Beiträge von Svanniversary


    Muss ich mir da wirklich soviel Gedanken machen wo ich den Wagenheber ansetze, wenn ich nur 1 Rad anhebe? Darüber hab ich nichtmal nachgedacht als ich beim Geländewagen gewechselt habe der über 2T hatte...


    Falz und fertig.

    Ja, solltest Du. Was meinst Du wo die 1 Tonne Gewicht herkommt? Von dünnen Blechen und Strukturen. Auch 250 kg an der falschen Stelle können ganz schön Schaden anrichten. Was spricht den auch dagegen, genau die Stellen zu nehmen, die dafür vorgesehen und entsprechend verstärkt sind?


    Ich weiß, einige sehen das anders, aber für mich war die Serieneinstellung des Fahrwerks absolut in Ordnung.
    Es kommt natürlich immer darauf an was du genau von deinem Serienfahrwerk erwartest, und was dann möglich ist einzustellen.

    Welche Serieneinstellung? Ab Werk gibt es so etwas wie eine Serieneinstellung nicht, da die Autos nur grob vorjustiert sind. Das ist auch der Grund, warum man die Autos - auch neu - überhaupt einmal vermessen und sauber einstellen sollte, mit welchen Werten auch immer.
    Wir hatten hier schon Autos mit Nachspur an der Vorderachse und völlig krummen Werten im Sturz und in der Spur. Das führt zu sehr merkwürdigem Fahrverhalten und starken Asymmetrien links rechts.
    Wenn Du das Auto einmal auf die Serienwerte einstellen lässt und damit zufrieden bist, ist das etwas anderes. Aber auch dafür muss man das Fahrwerk einmal einstellen lassen.

    Ich bin der Meinung, das bei einem Neuwagen eine sofortige Achsvermessung nicht unbedingt notwendig ist. Fahr erstmal und bekomme ein Gespür, wie sich das Auto in verschiedenen Situationen verhält.

    Genau, spüre wie komisch das Auto fährt und lass es dann einstellen ;-). S.o. es macht Sinn das Auto einmal definiert hinzustellen, dann zu fahren und sich daran zu gewöhnen und dann richtig einstellen zu lassen.
    Wenn einem das alles egal ist und man der Meinung ist keinerlei Unterschied zu spüren, kann man es natürlich auch lassen. Aber dann kann man hier das Fahrwerks-Kapitel auch getrost ignorieren.


    Ich betone es noch einmal, weil das der Kernpunkt ist: Mazda macht ab Werk keine saubere Fahrwerkseinstellung. Die Autos werden auf dem Skid grob voreingestellt und gehen dann direkt in die Auslieferung. Wer ein funktionierendes und symmetrisches Fahrwerk haben möchte, sollte das Auto auch neu einmal einstellen lassen.
    Eine sehr gute Empfehlung sind die hier schon oft zitierten @Taxidriver-Werte. Man kann aber auch die Serienwerte nehmen, die deutlich stumpfer und weniger fahraktiv sind. So oder so hat man danach eine definierte Einstellung die funktioniert.
    Als Empfehlung würde ich das Auto vorher 1.000 - 2.000 km fahren. Dann hat sich alles gesetzt und man kann den Wagen so einstellen, dass die Werte auch stabil bleiben.
    Nach einem Wechsel des Fahrwerks sollte man den Wagen grob einstellen, ca. 3.000 km fahren und dann die finale Einstellung machen.

    Ja, das passt bei mir auch ins Bild. Ich bin aber dennoch der Meinung da haben sie es in Japan etwas übertrieben.
    Bei höheren Querbeschleunigungen kann ich nur über Schräglauf- und Schwimmwinkel Querkraft aufbauen. Das gilt natürlich generell, aber je höher Fahrgeschwindigkeit und Querbeschleunigung sind, umso mehr Bewegung kommt ins Auto.


    Wenn man darauf sofort regelt, bringt das mehr Unruhe ins Auto als es nützt.


    Ich denke da haben die Japaner ein bisschen viel Respekt vor dem eigenen Auto und der eigenen Kundschaft gehabt.


    So oder so wird nan sich damit wohl arrangieren müssen, wenn man das Auto nicht deutlich ins untersteuern stellen will.


    Das Gieren beim An- und Auslenken habe ich meinem Auto einigermaßen ausgetrieben. Da ist er sehr stabil und das DSC bleibt ruhig. Bei mir kommen die Eingriffe eher im stabilen Verlauf lang gezogener Kurven, z.B. bei Unebenheiten.

