Beiträge von Svanniversary

    Kein Problem. Ist ja auch recht komplex.


    Wenn Du also nachhaltig Probleme mit dem Innenschulterverschleiß hinten hast, solltest Du den Sturz an der Hinterachse etwas zurück nehmen und/oder die Vorspur erhöhen (10-20‘ Sturz weniger oder grob vergleichbar 2-4‘ Vorspur mehr). Viele fahren hier auch um die 20‘ Vorspur hinten, was ggf. schon etwas hilft.
    Den Sturz an der Vorderachse würde ich um den gleichen Betrag wie an der Hinterachse reduzieren, damit die Steuertendenz ähnlich bleibt wie vorher.


    Für die Ursache für Dein Verschleißbild hätte ich jetzt zwei Hypothesen zu bieten.
    Entweder die (bzw. meine) Fahrweise hat einen größeren Einfluss, als ich angenommen habe, oder die Bridgestone reagieren empfindlicher auf den Sturz als die Michelin.
    Ich tendiere zu letzterem, da Reifenverschleiss tatsächlich immer sehr individuell für jeden Reifen ist und ich auch in der Vergangenheit schon die Erfahrung gemacht habe, dass Bridgestone-Reifen empfindlich auf Geometrie-Abweichungen reagieren.

    Hi Andi,


    da gibt es jetzt tatsächlich ein paar Missverständnisse.


    Du hast doch Verschleiß an der Innenschulter, oder? Dazu habe ich oben sinngemäß geschrieben:
    - viel Sturz: Innenschulterverschleiß
    - wenig Sturz in Verbindung mit viel Vorspur: Außenschulterverschleiß
    D.h. Um Deinen Innenschulterverschleiß zu reduzieren müsstest Du weniger Sturz fahren.


    Das anspruchsvoll bezieht sich auf das KW V3 in Verbindung mit meinen Achseinstellwerten. Das V3 hat eine andere Auslegung der Federhärten und ist damit deutlich agiler/übersteuernder, als die Serie (die Du ja fährst?).
    Die 2° Sturz fahre ich, um das KW V3 fahrstabiler zu bekommen, da mehr Sturz die Stabilität der Hinterachse erhöht.


    Dein Setup beim Serienfahrwerk mit 10‘ mehr Sturz hinten sollte relativ neutral, leicht untersteuernd heraus kommen und mit mehr Sturz an der Hinterachse würde diese stabiler werden.


    Ich hoffe das ist jetzt klarer geworden? Ich sehe da keine Widersprüche, sondern nur Missverständnisse.
    Die Zusammenhänge sind, denke ich, nicht so ganz einfach, wenn man da nicht täglich mit zu tun hat.

    Hi Andi,


    wie sieht denn die Vorderachse dazu aus? Bei den Werten müsste sie eigentlich noch mehr einseitig ablaufen, als die Hinterachse, es sei denn das Auto untersteuert sehr stark und Du kommst da gelegentlich rein.


    Wie meinst Du das hier?

    Mehr Sturz wäre also angebracht, aber 2° sind bei meiner bisherigen geringen Erfahrung mit einem solch starken(!) Hecktriebler wohl des Guten zu viel (oder mit deinen Worten: Zu anspruchsvoll ;) ).

    Mehr Sturz würde ja zu noch mehr Innenschulterverschleiß führen, aber das Auto fahrsicherer, mit einer stabileren Hinterachse, also anspruchsloser ;) machen.
    Eventuell missverstehe ich Dich auch einfach und wir können auch gerne mal dazu telefonieren (schreib mir einfach eine PN, dann sende ich Dir meine Nummer).

    Wer konnte schon ST-X und SPS vergleichen hinsichtlich Fahrverhalten und Restkomfort?

    Ich bin schon mit dem ST-X und dem eventuell vergleichbaren BC Racing mitgefahren.


    Das ST-X kam mir etwas komfortabler vor und ist dabei auch etwas weicher, als das V3 in der Grundeinstellung.
    Allerdings war das BC dicht an der Grundeinstellung, so dass man über die Dämpferverstellung den Komfort noch verbessern könnte.


    Beide Fahrwerke bieten einen sehr ordentlichen Komfort, vergleichbar mit dem Bilstein, aber dabei geschmeidiger ohne hoppeln.


    Ich würde das eher über das gewünschte Fahrverhalten entscheiden.
    Das ST-X ist wie das V3 wegen der härteren Hinterachse etwas agiler und dadurch auch traktionsschwächer, was eine sehr lebendige Hinterachse ergibt.
    Das BC/SPS fährt sich entsprechend traktionsstärker und etwas stabiler.
    Beide lassen sich über die Fahrwerkseinstellung sehr stabil und neutral hinstellen. Das o.g. bezieht sich daher eher auf Lastwechsel und das dynamische Verhalten.

    @The PedalPusher, nein das ist nicht (nur) der Fahrweise geschuldet, sondern ein fahrzeugtechnischer Zusammenhang.


    Beim MX fährt man nach Werkseinstellung und Expertentipp üblicherweise mehr Vorspur, als an der Vorderachse, gerne mal um Faktor 2.
    Zusätzlich wird die Achse durch das Antreiben weiter in die Vorspur gezogen.
    Beides wirkt Sturzverschleiß entgegen bzw. dafür, dass der Verschleiß gleichmäßig wird.


    Man könnte also auch sagen, mit zu wenig Sturz neigt der Reifen beim Hinterradantrieb dazu mehr an der Außenkante abzulaufen. Der Sturz gleicht das aus und daher verträgt die Hinterachse beim Hinterradantrieb einen hohen Sturz verhältnismäßig gut.


    Wenn man partout nur gleichmäßig bei niedrigen Geschwindigkeiten durch die Gegend rollert und die Leistung nie ausnutzt, wird dieser Effekt abgeschwächt. Aber bei ganz normaler Fahrweise tritt er bei jedem MX auf.


    Passt bei mir auch immer noch gut, auch nach den letzten eher forschen 1.500 km in der Eifel (mit Hin- und Rückfahrt).
    Vorne etwas mehr Innenverschleiß, aber mit 0,5 mm delta absolut im Rahmen. Hinten relativ symmetrisch mit Abweichungen im Zehntelmillimeterbereich.
    Nach 11 tkm minimale Profiltiefe 5,2 mm. Das ergibt nach Hochrechnung eine Lebensdauer bis zu 25 tkm, bei durchaus forcierter Fahrweise. Finde ich o.k.


    Eventuell wäre bei jemandem, der deutlich ruhiger als ich fährt, etwas mehr Innenschulterverschleiß vorhanden, aber auch das würde sich im Rahmen halten, eventuell vergleichbar zu meiner Vorderachse.