Beiträge von Svanniversary

    Hi Jürgen,


    dieses undefinierte Übergangsverhalten der Hinterachse mit einer gewissen Querweichheit war ja bei mir der Hauptgrund, warum ich dann mit dem Serienfahrwerk aufgegeben habe und ein Gewindefahrwerk eingebaut habe.
    Das ist einfach nicht schon zu fahren und fühlt sich auch nicht gut an.


    Mit dem richtigen Fahrwerk gewinnst Du Handlichkeit, weil das Auto der Lenkung viel direkter folgt und weniger wankt und Du bekommst an Vorder- und Hinterachse ein sauberes und definiertes Fahrverhalten. Da Du damit auch das Niveau nach oben schiebst, wird das ganze im Grenzbereich natürlich durchaus etwas schmaler und anspruchsvoller. Ein Problem sehe ich darin nicht, denn mit einer eher defensiven Fahrwerkseinstellung und dem guten DSC bleibt das Auto absolut gut und auch sicher fahrbar.


    Das Grundverhalten des Autos wird viel stärker durch das Fahrwerk an sich geprägt, als durch die Einstellung. Anlenken, Wankverhalten, Grenzbereich, all das wird durch das Fahrwerk beeinflusst. Mit der Einstellung des Fahrwerks geht es dann darum, ob das Auto eher untersteuert oder neutral ist und wie man den Kompromiss aus Performance und Beherrschbarkeit feiner justiert. Eine schlechte Einstellung kann natürlich bei jedem Fahrwerk das Fahrverhalten komplett ruinieren, aber die beste Fahrwerkseinstellung kann ein schlechtes Fahrwerk nicht retten.


    Ohne Deinen 190er zu kennen, gehe ich fest davon aus, dass sich der MX mit dem richtigen Fahrwerk deutlich sportlicher und dabei wahrscheinlich trotzdem noch definierter, vielleicht sogar einfacher fahren lässt, als der Benz.

    Die Frage ist, ob das Fahrzeug bei dem Fehlerbild (falls permanent) noch bewegt werden sollte. Meiner Meinung nach nicht, außer Mazda gibt ausdrücklich das OK dazu.


    Das Einschleppen sollte dann von der europäischen Mobilitätsgarantie abgedeckt sein.

    Das würde ich nach alter RTFM Tradition von der Art der Warnmeldung abhängig machen. Gelb heißt (vorsichtige) Weiterfahrt möglich, rot heißt stehen lassen. Ich hoffe dass der MX das auch in der Klarheit anzeigt.

    Nein, kann mich nicht erinnern, dass wir das hier schon mal hatten.


    Alle vier Fehlermeldungen betreffen das Bremssystem, so dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselbe Ursache haben. Sind die Fehler sporadisch, d.h. sie tauchen auf und verschwinden dann wieder, oder persistent, dass heißt die Lampe geht an und bleibt an?


    Da das Auto noch Garantie hat, würde ich das einfach mal beim Händler prüfen und reparieren lassen.

    Bin auch gerade wieder zu Hause eingetroffen, stressfrei dank Strohwitwer-Zeit ;-).


    War super - gute Tour und wie immer hier im Forum lauter nette Menschen getroffen, die ich noch nicht kannte und die ich schon kannte.


    Noch einmal ganz dickes Dankeschön an Chris und meine drei Mitfahrgelegenheiten. So eine Tour macht tatsächlich auch ganz passiv als Beifahrer Spass, wenn man so nette Gesellschaft hat.

    @MX505


    Bist du schon mal ein passend eingestelltes BC Racing Fahrwerk im ND auf der Landstraße gefahren? Das ist kein Fahrwerk nur für den Track optimiert.

    Habe ich nie behauptet. Ich habe nur Aussagen von SPS wiedergegeben und eine Einschätzung zu den Federraten gemacht.


    Ich habe ja sogar geschrieben, dass die Federauslegung von KW eher in Richtung Rennsport tendiert.