    Kein Problem Sven :) Wenn das Fahrwerk nach deinen Vorstellungen optimal eingestellt ist und du hier keinen Handlungsbedarf siehst, wird es aber eng mit Modifikationen. Mit den Reifen bist du ja auch zufrieden. Vielleicht musst du mit dem genannten Verhalten dann leben.

    Das fürchte ich auch. Optimal ist das so nicht unbedingt, aber ich denke das Material gibt jetzt nicht mehr viel mehr her. Hinterachse steifer geht mir zu sehr in Richtung Reifenverschleiß, Vorderachse schwächer macht das Auto langsamer und insgesamt würde beides das Auto nur untersteuernder machen, was ich auch nicht möchte.
    Ich denke ich werde mir doch nochmal eine Strecke suchen und mal vorsichtig ein paar Versuche ohne DSC fahren. Dann bekomme ich zumindest raus, ob es jetzt rein am DSC liegt, oder ich doch nochmal am Fahrwerk drehen muss. Dann kann man vielleicht nochmal Feintuning betreiben.
    Wie geschrieben ist das auch Jammern auf sehr hohem Niveau, da ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon habe, was ich von dem Auto erwarte.

    Mit der derzeitigen Konfiguration macht mein ND genau das, was dir mehr liegen würde. Er lässt an der HA viel zu und geht dann am Limit gaaanz sanft in die Regelung.

    Das kommt mit jetzt allerdings bekannt vor. Im Bereich bis 80 km/h kann ich wunderbar mit dem Auto spielen. Nur darüber werden die Regelgrenzen immer enger und ich komme öfter in die Regelung. An der Ecke könnte er für mich ruhig etwas mehr Luft lassen.

    Eine kleine Schwäche sehe ich bei dem "Notfanghaken". Wenn das Heck schlagartig kommt (zu schnell bei nasser Fahrbahn, Dreck in der Kurve), bekommt das DSC es auch nicht mehr geregelt und man ist selber gefragt, das Auto abzufangen. Das habe ich leider schon 2 x live vor mir sehen müssen, wo Bekannte mit ihrem ND in den Graben gefahren sind.

    Ich weiß nicht, ob man da noch viel fangen kann - zu schnell ist zu schnell. So ein DSC ist halt auch kein Wundermittel und kann nur mit dem vorhandenen Reibwert arbeiten. Wenn das Auto nicht mehr zu retten ist, hilft auch kein DSC.
    Andersherum hatte ich letztens im Golf GTI bei 180 km/h im Nassen einen Quersteher in der Fuchsröhre. Da haben sich das ESC und ich wunderbar ergänzt und das Auto gerettet. Ich glaube keiner von uns hätte das in der Situation ohne die Hilfe des anderen geschafft ;-).

    Wenn es fühlbar und scheinbar ohne Grund eingreift, würde ich jetzt auch auf eine nicht ganz passende Fahrwerkeinstellung tippen.

    @Wolfram, danke, lieb gemeint, aber ich habe das Auto jetzt mit zwei Fahrwerken insgesamt sechs mal einstellen lassen. Da ist inzwischen ein gewisses Gefühl für den Wagen vorhanden (davon abgesehen, dass ich beruflich mit Fahrwerk-Abstimmung zu tun habe). Ich bin darüber hinaus auch schon diverse andere NDs mit verschiedenen Fahrwerken und Einstellungen gefahren.
    Spuren an der Bremsscheibe hinten sind typisch für Untersteuer-Eingriffe. Die kommen beim MX bei höherem Tempo später (im Sinne von mehr Schwimmwinkel), als die Übersteuer-Eingriffe und sind aktuell nicht mein Problem ;-).


    Fühlbar ist hier relativ. Ich bemerke die Anregelungen, mein Mitfahrer in der Regel nicht.
    Und auch grundlos ist relativ. Schwimmwinkel in Richtung übersteuern bei schneller Fahrt am Grenzbereich sind sicher nicht unbedingt etwas alltägliches und Mazda hat sich da aus meiner Sicht entschieden mehr in Richtung Fahrsicherheit und weniger in Richtung Fahrspass abzustimmen. Von den Produkten der Marke für die ich arbeite, egal ob Front oder Allrad, kenne ich das etwas anders und da kann man mehr mit dem Heck machen, bevor die Eingriffe kommen, ähnlich wie auch die Firma Porsche das macht. Den Wagen ein bisschen frei lassen und dafür später und stärker regeln, eher im Sinne eines Notfanghakens. Das liegt mir mehr.


