Alles schön und gut, deshalb hat auch das 500 Kilo Fahrzeug und das 3 t Fahrzeug unterschiedliche Achslast woraus ein unterschiedlicher Mindestdruck resultiert. Ausdrücklich wurde aber gesagt das in jedem Fall der Minimaldruck immer 2,0 bar sein muss ansonsten besteht offensichtlich irgendeine Gefahr für den Reifen oder dass er vielleicht sich sogar bei unter Extrembedingungen vom Fahrzeug löst.
Hat er das so erklärt, ja? 2,0 alles gut, 1,9 bar Lebensgefahr? Ja, Du hast recht da sind unglaublich viele Sicherheitsfaktoren in der Rechnung, die schlechte Fülldruckgeräte, schwankende Außentemperaturen, falschen Sturz und viele anderen Sachen kompensieren sollen.
Ich rate gar nicht dazu, die 2,0 bar zu unterschreiten, aber ich kann ein technisches Geheimnis verraten - bei 1,9 bar fliegt einem auch noch nichts um die Ohren.
Der Haupttreiber für den Mindestfülldruck ist die Schnelllaufestigkeit. Das bedeutet dann schlicht, dass man mit weniger Druck und voller Beladung die Höchstgeschwindigkeit nicht mehr ausnutzen sollte. Typische Landstraßengeschwindigkeiten sind unkritisch und verlangen nach deutlich weniger Fülldruck.
Ein zweites Kriterium ist der Reifenfestsitz. Der ist in der Region um 2 bar erst einmal auch relativ unkritisch, solange ich die empfohlenen Felgenmaulweiten zur Reifengröße beachte.
Wenn ich jetzt natürlich einen anderen Reifen, mit einer exotischen Felgenmaulbreite und dem falschen Druck betreibe, wird es tatsächlich langsam spannend und ich muss aufpassen. Dann bekommt man eben was man verdient hat - eine andere Optik mit einem bescheidenen Fahrverhalten. Soweit wieder einmal alles selbstgewähltes Elend.
Das Einzige was ich überhaupt nicht ableiten kann ist, warum man auf die Idee kommt, den Mindestfülldruck um 0,5 bar zu überschreiten, obwohl sich damit der Reifenverschleiß und die Fahreigenschaften verschlechtern.