Beiträge von Svanniversary

    Eigentlich haben wir das schon hoch und runter diskutiert, ich möchte das aber dennoch nicht unkommentiert stehen lassen.


    Der SP001 auf dem MX-5 ist immerhin der OEM Reifen, was im Idealfall heißt, dass der Reifen von Mazda gezielt für den Wagen entwickelt, oder wenigstens ausgewählt wurde. Wenn der, wie Du schreibst, „nicht optimal passt“ ist schon einmal einiges schief gegangen. Wenn irgend etwas zu dem Auto passen sollte, sind das die OEM Reifen.


    Positiv formuliert, könnte man hoffen und denken, dass der Fokus von Mazda bei der Trockenperformance war und da würde ich dem Reifen ein eher mittleres Grip-Niveau attestieren, das aber mit einem guten Übergangsbereich und einer guten Beherrschbarkeit.


    Im Nassen bleibt nicht viel Positives. Das Grip-Niveau ist nicht so gut und der Übergangsbereich ist quasi nicht vorhanden, d.h. der Reifen verliert ohne Ankündigung und übergangslos seinen Grip. Dazu kommt, dass das Gleitreibungsniveau deutlich niedriger ist, als das Haftreibungsniveau, was dazu führt, dass das Auto schlagartig mit hoher Giergeschwindigkeit ausbricht und nur schwer zu beherrschen ist.
    Da ist es ziemlich egal, welcher Markenname auf dem Reifen steht, aber nass ist er einfach keine Empfehlung und man muss schon sehr vorsichtig fahren, um nicht unangenehm überrascht zu werden.
    Wenn Du das jetzt nicht so erlebt hast, dann war wahrscheinlich der Nässegrad, oder die Asphaltbeschaffenheit so, dass der Reifen noch etwas besser funktioniert hat. Es gibt aber definitiv Randbedingungen auf normaler Straße bei denen man die Schwächen live und in Farbe erlebt. Bei mir war das z.B. bei der Probefahrt mit nasser Straße und einer leichten Kurve bei 80 km/h. Ich habe den Wagen nur leicht auf Zug gestellt und bin dann sehr unvermittelt und plötzlich mit dem instabilen Heck konfrontiert worden. Das ist mir weder mit dem Michelin PS4, noch mit dem Pirelli Sottozero in der Form noch einmal passiert.
    Da fährt auch sicher nicht jeder mal spontan hinein, in so eine Situation, aber es nimmt einem deutlich Sicherheitsreserven, wenn man es doch mal benötigt.


    Ich habe damals, als ich noch selber im Reifen OEM-Geschäft tätig war, öfters Bridgestone Reifen am Auto gehabt und kann nicht spontan in die Lobeshymnen auf den Hersteller einstimmen. Ich sehe da andere Hersteller, wie z.B. Michelin, Pirelli und Conti weiter vorne.


    Dazu kommt, dass der MX durch den sehr kompakten Schwerpunkt und den kurzen Radstand fahrdynamisch schon sehr anspruchsvoll ist. Solange man sich im Bereich kleiner Schwimmwinkel mit wenig Dynamik bewegt ist das selbst, oder mit Unterstützung durch das ESC, alles gut handhabbar. Darüber kommt aber schnell der Punkt an dem man entweder sehr routiniert und schnell ist, oder das Auto verliert. Ich persönlich konnte mich davon ausführlich mit dem MX auf einem Eissee überzeugen und attestiere dem MX, dass er eines der anspruchsvollsten Fahrzeuge ist, die ich unter den Umständen schon bewegen durfte. Ein Kollege, mit ebenfalls reichlich fahrdynamischer Erfahrung, hat sogar nach 10 Minuten den Spass verloren, weil ihm der Wagen zu giftig war.

    Hallo @Blackline 62, wir sind dann durch und können uns jede weitere Konversation sparen.


    Du hast voll ins Schwarze getroffen und mich jetzt im Prinzip einmal von oben bis unten durchbeleidigt, danke dafür.
    Ich fahre durchaus hin und wieder GTI, auch auf der NOS, weil ich an der Entwicklung dieser Autos beteiligt bin.


    Ich fahre auch recht häufig Wettbewerber wie BMWs und ich war auch dabei, als der Clubsport S den NOS Rekord aufgestellt hat. Danach kam der Honda dessen Fahrleistungen und Sektorzeiten komischerweise überhaupt nicht zur angegebenen Serienleistung gepasst haben.


    Pflege Deine Vorurteile und weiterhin viel Spass mit Deinen Autos, die alles besser können.

    Was zu BMW mit der gleichen Antriebsart hier stand ist natürlich unsinn....die neuen Bmws alla 3er und 5er sind extrem agil und liegen auch bei Regen wie das Brett auf der Strasse, diese Fahrzeuge bringen aber auch en erhebliches Eigengewicht auf die Strasse und haben eine entsprechend aufwendige Hinterachskonstruktion. Mit meinem BMW F10 M Fahrwerk konnte ich bei solchen Witterungsumständen locker langezogenen Autobahnkurven auch mit 220 km absolvieren ohne Probleme...da wäre ein Golf oder unser kleiner Hecktriebler schon längst abgeflogen.

    Da mache ich mal ein dickes Fragezeichen dran. Das widerspricht meiner Erfahrung mit dem Golf GTI und diversen BMWs in den Kasseler Bergen.
    Ich weiß nicht, was die BMWs konnten, aber die Fahrer wollten irgendwann nicht mehr, was ja auch nicht dafür spricht, dass sie sich wohlgefühlt haben.


    Und wie definierst Du agil? Im Serientrimm konservativ deutlich untersteuernd?
    Klar kann ich mit so einem Schiff schnell fahren, aber als agil im Sinne von handlich, neutral würde ich das nicht bezeichnen.