Beiträge von Svanniversary


    Ausgewogenes Fahrverhalten, gutmütig ,Heck stabil, gute Rückmeldung

    Ich verweise an dieser Stelle mal ganz vorsichtig auf den ST-X Thread und große Unstimmigkeiten in der Konsistenz verschiedener Fahrwerkseinstellungen bei diesem Fahrzeug. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass man so eine Einstellung mit dem ST-X besser nicht fahren sollte, weil die Sturzdifferenz zu gering ist und das Auto damit tendenziell extrem neutral bis übersteuernd wird.

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    und die wären immer noch bei...
    hinten 1°50... gesamtspur 20
    vorne 1°15... gesamtspur 10


    gewesen.

    Ist das jetzt eine reine Annahme, weil sie angeblich so eingestellt wurden, oder gibt es eine Eingangsmessung? Ich behaupte, wenn sie noch exakt so sind wie bei der Ausgangsmessung, dann kann es nicht passen. Es ist unmöglich bei zwei Messungen, an unterschiedlichen Tagen, dieselben Werte zu messen. Das gibt die übliche Werkstattmesstechnik und die Toleranzen im Fahrwerk nicht her.
    Und auch beim ersten Mal glaubtest Du das irgendwelche bestimmten Werte eingestellt wurden und hinterher waren es ganz andere.
    Also gibt es eine Eingangsmessung an der man eventuell erkennen kann, wo das Auto nach der zweiten Vermessung wirklich stand?


    Du kannst auch noch drei Mechaniker ins Auto setzen und ich glaube trotzdem nicht, dass die mal eben eine umfassende Fahrzeugbeurteilung durchführen können. Dazu brauche ich mindestens verschiedene Geschwindigkeiten und stationäre und instationäre Kreisfahrt und (!) muss in der Lage, sein ein Auto unter diesen Randbedingungen auch zu beurteilen. Für so etwas bilden wir Kollegen monatelang aus und auch ich brauche in der Regel im öffentlichen Straßenverkehr mit meinem, mir bekannten Auto, ein paar Tage, bis ich alle Ecken sauber rausgefahren habe, so dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Einmal um den Block fahren reicht da bei weitem nicht. Also toll, dass ganz viele Leute die neue Einstellung toll fanden, aber das hilft leider auch nicht weiter.


    Wenn Du zufrieden bist, können wir es ja hier auch gut sein lassen. Aber wir sollten dann auch definitiv aufhören hier irgendetwas in die verschiedenen Werte hinein zu interpretieren. Ich wiederhole mich, physikalisch macht das überhaupt keinen Sinn, so dass es sehr wahrscheinlich ist, dass einige oder alle Angaben falsch gemessen oder interpretiert wurden. Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass die 2°20' gar keine 2°20' waren und da der Hase im Pfeffer liegt? Das ist ja die Messung, die am wenigsten zu den Erwartungen gepasst hat.
    Übrigens, selbst wenn alle Werte auf den Messprotokollen richtig sein sollten, kann das trotzdem real komplett krumm gewesen sein. Bei so einer Fahrwerksvermessung kann man beliebig viel falsch machen, z.B. bei Benutzung der Handbremse, fehlendem Bremsenspanner und ähnlichen Dingen.

    Habe ich verstanden und ist leider physikalisch totaler Unsinn.
    Weniger Spur reduziert das Seitenführungspotential der Hinterachse und macht sie instabiler (genau wie weniger Sturz).
    Oder kurz - daran kann es nicht gelegen haben.

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    Eingang war ja gestern frisch eingestell:


    vo / hi ... 1°15 / 1°50
    Gesamtspur 10' / 20'

    Genau deshalb hätte mich die Eingangsmessung interessiert. Vor der Neueinstellung müssen sie ja die tatsächlichen Werte noch einmal gemessen haben.


    Weniger Spur heißt an der Hinterachse weniger Seitenführung und weniger Stabilität, genauso wie weniger Sturz. Das war aber vorher genau Dein Problem.
    Sinngemäß kommt bei mir an, dass die Hinterachse hinsichtlich ihrer Werte weniger stabil gemacht wurde und dass das Auto jetzt viel stabiler fährt.


