Beiträge von Svanniversary

    So sinnvoll eine einfache sprachliche Unterscheidung wäre, persönlich halte ich es nicht für sinnvoll, die Abkürzung RDKS/TPMS nur für direkt messende Systeme anzuwenden, denn es führt den Verbraucher gezielt in die Irre. Selbst die AMS titelte im August 2014 (unzutreffend): "Reifendrucksensoren: Ab November 2014 für Neuwagen Pflicht"

    Dann liefere ich doch eine kleine Erklärung, weil ich das gar nicht für so unsinnig halte. Be uns waren als erstes nur direktmessende Systeme im Einsatz, die dann entsprechend auch als RDKS vermarktet worden sind.
    Als die indirekt messenden Systeme dazu kamen, hat man diese unter der Bezeichnung RKA (Reifenkontrollanzeige) vermarktet.
    Insofern hast Du natürlich recht, das beides RDKS Systeme sind. Es gibt aber für das indirekte System eine andere Marketingbezeichnung, so dass man auch sieht was man bekommt. Zur einfacheren Kommunikation nutzen wir die Bezeichnungen auch intern, da dann jeder weiß von welchem System man spricht.
    Ich finde das sogar deutlich sinnvoller und transparenter, als immer nur von RDKS zu reden, ohne dass man weiß was gemeint ist.
    https://www.volkswagen.de/de/t…/technik-lexikon/p-t.html


    Sorry, für den kleinen Ausflug in die Konzern Terminologie.

    Sorry, bei meinem Arbeitgeber sprechen wir zur besseren Trennung von RKA (passiv) und RDKS (aktiv). Ist vielleicht nicht ganz korrekt, macht das Leben aber viel leichter ;-).


    Ich habe trotz drei verschiedener Reifensätze in unterschiedlichen Verschleißzuständen bisher keine Fehlanregungen im ND gehabt. Daher bin ich noch nicht ganz von dieser Theorie überzeugt.
    Was ich allerdings deutlich bemerkt habe war, dass das ESC nach dem Einbau des neuen Fahrwerks erst einmal neu anlernen musste.


    Versuche es ggf. ruhig mit der Fachterminologie. Hier sind ein paar Leute vom Fach, mit denen man das diskutieren kann. Danach kann man das immer noch erklären und übersetzen.

    Zufällig werden die LWR-Sensoren für unsere Autos bei mir entwickelt ;-), so dass ich mir gerade mal meinen Fachmann schnappen konnte.


    Er vermutet auch, wie Michael, dass der Sensor analog ist, weil das bei den Japaner aktuell noch sehr häufig so ist (im VDA wird in der Regel PWM oder PSI5, digital verwendet).


    Zwei Fehlermöglichkeiten sind am wahrscheinlichsten:
    - Mechanisches Problem: Sensor lose, Gestänge defekt, o.ä. - kann man einfach selber feststellen, in dem man den Sensor an der Hinterachse sucht und schaut ob er festsitzt und nichts wackelt
    - Elektronisches Problem, oder Sensor defekt: Die FailSafe-Strategie beim Sensor heißt "kein Signal - niedrigste Leuchtweite", damit im Fehlerfall niemand geblendet wird. Es könnte also durchaus ein Problem mit dem Sensor, dem Kabel, oder der Kommunikation der beteiligen Steuergeräte sein. Das wäre dann klar ein Fall für den Händler.


    Das es mit der Einstellung, oder dem Anlernen zusammen hängt ist eher unwahrscheinlich, es sei denn er ist komplett falsch angelernt, oder verliert seinen angelernten Wert.

    Ohne separaten Knopf zum zurück setzen der Werte ist es nur ein Warnsystem für einen platten Reifen, welches von der NHTSA in Amerika für alle Neufahrzeuge vorgeschrieben ist.

