Hi Jürgen,
dieses undefinierte Übergangsverhalten der Hinterachse mit einer gewissen Querweichheit war ja bei mir der Hauptgrund, warum ich dann mit dem Serienfahrwerk aufgegeben habe und ein Gewindefahrwerk eingebaut habe.
Das ist einfach nicht schon zu fahren und fühlt sich auch nicht gut an.
Mit dem richtigen Fahrwerk gewinnst Du Handlichkeit, weil das Auto der Lenkung viel direkter folgt und weniger wankt und Du bekommst an Vorder- und Hinterachse ein sauberes und definiertes Fahrverhalten. Da Du damit auch das Niveau nach oben schiebst, wird das ganze im Grenzbereich natürlich durchaus etwas schmaler und anspruchsvoller. Ein Problem sehe ich darin nicht, denn mit einer eher defensiven Fahrwerkseinstellung und dem guten DSC bleibt das Auto absolut gut und auch sicher fahrbar.
Das Grundverhalten des Autos wird viel stärker durch das Fahrwerk an sich geprägt, als durch die Einstellung. Anlenken, Wankverhalten, Grenzbereich, all das wird durch das Fahrwerk beeinflusst. Mit der Einstellung des Fahrwerks geht es dann darum, ob das Auto eher untersteuert oder neutral ist und wie man den Kompromiss aus Performance und Beherrschbarkeit feiner justiert. Eine schlechte Einstellung kann natürlich bei jedem Fahrwerk das Fahrverhalten komplett ruinieren, aber die beste Fahrwerkseinstellung kann ein schlechtes Fahrwerk nicht retten.
Ohne Deinen 190er zu kennen, gehe ich fest davon aus, dass sich der MX mit dem richtigen Fahrwerk deutlich sportlicher und dabei wahrscheinlich trotzdem noch definierter, vielleicht sogar einfacher fahren lässt, als der Benz.