Der Reifen will in seiner Richtung beharren (Gyroskopischer Effekt/Selbststeuerungseffekt) und das Fahrzeug muss Kraft auf die Flanken ausüben, um diese Richtung zu ändern. Je härter die Flanke, desto direkter die Übertragung, da weniger Verformung, der Flanke stattfindet und desto präziser lässt es sich lenken. Außerdem gibt eine steife Flanke auch mehr Feedback von der Straße, auf Kosten des Komforts, natürlich.
Bis zu einem gewissen Grad kann man das durch einen richtig gut eingestellten Luftdruck kompensieren, ja. Man sieht da aber auch: Weiche Flanke und/oder wenig Druck bedeutet, der Reifen (besonders bei niedrigem Querschnitt) fährt grade auf der Kurvenaußenseite außen, bei viel negativem Sturz auch auf der Kurveninnenseite innen, schon auf der Flanke (siehe linkes Bild) – und die ist für die Belastung ja auch nicht gebaut. Bei den MPSS (vermutlich auch MPS4) und den Dunlop konnte man nach flotter Kurvenfahrt auch richtig sehen, dass die Flanken angefahren waren. Man könnte jetzt Vergleiche zu den Angststreifen bei Bikern ziehen. 
Aber ich bin mir sicher, dass das eine Fangfrage war, weil ich Dir dieses Wissen eigentlich zutraue.
War nicht als Fangfrage gemeint, aber ich habe schon versucht eine etwas präzisere Definition zu bekommen, insbesondere da ich die Stellungnahme zum MPS4 nicht nachvollziehen konnte.
Eine Flanke bzw. ein Reifen kann vertikal weich und trotzdem quersteif sein und umgekehrt. Ich bin nicht so ein großer Freund pauschaler Aussagen, ohne weiterer Differenzierung. Auch daher die Nachfrage.
Den gyroskopischen Effekt kannst Du aber mal schlank vernachlässigen im Verhältnis zu den Kräften im Latsch.
Erstmal Zustimmung, dass so ein Semi oder UHP steifer aufgebaut ist, weniger Schräglauf braucht und ganz anders fährt. Das brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Nicht verstehen tue die Aussage zur weichen Flanke beim MPS4, es sei denn es geht lediglich um den Vergleich zum UHP. Dann ist es aber trivial.
Im Feld der normalen Sommer- und Sportreifen kann ich die Aussage überhaupt nicht nachvollziehen. Der Reifen hat einen schönen, linearen Schräglaufaufbau und eher wenig Schräglaufbedarf. Darum ging es mir, um die Einordnung ob der Reifen hier generell als Sportreifen in Frage gestellt wird, oder speziell im Vergleich zum UHP.
Ansonsten scheinen wir völlig unterschiedliche Fahrstile zu pflegen. Mit einem normalen Sportreifen schaffe ich normalerweise mindestens einen, mit einem guten Reifen wie dem MPS4 auch zwei Tage z.B. mit dem GTI auf der Nordschleife, ohne dass er überhitzt, oder die Flanke abreibt. Das sind dann in der Regel so 30-40 Runden pro Tag. Das setzt aber natürlich den richtigen Fülldruck voraus. Wenn der Reifen nur über die Seitenwand arbeitet, war der Fülldruck definitiv zu niedrig.
Langsam bin ich dann auch nicht gerade unterwegs, aber ich überfahre und überhitze den Reifen in der Regel auch nicht. Das reicht dann zumindest, um im Industriepool locker im Bereich der vergleichbaren Fahrzeuge mitzuschwimmen.
Mit dem V12 auf Wolframs ND habe ich dagegen ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht. Selbst bei eher schonender Fahrweise hat der auf der NOS unglaublich schnell abgebaut.