Beiträge von Svanniversary

    Und schon wieder haben wir andere Erfahrungen im Straßenverkehr gemacht. Wenn es schneit bin ich in der Regel nicht der Einzige und Erste auf der Straße, so dass man häufig eine festgefahrene Schneedecke vorfindet. Jungfreulicher Neuschnee ist da die totale Ausnahme.



    Noch sind relativ schmale Reifen auf echten Gelädewagen noch nicht ausgestorben, auch ohne Spikes.

    Was nicht an den Winter-, sondern an den guten Geländeeigenschaften auf Gravel und Mud liegt.

    Auf Neuschnee muss der Hecktriebler mit breiten Reifen (auf der Vorderachse) mehr schieben als mit Schmalen.

    Warum?




    Falls die Empfehlung lautet, statt Gewicht im Kofferraum lieber den schmalen Reifen zu nehmen und darüber Einigkeit herrscht, dann hat genau deshalb auch der schmalere Reifen eine bessere Performance als der Breitere.

    Nein, da herrscht keine Einigkeit. Ich denke das Einzige bei dem Einigkeit herrscht ist, dass man einen guten Reifen nehmen sollte.

    Test hin oder her...meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich auf Schnee mit schmalen Reifen besser unterwegs bin. Nicht nur bei sehr leichten Fahrzeugen. Der Effekt wird deutlicher, wenn die Reifen mal ein paar mm runtergefahren sind oder die Reifen in dieser Disziplin grundsätzlich nicht glänzen - was selbst unter den Premiummodellen öfter mal vorkommt. Ein Bekannter hatte letztes Jahr sogar Probleme auf seinem A6 Quattro mit breiten 20" Winterrädern. Das Fahrverhalten auf Schnee war mehr schwimmen als fahren, was bei Tempo 50 aufwärts sehr unschön wurde. Als er daraufhin auf schmalere 19" des gleichen Herstellers gewechselt hatte, lief das Teil wie auf Schienen durch den Schnee. Was soll man nun für Rückschlüsse ziehen, wenn man blind den Tests in Autozeitschriften vertraut?

    Ich stimme @BJ323F hier zu. Quelle sind meine Erfahrungen im professionellen Winterreifentest. Da kann ich absolut nicht bestätigen, dass speziell auf Schnee Nachteile für breite Winterreifen bestehen. Im Aquaplaning und auf Eis sieht das anders aus. Da sind die schmalen Reifen noch im Vorteil.


    Dein Beispiel kann ich nachvollziehen. Das hatten wir auch öfters, das ein Reifen in der einen Dimension hervorragend funktioniert und in der anderen sehr schlecht. Das hat aber nicht zwangsläufig etwas mit der Breite zu tun. Es könnte sogar mal wieder ander Spezifikation und Herkunft des Reifens liegen. Z.B. dass der 19" so auch ab Werk geliefert wird und für den Audi optimiert wurde, während der 20" vielleicht bei Mercedes ab Werk geliefert wird und der Reifen deshalb für Hinterradantrieb optimiert wurde. Man sieht den Dingern ihre Spezifikation leider nicht an und weiß nicht, ob irgendein OEM beteiligt ist.


    Was ebenfalls ein Grund sein könnte ist eine andere Geschwindigkeitsklasse. Hohe Geschwindigkeit und gute Wintereigenschaften passen nicht gut zusammen. Ich mache auch immer noch die Erfahrung, dass V-Reifen auf Schnee und Eis etwas schlechter sind, als solche, die nur für niedrigere Geschwindigkeiten zugelassen sind. H geht meist noch ganz gut, darüber wird es schwierig. Könnte also auch ein Grund gewesen sein, dass der 20" eventuell ein V- und der 19" ein H-Reifen war.

    100% Zustimmung. Wechsel auf das Winterauto ist furchtbar. Weil man kaum etwas merkt fühle ich mich wesentlich unsicherer als mit dem 124er.Der einzige Grund wieso der nicht mein Ganzjahreswagen wird ist, das der bei Schnee und Eis echt mies ist.
    Da fehlt dann einfach Traktion. Leider.
    (Bei mir in der Gegend gibt es jeden Winter nennenswert Schnee & Eis)

    Was ist das für ein Winterauto? Der übliche Fronttriebler? Wenn Du Dich damit unsicherer fühlst, dann passen objektiver und subjektiver Eindruck mal gar nicht zusammen. Das wäre ein guter Ansatz noch einmal das eine oder andere Training zu machen.

