Beiträge von Svanniversary

    (Das hat man ja wenigstens im Fahrsimulator noch vom Force-Feedback Lenkrad)


    Der größte Wert ist aber an der Simulation wirklich, dass man sich mal zum Probieren etwas trauen kann ohne das eigene Auto in die Leitplanke zu setzen.
    Mit dem eigenen Auto würde ich wahrscheinlich kaum unter 10 Minuten kommen.

    Mit dem Force Feedback kann/konnte ich gar nichts anfangen. Mir fehlte viel mehr die Querbeschleunigung und insbesondere Die Fahrzeugbewegung, also Wanken, Nicken, Gieren. Daran erahnt man ob das Auto stabil bleibt, oder gleich ausbricht.


    Richtig Spass macht es, wenn man den Stand erreicht hat, sich etwas mit dem richtigen Auto zu trauen, weil man weiß dass man es nicht gleich wegwirft ;-).


    Auf alle Fälle ist es mit meiner mangelnden Erfahrung bei instabilen Fahrzuständen ein sehr schmaler Grad, zwischen lenkt in die Kurve schön hinten mit ein und läßt sich einfach parieren und, mit ein bisschen mehr loser Hinterachse, kommt hinten sehr spät und läßt sich dann von mir aber nicht mehr einfangen.
    Auf alle Fälle nichts, was ich auf der normalen Straße haben müßte..... ;)

    Gut Einstellung ;-). Ich habe meine ersten Runden auf der NOS auch am Simulator gemacht, bzw. hatte 20-30 echte Runden und habe dann erst einmal den Streckenverlauf am Simulator weiter vertieft. Bei mir war das damals GT4, immerhin mit Lenkrad und Pedalen.
    Für mich kam dabei sehr schnell die Erkenntnis, dass ich Simulator fahren sehr viel schwieriger finde, als das Fahren im echten Auto. Im Simulator fehlt mir völlig das Feedback von Straße, Querbeschleunigung usw. Auf der Straße merke ich im Popometer viel früher ob und wie das Auto ausbricht und kann auch viel früher reagieren.
    Der Vorteil des Simulators ist aber auf jeden Fall, dass man damit super die Streckenkenntnis verbessern kann und natürlich auch, dass man per Mausklick Setups etc. sehr schnell mal ausprobieren kann. Ist doch angenehmer, wenn man mit 180 km/h merkt, dass man die Kurve völlig falsch angefahren hat, wenn vor einem nur ein Bildschirm steht.

    Der TÜV toleriert nach Rücksprache mit meinem Prüfer ca. 10 mm.
    Vermessen würde ich ihn ein ca. Jahr später trotzdem, auch wenn es nur 5 mm sind. Falls alles noch passt gibt es das billig und ggf. kann man korrigieren.

    Verstehe. Nass und trocken bei niedriger Geschwindigkeit kann ich bei meiner Einstellung auch ein Untersteuern erahnen. Das ist aber nur ganz schwach ausgeprägt.
    Due Vorderachse fahre ich ja mit 1°20‘ und 10‘ und das passt wirklich gut. Kann ich verstehen, dass es da hin soll.


    Bleibt also die Frage, ob man dann hinten über Spur oder Sturz arbeitet. Fahrdynamisch geht definitiv beides mit der von Dir genannten Tendenz, dass ich Spur immer und Sturz insbesondere bei höheren Querbeschleunigungen merke.
    Auf der anderen Seite ist meine Erfahrung, das Sturz weniger auf den Reifenverschleiß geht als Spur, insbesondere hinten beim Hecktriebler.
    Bisher sind meine Erfahrungen mit 2° nach 3 tkm auch sehr positiv, sprich keine Tendenz zu mehr Verschleiß an der Innenseite erkennbar. Das wird aber auch daran liegen, dass ich die Querbeschleunigung öfter mal ausreize ;-).


    Insofern wäre meine Tendenz eher den Sturz zu erhöhen. Aber probier doch ruhig mal aus, wie es mit mehr Spur ist ;-).

    Alles prinzipiell absolut richtig. Aber je nach Prozess der Federherstellung und Vorsetzung setzen sich auch die Stahlfedern an sich und das passiert erst während der ersten paar tausend km Benutzung. Ein Maß von 5-10 mm nur für die Federn würde ich da noch als durchaus normal ansehen.
    Daher ist es schon ungünstig, dass bei fast allen Fahrwerken das Neumaß angegeben ist und sie dann hinterher immer noch etwas tiefer kommen. Das sollte man bei der Auswahl und Einstellung durchaus berücksichtigen.