    Irgendetwas passt da überhaupt nicht zusammen.

    Wie sah denn die Eingangsmessung aus? Waren das genau die Werte, die eingestellt wurden?


    Sorry, dass ich da insgesamt etwas skeptisch bin. Das was sich im normalen Fahrbereich ganz nett anfühlt, kann bei falscher Einstellung im Grenzbereich (z.B. Ausweichmanöver), oder bei höherer Geschwindigkeit brandgefährlich sein.

    Physikalisch sieht man mich da komplett ratlos. Nichts davon, wenn man die drei Einstellungen betrachtet, macht fahrwerktechnisch irgendeinen Sinn.
    Entweder war/ist da noch etwas anderes im Busch, oder das subjektive Bild ist ein sehr eigenes ;-).
    Bedenken hätte ich insbesondere im statischen Bereich der Steuertendenz, oder hinsichtlich der Stabilität bei höherem Tempo.


    Aber schön wenn es jetzt für Dich passt. Viel Spass weiterhin.


    P.S.: Hoffentlich passen die tatsächlichen Werte zu den protokollierten. Es kommt etwas der Verdacht auf, dass das Fahrverhalten nicht zu den genannten Werten passt. Rein nach den Werten wäre die schlecht fahrbahre Einstellung deutlich stabiler als die jetzige gewesen. Weniger Spur macht es dabei nur schlechter und nicht besser.

    O.k., wir haben einen MX-5 über mehrere Wochen auf einem Eissee bewegt inklusive mehrerer Einschläge. Das System hat die ganze Zeit nicht ausgelöst. Dabei musste hinterher sogar die Frontschürze getauscht werden.
    Wahrscheinlich gibt es im Bereich der Frontsensorik besonders sensible Bereiche und wenn man die erwischt, erfolgt die Auslösung.


    Aber bringen uns solche Diskussionen irgendwie weiter? Dem einzelnen Betroffenen hilft das nicht und eine Deaktivierung des Systems kann man guten Gewissens auch keinem Empfehlen.


    Aber ich stimme natürlich absolut zu, dass das System in der Form totaler Mist ist und die Reparaturkosten absolut inakzeptabel sind. Hilft aber auch nicht.


    Einzige Lehre, die ich daraus ziehe, ist, dass die Vollkasko auf jeden Fall weiterläuft solange ich dieses Auto fahre.


    Was vielleicht noch aufgrund der unterschiedlichen Front interessant wäre, ist die Frage, ob es irgendwelche Auffälligkeiten in der Häufigkeit der Auslösung bei Mazda oder Fiat gibt, sprich ob einer der Typen robuster oder empfindlicher ist.

    Wenn man Leistung nicht messen werden kann, wie kann dann auf einem Motorenprüfstand die Leistung gemessen werden?

    Das ist schon ein großer Unterschied. Wenn ich einen Motor messe, bin ich schlupffrei direkt mit einer E-Maschine am Abtrieb. Wenn ich ein Auto messe, sind zwei Getriebe mit Übersetzungen und Wirkungsgraden dazwischen, dazu die schlupfenden Räder und eine Rolle mit Eigenreibung. Das erklärt zumindest, dass die Genauigkeit der Messung beim Gesamtfahrzeug deutlich schlechter ist.
    Dazu kommt dass z.B. ein OEM, der einen Motor misst, auch dafür sorgt, dass alle Parameter, wie Kühlung etc., im optimalen Bereich sind und die ganze Zeit die Motorsensorik überwacht. Das ist auf einem Gesamtfahrzeugprüfstand auch nicht so einfach.

    Andererseits bin ich aber kein Moralapostel, der anderen sagt, was sie zu tun oder zu lassen haben. Empfehlungen kann man ja geben, aber die Entscheidung kann ich keinem abnehmen.

    Da bin ich auch bei Dir. Aber die bewusste Deaktivierung dürfte auch den Verlust der Typzulassung und andere Konsequenzen haben. Das sollte man einfach wissen und berücksichtigen. Ohne diesen Mechanismus hat das Auto keine Europa-Zulassung.