und 20-24‘ Spur fahren. Dann steht die HA auch schön.


    Wenn man beim Serien- oder Bilstein-Fahrwerk nur die Stabis wechselt, wird die Balance stark leiden und zwar deutlich in Richtung untersteuern. Das in Verbindung mit dem doch recht aufwendigen Einbau an der Vorderachse spricht für mich deutlich gegen diese Lösung.

    Hallo @J_a_n,


    ich habe leider nur die Werte des Eibach Antiroll-Kits mit Raten von 47/14 vorne/hinten. Das habe ich gerade mal beim KW V3 in meine Feder-Tabelle eingetippt und die Werte für die Kombi KW V3 + Eibach AntiRoll Kit ausgerechnet.


    In der Kombi Fahrwerk + Stabis bekomme ich ein recht neutrales Setup, das mit einem Federratenverhältnis von 0,95 nur noch sehr leicht übersteuernd ist. Wenn die H&R Stabis ähnliche Raten haben, dann passt das auch rechnerisch sehr gut zu Deinen Erfahrungen und bestätigt, dass man das V3 auch mit dieser Maßnahme in Richtung Neutralität schieben kann.
    Wenn ich nur vorne den Stabi umbaue bin ich rechnerisch sogar bei einem Wert von 1,21, also eher im Bereich der Serienauslegung.


    Die effektive Federrate, die sich aus Feder + Stabi ergibt entspricht dann ungefähr einer Federauslegung von 71/48 bzw. 71/37, wenn ich nur den vorderen Stabi einbaue.


    Wie geschrieben alles mit den Werten des Eibach Antiroll Kits berechnet.


    Ich vermute, das die Variante mit Serienstabis und passender Federauslegung noch eine Spur harmonischer ist, da ich damit dann auch das Traktions- und Brems-Nicken reduziere, aber als Ergänzung um das V3 besser fahrbar zu machen, sieht das wirklich nach einer sehr guten Lösung aus mit den Stabis.

    verstehe ich das jetzt richtig?
    Vom Sportpaket bleiben nur die Recaros und die Domstrebe übrig wenn man eh etwas am Fahrwerk ändern will? Sprich etwas tiefer, etwas weniger Schwanken aber trotzdem noch Restkomfort?
    Kann die Domstrebe bleiben, oder ist die auch nur halb zu gebrauchen?

    Nur ist relativ. Die Recaros sind gut und nur unter utopischen Preisen nachzurüsten. Aus meiner Sicht lohnt sich das Paket alleine dafür.


    Die Domstrebe ist o.k. und kann und sollte drin bleiben. Es gibt aber bei vielen verstellbaren Fahrwerken das Problem, dass man nicht an die Einstellrädchen kommt, oder diese nicht drunter passen. Das kann man ggf. durch den Einbau einer anderen Strebe lösen und dann ist die Serienstrebe auch raus.

    Der Händler meinte, das sollte erst etwas später gemacht werden. Danke für die Werte.

    Ist richtig, aber auch wieder nicht richtig.


    Direkt nach dem Einbau muss die Geometrie natürlich auch eingestellt werden. Das ist bei vielen Fahrwerken sogar im Gutachten vorgeschrieben und absolut notwendig. Durch die Tieferlegung stellen sich komplett andere Werte für Spur und Sturz ein und dass muss direkt nach dem Einbau korrigiert werden.


    Danach setzt sich so ein Fahrwerk in der Regel ein wenig und deshalb ist es sinnvoll die Einstellung nach ca. 2.000 - 3.000 km noch einmal zu kontrollieren und zu korrigieren.

    Jetzt meine Neugier.


    Sagt diese Neigung zum Quietschen irgend etwas über den Reifen aus ?

    Irgendwie schon, aber was kann ich nicht sagen ;) .


    Das Quietschen ist in der Regel eine Schwingung der Profilblöcke. Wie stark und mit welcher Frequenz die schwingen hängt dann u.a. von der Temperatur, dem Restprofil, dem Reibwert und anderen Dingen ab.
    Es kann also gut sein, dass das zunehmende Quietschen aus dem Verschleißzustand des Reifens herrührt und es tatsächlich mehr wird (und vielleicht auch mal wieder weniger).