    Was sagt uns jetzt der Vergleich? Ich bin auch ohne jegliche Fahrhilfen mit zwei Hecktrieblern groß geworden, einem Rekord E und einem VW T2. Habe mit beiden keinen einzigen Abflug gehabt, kann mich aber gut daran erinnern, dass das manchmal ein ziemlich vorsichtiges herum Geschleiche war.
    Wenn ich das jetzt allerdings vergleiche, waren die doch extrem gutmütig und auch sehr stumpf abgestimmt. Da konnte man schon ganz schön am Gas herum fuhrwerken, ohne das etwas passiert ist, denn im Normalfall ging es stark untersteuernd über die Vorderachse.


    Der MX ist da eine ganz andere Liga, vor allen Dingen mit der richtigen Fahrwerkeinstellung. Wenn ich den allerdings brav mit den Werksvorgaben fahre, mit hinten 1° Sturz mehr als vorne, dann ist er auch wieder nicht soweit weg, von den alten Autos, oder dem was BMW und Mercedes serienmäßig machen. Das fährt hier aber so gut wie keiner, da die Fahrwerke häufig anders eingestellt werden.
    Das ist dann nun einmal der Preis. Das bessere Fahrgefühl und agilere Handling, mit den hier empfohlenen Fahrwerkseinstellungen, macht das Auto gleichzeitig am Grenzbereich schwieriger zu fahren, weil dieser höher liegt und schmaler wird.
    Wenn man dann noch, wie bei einigen, ein sehr sportliches Gewindefahrwerk einbaut und die Fahrwerkeinstellung etwas weiter Richtung neutral dreht, bekommt man ein extrem spaßiges fahraktives Auto, dass schon recht anspruchsvoll ist.


    Wie immer ist das alles nicht so schwarz/weiß und es kommt darauf an, was man mit dem Wagen macht und gemacht hat. Aber in einem Punkt bin ich mir sehr sicher. Mit den meisten anderen Hecktrieblern, insbesondere bestimmten Oldtimern ohne Schlupfregler hat das überhaupt nichts zu tun.


    Ich habe ja selber einen Audi 90 in der Garage. Ein Auto das damals wegen seines modernen und sehr sportlichen Fahrwerks hoch gelobt wurde. Was soll ich sagen - wenn man heute mit so einem Auto fährt, dann muss man sich schon eingestehen, dass viel Nostalgie im Spiel ist und dass das Fahrverhalten dann doch ganz anders ist als das, was man heute so mit agil und sportlich assoziiert.
    Und im Gegensatz zum 90er galt der Scorpio damals schon als gemütliches Schiff. Nicht unbedingt DIE Referenz für den MX-5.

    Blöde Frage, das Nässeverhalten tritt mit eingeschaltetem ESP auf?
    Dazu habe ich nichts gefunden, fände ich ja merkwürdig.

    Ja, so ist es. Mercedes und BMW regeln ihre Hecktriebler imner sehr konservativ, früh ab, so dass die narrensicher, aber auch arg zugeschnürt sind.


    Mazda lässt geschwindigkeitsabhängig mehr Leine. Im Bereich bis 60, 70 km/h lässt das ESC noch größere Heckschwenks zu, darüber regelt es auch härter und früher. Über 100 km/h kommen die Eingriffe dann auch sehr früh.

    Man weiß dann auch wenigstens, dass man bei Nässe noch ein wenig mehr aufpassen muss und das ist ja schon einmal eine gute Voraussetzung dafür, dass man seine Fahrweise entsprechend anpassen kann.


    Und ich finde man kann es gar nicht oft genug schreiben. Gerade für den MX-5 lohnt es sich, das eine oder andere Training zu machen. Macht Spass und hilft einem die eigenen Grenzen und die des Autos besser kennen zu lernen.