Beiträge von Svanniversary

    @m87, der klitzekleine Unterschied ist, dass der Rennfahrer das beurteilen kann und Erfahrung hat. Und der macht ganz sicher nicht irgend etwas, sondern baut sein Auto nach sinnvollen, objektiven Kriterien auf und passt dann das Feintuning seinen Vorlieben an.
    Genau so habe ich es auch gemacht. Und das war auch nicht irgendetwas nach Gefühl, sondern nach definierten, technischen Kriterien. Ich kann ggf. genau den Hintergrund jeder Modifikation und Einstellung erklären und was das Ziel davon war.


    Es ist ein Unterschied, ob man herum probiert, oder das Auto gezielt abstimmt.

    Dann sind wir wieder im weiten Feld der subjektiven Performance und können jegliche Diskussion einstellen. Ich war in der Tat bei der objektiven Performance hinsichtlich Beherrschbarkeit und Nutzen.
    Und dann kommt automatisch wieder die Frage, wer in der Lage ist das sauber zu beurteilen ob es "funktioniert". Die wenigsten hier haben das absolute Fahrgefühl. Also kommt wieder etwas subjektives heraus. Ist in etwas so wie in der Kirche - ich GLAUBE es bringt etwas ;) .


    Was heißt denn "muss ja nur funktionieren"? Ist doch etwas einfach, oder? Zumindest wenn man in Dimensionen wie Traktion, Beherrschbarkeit, Steuertendenz, usw. denkt. Da gibt es ja kein "nur funktionieren", sondern einen Haufen Zielkonflikte. Mache ich das eine besser, wird das andere schlechter.


    Was ich verstehen könnte ist die Aussage, das ein klarer Nutzen da sein sollte. Und den sehe ich leider auch nicht.

    Eine Frage an unsere Motorspezis.


    Ich bekenne mich ja als großen Fan der Bastuck-Anlage, die über Mazda vertrieben wird. Dezent lauter, aber bassiger und dazu der Hinweis auf der Bastuck-Seite, dass man ihn zusammen mit Mazda entwickelt hat, so dass es sogar moderat Mehrleistung gibt (siehe hier: https://www.bastuck.de/mazda-m…usiv-bei-mazda-haendlern/).


    So wie ich das sehe, ist die Anlage für den G184 nicht freigegeben?


    Beim G184 gab es ja diverse Modifizierungen inklusive einer neuen Abgasanlage. Macht die Bastuck da noch Sinn? Fährt man lieber mit der Serienanlage? Ich muss gestehen, dass bei mir immer ein wenig die Angst mitschwingt, dass mich eine schlecht gemachte Abgasanlage am Ende sogar noch Leistung kostet, daher war ich froh für den G160 eine Anlage gefunden zu haben, die gut passt und bei der man definitiv nichts verliert. Mir ist gute Performance da eindeutig wichtiger, als mehr Sound.


    Wie ist den Eure Einschätzung? Wird die Bastuck-Anlage am G184 genau so gut funktionieren, wie beim G160? Gibt es andere Anlagen, die so gut sind, dass man definitiv keinen Leistungsverlust fürchten muss?


    P.S.: Leistungsverlust verwende ich dabei pauschal. Ich möchte auch keine Nachteile im Drehmomentverlauf, oder im Drehmoment an sich haben. Der Wechsel auf einen G184 liegt bei mir zwar wahrscheinlich noch um einiges in der Zukunft, aber die Frage interessiert mich einfach.

    Aber hier war nach Schnee, Matsch, Eis gefragt. Und bei angemessener reduzierter Geschwindigkeit kann mehr Anpressdruck auf der Hinterachse nicht schaden. Es geht nicht um Rundenzeiten etc., sondern lediglich das Fahrzeug relativ sicher, ohne jeglichen Spaßfaktor, von A nach B zu bewegen.

    Genau sicher und ohne Probleme. Ist für mich ein Widerspruch zu hecklastig, übersteuernd.


