Aber eigentlich sollte ja jeder auf sein Gefühl achten.
Oder doch nicht?
Da ja physikalisch sowieso alles klar ist, braucht man doch eigentlich nur kurz zu berechnen was Sache ist, einstellen ...fertig.
Stelle fest... du ( @MX505 ) bist überflüssig - natürlich nur in deinem Job 
Mit dem "jeder" habe ich ein Problem. Wir (OEM) müssen mühselig und langwierig Leute ausbilden, um eine sinnvolle, reproduzierbare und physikalisch korrekte subjektive Fahrwerksbeurteilung hin zu bekommen, die dazu mit viel Platz und Zeit auf abgesperrtem Prüfgelände eingefahren wird.
Wie groß ist also die Wahrscheinlichkeit, dass jemand der da keine Erfahrung hat und das Auto wahrscheinlich gar nicht, oder nicht all zu oft im Grenzbereich bewegt eine realistische Einschätzung hin bekommt?
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Mir geht es gar nicht im Wesentlichen, um das "normale" fahren. Da kann jeder mit seinen Vorlieben machen was er will und vielen wird vieles gefallen.
Ich bin aber auf der anderen Seite der Meinung, dass es für den Großteil der Fahrer sinnvoll ist, wenn das Auto ein gewisses Maß an Grundfahrsicherheit bietet und dafür gibt es Grundprinzipien und eine bestimmte Form der Auslegung, die ich mit der falschen Einstellung problemlos verletzen kann. Dann erhalte ich ein sehr hecklastiges Auto, was insbesondere bei höherem Tempo sehr kritisch werden kann. Das tolle dabei ist, dass der normale Fahrer das erst einmal nicht bemerkt, bis er in eine kritische Situation kommt, die dann schief geht.
Und dann schließt sich der Kreis, zu Deiner Bemerkung von oben. Ich kann sicher berechnen, wo ich grob hin muss. Ob ich das dann aber über viel Spur oder Sturz realisiere, oder noch anders und welche Werte genau welches Ergebnis haben, muss ich dann doch wieder im Fahrversuch heraus finden.
Ich habe ja selber auch drei Einstellungen gebraucht, bis ich bei meiner aktuellen, funktionierenden angekommen war.
und was ich grad so sehe - soooo weit bin ich von der @Harkpabst - Einstellung gar nicht weg. Vor allem wenn man sieht, dass er auch mit dem Gedanken spielt vorne auf 1°20 zu gehen, hinten fährt er 1°50. Vorspur 10/20 was ich noch so im Kopf hab.
20 - 30' Differenz ist jetzt nun auch wieder nicht die Welt.
Weswegen ich auch nicht das komplett andere Fahrverhalten von meiner Einstellung 2 auf 3 verstehe.
Macht wirklich die andere Spur in Verbindung mit dem Sturz die Sache komplett anders?
Oder lief tatsächlich bei Einstellung 2 was schief?
Da ist schon noch ein gewaltiger Unterschied zwischen Deiner Einstellung und der von @Harkpabst. 30' Sturz an der Hinterachse von 1°30' auf 2°00' waren bei mir der Unterschied zwischen loses, instabiles Heck und Heck stabil und vertrauenerweckend. In der Spur sind die Unterschiede sogar noch größer, so dass es um wenige Minuten geht.
Genau deshalb habe ich ja so meine Probleme, hinsichtlich Deiner Einschätzungen und Aussagen, die einfach nicht zur Physik passen wollen.