Beiträge von Svanniversary

    Habe ich verstanden und ist leider physikalisch totaler Unsinn.
    Weniger Spur reduziert das Seitenführungspotential der Hinterachse und macht sie instabiler (genau wie weniger Sturz).
    Oder kurz - daran kann es nicht gelegen haben.

    .
    Eingang war ja gestern frisch eingestell:


    vo / hi ... 1°15 / 1°50
    Gesamtspur 10' / 20'

    Genau deshalb hätte mich die Eingangsmessung interessiert. Vor der Neueinstellung müssen sie ja die tatsächlichen Werte noch einmal gemessen haben.


    Weniger Spur heißt an der Hinterachse weniger Seitenführung und weniger Stabilität, genauso wie weniger Sturz. Das war aber vorher genau Dein Problem.
    Sinngemäß kommt bei mir an, dass die Hinterachse hinsichtlich ihrer Werte weniger stabil gemacht wurde und dass das Auto jetzt viel stabiler fährt.


    Irgendetwas passt da überhaupt nicht zusammen.

    Wie sah denn die Eingangsmessung aus? Waren das genau die Werte, die eingestellt wurden?


    Sorry, dass ich da insgesamt etwas skeptisch bin. Das was sich im normalen Fahrbereich ganz nett anfühlt, kann bei falscher Einstellung im Grenzbereich (z.B. Ausweichmanöver), oder bei höherer Geschwindigkeit brandgefährlich sein.

    Physikalisch sieht man mich da komplett ratlos. Nichts davon, wenn man die drei Einstellungen betrachtet, macht fahrwerktechnisch irgendeinen Sinn.
    Entweder war/ist da noch etwas anderes im Busch, oder das subjektive Bild ist ein sehr eigenes ;-).
    Bedenken hätte ich insbesondere im statischen Bereich der Steuertendenz, oder hinsichtlich der Stabilität bei höherem Tempo.


    Aber schön wenn es jetzt für Dich passt. Viel Spass weiterhin.


    P.S.: Hoffentlich passen die tatsächlichen Werte zu den protokollierten. Es kommt etwas der Verdacht auf, dass das Fahrverhalten nicht zu den genannten Werten passt. Rein nach den Werten wäre die schlecht fahrbahre Einstellung deutlich stabiler als die jetzige gewesen. Weniger Spur macht es dabei nur schlechter und nicht besser.

    O.k., wir haben einen MX-5 über mehrere Wochen auf einem Eissee bewegt inklusive mehrerer Einschläge. Das System hat die ganze Zeit nicht ausgelöst. Dabei musste hinterher sogar die Frontschürze getauscht werden.
    Wahrscheinlich gibt es im Bereich der Frontsensorik besonders sensible Bereiche und wenn man die erwischt, erfolgt die Auslösung.


    Aber bringen uns solche Diskussionen irgendwie weiter? Dem einzelnen Betroffenen hilft das nicht und eine Deaktivierung des Systems kann man guten Gewissens auch keinem Empfehlen.


    Aber ich stimme natürlich absolut zu, dass das System in der Form totaler Mist ist und die Reparaturkosten absolut inakzeptabel sind. Hilft aber auch nicht.


    Einzige Lehre, die ich daraus ziehe, ist, dass die Vollkasko auf jeden Fall weiterläuft solange ich dieses Auto fahre.


    Was vielleicht noch aufgrund der unterschiedlichen Front interessant wäre, ist die Frage, ob es irgendwelche Auffälligkeiten in der Häufigkeit der Auslösung bei Mazda oder Fiat gibt, sprich ob einer der Typen robuster oder empfindlicher ist.

    Wenn man Leistung nicht messen werden kann, wie kann dann auf einem Motorenprüfstand die Leistung gemessen werden?

    Das ist schon ein großer Unterschied. Wenn ich einen Motor messe, bin ich schlupffrei direkt mit einer E-Maschine am Abtrieb. Wenn ich ein Auto messe, sind zwei Getriebe mit Übersetzungen und Wirkungsgraden dazwischen, dazu die schlupfenden Räder und eine Rolle mit Eigenreibung. Das erklärt zumindest, dass die Genauigkeit der Messung beim Gesamtfahrzeug deutlich schlechter ist.
    Dazu kommt dass z.B. ein OEM, der einen Motor misst, auch dafür sorgt, dass alle Parameter, wie Kühlung etc., im optimalen Bereich sind und die ganze Zeit die Motorsensorik überwacht. Das ist auf einem Gesamtfahrzeugprüfstand auch nicht so einfach.

    Andererseits bin ich aber kein Moralapostel, der anderen sagt, was sie zu tun oder zu lassen haben. Empfehlungen kann man ja geben, aber die Entscheidung kann ich keinem abnehmen.

    Da bin ich auch bei Dir. Aber die bewusste Deaktivierung dürfte auch den Verlust der Typzulassung und andere Konsequenzen haben. Das sollte man einfach wissen und berücksichtigen. Ohne diesen Mechanismus hat das Auto keine Europa-Zulassung.

    Das wird sicher durch die Gewöhnung an die andere Einstellung kommen und daher, dass die Reifen mit der neuen Einstellung nicht optimal arbeiten.
    Ich würde den Wagen an Deiner Stelle mit 50'-60' Sturzdifferenz einstellen lassen und ihm dann etwas Zeit geben, sich wieder einzulaufen. Also z.B. 1° Sturz vorne und 2° hinten, mit 10' Gesamtspur vorne und 20' hinten.
    Dann bleibt er agil, geht aber mehr in die Richtung wie vorher. Dann noch ein bisschen Geduld bis die Reifen sich eingelaufen haben und es müsste hoffentlich passen.

    Kurz zur Richtigstellung, ich vertrete die Ansicht, dass man mit ST-X oder KW V3 mindestens eine Sturzdifferenz von 40' fahren sollte und vorne eine Gesamtspur von ca. 10' und hinten von ca. 20'. Damit kommt das Auto dann recht neutral raus, was heißt dass das Heck immer noch sehr agil auf Lastwechsel und Traktion reagiert, aber stabil ist. Mit weniger Sturzdifferenz komme ich in den statisch übersteuernden Bereich.
    Ich fahre aktuell
    vorne Sturz 1°20', Gesamtspur 10',
    hinten Sturz 2°00', Gesamtspur 20'.
    Das Auto ist wie beschrieben extrem neutral. D.h. statisch minimal untersteuernd und dynamisch sehr schnell übersteuernd.


    Die Beobachtungen von @Fuzzi lassen mich insofern ratlos zurück, als dass ich Fahrtechnik und -erfahrung nicht kenne. Die vorherige Einstellung sollte recht gutmütig, deutlich untersteuernd sein, was natürlich heißt, dass ich mit Lenkrad und Gas nicht so viel falsch machen kann. Wenn man das gewohnt ist und auf eine eher neutrale Einstellung wechselt, wird das Auto natürlich deutlich agiler und muss komplett anders gefahren werden.


    Wer eine eher konservativ/klassische Einstellung mit deutlichem Untersteuern und gut beherrschbarem Fahrverhalten möchte, sollte in der Sturzdifferenz eher in Richtung 1° gehen und ggf. sogar die Gesamtspur an der Hinterachse noch etwas hoch setzen (bis max. 30').