Beiträge von Svanniversary

    @MX505
    Herzlichen Glückwunsch zum Audi 90 - klasse Teil. Unglaublich, in welchem Zustand der ist... :thumbup: Wenn du den schön original belässt - wovon ich ausgehe - könnte sich der sich zudem zu einer annehmbaren Wertanlage entwickeln.

    Danke ;-). Steckt schon einiges an Arbeit drin (die ich aber habe machen lassen). Die Basis war zwar extrem gut, aber wir haben dann doch den Motor einmal komplett durchgewartet, ein paar Achsteile getauscht und ein paar Ecken geschweißt und Rost beseitigt. Danach teillackiert und komplett versiegelt.
    In dem Zustand, selbstverständlich so dicht am Original wie möglich, möchte ich ihn jetzt erhalten.

    Danke @Harkpabst, die Werte sehen für mich auch etwas runder aus, die Du gepostet hast. Fehlen die Federraten dazu, denn ich nehme an, die dürfen individuell gewählt werden.
    Das sind auch sicher keine Universalempfehlungen, da jeder Fahrer seine eigenen Vorlieben hat. Einige mögen es einfach brutal übersteuernd und andere eher neutral. Das wird sich entsprechend auch in den individuellen Einstellungen wiederfinden.


    @Inari und @MCrown, Ihr sprecht hier genau die Themen noch einmal durch, die im Tieferlegungs-Thread schon 20 mal durchgekaut wurden. Wollt Ihr vielleicht da weiter machen?
    Trotzdem als Randbemerkung @Inari - ich weiß nicht wo immer so komische Aussagen herkommen, dass ein KW V3 total unkomfortabel ist. Die Federraten sind z.T. geringer, als beim H&R und mit der Dämpferverstellung kann man alles von bretthart bis sehr komfortabel einstellen. Der Vorteil ist, dass die Verstellung auch noch für Zug/Druck getrennt ist und ich damit auch noch Feintuning für das Setup betreiben kann. Die Fahrwerke ohne Verstellung sind natürlich eher fahrdynamisch orientiert, aber auch die sind noch recht komfortabel. Die Hersteller haben durchaus erkannt, dass die meisten Kunden zwar eine Tieferlegung wollen, aber kein bretthartes Sportfahrwerk. Auch das ST-X wird insbesondere im Vergleich zum Bilstein als ähnlich komfortabel beschrieben, was u.a. daran liegt, dass die Dämpfer wesentlich besser ansprechen.
    Aber das steht alles schon genauso im Thread Tieferlegung ...

    Hört sich in der Tat sehr nach Sportwagen an. Das ist eine andere Liga, als ein bisschen Serienquietschen.
    Wie im Porsche Video erklärt ist das ein klassischer technischer Zielkonflikt.
    Wir haben/hatten auch immer mal wieder Bremsen von Brembo verbaut, die alle (!) so ihre Geräuschprobleme hatten. Aber die Bremsleistung war immer top.

    Fast nichts natürlich nicht, aber deutlich weniger. Bei knapp doppelter HA-Federrate hast Du unter Beladung auch nur die halbe Einfederung.
    40 mm wäre mir aber auch zu viel. Bei KW/ST geht es bei -25 mm los und das sind noch absolut vernünftige Werte.

    Hallo Jürgen,


    das hört ja schon wieder verdächtig nach einem neuen Fahrwerk an. Ich habe mich ja auch lange dagegen gewehrt und dann doch eins eingebaut, mit der höchstmöglichen Einstellung versteht sich ;-).
    Man könnte auch steifere Stabis nehmen, aber eigentlich muss man mit der Federrate hoch und da hilft nur - s.o.


    Der Unterscheid ist (leider) gewaltig, oder wie es eine anderer MX-5 Fahrer mit Serienfahrwerk ausdrückte, man bekommt "ein ganz anderes Auto".
    Mit knapp 30 mm Tieferlegung gab es bei uns auch noch keinerlei Probleme mit irgendwelchen Straßen, oder baulichen Bedingungen. Das geht noch.

    Fahren die denn definitiv die Serien-Kinematik, oder ist da etwas verändert worden?


    Prinzipiell machst Du einen Rennwagen mit so einer Einstellung deutlich agiler, was auf dem Racetrack auch hervorragend funktioniert und wie von @GarchingS54 sehr treffend ausgeführt auch hervorragend zum verwendeten Reifen passt. Dazu kommt, dass Reifenverschleiß definitiv kein Thema ist.


    Die Werte sehen auch schlimmer aus, als sie sind. Während die VA-Spur von 12' gesamt das Auto einfach ein wenig vorspannt und agil im Anlenken macht trägt die immens hohe Hinterachsspur von 40' zur Stärkung der Hinterachse bei. Das entspricht locker einen Sturz-Equivalent von über weit über einem Grad, oder noch mehr.


    Die Federauslegung fügt sich da genauso ein.


