Beiträge von Svanniversary

    Egal ob Reifen, Fahrwerk, Bremsen, Luftdruck. Irgendwie habe ich manchmal das Gefühl, das der eine oder andere vielleicht nicht das Richtige, dafür predistinierte Fahrzeug gekauft hat.
    Aber das beziehe ich nur auf meinen persönlichen Eindruck.

    @Detlef, mir ging es u.a. um diese Aussage. Das ist auch sehr wertend, bis zu der Aussage, dass eventuell jemand das falsche Auto fährt.
    Wohl alle, die Du hier meinst, sind so unterwegs, weil es sich für sie neben dem Objektiven, auch subjektiv besser anfühlt.


    Das Oehlins Fahrwerk mit dem MPS4 macht mir subjektiv einen Riesenspass und dabei lassen sich sogar ein paar Fakten finden, warum es auch objektiv in gewissen Eigenschaften besser ist.


    Das kannst Du offensichtlich aus Deinem persönlichen Eindruck nicht nachvollziehen („Aber das beziehe ich nur auf meinen persönlichen Eindruck“), aber deswegen hat es doch genauso seine Berechtigung, wie Deine subjektiven Ansichten. Daher wundere ich mich etwas warum immer wieder diese Sticheleien und Seitenhiebe gegen die kommen, die versuchen solche Sachen auch zu objektivieren.


    Beides hat seine Berechtigung und das sollten wir gegenseitig anerkennen.
    Vielleicht im Sinne von:
    Nicht alles was objektiv gut ist, gefällt subjektiv
    und
    nicht jeder subjektive Eindruck hält einer objektiven Betrachtung stand.


    Erlaubt ist was gefällt und Spaß macht und das ist nun einmal sehr individuell.

    Subjektiv ist super, vor allen Dingen, wenn man auch andere subjektive Sichtweisen neben der eigenen akzeptiert, nicht war @Detlef?


    Dem einen oder anderen gefällt das objektiv Bessere auch subjektiv besser.


    P.S.: Die ursprüngliche Antwort war ausführlicher, aber ich dachte wir versuchen einfach mal zu vermeiden, sofort wieder in das alte Schema zu fallen. Wir wissen ja beide wohin das in der Regel führt ;) .

    Mal unter uns gefragt: einfünf, selbst ein g ist doch verdammt viel Holz, oder? So rein vom Gefühl würde ich sagen, daß man ab 0,5g an der Tür klebt und spätestens bei 0,75 die Augäpfel größer werden und das Zwerchfell nach innen kommt. Zumindest als zukunftsbejahender Überdurchschnittsfahrer. Oder irre ich mich da?

    Der normale Autofahrer ist im Bereich 0,2-0,4 g unterwegs, der Ambitionierte fährt bis ca. 0,6-0,8 g. Die genannten Werte sind tatsächlich alles was geht. Bei unserem Training waren aber am Ende auch alle Teilnehmer im Bereich 0,8-1 g unterwegs.


    Bei mir hat es am Ende des Tages dafür gereicht, dass mir beide Knie vom Abstützen im Auto weg getan haben ;) . In dem einen Onboard-Video im Kurventraining-Thread sieht man das g-Meter mit den entsprechenden Werten (Kurventraining am 13.05. auf dem Heidbergring in Geesthacht).

    2. der gleiche Reifen bei anderen Prüfern eine andere Beurteilung bekommt .. insbesondere in Einzelbereichen (der eine bewertet ihn bei Nässe als sehr sicher, der andere als gerade noch akzeptabel). Was soll ich da als Kunde nun glauben?

    Ist das bei den Laien anders? Da kommt aus meiner Sicht dasselbe heraus, von Leuten, die in der Beurteilung von Reifen ungeübt und untrainiert sind. Und Du meinst das hilft Dir dann besser?


    P.S.: Fahre gerade einen Bridgestone S001 auf einem neuen Golf GTI. Ich bin schon sehr gespannt, wie viel ich vom MX-5 Reifen wieder finde und was der Reifen auf dem Golf anders/besser macht. Ist allerdings kein sauberer Vergleich, weil der Reifen auf dem GTI eine angepasste OEM Spec. ist.

    Zum Vergleich .. Mit den Yokohama AD08R und passender Fahrwerkabstimmung sind knapp 1,5 g drin (auf der Fastlap mit Profi-Equipment und Profi-Fahrer - Christian Menzel - gemessen).

    Auf dem Heidbergring ca. 1,0-1,1 g mit dem Bridgestone und ca. 1,1-1,2 g mit dem Michelin PS4, je nach Fahrwerk. Asphalt ist nicht top griffig, aber auch nicht rutschig.


    Ein normaler Golf mit 17" und rollwiderstandsoptimierten Standard-Sommerreifen (BS Turanza T001) schafft auch immerhin knapp über 0,9 g.

    Unter der Voraussetzung das man überhaupt etwas spürt und unter dem Wissen das es deutlich weniger ist als bei einem Profi.Trotzdem erfährt man dabei doch wie der Reifen reagiert.
    Wie groß der Grenzbereich ist und ob man sich mit Reifen A ein höheres Tempo erlauben kann als mit Reifen B.

    Um einen Reifen vollständig im Trockenen zu beurteilen, benötige ich als Profi ungefähr einen halben Tag auf abgesperrter Strecke und einen Vergleichsreifen, den ich am selben Tag fahre und den ich gut kenne. Im öffentlichen Straßenverkehr bekomme ich höchstens einen Eindruck einiger weniger Eigenschaften, aber mir gelingt es da nicht mal so nebenbei eine vollständige Reifenbeurteilung zu machen.


