Deine Argumentation versteh ich nicht.
Bzw was an dem Zitat soll falsch sein, sodas es nicht zieht?
Was sind denn deiner Auffassung diese 100%?
Rennfahrer und Testfahrer beherschen beide ein Fahrzeug.
Die unterschiedlichen Ziele sehe ich aber nicht so wie du. Bzw wer sagt das denn mit den Risiken? (Ich gehe jetzt vom Risiko aus abzufliegen, und nicht Unfallfolgen)
Guter Punkt. Verstehe die Nachfrage. Die 100 % beziehen sich dabei überhaupt nicht auf den Grenzbereich, sondern beschreiben die Risiken, die eingegangen werden. Das geht dann in Richtung Unfälle bzw. Unfallfolgen und nicht darum, ob ein Auto im Grenzbereich ist oder abfliegt.
Der Testfahrer fährt seine Fahrmanöver im abgesicherten Prüfgelände, ist dabei durch die Berufsgenossenschaft geschützt und hat den klaren Auftrag, den mehrere hunderttausend Euro teuren Prototypen heile nach Hause zu bringen.
Der Rennfahrer hat den Auftrag, ein Rennen zu gewinnen, fährt mit anderen auf deutlich schlechter abgesicherten Strecken und nimmt dabei Schäden am Material ggf. in Kauf, bzw. diese sind dort deutlich wahrscheinlicher.
Man könnte vielleicht auch sagen, wobei ich hoffe, dass ich keinem zu Nahe trete, dass der Rennfahrer den Nagel im Kopf haben muss und beim Fahren Risiken ausblendet, während der Testfahrer über Jahre einen Job macht und dabei berufsbedingt angehalten ist, nur sehr geringe und kalkulierbare Risiken einzugehen.
Wenn wir bei uns im Test sehr kritische Manöver fahren müssen, haben wir eine gesperrte Fläche von 500x500m zur Verfügung und ggf. wird das Auto sogar noch mit einem Kippgestell ausgerüstet.
Wie das traurige Beispiel zweier Stuttgarter Kollegen zeigt, ist auch der Job des Testfahrers nicht risikolos. Aber es wird dabei definitiv versucht, alle vorhandenen Risiken zu minimieren.
Na sowas
Wer beherrscht denn für dich perfekt und warum?
Was ist mit dir selbst bei deiner beruflichen Erfahrung?
Würdest du selbst von dir sagen du beherrscht ein Fahrzeug perfekt?
Was glaubst du würden mehrfache Weltmeister von sich behaupten?
Manche Dinge lassen sich einfach schlecht messen 
Die Aussage verstehe ich jetzt mal so,
jeder der gerne sortlich fährt, bereit ist mehr Risiko einzugehen und kein Ausnahmetalent ist, soll lieber die Finger vom MX lassen.
Aber da würde ich dir sogar zustimmen 
Das dumme ist, mit nem Frontler kann man schlechter Driften. 
Alles anzeigen
Perfekt ist ein großes Wort ;-). Ich weiß, dass ich hier in meinem Umfeld zu einem sehr kleinen Kreis gehöre, die die Nordschleifenlizenz haben und jede Art von Prototypen bewegen dürfen. Diese Quote liegt auf unser Unternehmen bezogen im Promille-Bereich und ich gehe schon davon aus, dass ich damit höchstwahrscheinlich trainierter bin (Besser fahren kann? Darf ich das schrieben, grübel?), als die restlichen 99 + 0,x %.
Perfekt würde ich mir dabei nicht anmaßen. Mir gelingt auch nicht jedes Manöver beim ersten Mal, aber ich kann Fahrmanöver fahren, die für viele Leute weit außerhalb des eigenen Erfahrungshorizontes liegen (z.B. so etwas wie doppelter Spurwechsel mit ausbrechendem Heck bei Geschwindigkeiten von weit über 100 km/h, ohne Schlupfregler). Genau wie jeder andere habe ich Stärken beim Autofahren (z.B. beim Einfangen von ausbrechenden Fahrzeugen) und Schwächen (z.B. beim Einparken
).
Der durchschnittliche Rennfahrer und erst recht der Weltmeister, welcher Disziplin auch immer, ist schon jemand, der ein Auto Nahe der Perfektion beherrscht. Perfekt ist nur der Walter
.
Ich denke ich weiß worauf Du hinaus willst. Perfekt ist wahrscheinlich das falsche Wort. Ich versuche es nochmal, gemeint war - "die einen einfachen Fronttriebler in jeder Situation sicher beherrschen".
Wenn Du auf einer Definition bestehst, würde ich es wie folgt versuchen. Fahrzeugbeherrschung heißt für mich:
- Das Fahrzeug macht genau und nur das, was der Fahrer auch will. D.h. der Fahrer bestimmt das Fahrverhalten, steuert die Fahrzeugreaktionen und wird nicht von Ihnen überrascht.
- Der Fahrer ist in der Lage, das Fahrzeug kontrolliert und sicher im Grenzbereich zu bewegen.
- Der Fahrer ist in der Lage, jegliche Art von Instabilität, egal ob Über- oder Untersteuern zu dosieren und zu kontrollieren.
Dein Fazit ist nicht schlecht
. Ich finde es aber doch etwas hart formuliert, weil ich schon glaube, dass man durch Training und die richtige Einstellung den MX-5 auch ohne Ausnahmetalent sportlich bewegen kann und sollte
. Die Grenzen dessen was (gut) geht, sind auf jeden Fall enger, als bei vielen anderen Autos. Das sollte man einfach wissen und berücksichtigen.