    Insgesamt tippe ich auf ein extrem steifes Fahrwerk, dem Untersteuern völlig fremd ist und dass eine leichte Übersteuertendenz hat. So wie man das bei Rennwagen auf Slicks in der Regel macht.


    Mit einer Straßenauslegung hat das einfach überhaupt nichts mehr zu tun. Da brauche ich Sicherheitsreserven und gehe grundsätzlich mehr in Richtung Untersteuern. Nicht so extrem aber in schwächerer Form sind aber auch einige Gewindefahrwerke, wie das KW V3, ST-X, H&R Monotube und Bilstein B14 etwas mehr in diese Richtung eines Sportfahrwerks abgestimmt als die Serie, in dem sie auch verhältnismäßig höhere Federraten an der Hinterachse fahren. Leider kann man da aber eben nicht mit so netten Einstellwerten arbeiten, wie beim Cup-Car, weil man sich sonst innerhalb weniger tausend km die Reifen runter fährt.


    Was Du vom Simulator beschreibst, kenne ich auch gut vom KW V3. Untersteuern fehlt nahezu völlig, dafür muss man aber unter allen Umständen wissen was man tut, weil man ansonsten das Heck mobilisiert (zumindest mit meinen aktuellen Einstellwerten).


    Ich bin mal im Schnee mit einer echt übersteuernden Auslegung gefahren. Das macht schon richtig Laune, weil man sowieso die ganze Zeit quer fährt und es easy ist, dass Heck in Bewegung zu bringen. Wenn man so ballistisch unterwegs ist, ist das sogar definitiv sicherer und schneller, als die klassische Auslegung. Im normalen Straßenverkehr und Alltag möchte ich so etwas aber nicht fahren.


    Ausgewogenes Fahrverhalten, gutmütig ,Heck stabil, gute Rückmeldung

    Ich verweise an dieser Stelle mal ganz vorsichtig auf den ST-X Thread und große Unstimmigkeiten in der Konsistenz verschiedener Fahrwerkseinstellungen bei diesem Fahrzeug. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass man so eine Einstellung mit dem ST-X besser nicht fahren sollte, weil die Sturzdifferenz zu gering ist und das Auto damit tendenziell extrem neutral bis übersteuernd wird.

    .


    und die wären immer noch bei...
    hinten 1°50... gesamtspur 20
    vorne 1°15... gesamtspur 10


    gewesen.

    Ist das jetzt eine reine Annahme, weil sie angeblich so eingestellt wurden, oder gibt es eine Eingangsmessung? Ich behaupte, wenn sie noch exakt so sind wie bei der Ausgangsmessung, dann kann es nicht passen. Es ist unmöglich bei zwei Messungen, an unterschiedlichen Tagen, dieselben Werte zu messen. Das gibt die übliche Werkstattmesstechnik und die Toleranzen im Fahrwerk nicht her.
    Und auch beim ersten Mal glaubtest Du das irgendwelche bestimmten Werte eingestellt wurden und hinterher waren es ganz andere.
    Also gibt es eine Eingangsmessung an der man eventuell erkennen kann, wo das Auto nach der zweiten Vermessung wirklich stand?


    Du kannst auch noch drei Mechaniker ins Auto setzen und ich glaube trotzdem nicht, dass die mal eben eine umfassende Fahrzeugbeurteilung durchführen können. Dazu brauche ich mindestens verschiedene Geschwindigkeiten und stationäre und instationäre Kreisfahrt und (!) muss in der Lage, sein ein Auto unter diesen Randbedingungen auch zu beurteilen. Für so etwas bilden wir Kollegen monatelang aus und auch ich brauche in der Regel im öffentlichen Straßenverkehr mit meinem, mir bekannten Auto, ein paar Tage, bis ich alle Ecken sauber rausgefahren habe, so dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Einmal um den Block fahren reicht da bei weitem nicht. Also toll, dass ganz viele Leute die neue Einstellung toll fanden, aber das hilft leider auch nicht weiter.


    Wenn Du zufrieden bist, können wir es ja hier auch gut sein lassen. Aber wir sollten dann auch definitiv aufhören hier irgendetwas in die verschiedenen Werte hinein zu interpretieren. Ich wiederhole mich, physikalisch macht das überhaupt keinen Sinn, so dass es sehr wahrscheinlich ist, dass einige oder alle Angaben falsch gemessen oder interpretiert wurden. Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass die 2°20' gar keine 2°20' waren und da der Hase im Pfeffer liegt? Das ist ja die Messung, die am wenigsten zu den Erwartungen gepasst hat.
    Übrigens, selbst wenn alle Werte auf den Messprotokollen richtig sein sollten, kann das trotzdem real komplett krumm gewesen sein. Bei so einer Fahrwerksvermessung kann man beliebig viel falsch machen, z.B. bei Benutzung der Handbremse, fehlendem Bremsenspanner und ähnlichen Dingen.