Beiträge von Svanniversary

    Könnte an der Abgasnorm liegen. Dann muss eine Änderung kommen und dann ist es natürlich günstiger für alle Derivate den gleichen Motor zu verwenden, als Sonderlocken zu drehen.
    Aus Mazdas Sicht ist es auch eigentlich einfach. Der neue Motor macht auch den RF noch attraktiver und fördert ggf. den Verkauf. Nur etwas ungeschickt ggü. allen, die kurz vorher noch den alten bestellt und bekommen haben. Das geht aber am Ende den ST Kunden genauso.

    Dem ist nicht viel hinzu zu fügen ;-).


    Die schwergängigere Lenkung ist schnell erklärt. Winterreifen haben hohe weiche Profilblöcke, die sich beim Lenken leicht verformen und nachgeben. Sommerreifen dagegen haben steife Blöcke die nicht nachgeben und die beim Lenken entsprechend über den Asphalt reiben. Man spricht da vom Bohrmoment und das ist entsprechend beim Sommerreifen höher, was die Lenkkräfte erhöht. Der Lenkhilfemotor unterstüzt nur proportional, d.h. wenn die Kräfte am Reifen steigen, muss ich auch oben am Lenkrad mehr Lenkmoment aufbringen.


    Zum Schleppmoment bei Gaswegnahme kann ich nur spekulieren. Plausibel wäre die Erklärung, dass die Sommerreifen deutlich mehr Rollwiderstand haben und damit einfach mehr bremsen. Der Effekt dürfte aber nicht so groß sein, dass man ihn sofort bemerkt. Also wahrscheinlichste Erklärung - psychologischer Effekt ;-).

    @Wolfram, das deckt sich super mit meinen Erfahrungen und Empfehlungen. Ein richtig guter Sportreifen ist dicht dran und deutlich alltagstauglicher.
    Mir würde bei einem Reifen mit zu viel Grip auch imner die Möglichkeit fehlen mal die Grenzen zu erkunden, ohne dass ich extrem schnell und ggf. auch zu extrem unterwegs bin.
    Davon abgesehen bietet z.B. auch ein Michelin PS4 eine Performance, die ich schon nicht mehr überall ausfahren kann.

    Hi @BJ323F, super Zusammenfassung ;-).


    Ich habe noch ein paar Anmerkungen zu KW V3 und ST-X und entsprechend H&R und Eibach Gewinde.


    Ich fahre vorne aktuell 10‘ Gesamtspur, aber das ist sicher nicht relevant.
    Die 1°25‘ Sturz vorne zu 2°00‘ hinten sind schon extrem neutral, so dass ich sie wirklich nur jemanden empfehlen würde, der genau weiß was er tut. Bei mir sind es aktuell eher 1°20‘ und das ist gerade so neutral mit minimaler Untersteuertendenz. Um das rauszukitzeln, muss man aber schon sehr sauber fahren.
    Ich denke Werte von 1°00‘ bis 1°10‘ Sturz vorne sind für den überwiegenden Teil der Fahrer praxistauglicher.
    Dazu passend würde ich hinten mindestens 0,2 bar mehr Fülldruck spendieren.


    Meine generelle Empfehlung für den Normalfahrer und erst recht den Neuling wäre sowieso, mit den defensivsten Werten zu starten und dann erst nachzuschärfen, wenn einem selber Defizite auffallen und man das Auto besser kennt und beherrscht.
    Der MX ist so oder so anspruchsvoll genug im Fahrverhalten und macht auch damit jede Menge Spaß.

    Mehr Fülldruck erhöht die Reifensteifigkeit quer und vertikal, macht den Reifen also steifer.


    Nachteil: Irgendwann wird der Reifen zu steif, so dass der Grip abnimmt.


    Für den Grip gibt es ein Fenster des optimalen Fülldrucks. Unterhalb dessen ist der Reifen zu weich, darüber zu steif.


    Mein Bauchgefühl sagt bisher, dass man beim MX kalt zwischen 1,9 und 2,3 bar gut unterwegs ist. Je nach Reifen geht ein wenig mehr oder weniger.


    0,1 bar kann man beim MX gerade so auflösen. Bei 0,2 bar ergeben sich deutliche Effekte.
    Vom Vorgehen ruhig größere Differenzen einstellen, um sich die Tendenzen anzuschauen. Danach in feineren Schritten optimieren.

    Das wieso kann ich erklären. Gerade im SW Bereich kostet das einen Haufen Geld neue SW zu entwickeln und alle SW Stände im Auto im Verbund neu zu testen (auf Kompatibilität mit allen im Feld vorhanden SW Kombinationen).


    Und warum sollte man das auch machen? Ist doch einfacher den Kunden darauf hinzuweisen, dass er sich einen schicken MJ 18 kaufen kann, wenn er das Feature haben möchte.