    Man erhält minimale Vorteile bei der Traktion, also beim Anfahren, die man aber nach meiner Erfahrung nicht benötigt, da ich bisher auch im tiefsten Winter überall mit dem MX durchgekommen bin. Dafür handelt man sich Nachteile, bzw. ein schwierigeres Fahrverhalten im gesamten normalen Fahrbereich ein. Wenn man beim Fahren Probleme mit durchdrehenden Antriebsrädern hat, dann liegt das nicht an zu wenig Gewicht auf der Hinterachse, sondern einem unsensiblen Gasfuß. Dann würde ich auch daran arbeiten und nicht zusätzliches Gewicht einladen. Nach meiner Erfahrung sind nämlich die mit dem unsensiblen Gasfuß dieselben, die ein übersteuerndes Auto überfordert. Ergibt also irgendwie einen Widerspruch.


    Es mag an mir liegen, aber der Nutzen dieser Maßnahme erschließt sich mir einfach nicht.

    Stimmt es sind 52,5 % auf der Vorderachse, gewogen G160. Und darauf ist das Fahrwerk ausgelegt und eingestellt. Dann wirst Du mir wohl trotzdem zustimmen, dass ich den Schwerpunkt nach hinten verschiebe, wenn ich Gewicht ins Heck packe.
    Also, nur damit ich das richtig verstehe - die 50 kg haben keinen Einfluss auf das Fahrverhalten, aber haben dafür sehr positiven Einfluss auf die Traktion ;) ?


    Es wurde hier bereits absolut korrekt beschrieben. Die Lösung zusätzliches Gewicht in den Kofferraum zu legen hat ihren Ursprung in Zeiten, als die Fahrzeuge Standardantrieb hatten und der Motor auf der Vorderachse lag. Das resultierte darin, dass 55-60% der Gewichts auf der Vorderachse lagen und die Hinterachse sehr leicht war. Das sind Probleme die der MX-5 aufgrund seiner sehr ausgewogenen Achslastverteilung nicht kennt.


    Aber wenn jemand 50 kg in Form von Beton lose im Kofferraum herum fliegen haben möchte, um damit weniger Beschleunigungsvermögen und mehr Verbrauch zu erzeugen, sowie minimale Traktionsvorteile, dann kann er das ja gerne machen.


    Rein formal kann ich sogar bis ca. 100 kg in den Kofferraum legen, unter Berücksichtigung der maximalen Zuladung und des eigenen Gewichtes. So oder so wird das Auto damit aber definitiv hecklastiger.


    Ich habe persönlich bis heute mit einem guten WInterreifen noch nie Traktionsprobleme mit dem Wagen gehabt. Nicht einmal im Harz, aber das Schöne ist, dass der Hinterradantrieb bergauf ja auch im Vorteil ist. Bergab dagegen bremse ich meistens und habe auch keine Traktionsprobleme und in der Ebene funktioniert es erstaunlicherweise auch mit der Traktion.

    Bis zum nach hinten verschobenen Grenzbereich hätte man (im Winterbetrieb und selbstverständlich Winterreifen) mehr Gripp auf der Hinterachse. Man muss ja nicht bis zum plötzlichen Haftabriss gehen.
    Leider würde die Vorderachse um den gleichen Kilowert erleichtert werden und da sehe ich jetzt des Problem, oder ist das nicht so schlimm?

    Die Vorderachse wird ja nur um einen Teilbetrag entlastet, da das zusätzliche Gewicht zum Teil auf und nur zu einem kleinen Teil hinter der Hinterachse liegt.


    Du verlierst auf jeden Fall die schöne 50:50 Achslastverteilung, so dass das Auto durch die entlastete Vorderachse beim Anlenken eventuell mehr untersteuert, um dann dynamisch und im weiteren Kurvenlauf stark zu übersteuern, weil der Schwerpunkt sich nach hinten verschoben hat.