@Wolfram, dazu gibt es eine lange Vorgeschichte, die Du hier im Forum findest.
Ein (heftig) übersteuerndes Fahrzeug bringt Dir gar nichts, weil Du in der Kurve keine saubere Linie mehr hinbekommst.
Hier geht es darum das Auto sauber neutral hin zu stellen, je nach Vorbildung eher neutral/untersteuernd für den Ungeübten, oder eben echt neutral für den Profi.
Jedes Unter- oder Übersteuern macht das Auto langsamer, weil eine Achse (viel) früher an die Grenze kommt als die andere. Daher sollte das fahrdynamische Ziel immer Neutralität mit leichter Tendenz in die eine oder andere Richtung sein.
Ein echt übersteuerndes Auto ist ganz sicher nichts was Spass macht, oder fahrdynamisch sinnvoll ist.
Das gibt schon die Theorie her und zu meinem Leidwesen konnte ich im letzten Jahr auch viel praktische Erfahrung dazu sammeln.
Wenn man das differenziert diskutiert, muss man auch noch streng nach statischem Übersteuern (z.B. stationäre Kreisfahrt) und dynamischen Übersteuern unterscheiden (z.B. Einlenken).
Das o.g. bezieht sich in erster Linie auf statisches Übersteuern. Eine Prise dynamisches Übersteuern kann je nach Fahrstil und Vorlieben durchaus willkommen sein.
Wenn Du Dein Auto nicht ständig in langgezogenen Kurven ausbalancieren musst, weil ständig das Heck kommt, bist Du entweder zu langsam, oder der Wagen ist eben gar nicht statisch untersteuernd.
Als letztes gibt es auch Fahrtechniken, wie man mit untersteuern umgehen muss, die natürlich auch zum Repertoir des geübten Fahrers gehören sollten.