    Bei mir sind aus eingestellten 25 mm beim KW V3 auch knapp über 30 mm geworden. Passt auch noch ganz gut und finde ich nicht schlimm, aber man sollte das eben vorher berücksichtigen.

    Wenn ich jetzt noch einmal etwas ändern würde, dann würde ich auf der Vorderachse vermutlich eher wieder auf -1°20' gehen und dafür an der Hinterachse vielleicht noch einen Ticken mehr Vorspur einstellen.

    Damit das nicht untergeht, was stört aktuell und wo möchtest Du hin (rein interessehalber)?


    Aber eigentlich sollte ja jeder auf sein Gefühl achten.
    Oder doch nicht?


    Da ja physikalisch sowieso alles klar ist, braucht man doch eigentlich nur kurz zu berechnen was Sache ist, einstellen ...fertig.


    Stelle fest... du ( @MX505 ) bist überflüssig - natürlich nur in deinem Job :D

    Mit dem "jeder" habe ich ein Problem. Wir (OEM) müssen mühselig und langwierig Leute ausbilden, um eine sinnvolle, reproduzierbare und physikalisch korrekte subjektive Fahrwerksbeurteilung hin zu bekommen, die dazu mit viel Platz und Zeit auf abgesperrtem Prüfgelände eingefahren wird.
    Wie groß ist also die Wahrscheinlichkeit, dass jemand der da keine Erfahrung hat und das Auto wahrscheinlich gar nicht, oder nicht all zu oft im Grenzbereich bewegt eine realistische Einschätzung hin bekommt?


    Damit wir uns nicht falsch verstehen. Mir geht es gar nicht im Wesentlichen, um das "normale" fahren. Da kann jeder mit seinen Vorlieben machen was er will und vielen wird vieles gefallen.
    Ich bin aber auf der anderen Seite der Meinung, dass es für den Großteil der Fahrer sinnvoll ist, wenn das Auto ein gewisses Maß an Grundfahrsicherheit bietet und dafür gibt es Grundprinzipien und eine bestimmte Form der Auslegung, die ich mit der falschen Einstellung problemlos verletzen kann. Dann erhalte ich ein sehr hecklastiges Auto, was insbesondere bei höherem Tempo sehr kritisch werden kann. Das tolle dabei ist, dass der normale Fahrer das erst einmal nicht bemerkt, bis er in eine kritische Situation kommt, die dann schief geht.


    Und dann schließt sich der Kreis, zu Deiner Bemerkung von oben. Ich kann sicher berechnen, wo ich grob hin muss. Ob ich das dann aber über viel Spur oder Sturz realisiere, oder noch anders und welche Werte genau welches Ergebnis haben, muss ich dann doch wieder im Fahrversuch heraus finden.
    Ich habe ja selber auch drei Einstellungen gebraucht, bis ich bei meiner aktuellen, funktionierenden angekommen war.

    und was ich grad so sehe - soooo weit bin ich von der @Harkpabst - Einstellung gar nicht weg. Vor allem wenn man sieht, dass er auch mit dem Gedanken spielt vorne auf 1°20 zu gehen, hinten fährt er 1°50. Vorspur 10/20 was ich noch so im Kopf hab.
    20 - 30' Differenz ist jetzt nun auch wieder nicht die Welt.


    Weswegen ich auch nicht das komplett andere Fahrverhalten von meiner Einstellung 2 auf 3 verstehe.
    Macht wirklich die andere Spur in Verbindung mit dem Sturz die Sache komplett anders?
    Oder lief tatsächlich bei Einstellung 2 was schief?

    Da ist schon noch ein gewaltiger Unterschied zwischen Deiner Einstellung und der von @Harkpabst. 30' Sturz an der Hinterachse von 1°30' auf 2°00' waren bei mir der Unterschied zwischen loses, instabiles Heck und Heck stabil und vertrauenerweckend. In der Spur sind die Unterschiede sogar noch größer, so dass es um wenige Minuten geht.
    Genau deshalb habe ich ja so meine Probleme, hinsichtlich Deiner Einschätzungen und Aussagen, die einfach nicht zur Physik passen wollen.