    Wenn Du den Reifen im öffentlichen Straßenverkehr (ideale und ungefährliche Bedingungen voraus gesetzt) an die Grenzen bringst, kannst Du dann die folgenden Fragen eindeutig und trennscharf beantworten:
    - Das Auto rutscht und untersteuert/übersteuert dabei stark: Lag es an der Fahrtechnik, an der Straße, oder war eine bestimmte Reifeneigenschaft der Auslöser?
    - Das Auto bricht unerwartet aus: Lag es an der Fahrtechnik, an der Straße, oder war eine bestimmte Reifeneigenschaft der Auslöser?
    - Das Auto verhält sich nicht so, wie Du es erwartet hättest: Lag es an der Fahrtechnik, an der Straße, oder war eine bestimmte Reifeneigenschaft der Auslöser?
    - usw.


    NmE sind das Fragen, die der ungeübte und untrainierte Fahrer nicht einwandfrei beantworten kann. In der Automobilindustrie bilden wir dafür Leute über mehrere Monate aus und es dauert dann Jahre, bis sie erstens gut fahren können und zweitens eine saubere Beurteilung machen können.


    Also nein, ich glaube nicht, dass Amateur-Beschreibungen einem Reifen in jeder Hinsicht gerecht werden. Am ehesten wird es vielen Leuten gelingen, richtig schlechte Reifen zu erkennen. Aber ob ein Reifen wirklich in allen Disziplinen richtig gut ist, oder z.B. doch beim Spurwechsel mit ausbrechendem Heck bei 160 km/h Probleme mit der Stabilisierung hat (nur ein Bsp. einer OEM-Prüfung), werden wohl die wenigsten im öffentlichen Straßenverkehr beurteilen können. Es bleibt dann nur ein ungefährer erster Eindruck und ggf. noch eine grobe Beurteilung einzelner Disziplinen, wie z.B. einer etwas höheren möglichen Kurvengeschwindigkeit. Mir war es immer am Wichtigsten zu beurteilen, wie gutmütig ein Reifen ist, ob er einen breiten und sauberen Übergangsbereich hat und ob das Auto gut beherrschbar bleibt, nach dem es instabil geworden ist. So etwas kann man definitiv nicht mal nebenbei im öffentlichen Straßenverkehr beurteilen. Wie komplex das Thema ist, sieht man ja auch, wenn man sich den Katalog anschaut, den die Auto-Bild abfährt, begleitet von vielen Objektivmessungen.


    Es ist ja häufig schon schwer, aus Beschreibungen, die hier auftauchen, zu erkennen, was genau gemeint ist und wann und wie das beurteilt wurde. Leider mache ich auch in meinen Trainings immer wieder die Erfahrung, dass das was Fahrer subjektiv erleben und beschreiben nicht zu dem passt, was das Auto objektiv macht. Da muss man dann erst einmal Begriffe klären und was aus der Fahrtechnik und was aus dem Auto kommt und dann hat man eine Basis für weitere Gespräche. Die Basis fehlt hier auch in der Regel.


    Wieder viel Text, sorry. Kurz - ich lese die Beschreibungen hier interessiert und halte den Austausch auch für wertvoll und sinnvoll. Aber allein aufgrund solcher Erfahrungen und Empfehlungen kaufe ich mir keine Reifen.

    Und selbst im Alltag möchte man dann in Extremsituationen belastbare Schuhe anhaben.

    Wichtiger Punkt, oder? Ich wünsche ja jedem, der sagt "brauche ich alles nicht", dass er nie in die Situation kommt, eine Notbremsung machen zu müssen, oder ein Ausweichmanöver fahren zu müssen, aber meine Erfahrung aus 30 Jahren am Steuer ist leider, dass man das nicht immer ausschließen kann.


    Dazu kommt sicher bei vielen der Wunsch und das Bauchgefühl nicht irgendeinen Reifen fahren zu wollen, der irgendwie funktioniert, sondern einen guten, oder sogar den Besten, den man bekommen kann, oder doch zumindest einen sehr guten Reifen, oder wenigstens den, der ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat.


    Für mich ist das alles absolut verständlich und hat überhaupt nichts mit Racing, oder Rennstrecke zu tun. Der MX-5 ist für viele ein Liebhaberfahrzeug und warum sollte man dann etwas durchschnittliches nehmen, was einfach nur funktioniert. Darf dann auch gerne gut, oder sehr gut sein.


    Das tolle an guten Reifen und auch guten Fahrwerken ist ja, dass sie auch den Fahrspaß in ganz alltäglichen Situationen verbessern, genauso wie man ja auch lieber einen MX-5 fährt, als einen normalen Hatchback. Und wenn der eine oder andere Spass an mehr hat, auch auf der Rennstrecke, dann finde ich das auch nicht schlimm.

    Mein Freundlichen sage mir dass alle Umbauten lokal in der Werkstatt gemacht werden. So sollen meine Front- und Seitenschweller erst angebaut werden wenn der Wagen beim Händler angekommen ist. Händler befindet sich in Luxemburg und ist Teil von Mazdas belgischem Vertriebsnetz.

    Alle Umbauten? Sitze, etc., oder was ist jetzt alle?


    Front- und Seitenschweller sind Zubehörteile. Die werden zwar über Katalog vertrieben, wurden aber schon immer vom Händler verbaut.


    Die Grundfrage war ja, ob in der Grundausstattung, wie man das Auto ab Werk bestellt noch etwas in Europa nachgerüstet wird.

    Redet Ihr von derselben Firmware? Nach meiner Kenntnis wurde der Stick mit den älteren Versionen nach jedem Start neu eingelesen, während das mit der neuesten Version nicht mehr der Fall ist. Dann stehen die Daten natürlich auch schneller zur Verfügung.