    Ja, ist bekannt ;-). Ich arbeite auch in der Fahrzeugentwicklung.
    Konkret war die Frage, ob es eventuell auch eine Schnittstelle zwischen ESC und RDKS gibt.
    D.h. mit RDKS muss der Reifenwechsel konventionell über die Abweichungen erkannt und dann neu gelernt werden?

    Drückt doch nach einem Radwechsel auf den Knopf eures Reifendrucküberwachungssystems (TPMS) und die alten Korrekturfaktoren werden resetiert. Dann müsst ihr nur max. 300km fahren, bis die ölige Produktionsschicht der neuen Reifen abgefahrem ist. Danach könnt ihr wie gewohnt Spass haben, unter Berücksichtigung der labileren Reifenflanke und dem verringerten Latsch (Reifenaufstandsfläche).

    Danke für die Erklärung. Wie arbeitet das System mit dem RDKS ohne Knopf zusammen?


    Die von Dir beschriebene Thematik hatte ich zuletzt in einem Opel Vectra, der irgendwie Baujahr 1994 oder so war. Die Systeme, die ich danach gefahren bin und die natürlich am Anfang auch kein TPMS o.ä. hatten, sind dann immer gut mit Reifenwechseln klar gekommen.
    Ist das noch so ein großes Thema heute?

    Um dennoch die max. Höhe lt. Gutachten zu bekommen ohne den Ausfederweg zu limitieren, könnte man doch z.B. statt der serienmäßigen Plastikfolie eine 5 oder 6mm dicke Auflage aus Hartgummi zwischen Federbeinlager und Radhausblech plazieren. Dann wäre ja von den Maßen alles OK. Was meinst Du dazu, wäre das eine "geeignete Maßnahme"?
    Die Federraten bei KW waren V/H doch moderate 40/37?

    Ja, die Federraten passen. Die Lösung das Federbein einfach tiefer zu setzen nennt sich im Fachjargon "Spacern" und ist eher umstritten. Als Nachrüstlösung, wie von Dir geschrieben, ist das aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Das ist ein massiver Eingriff in den Schraubverbund des Federbeins und insbesondere mit Hartplastik, oder Gummi, vermute ich, dass Du keine ausreichende Vorspannung mehr realisieren kannst, was über kurz oder lang zu Schraubenlösern führt.
    Ab Werk würde man so etwas wahrscheinlich mit einer Aluscheibe realisieren. Dazu würde man aber auch umfangreiche Versuche zum Schraubenfestsitz machen und das ganze vorher auch berechnen und simulieren.
    Wie geschrieben würde ich mich persönlich als Nachrüstlösung da nicht ran trauen. Formell sollte das auch definitiv zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen.


    Stimmt. Die Angaben von VMaxx sind inkonsistent. Bei KW/ST konnte ich die Werte dagegen gut nachvollziehen und bei den Federn von H&R bzw. Eibach passt es auch.

    Hallo Chris,


    für die Leuchtweite gibt es einen Wegsensor an der Hinterachse, der von einem (keine Ahnung welchem) Steuergerät eingelesen wird. Abhängig von der Beladung wird die Leuchtweite dann über den Einfederungsweg an der Hinterachse eingestellt.


    Zur Einstellung des Lichts gibt es zwei Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen:
    - die Nullage vom Sensor muss angelernt werden (was z.B. auch wichtig ist, wenn der Wagen tiefergelegt wurde, da ansonsten die Winkelverhältnisse nicht mehr passen)
    - die Leuchtweite selber muss justiert werden (wobei ich nicht genau weiß, ob das noch mechanisch erfolgt, oder auch mittels Anpassung der Elektronik).


    Wenn die Leuchtweite bei Dir recht kurz nach dem Start immer runter justiert wird und das ganze reproduzierbar ist, würde ich versuchen die ganze Prozedur noch einmal durchführen zu lassen - Sensor anlernen, Leuchtweite justieren.


    Wenn der Fehler erst später im Betrieb und sporadisch nicht reproduzierbar auftritt, könnte ein Problem am Wegsensor vorliegen.