Beiträge von Svanniversary

    Ein bisschen Fahrtechnik (noch ruhiger am Lenkrad) und eine etwas stabilere Hinterachse über das Setup und dann sollte das in den Griff zu bekommen sein.


    Die Fahrtechnik macht aber schon viel aus. Saubere Linie und die richtige Geschwindigkeit und schon passt es dann. Ich habe das letzte mal im Nassen bei 180 km/h in der Fuchsröhre quer gestanden. Warum? Linie war leicht daneben, ich musste korrigieren und das Auto wieder auf die richtige Linie zwingen und das war dann schon zu viel, für die Hinterachsstabilität.

    Denke schon, ein Competition wäre sicher geeignet.

    Da bin ich mir gar nicht so sicher. Wir haben uns die NOS mal mit einem R-Golf und GTI angeschaut und unserer (meiner ;) ) geregelten Dämpfung DCC.
    Das beste Fahrgefühl in Kombi mit den besten Rundenzeiten hatten wir mit der Comfort-Stellung, also eher normaler bis weicher Dämpfung. Dasselbe gilt für die Federn.


    Ein zu hartes Setup, wie das Competition, dass eher für den Track designed wurde, funktioniert auf der NOS eher nicht so gut. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem normalen V3 in der richtigen Einstellung Vorteile hat. Zu dem Punkt würde es mich allerdings wirklich mal interessieren, wie die Empfehlung eines Wolfgang Weber aussehen würde.

    Hallo Wolfram,


    ein steiferer Stabi hat den gleichen Effekt wie härter Federn - die jeweilige Achse wird schwächer und kommt früher, da sie mehr Wankmoment abstützt.
    Ein steiferer Stabi vorne würde helfen, aber drückt das Auto gleichzeitig deutlich in Richtung untersteuern.


    Eine in Zug- und Druck verstellbare Dämpfung bietet definitiv mehr Freiheitsgrade. Bei kombinierter Verstellung kann ich zwar generell weicher und härter stellen, aber nicht wirklich gezielt die Steuertendenz beeinflussen (außer es ist viele zu viel, oder viel zu wenig Dämpfung an einer Achse eingestellt).

    Nein das Gegenteil.
    An der Achse an der man die Dämpfung weicher macht kann das Rad besser den Unebenheiten der Straße folgen sprich mehr Grip aufbauen.

    Hallo Thilo,


    das ist so pauschal nicht richtig. In den dynamischen Phasen der Kurvenfahrt, Einlenken und Auslenken, erhöhe ich mit mehr Druckstufe die Abstützung der Achse, so dass die Achse mit der höheren Dämpfung eher rutscht. Im weiteren Verlauf der konstanten Kurvenfahrt kann (!) mehr Dämpfung, insbesondere in der Druckstufe, das Auto stabiler auf der jeweiligen Achse machen. Zugstufe funktioniert im Prinzip genau umgekehrt, wobei man das auch nicht in allen Situationen so pauschal sagen kann.


    Das ist der Spagat zwischen einer ausreichenden Nachgiebigkeit der Achse, so dass ich die Radlastschwankungen gering halte und genau so viel Dämpfung, dass das Cornermodul kein Eigenleben entwickelt und schwingt. Mit zu wenig Dämpfung prellt oder schwingt das Rad, was auch Gripverlust zur Folge hat.


    die hier herumgeisternden "Taxifahrer"-Werte (ich habe sie immer noch nicht gefunden, gebe aber nicht auf) gelten die auch für das serienmäßige Bilstein-Fahrwerk (habe ich eher zufällig drin)? Oder braucht es da etwas anderes?

    Die Werte passen (als Basis-Setup) hervorragend für Serie, Bilstein, BC-Racing und SPS.
    Für ST-X, KW V3, H&R und Bilstein-Gewindefahrwerke gibt es andere Werte (siehe z.B. meine Signatur).

    Wie sieht es denn aktuell mit der Dämpfung an der Hinterachse aus? Der Wagen war ja generell recht lose an der Hinterachse, als ich ihn auf der NOS gefahren bin.


    Ansonsten sollte es schon nicht verkehrt sein, generell noch etwas mehr Stabilität in die Hinterachse zu bekommen, z.B. mit mehr Sturz und Spur (würde bei der Fragestellung hauptsächlich an die Spur gehen).


    Die Fahrtechnik spielt bei hohem Tempo natürlich auch eine große Rolle, insbesondere die Lenkstrategie (Gradient und Geschwindigkeit).

    Dann sind wir wieder zusammen.


    Zum Thema etwas mehr Sturz und Spur schließe ich mich generell an, wobei der Grenzbereich bei den hohen Federraten dann ggf. schon etwas schmal werden könnte.


    Zum Thema Komfort ging es mir tatsächlich um die objektive Aussage, dass höhere Federraten den Komfort erst einmal verschlechtern. Dass so ein BC, KW, oder Oehlins trotz der härteren Federn immer noch ausreichend komfortabel ist, bzw. subjektiv sein kann, möchte ich nicht in Frage stellen.

    Ja, tut man, weil Du in einem Bereich bist, wo die Balance sehr ins neutrale geht und leichte Änderungen in die eine oder andere Richtung das Auto in Richtung unter- oder übersteuern schieben.


    Beim MX sind 10-20' Sturz und ca. 5 ' Spur dafür ausreichend, die Steuertendenz zu verschieben.


    Das mit dem Otto-Normalverbraucher heißt dann, Du wirst es wahrscheinlich nicht im Alltag merken, aber Dich wundern, warum Dein Heck so lose ist, falls Du mal zu schnell bist, es nass ist, oder, oder...