    Wie oben geschrieben, wäre es ein einfacher Weg, dass Fahrwerk tot zu machen und mehr in Richtung untersteuern zu drehen, aber es gefällt mir ganz gut so neutral wie es aktuell ist.

    Ja, das ist von der Sturzdifferenz dicht an der Serieneinstellung und das war ja auch der Hinweis von KW, dass sie mit der abgestimmt haben.


    Harte Regeleingriffe kenne ich vom ND gar nicht. Das DSC ist recht sensibel und regelt auch sanft, so dass es einen immerhin nicht aus der Bahn wirft. Aber es ist einer sauberen Linie eben auch nicht förderlich, wenn Regelungen zu früh und an unpassender Stelle erfolgen.
    Eine zeitlang hatte ich ja Probleme mit echtem Übersteuern und da kamen die Regeleingriffe berechtigt und nachvollziehbar. Jetzt ist das Setup tatsächlich schon sehr neutral und trotzdem regelt er noch. Das ist das Problem. Ich bin es gewohnt ein Auto auch bei höherem Tempo über Lastwechseln und Lenkung zu stellen und auszubalancieren, aber das funktioniert leider nicht, wenn in die eine Richtung immer sofort ein bremsender Eingriff erfolgt.


    Das Thema Sturzdifferenz findest Du in vielen meiner Beiträge, sprich das ist ja mein Hauptansatzpunkt und auch aus meiner Sicht der richtige Hebel. Nur leider kann ich den nur ansetzen, wenn ich das Auto weiter in Richtung untersteuern drücken möchte und das ist nicht die präferierte Lösung. Es scheint mir so, dass man die Kröte mit den Anregelungen schlucken muss, wenn man ein eher neutrales Setup fahren möchte. Daher auch die Frage hier, ob das bei anderen mit ähnlichem Setup auch schon aufgefallen ist.


    Deinen letzten Satz verstehe ich leider nicht. Was wolltest Du damit zum Ausdruck bringen?

    Das geht so weit das die Bremsen in schnellen Kurven beim überfahren einer Kuppe oder eines Schlagloches ohne ersichtlichen Grund kurzzeitig schlagartig zumachen.Das Auto wird dabei kurzzeitig instabil und versetzt im Extremfall.


    Aber das Problem liegt nicht am DSC ;) , sondern an der Fahrwerkseinstellung. Deshalb solltet ihr im Thread Fahrwerkseinstellung oder Fahrwerkthread weitermachen.

    Nein, so hatte ich das nicht geschrieben. Das Auto bleibt stabil, baut höchstens minimal Schwimmwinkel auf und wird dann relativ sanft vom DSC eingebremst. Instabil ist dabei nichts und auch ein Versetzen tritt nicht auf, Steuertendenz dabei eher neutral.


    Wie Du sicher verfolgt hast, habe ich das Fahrwerk inzwischen schon deutlich mehr in Richtung steifere Hinterachse einstellen lassen, mit 2°00' Sturz hinten und 1°20' vorne (Gesamtspur hinten 20', vorne 10'). Aber ich bin immer für jeden Vorschlag offen, wie man das weiter optimieren kann, ohne dass es noch mehr in Richtung erhöhter Reifenverschleiß geht.


    Es ist natürlich richtig, dass man mit einem stumpf, untersteuernd eingestellten Fahrwerk nicht in diese Situation kommt, aber das kann ja nicht das Ziel sein, wenn man extra ein auf Fahrdynamik optimiertes Fahrwerk einbaut.

    Verstehe, was Du beschreibst - hatten wir bislang nicht.Ob es mit dem jetzt mal testweise montierten 17"-PS4-Setup auftaucht, werde in Kürze nach einem Sauerland-WE sagen können.

    Danke. Wäre sehr interessant, ob Du auch in diese Bereiche der Regelung kommst. Mir scheint das DSC hier etwas arg vorsichtig zu agieren, was u.a. dazu führt, dass man ab einem bestimmten Tempo nicht mehr mit dem Heck arbeiten kann, weil sofort Regeleingriffe stattfinden.

    @KTS, passt ins Bild, danke. Das ist schon jammern auf hohem Niveau, versaut einem dann aber ggf. die saubere Linie.
    Bei mir passiert das auch gerne bei Unebenheiten oder minimalen Lastwechseln.


    Ich hatte bei DSC OFF hin und wieder das Gefühl, dass das ASR bei niedrigem Tempo noch regelt. Stabilitäts-Regelungen mit DSC OFF habe ich noch nicht bewusst wahrgenommen.