    Was mich halt ein wenig irritiert, ist das KW sowohl beim klassischen KW Fahrwerk als auch bei der Tochtermarke STX das Verhältnis der Federraten zwischen Vorderachse und Hinterachse fast als 1:1 ausführt und ansonsten die meisten Fahrwerkshersteller das Verhältnis eher noch mehr (z.T. deutlich) in Richtung Vorderachse schieben als schon in der Serienversion von Mazda.
    Die hinten und vorne fast gleichen Federraten müssen dann wieder durch eine deutliche Sturzdifferenz zwischen vorne und hinten "ausgeglichen" werde.
    Das kommt mir halt ein wenig "speziell" vor, aber ich bin ja auch kein Fahrwerkspezialist.

    Das kann man jetzt lange hin und her diskutieren, wer hier speziell auslegt, KW oder die anderen. Übrigens sind H&R und Bilstein mit 50/40 ähnlich wie KW unterwegs. Man könnte also auch sagen, dass lediglich BC/SPS speziell unterwegs sind.


    Die Auslegung von BC/SPS skaliert im wesentlichen die Serienauslegung hoch und soll (nach Aussage SPS) durch die sehr steife Vorderachse Vorteile beim harten Anbremsen auf dem Track haben, insbesondere mit verstärkter Bremse. So etwas ist für mich z.B. auf der Landstraße überhaupt nicht relevant.
    Die passende Fahrwerkseinstellung dazu ist symmetrisch, was auch nicht unbedingt optimal ist, da die Verträglichkeit für hohen Sturz vorne und hinten unterschiedlich ist, insbesondere hinsichtlich Reifenverschleiß.


    Die Auslegung von KW/H&R/Bilstein geht eher in Richtung klassisches Sportfahrwerk mit gesteigerter Agilität und ist passt aus meiner Sicht für die normale Landstraße ganz gut. Die Sturzdifferenz und Auslegung orientiert sich dabei an der Fahrerkseinstellung des Serienfahrzeugs, was ja auch nicht so furchtbar abwegig ist.
    Ein Vorteil ist, dass ich da wo Sturz gut vertragen wird, an der Hinterachse, auch mehr Sturz fahre und an der Vorderachse, die da eher empfindlich ist, fahre ich weniger.
    Im Rennsport, z.B. bei der Miata Sportversion, werden sogar mal gerne hinten härtere Feder als vorne gefahren. Man bekommt also eine Idee, in welche Richtung KW auslegt.


    Hinsichtlich Performance funktionieren beide Arten der Auslegung und im Fahrverhalten kann man das Auto auch mit beiden Auslegungen über die Fahrwerkseinstellung so feintunen wie man das möchte.


    Da würde ich, gerade für den Nicht-Fahrwerker, empfehlen, mal den Kopf auszuschalten und sich nicht an an solchen Themen aufzuhängen, sondern so etwas mal zu fahren und dann zu entscheiden.


    Manthey Racing hat übrigens gerade mit KW die 24 h auf dem Nürburgring gewonnen und hat einen Hydropuls Prüfstand, auf dem die Fahrwerke fahrzeugtechnisch vermessen und ausgelegt werden. Solche Möglichkeiten hat nicht jeder, so dass ich persönlich recht überzeugt bin von dem, was KW da tut.

    Die Konis sollen ja recht gut sein, was das Anlenken angeht. Bin ich aber selber auch noch nicht gefahren.


    So ein Dämpfer kann etwas Dynamik aus dem Auto nehmen und dafür sorgen, dass der Aufbau besser angebunden ist. Ein Problem das bleibt ist, dass der maximale Wankwinkel, der sich dann statisch in der Kurve einstellt, derselbe bleibt, da er nur von den Feder-/Stabi-Steifigkeiten abhängt. Mit einem strafferen Dämpfer wankt das Auto nur langsamer durch, braucht also länger um den maximalen Wankwinkel zu erreichen.


    Ich persönlich finde das ST/KW mit ihren Fahrwerken einen guten Kompromiss gefunden haben. Die Federsteifigkeiten sind moderat und die minimale Tieferlegung sind ca. 25 - 30 mm. Das ist nicht viel, sieht aber auch ganz schick aus.
    Der Komfort ist ordentlich, bzw. mit einem verstellbaren V3 ganz dicht an der Serie.